respektloses Verhalten Tochter

Hallo,

ich habe folgendes Problem… meine Tochter (7) hat in so zusagen keinen Respekt vor mir… in Ihrer Nähe komme ich mir vor als würde sie mich rumkommandieren und ich mich noch für Ihr Verhalten entschuldigen.
So nimmt es mein Lebensgefährte wahr und auch andere Personen die mir nahe stehen.. mir selbst ist es oft erst im Nachhinein bewusst.

Um etwas auszuholen, über die Situation. Ich habe mir vor mehr als 4 Jahren von meinen Mann getrennt. Mein Tochter lebt seither je eine Woche bei Ihrem Vater und eine Woche bei mir im Wechselmodell.
Ich (29) habe zeitgleich meinen jetzigen Lebensgefährten kennengelernt (46) und dieser hat bereits 3 Kinder aus zwei früheren Beziehungen (Kinder 7,7,8). Bis vor einigen Monaten haben wir noch getrennt gewohnt und somit nur vorwiegend das Wochenende gemeinsam mit meinem Lebensgefährten und seinen Kindern verbracht. Mal zu viert, mal dritt.

Vor einigen Monaten sind wir dann zusammen gezogen, ungefähr 45 Autominuten von unserem alten zu Hause. Sie besucht allerdings noch dort die Schule, da mir nahe gelegt wurde von der Kinderpsychologin
keinen Schulwechsel durchzuführen wenn es nicht unbedingt notwendig wäre und da wir ja dann auch die Besuchsregelung anders gestalten müssten wie bisher (Wechselmodell 1 Woche Papa/1 Woche Mama).
Wäre dann nicht mehr möglich auf Grund der Entfernung. Dem habe ich mich letztendlich widerwillig gebeugt.

Gut sovielmal dazu, nun zum eigentlichen Problem..

Meine Tochter könnte man sagen hat null Respekt gegenüber mir, sag ich ihr sie soll etwas machen kommen – kommt meist als Antwort „Warum soll ich das machen, oder ein gejammere, aber einen entsprechenden Tonfall
Noch dazu, so dass ich aus der Haut fahren könnte. Sag ich ihr das in einem normalen Tonfall geht das gemotze entweder weiter oder verstummt bis zum nächsten Moment. Mein Lebensgefährte sagt meist nichts,
fährt aber innerlich genauso aus der Haut.. ich werde dem ganzen einfach nicht mehr Herr der Dinge… geht etwas nicht nach ihrem Kopf fängt sie zum herumspinnen an, bei fast jedem kleinen Konflikt fängt sie zum weinen
an.. aber die Krönung, was noch dazu kommt ist, dass sie nun auch noch zu lügen beginnt, oder teilweise nur die Hälfte erzählt, so dass sie das arme Mädchen ist und die anderen die bösen..

Aktuell Anlass war folgender:
Ich habe meine Tochter mit Ihrem Vater telefonieren lassen und dann erzählt sie im doch glatt vor mir und meinen Lebensgefährten, dass sie die anderen aus dem Zimmer ausgesperrt hätten und sein Sohn wäre
gemein zu Ihr gewesen, obwohl sie kurz davor noch gemeinsam im Zimmer friedlich gespielt haben. Sozusagen eine glatte Lüge vor uns.. ich habe dann in meinen Schock nur zu Ihren Namen gerufen und sie
böse angeschaut, anstatt Ihr sofort den Hörer aus der Hand zu reißen und zu fragen was das alles eigentlich soll. Sie hat dann noch fertig telefoniert, daraufhin hat sie sich ausgebessert und gesagt „Sie hätten sie nicht ausgesperrt“.

Wir bzw. ich habe sie danach darauf angesprochen, und sie meinte sie hätte das nicht gesagt, wo wir dann beiden sagten wir hätten es gehört, dann haben wir noch die anderen gefragt ob

das der Wahrheit entsprochen hat was sie gesagt hat, hat sich natürlich mal wieder als Lüge rausgestellt. Sie hätte sich dann sofort bei mir entschuldigt, aber ich habe sie auf Ihr Zimmer geschickt und
Ihr gesagt, dass ich sie den restlichen Abend nicht mehr sehen möchte (keiner von uns) und sie darüber nachdenken soll was sie da überhaupt gesagt hat. Was dann so Folge hatte dass sie losbrüllte und weinte,

ich dreht mich um und ging vorerst wortlos aus dem Zimmer.. dort blieb sie dann eine Weile, ich daweil zu den anderen bzw. erledigte einige Dinge um wieder runter zukommen. Doch in regelmäßigen Abständen,
stand sie immer wieder in Türe und sagte sie hätte schon nachgedacht, daraufhin entgegnete, dass das schön sei, aber sie trotzdem den restlichen Abend im Zimmer bleibt. Habe ihr dann noch gesagt sie soll sich

Bett fertig machen und Zähne putzen, darauf kann wieder gemotze.. ich war schon total sauer, und schämte mich dermaßen für Ihr Verhalten bei meinen Lebensgefährten, der natürlich auch total sauer war
und grantiger wurde, mit jedem Mal wo sie um die Ecke schaute vom Zimmer, irgendwann reichte es ihm und sagte dann ziemlich laut, sie soll in Ihr Zimmer gehen und hat dann vor sich hingeflucht und
mir alles verbal an den Kopf geworfen: Sie sei respektlos, hätte keine Erziehung, usw… wo er ja in einem gewissen Sinn ja nicht unrecht hatte. So ging der Abend zu Ende..

