Ex- Frau heiratet wieder - Namensrecht

    • (1) 17.11.16 - 15:14

      Hallo miteinander.

      Genau genommen geht es hier nicht um mich, sondern um meinen Freund.

      Er ist geschieden und hat mit seiner Ex-Frau einen gemeinsamen Sohn. Nennen wir ihn mal Schneider ;)

      Also die Mutter Frau Schneider will nun ihren neuen Herrn Müller heiraten und möchte jetzt gerne, dass der Sohn auch Müller heißt.

      Nun haben wir uns soweit erkundigt, dass der Sohn auch Schneider-Müller heißen kann.

      Meine Frage wäre nun folgende:

      Angenommen Sohn Schneider-Müller möchte irgendwann selbst heiraten. Und zwar die Frau Meyer. Kann er sich dann Schneider-Müller-Meyer nennen oder würde ihm dieser weg dann verbaut werden`?

      Ich hoffe es ist verständlich ;)

      • Hallo,

        meines Wissens nach dürfen Kinder heute keine Doppelnamen mehr haben, genau aus dem Dir genannten Grund. Ein Dreifachname ist nicht möglich. Daher bin ich der Meinung geht nur ein Doppelname für die Mutter, der gemeinsam gewählte Familienname (Frau Schneider-Müller, Herr Müller, in der Ehe geborene Kinder ebenfalls Müller) wird dann für die Kind genommen.

        Ob es da Schlupflöcher gibt, keine Ahnung.

        LG

        Diese Variante geht nicht.

        Vor ein paar Jahren war es auf jedenfall so, dass Kinder nur einen Namen haben durften, allerdings gibt es da darum, wenn die Eltern Doppelnamen haben.
        Muss der Junge für den Namenswechsel nicht adoptiert werden? Früher war das mal so.

        • (4) 17.11.16 - 15:31

          Hallo,

          ja, ich kenne es auch nur so, dass das Kind dann adoptiert werden muss. Bei einem erwachsenen Kind ist es optional, glaube ich, bin mir aber nicht sicher.

          LG Py #winke

          • Doppelname für Kinder geht auch meiner Meinung nach nicht.
            Man stelle sich nur vor, der erwachsene Herr Schneider-Müller lernt eine Frau Meyer-Schulze kennen und möchte diese ehelichen...#rofl

            Spaß beiseite.
            Die Mutter braucht das Einverständnis des Vaters zur Namensänderung. Möchte er ihr das denn geben oder nicht? Wie ist der Kontakt zum Kind? Und warum soll es nicht weiter so heißen wie sein Vater? Denn wenn es eben nicht vom neuen Mann der Mutter adoptiert wird, bleibt ja der Vater der Vater...
            Dann finde ich es völlig legitim, dass man die Wurzeln des Kindes am Namen erkennen kann.
            Es hat doch mit Herrn Müller nichts zu tun...#kratz

            Also ich habe den "neuen" Namen meiner Mutter angenommen (war damals 8) und wurde NICHT adoptiert. Doppelnamen bei Kindern gehen nicht da dreifachnamen nicht genehmigt werden. Soweit ich weiß!

            • <<<Also ich habe den "neuen" Namen meiner Mutter angenommen (war damals 8) und wurde NICHT adoptiert. >>>

              Dann hat dein leiblicher Vater dem zugestimmt. Ansonsten hast du da wenig Mitspracherecht. Selbst ich (47) habe den Namen meines Stiefvaters angenommen bzw. wurde mein leibl. Vater gefragt und nur so ging es mit Zustimmung.

          (8) 20.11.16 - 11:34

          "ja, ich kenne es auch nur so, dass das Kind dann adoptiert werden muss."

          Dann "kennst" du in dieser Hinsicht: Unfug!

      Ein Kind muss NICHT adoptiert werden , wenn das Kind den Ehenamen des sorgeberechtigten Elternteils annehmen soll
      Man nennt es Einbenennung.

      Im Falle des Kindes deines Freundes, müßte er die Einwilligung für die Einbenennung geben.
      Da ja davon auszugehen ist, dass die elterliche Sorge bei beiden Elternteilen liegt.

      (10) 20.11.16 - 11:34

      "Muss der Junge für den Namenswechsel nicht adoptiert werden? Früher war das mal so. "

      Wann soll dieses "früher" gewesen sein?

      Die Möglichkeit der Einbenennung gibt es meines Wissens seit 1969 (in Worten Neunzehnhundertneununsechzig).

Moin!

Hab das selbst relativ frisch mit dem Standesamt durchdiskutiert, deshalb hier fundierte Antwort auf aktuellem Stand:

Mutter A
leiblicher Vater A
Kind A
Stiefvater B

Nun kommt die Heirat von Mutter und Stiefvater -sofern geteiltes Sorgerecht besteht, brauchts die Einverständnis des leiblichen Vaters zur Namensänderung des Kindes.

Gemeinsame Kinder von Mutter A und Stiefvater B dürfen nur EINEN Nachnamen tragen, den Familiennamen, auf den sich A und B einigen müssen.

AAaaaaber: Das Stiefkind A kann tatsächlich den Doppelnamen AB annehmen (Sonderregelung mitEinverständnis des leiblichen VAters), alternativ kann es weiterhin nur A oder aber auf Wunsch auch nur B heißen. Ein Dreifachname durch spätere Heirat geht dann aber nicht, dann muss das "erwachsene" Kind sich entscheiden - aaaaber: Da ist so lang hin, das ihc das jetzt lieber ausklammern würde.

Ohje, ich hoffe, das war verständlich.

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