..ich merkte am nächsten Morgen, dass er noch immer sehr sauer war und wollte einen weiteren Konflikt vermeiden und ließ sie nach dem Frühstück weiter in Ihrem Zimmer „dunsten“ – nachdenken bis mittags.
Wir gingen dann mit den Kindern hinaus inkl. meiner Tochter, da es geschneit hatte. Sie hatte sich zwar bei mir entschuldigt und mir mitgeteilt dass es ihr sehr leid tue, aber es wäre meine Aufgabe gewesen, dass
Sie sich bei jedem einzelnen zuvor persönlich entschuldigt wie es sich gehört.. sie hat mich nur gefragt ob er noch sauer sei und ich antwortete „ja“. Ich habe völlig versagt… jetzt 2 Tage später ist meinen Freund
nun der Kragen geplatzt, verständlicher Weise.. habe mich nicht getraut, den Konflikt nochmals anzusprechen und wusste nicht so recht was ich sagen sollte ohne nur ein lapidares „Es tut mir leid“ abzuliefern,
daher habe ich weitergeschwiegen. Ganz schlecht… das mindeste was er sich oder wahrscheinlich jeder sich erwartete hätte wäre ein Entschuldigung.. ich schäme mich so für dieses Verhalten und dass ich
hier völlig versagt habe.. Letztendlich hat mich mein Lebensgefährte zum wiederholten Male auf mein Fehlverhalten hingewiesen und mir klar und deutlich gemacht, dass er dieses Verhalten nicht dulden wird
und sollte ich das nicht endlich nach 4 Jahren in den Griff kriegen werde er Konsequenzen ziehen daraus.. Ich habe meiner Tochter gegenüber seit der Trennung immer noch ein schlechtes Gewissen und das

hindert bzw. schränkt mich persönlich in meinen Handeln ein, dass ich in Konfliktsituationen erstarre.

Ich weiß, das ist alles viel, aber ich bin völlig fertig und weiß mir einfach nicht mehr zum Helfen. Ich bin schlicht weg überfordert mittlerweile mit der ganzen Situation, da ich leider mit niemanden darüber sprechen kann hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps oder Anregungen geben..

die Einsicht und Reue habe ich bereits das mein Verhalten mehr als daneben war, rechne aber natürlich trotzdem durchaus mit kritischen Antworten bzw. Rückmeldungen..

Ich wünschte ich könnte manchmal die Zeit einfach zurück drehen und es richtig machen in dem Moment nicht erst beim Reflektieren.. Hab das Gefühl so ein Mensch zu sein, der mit dem Kopf durch die Wand muss aufsteht und wieder mit dem Kopf durch die Wand geht obwohl dort schon ein Loch ist.. ich kann mir allerdings noch immer nicht erklären, warum ich immer wieder das selbe Verhaltensmuster an den Tag lege, zu meinem Leidwesen, es geht immer eine Weile gut aber dann kommt es wieder... doch die Abstände verkürzen sich..sind genau die Eigenschaften die ich verachte..

Also ich weiß ja nicht, was sonst so bei euch los ist, aber die beschriebene Situation mit der Lüge am Telefon erscheint mir doch relativ nichtig im Vergleich zu dem ganzen Brimborium, das danach aufgezogen wurde. Es gibt doch so eine Phase, in der Kinder mit Lügen experimentieren. Und anscheinend ist sie noch nicht besonders geschickt darin, das würde ich erstmal positiv bewerten. Natürlich seid ihr auf einem guten Weg, ihr beizubringen, dass sie sich in Zukunft geschickter anstellen soll.

Wäre ich in der Situation gewesen, hätte ich erstmal angemerkt, dass ich auch noch mit dem Vater telefonieren möchte und hätte dann (ohne Zuhörer) die Situation richtig gestellt, einfach damit er weiß, dass sie sich anscheinend gerade in einer Lügenphase befindet und damit sie euch nicht gegeneinander ausspielen kann.

Dann würde ich überlegen, was meine Tochter zu dieser Lüge veranlasst haben könnte. Wahrscheinlich wollte sie Mitleid von ihrem Vater, was ja eine besonders intensive Form der Aufmerksamkeit ist. Es fehlt ihr also an Aufmerksamkeit. Ich finde das eine relativ harmlose Lüge, schließlich hat sie es nicht darauf abgesehen, dass die anderen Kinder bestraft würden, sondern wollte lediglich für sich selbst etwas Schönes erreichen.

Ich würde es entweder darauf beruhen lassen oder mit meiner Tochter darüber reden, was mir dabei unangenehm ist, wenn sie solche Lügen erzählt. Bestrafen würde ich sie für so eine Kleinigkeit aber nicht. Und einen Lebensgefährten, der darauf besonderen Wert legt und mich beeinflussen will, wollte ich schonmal gar nicht haben.

ich wollte natürlich den Rahmen nicht komplett sprengen aber ich kann nur sagen, dass ich meine Tochter wirklich sehr sehr liebe und natürlich nicht möchte dass sie so ein Verhalten an den Tag legt... sie eckt damit auch bereits bei Ihren Freunden an, da diese sie genauso beim Lügen erwischen.

ich habe diesbezüglich auch schon viele Gespräche mit ihr geführt und auch mit der Kinderpsychologin und auch mein Ex-Mann hat ihr gesprochen.

Mit der Aufmerksamkeit gebe ich dir Recht, doch meine Tochter hat mich von 7 Tagen in der Woche wo sie bei mir sein kann, 5 Tage für sich und mein Lebensgefährte wohnt mit uns jetzt. Ich lese ihr Geschichten vor, ich spiele täglich mit ihr auch an anstrengenden Tagen in der Arbeit, nehme jeden Tag 20 Min Umweg in Kauf damit sie in ihre alte Schule gehen kann. Sprich ich bringen sie in die Schule und fahre dann wieder retour in die Arbeit.

Was sie damit erwirken möchte, weiß ich, sie sagt es mir gegenüber nicht in dieser Form. Ich weiß schon, dass es ihr leid tut was sie getan hat, aber sie macht es immer wieder und damit habe ich ebenso ein Problem. Stell dir vor eines deiner Kinder würde sich so verhalten, obwohl du mit ihm darüber sprichst...

Ich weiß ehrlich gesagt nur nicht, was ich machen soll.. ich will sie weder anschreien noch ständig bestrafen für Ihr Verhalten... ich liebe meine Tochter wirklich sehr... und mein Lebensgefährte hat auch schon viel für uns getan..

Ich habe noch nicht alles bis zum Schluss gelesen, jedoch reicht es mir bis hier, um erstmal eines festzustellen: ich lese ganz oft raus, was IHR, respektive DU auf Dich genommen hast, oder musst, damit sie weiter zu alten Schule gehen, usw...

Du hebst hervor, dass Dein Lebensgefährte das Zimmer so toll hergerichtet hat. Das ist seine Pflicht! Er hat Dich MIT Tochter kennengelernt und so angenommen. Also gehört es dazu, dass er sich mit kümmert. Damit kauft man aber nicht die Gunst eines Kindes. Deine Tochter ist 7. All die Gedankengänge, die ihr unterstellt werden, sind noch viel zu kompliziert für so ein kleines Kind. Hör bitte auf, es Deinem Lebensgefährten recht machen zu wollen, sondern kümmer Dich (oder kümmert Euch GEMEINSAM) um das Kind, das in EUREM System scheinbar noch keinen Platz gefunden hat. Wenn es nicht MIT Lebensgefährten geht, dann, verdammt nochmal, bist DU in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass Du Deine Tochter erstmal wieder "bei Dir hast". Ohne Rücksicht auf irgendjemanden!

Ich lese aber auch heraus, dass Du eine starke Frau und tolle Mama bist! Du wirst es schaffen, Du musst nur deinen Blickwinkel verändern, damit Du auch die Perspektive aus Sicht Deiner Tochter kennst.

Entschuldige bitte meine, sicher harten, Worte, aber es genügend nicht, immer nur "zu wissen", wie es Deiner Kleinen geht, was sie braucht, welche Schritte richtig wären. Du musst sie auch umsetzen! Profitiert durch den Umzug hat vermutlich jeder.... nur das kleine Mädchen fühlt sich verloren und alleine in einer neuen Umgebung, die scheinbar alle glücklich machen sollte.

Ich muss Doch warnen: wenn Du tatsächlich etwas aus meinen Worten (und all den anderen hier) mitnimmst und damit beginnst, Gedanken in Taten umzusetzen, wird es über kurz oder lang dazu führen, dass der Rest Eurer Familie Abstriche machen muss!! Auch DU!
Aber ich würde die Welt drehen, wenn ich dadurch erreichen kann, dass es zum Wohl meines Kindes ist.
Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und verdammt viel Kraft, aus Deiner Erstarrung und Hilflosigkeit zu kommen, und ich wünsche Deinem kleinen Mädchen, dass es einen Platz findet, wo es sich geliebt, geborgen auf sicher fühlt.

Ich kann aus deinem Beitrag eine große Not auf deiner Seite, aber besonders auch auf der deiner Tochter lesen.

Sie ist erst 7. Es klingt danach, dass sie sehr sensibel ist und mit der ganzen Sache auch oft überfordert. Ich könnte mir vorstellen, dass sie in der plötzlich so großen Familie noch keinen Platz gefunden hat und gefühlt untergeht. Ich glaube sie braucht Zeit mit ihrer Mama und habt viel halt.

Für die Kinder deines Lebensgefährten ist es viel einfacher. Sie kommen nicht "zu Gast" und haben immer ihre Geschwister.

Meine Tochter ist auch 7. Ich würde sie niemals einen ganzen Abend und noch einen Vormittag alleine mit ihrer Not in ihrem Zimmer lassen. Sie braucht Trost und Unterstützung, auch wenn sie den Fehler gemacht hat.

Du schickst sie in ihr Zimmer, weil dein Lebensgefährte noch sauer ist. Wie soll sich eine Siebenjährige dabei fühlen?

Sie erstmal in ihr Zimmer schicken empfinde ich gerechtfertigt. Aber dann sollte man als Mutter das klärende Gespräch suchen und dem Kind helfen das aus dem Weg zu schaffen.

Sie ist 7. Es ist vollkommen normal, dass sie das nicht alleine schafft, wo sie doch 5 Personen gegen sich hat. Da braucht sie Hilfe von dir.

Die Situation ist die, meine Tochter ist immer jede zweite Woche für eine ganze Woche bei uns, und seine Kinder kommen jedes zweite Wochenende von Fr bzw. SA-SO. Der ältere Sohn wohnt bei der Mutter und auch die Zwillinge wohnen bei Ihrer Mutter. Mein Lebensgefährte verbringt somit seit unserem Zusammenzug mehr Zeit mit meiner Tochter am Stück als mit seinen eigenen Kindern.

Sie hat schon mehrmals Geschichten erzählt bzw. Unwahrheiten und die Kinder von ihm damit in ein falsches Licht gerückt, ist ja klar das er da auch sauer ist. Wer will schon das Lügen über einem selbst oder seine Kinder erzählt werden. Und ich habe es auch mit dem Kindsvater am Telefon nochmals besprochen. Wobei unser Verhältnis nicht das beste ist

Und bei den Malen davor habe ich keine derartigen Konsequenzen gezogen, sondern mich hingesetzt mit ihr, das erklärt, dass man das nicht tut, denn das macht die anderen traurig und verletzt sie. Und sie gefragt wie sie sich fühlen würde, wenn jemand das bei ihr machen würde. Ihr es wirklich in aller Ruhe erklärt.. leider ohne Erfolgt offensichtlich..

Ich habe immer noch mit meinem schlechten Gewissen zu kämpfen von der Trennung, habe bisher des öfteren Nachsicht walten lassen, als dank dafür wird die Respektlosigkeit immer schlimmer... ich mache hier weniger meinem Kind einen Vorwurf, sondern kann mich nur an der eigenen Nase nehmen.. es ist meine Aufgabe ihr diese Dinge beizubringen..doch ich bin schlichtweg überfordert mit der ganzen Situation.

Es stimmt, dass das alles nicht einfach ist keine Frage, aber sie zeigt mir gegenüber null Respekt und redet mir als wäre ich das Kind.. wenn ich Sie dann darauf anspreche, weint sie entweder oder reagiert total genervt.. ich weiß einfach nicht mehr weiter.. auch bei meinem Freund hat sich das wahrscheinlich aufgestaut über die 4 Jahre, die wir jetzt zusammen sind... er hat ihr bisher Zeit gegeben..

Ok, dann entschuldige wenn ich es aus deinem ersten Beitrag falsch rausgelesen habe.
Deine Reaktion auf die Lüge und das wiederhole Abweisen empfinde ich dennoch zu hart in der Situation.
Keine Konsequenz ist natürlich ebensowenig die Lösung.
Ich finde du hättest beim ersten rauskommen das Gespräch suchen sollen. Was hat sie denn nachgedacht? Warum hat sie gelogen und die anderen schlecht gemacht? Fühlt sie sich ausgeschlossen?

Irgendwo muss der Unmut ja herkommen. Also bevor du an allem zweifelst was du machst würfe ich Mama-Tochtet-Zeit vorschlagen: Wie geht es ihr? Was beschäftigt sie? Was wünscht sie sich? Was mag sie nicht? Wie ergeht es ihr in der Schule?
Respektlosigkeit ist in den Alter ja keine Bösartigkeit sondern entweder gelernt (das Umfeld redet so) oder ein Ventil (wenn nett sein schlicht zu anstrengend oder sinnlos scheint), oder?

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Deine Tochter ist 7 Jahre alt. Du schickst sie in ihr zimmer zum nachdenken und wenn sie dann zu dir kommt und sagt dass sie nachgedacht hat, hättest du dich mit ihr zusammen setzen und das ganze besprechen sollen.
Was hat sie sich gedacht usw. vielleicht wärst du so auf den "Grund des Übels" gestoßen.

Aber du hast sie nur abgewiesen - da hätte ich auch theater gemacht an ihrer Stelle.

ich war einfach total überfordert mit der ganzen Situation wusste nicht mehr vor und zurück.
Ich war enttäuscht.. böse.. am Boden zerstört alles zugleich..

... die Gründe für das ganze hab ich einem anderen Post näher erläutert.. doch ich finde nach knapp 4 Jahren keinen Ausweg mehr.. bzw. habe ich in dieser Zeit nichts zu Stande gebracht noch großartig verbessern können. Für meinen Freund ist das eine unzufrieden stellende Situation, ich weiß einfach nicht mehr weiter..

Ich empfinde die Reaktion deinerseits die Tochter abends und auch noch einmal morgens allein ins Zimmer zu schicken und dort zu belassen, bzw. sie sogar zurückzuschicken als etwas befremdlich.

Ich glaube nicht, dass Kontakt-Entzug, bzw. Isolation bei einer 7-Jährigen für einen deart langen Zeitraum (aus meiner Sicht) ein guter Weg ist.

Bei Strafen im Rahmen von Auszeiten kann man grds. eigentlich eine Daumen-Regel von Alter in Minuten heranziehen, so das 7-Minuten meiner Meinung nach angemessen gewesen wären.

Ein gemeinsames Gespräch mit ihr im Anschluss, wenn die Gemüter abgekühlter sind, wäre darüber hinaus sinnvoll gewesen. Hierzu benutze ich Regeln, die ich im Rahmen eines Lehrgangs über Soziale Kompetenz erlernt habe und die sehr gut funktionieren.

Erst ganz sachlich das Geschehene wiederholen ohne Wertung.

Und dann mit Ich-Botschaften arbeiten konkret am Fall und nicht verallgemeinern. - "Als Du eben am Telefon die Unwahrheit gesagt hast, da habe ich mich XYZ gefühlt." anstatt Immer/Ständig/Andauernd lügst du.

Und das Gespräch mit einem konkreten Wunsch beenden, "Ich würde mir wünschen, wenn du künftig bei der Wahrheit bleibst."

Ich würde dann auch noch deinen Lebensgefährten zu Wort kommen lassen, der auch schildert in Ich-Botschaften, wie er sich dabei gefühlt hat.

Generell lässt sich aus deinem Post entnehmen, dass du dich im Konflikt zwischen den Erwartungen an deine Erziehung/Konsequenz, den Erwartungen deines Lebensgefährten an Dich und an das Verhalten deiner Tochter befindest. Vielleicht gelingt ein gemeinsames Gespräch mit dem Aufstellen von Familienregeln, die dann aufgehängt werden, und an die man im folgenden erinnern kann, einen Neustart zu begründen und die Fronten zu klären.

vielen Dank für deine Worte, ich war mit der ganzen Situation einfach überfordert..

es hat sich über diesen Zeitraum einfach alles schon so hoch geschaukelt... da es immer wieder zu Zwischenfällen kommt, doch bisher habe ich sie nicht weggeschickt sondern sie zu mir geholt, es ihr in aller Ruhe nochmal erklärt, ihr gesagt das man das nicht macht und warum...

.. ich bin wirklich kein Mensch der gleich losbrüllt, schnell die Fassung verliert oder so... doch ich bin mittlerweile mit meinem Latein am Ende.. meine Tochter spricht teilweise mit mir als wäre ich vom A... runter gerutsch um es sozusagen.

Mein Lebensgefährte ist das anders gebe ich zu.. aber Löwen die brüllen beißen nicht.. das trifft auf ihn zu.. er ist ein total liebenswerter Mensch, hat halt auch seine Macken und Schwächen wie jeder von uns.. Im gefällt es nicht wie sie mit mir spricht und wie sie sich ihm gegenüber verhält und seinen Kindern.. was ich natürlich auch verstehe.. meine Tochter ist teilweise wirklich gemein und beleidigend aber kann umgekehrt auch ein total liebenswertes Wesen sein.. hilfsbereit, fröhlich, ..

sie rebelliert gewissermaßen gegen die neue Situation.. doch was tun.. ich weiß es einfach nicht mehr.. fühle mich hilflos, kraftlos..

Meine Interpretation deines Geschriebenen ist: du möchtest bei deinem Lebensgefährten möglichst gut ankommen und dadurch bist du unsicher, wie du dich verhalten sollst.

Deine Tochter ist aber wichtiger als dein Lebensgefährte. Du solltest zu ihr halten und nicht zu ihm, sie braucht mehr Schutz und Unterstützung als ein erwachsener Mann, der dazu auch noch aufbrausend ist.

Bezüglich der "Lüge" hat deine Tochter die Situation vielleicht einfach anders wahrgenommen und empfunden aus ihrer kindlichen Sicht. Und wer weiß, ob sie nicht einen früheren Vorfall erzählt hat.

Du solltest vor deinem Lebensgefährten nicht kuschen, sondern deine Tochter verteidigen bzw. zwischen beiden vermitteln. Aber m. E. Stehst du auf der falschen Seite.

Für mich klingt es so, als hättest du Angst vor einem Konflikt mit deinem LG. Das ist keine gute Basis für eine Beziehung und erst recht nicht für eine Patchworkfamilie.

Deine Tochter tut mir leid, ihr Verhalten ist eine relativ normale Reaktion in der Situation, in der sie ist.

Deine Strafe war zu hart.
Du kannst doch eine 7 jährige nicht den ganzen Abend und nächsten Morgen vom Rest isolieren.
Was ging wohl in ihr vor? Ihr als Einheit zusammen und sie alleine im Zimmer.

Aus Deinen Postings lese ich, das Du vor Deinem Freund gut dastehen willst.

Wenn die Kleine lieber beim Vater sein möchte, warum regelt ihr das nicht?

Muss es denn ein Wechselmodell sein?
Anscheinend kommt sie nicht gut damit zurecht.

Deinen Freund würde ich im übrigen mal eine Ansage machen.
Er soll mal lieber auf seine Kinder achten.

..es war wirklich ein langer Zeitraum.. ich habe sie nicht komplett isoliert, geschlafen haben sie gemeinsam im Zimmer und auch morgen haben sie miteinander gespielt, am Vormittag habe ich dann nochmals in Ruhe mit Ihr gesprochen, sie allerdings trotzdem im Zimmer noch Dinge erledigen lassen.

ich danke euch allen auf jeden Fall für die ehrlichen und aufrichtigen Worte und werde mir Gedanken darüber machen es zu verbessern, wir arbeiten seit mehr als 4 Jahren daran, aber ich hoffe wir bekommen das gemeinsam in den Griff, so dass sich alles wohl und geborgen fühlen können.

Ich habe kommende Woche auch wieder ein Gespräch mit der Kinderpsychologin wo wir regelmäßig hingehen seit der Trennung.

Schwierige Frage ob es ein Wechselmodell sein muss.. vlt bin auch nur egoistisch aber ich liebe meine Tochter und kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen so lange von ihr in regelmäßigen Abständen getrennt zu sein. Urlaub und dergleichen und mal Zeit zu zweit verbringen sind für mich eine Sache, aber getrennt von meinen Kind zu leben bereit mir gedanklich Schwierigkeiten... ich weiß nicht wie du das sehen würdest an meiner Stelle?

Sicherlich erlebt man die umgekehrte Version fast täglich oder wird häufig so gelebt, dass die Kinder bei der Kindsmutter leben und Ihre Väter nur jedes 2 WE + zusätzliche Tage besuchen. Ich weiß nicht ob ich mich damit arrangieren könnte auf die Dauer, sehe es ja bei meinen Freund, wie das ist und ich empfinde es nicht so toll..

Den einzigen Tipp, den ich dir geben kann ist: Steh zu deiner Tochter! Nicht erst beim Reflektieren. Du brauchst deinem Lebensgefährten nichts zu beweisen!

..ich stehe zu meiner Tochter und auch ich mache Fehler..

Dein Lebensgefährte ist derjenige, der sich entschuldigen sollte. Dafür, dass er die Konstellation des Wohnens deiner Tochter boykottiert hat, denn jetzt lebt ihr viel weiter von ihrem Vater entfernt, und dafür, dass er ein kleines Mädchen, das vor Kummer über die Veränderungen in seinem Leben verhaltensauffällig geworden ist, so unsensibel behandelt. Und dafür, dass er dich auch so unter Druck setzt, den du an deine Tochter weiter gibst.

Ich glaube, dass dein Lebensgefährte mit dafür verantwortlich ist, dass deine Tochtet so verzweifelt und auch mit zweifelhaften Methoden nach Aufmerksamkeit sucht. Ich finde es schlimm, wie unerbittlich und lange sie bestraft wurde.

Geh bitte zu einer Familienberatung und lass nicht deine Tochter so unterbuttern. Dein Partner ist viel älter als du, du solltest dich dennoch durchsetzen.

..ich kann deine Reaktion durchaus auch verstehen, doch wir haben uns beide bewusst entschieden zusammen zu ziehen. Ein passendes Objekt in dieser Größe zu finden nur zum Mieten ohne Befristung ist durchaus nicht einfach, wir haben lange gesucht um etwas passendes zu finden. wir haben in meiner Gegend geschaut und von dort wo er her kommt.. und das ist das Ergebnis daraus.

Unser Zusammenleben und der ganze Start als Patchworkfamilie hat leider nicht so toll begonnen ohne es jetzt näher auszuführen. Wir hatten Höhen und einige Tiefen.. mir ist seit an beginn klar, dass das alles nicht einfach ist für meine Tochter doch ich versuche es ihr so erträglich wie möglich zu machen und bin dafür auch viele Kompromisse eingegangen.

Es gibt nicht immer nur schwarz und weiß... auch ist nicht immer einfach recht von unrecht zu unterscheiden. In diesem Fall habe ich mich jetzt auch noch mit meiner Tochter in Ruhe zusammen gesetzt und mich ebenfalls für mein Verhalten entschuldigt.

"auch ist nicht immer einfach recht von unrecht zu unterscheiden"

Das ist richtig und Du bist ja schon dabei, zu reflektieren. Du hast Dir hier Hilfe gesucht und ich hoffe, dass Du Dir auch Hilfe in Form einer Familienberatung suchst. Nicht nur Deine Tochter hat ein Problem, sondern ihr als Familie. Dein Partner muss mehr Verständnis aufbringen für ein kleines Mädchen, dass eben nicht immer gut "funktioniert".

Euch alles Gute!

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Ich finde DEIN Verhalten unmöglich und dein LG verhält sich wie ein kleines Kind. Schon alleine das Wort "Lüge". Wir reden hier von einem 7 Jahre alten Kind! Sie kam am dem Abend und hat sich entschuldigt und gesagt, sie habe zu Ende nachgedacht und du schickst sie weg und am nächsten Tag nochmal? Und sagst, du seist immer noch sauer? Das Mädchen tut mir leid. Ich kann über deinen Beitrag nur mit dem Kopf schütteln. Du siehst ihre Bitten nach Liebe und Aufmerksamkeit nicht mal und denkst nur darüber nach, was denn dein armer LG von dir denkt.

..auch dir vielen Dank für deine ehrlichen und aufrichtigen Worte. Ich denke wirklich, dass ich hier falsch reagiert habe, ich habe mit ihr in aller Ruhe nochmal über alles gesprochen und mich auch bei ihr entschuldigt. Wir müssen jedenfalls gemeinsam einen Weg finden, dass sie sich wohl fühlt und geborgen.

Ich liebe meine Tochter wirklich über alles, auch wenn ich mich in diesem Moment wahrscheinlich wie eine Rabenmutter verhalten habe. Ich komme immer wieder in einen Konflikt, habe mir jetzt auch Hilfe gesucht bei einer Beratungsstelle um das in den Griff zu bekommen.

Hallo,
es ist viel gesagt aber ich gebe nun auch noch meinen "Senf" dazu.

Ich persönlich finde es immer schwierig, andere Erziehungsstile zu verurteilen, jeder macht etwas anders, etwas richtig und etwas falsch und letztlich werden alle Kinder groß und die meisten auch glücklich.
Wobei ich diesen Punkt mit "der Lüge" auch etwas hart finde.
Ich weiß, man vergleicht Kinder nicht mit Hunden aber da ich beides habe, erlaube ich mir das mal.
Ich habe 4 große weiße Boxer, alles Rüden und sehr imposant, was vielen Angst macht. Deswegen und sowieso grundsätzlich erziehe ich sie sehr penibel. Ich habe mehrere Stufen. Bei nicht befolgen des Kommandos 'nein' oder des Rufes zum Herkommen, gibt es in erster Stufe ein Knurren von mir und den durchdringenden Blick. Sollte das ignoriert werden, einen kurzen Rempler gegen die Flanke. Sollte da immer noch Ignoranz vorherrschen, sehe ich das als 'Todsünde' und es wird mit der Höchststrafe geahndet: vertreiben.

Hunde sind ja instinktgesteuert und für sie heißt da so gut wie "ich wurde aus dem Rudel geworfen und werde wahrscheinlich verhungern weil man als einzelner Hund kaum Beute ergattern wird.
Und ich beobachte den Hund dabei ganz genau..sobald ich denke, dass sein Höchstmaß erreicht ist, was er vertragen kann ohne seelischen Schaden zu nehmen, dann erlöse ich ihn aus der Situation. Was immer in etwa 6-10 min der Fall ist..wobei das Vertreiben auch bei 4 Hunden insgesamt vielleicht alle 3 Jahre mal vorkommt.

Ich will damit deine Tochter nicht mit einem Hund vergleichen:-)
Aber noch mal mit einem anderen Beispiel zu zeigen versuchen, dass Ausschluss aus der 'Herde' für Schutzbefohlene echt eine sehr hohe Strafe ist und durchaus dosiert gewählt werden sollte.
Wenn sie nach einiger Zeit zurück kommt und meint, nachgedacht zu haben, dann wäre das für mich OK. Wichtiger als eine Strafe sehe auch ich das Gespräch.

Gerade in eurer Situation.
Wenn du theoretisch die Strafe beendet hast, am nächsten Morgen jedoch dein LG ärgerlich ist weil keine General-Entschuldigung kam (für ein kleines Mädchen glaube ich, sehr sehr schwer..nicht mal reife Erwachsene entschuldigen sich gern) und du die Strafe wieder ausdehnst auf den ganzen Vormittag, dann könnte das auch in die Hose gehen: Tochter verknüpft die Gebaren deines LG mit der Fortführung der Strafe. Also negative Gefühle auf deinen LG. Der LG wird logischerweise mit seinen Kindern verknüpft (die natürlich gegenüber deiner Tochter als Einheit auftreten und sie steht alleine) und somit auch negative Gefühle gegen seine Kinder.

Ich bin früher mit Onkel und Tante und deren 3 Kindern oft nach Mallorca geflogen weil meine Eltern wegen meiner noch jungen Schwestern nicht immer mit konnten. Und obwohl wir uns als Cousinen und Cousins sehr gut verstanden und liebten, waren die drei doch immer gegen mich eine Einheit, wenn wir uns mal stritten. Die haben dann immer eingelenkt und Mitleid bekommen, wenn ich in der Situation weinte. Hätten sie das nicht getan, wäre ich vielleicht auch zu Onkel und Tante gelaufen und hätte gepetzt..und wahrscheinlich das 'Drama' auch ein wenig ausgeschmückt.

Ich will damit sagen: auch wenn man vielleicht angefangen hat zu ärgern, wenn dann eine 3er-Einheit 'zurück schlägt', kann das ein kleines Mädchen schon genug bestrafen.
Ich stecke in der Situation nicht drin aber bestünde vielleicht die Möglichkeit, dass die 3 Kinder deines LG auch nicht ganz ehrlich waren..? Dass deine Tochter vielleicht tatsächlich geärgert wurde und die sich dann einig waren undUnschuldsengel gespielt haben? Aber das ist Spekulation.

Zum Thema Lügen:
ja das kann ermüdend sein.

Es ist auch sicher für deinen LG verletzend, wenn er sich mit seiner Stieftochter Mühe gibt und dann so etwas hören muss.
Oder schwierig für dich, die zwischen den Stühlen sitzt.
Bei uns ist es ähnlich und doch nicht. Ich bin die Next (Stiefsöhne, 10 und fast 14 Jahre) und eine gemeinsame Tochter (1Jahr).
Bei uns sitzt mein Partner zwischen den Stühlen. Es ist auch nicht alles eitel Sonnenschein aber vom Grundsatz her passt es. Meine Stiefsöhne und ich schätzen (vielleicht sogar lieben) uns sehr und ich schaffe es deswegen, dass ich negative Gefühle (wegen der Ex, der Situation, der Tatsache, dass ich nie Nr 1 für meinen Partner war..usw) nicht auf sie projiziere.
Dennoch bin ich die 'gruseligere' Bezugsperson in unserem Haushalt. Was bedeutet, dass sie bei mir besser gehorchen als beim Papa (sie können nicht einschätzen, wie böse ich evtl werden kann) aber dass sie bei mir auch weniger gerne beichten als beim Papa. Bild runter gefallen und zerbrochen? Klebe ausgelaufen? Duftöl ausgegossen? Das wird höchstens dem Papa gebeichtet. Wenn ich (vor allem den Jüngeren) frage, was da passiert ist, streitet er ab. Selbst bei so offensichtlichen Beweisen wie extrem nach Duftöl riechendes Kind. Also eine deutliche Lüge.
Aber dann überlege ich: warum lügt er? Charakterfehler oder Angst vor Strafe? Und ich schelte dann nicht.
Ich sage, dass so etwas passieren kann, dass ich dann nicht böse werde und dass Wahrheit erzählen mutig ist und dass ich hoffe, dass er mich eben nicht angelogen hat. Das war's. Natürlich hat er mich angelogen aber ich habe ihm (hoffentlich) auch etwas mitgegeben.
Das war ein hinkender Vergleich mit der Lüge deiner Tochter aber ich glaube die Ursache war dieselbe.
Angst oder vielmehr Überforderung durch die Übermacht eines Stiefpapas mit drei verschworenen Kindern und einer Mama, bei der sie auch nicht so ganz sicher sein kann, auf wessen Seite sie steht.

Vielleicht ist auch dein LG weniger objektiv als er sein sollte. Immerhin hat er dein Kind oft um sich und seine eigenen viel seltener. Eifersucht und Sehnsucht nach den eigenen Kindern kann auch dazu führen, dass man bewusst oder unbewusst dem fremden Kind gegenüber ungerecht wird.

Mein Partner und seine Ex haben auch das Wechselmodell. Allerdings nicht Woche für Woche sondern halbe Woche/halbe Woche. Das klappt super. Keiner 'verfremdet' während der Abwesenheit und Eifersucht gegenüber der kleinen Halbschwester gleich null.

Behalte das bei deiner Tochter bloß bei! Auch wenn sie in dieser Phase zum Papa will. Da müssen Lösungen gefunden werden. Der psychologische Ansatz ist gut..aber meiner Meinung nach nicht nur für deine Tochter sondern für alle! Gerade dein LG muss mitziehen, wenn sein Stiefmädchen weniger - wenig angenehm, zugegeben - um Hilfe ruft.

Das war jetzt ein Roman, ich weiß. Sorry.
Alles Gute!

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Hey,

einen super Tipp kann ich dir auch nicht geben.

Ich möchte dir aber sagen, dass deine Tochter noch sehr klein ist und mir sehr alleine vorkommt.

Das Verhalten deines Lebensgefährten finde ich unangenehme, zumindest so wie du es schilderst.

Ich habe einen 6 jährigen Sohn.

Wenn er diese Meckertour drauf hat und ständig Aufmucken will ist das für mich immer ein Signal dafür, dass es ihm nicht gut geht oder ihn irgendwas beschäftigt.

Natürlich kann er sich deshalb nicht alles erlauben, aber mein Job als Mama ist es doch hinter die Kulisse zu schauen.

Er treibt mich manchmal zur Weißglut.

Aber: er ist 6 und ich 32.
Er kämpft mit den Waffen die er hat und wenn ich ihn dann frage ob nicht eigentlich nur mal in meinen Arm will, hab ich schon ins Schwarze getroffen.

Als mein Lebensgefährte und ich zusammengezogen sind haben wir ohne akuten Druck so einen Eltern Kurs vom Jugendamt gemacht.

Das war einfach super.

Wir haben viel über uns gelernt und nochmal anders reflektiert. Meinem Sohn kommt es definitiv zu Gute.

Ich würde ich mich niemals für das Verhalten meines Sohnes schämen, dass liegt aber auch daran dass mein Partner mir nicht das Gefühl gibt dass ich alleine verantwortlich bin.
Wir leben ja schließlich zusammen.

Eine Sache fällt mir da ein bezüglich des abendlichen Zimmerarrest (was ja tatsächlich einem Familienausschluss gleich kommt).

Wie wäre deine Beziehung zu deinem Partner wenn du dich ihm gegenüber so verhalten würdest wie deinem Kind?

Denk mal drüber nach.

Hat was mit Achtung zu tun.

Gruß,

Fatty

Hallo, ich habe nicht zuende gelesen, weil ich unbedingt schon auf einen Teil aus der Mitte antworten möchte, der mir das Herz zerreißt:

"Ihr gesagt, dass ich sie den restlichen Abend nicht mehr sehen möchte (keiner von uns) und sie darüber nachdenken soll was sie da überhaupt gesagt hat. Was dann so Folge hatte dass sie losbrüllte und weinte,"

Ich kenne das von einer Bekannten, die das mit ihrer Tochter auch macht. Geh mal in dich und überlege mal, wie viel schneller für dich seit du erwachsen bist, die Zeit vergeht. Wie schnell ist ein Jahr um? Eine Woche? Ein Tag? Früher, da war ein Jahr endlos lang - nicht überschaubar. Eine Woche war schon wahnsinnig lang. Dein Kind einen ganzen Abend auszuschließen, ist schrecklich. Du gibst ihr so auch keine Chance, "runterzukommen". Im Gegenteil. Dein Kind wird sich ausgeschlossen fühlen und dich noch mehr hinterfragen. Mir tut sie wahnsinnig Leid. Sie hat es so schon nicht leicht mit diesem Wechselmodell und den vielen Änderungen in ihrem Leben.

Hallo,

ersteinmal ist das Verhalten mit 7 vollkommen normal ,es ist Trotz und ein Schrei um Hilfe .

Ich hab das Modell nicht so zuhause , aber meine Schwestern führen das Modell Wochenendkinder .

Die Kinder leben dort allerdings beim Papa und sehen alle 14 Tage ihre Mama , Mama und Papa haben auch beide Neue Partner

Bei der Trennung waren die Kinder

Die Jungs waren 8 und 5 Jahre

Die Tochter 3 Jahre ....

Die Kinder sind alle Verhaltensauffällig ,nicht weil sie Mama oder Papa ärgern wollen sondern weil sie nach Hilfe schreien , sie suchen halt und wissen nicht so richtig wo sie hingehören

Der große ist jetzt 14 Jahre und momentan mitten in Pubertät . da ist das mit den verhalten eh schwierig
der mittlere ist jetzt 11 und er hatte mit 9 eine sehr schwierige Phase , er hat gelogen , fing an zu klauen und war agressiv , Respekt kannte er nicht

und dann ist da noch die kleine Maus , sie ist 9 und sie weiß nicht wo sie hingehört , sie ist so sensible und zerbrechlich denn sie möchte das Mama und Papa gemeinsame wege gehen

Denn die kinder wohne mit dem Papa und der neuen Partnerin zusammen , diese hat auch noch 2 Kinder und natürlich gehen ihre Kinder vor

Eltern sehen aber gerne nicht die Wahrheit und verschließen die Augen , sprech mit deiner Tochter und Frag sie warum sie so ist wie sie im Moment ist , es gibt bestimmt eine Lösung

Vilt ist es auch das es auf Dauer ein anderes Modell stattfinden sollte , das sie alle 7-14 Tage am Wochenende zum Papa geht , so das sie sich zu Hause festigen kann. Damit sie zuhause ankommen kann.

Kinderseelen sind sehr sensible und verdammt schnell zerbrechlich

Ich hab hier zuhause einen Jungen im Alter von 8 und ich kann dir auch sagen ,er ist verdammt aufmüpfig teilweise , er musste auch schon in sein Zimmer nachdenken ,aber wir haben gemeinsam einen Weg versucht zu finden

Klappt es nicht mit seinen Verhalten , ist an dem Tag Elektronik Verbot

wir haben zusammen Regeln aufgestellt für Zuhause und ein Belohnungssytem in dem wir am Abend den Tag bewerten

und er hat aufgaben zu hause bekommen , zwar nur kleine aber damit er sich mit einbringt und lernt das Mama und Papa nicht seine Sklaven sind

Damit fahren wir im moment sehr gut

alles gute für die Zukunft

vielen lieben Dank.. wir arbeiten wirklich daran es besser zu machen und eine Lösung zu finden..

Sie fährt täglich 45 Minuten zur Schule? Mit 7?

Ganz ehrlich, aber das ist eine Zumutung.

Da bleibt ja überhaupt keine Freizeit.

Soll das dauerhaft so bleiben?

Ich würde das Wechselmodell dringend überdenken. Meiner Meinung nach macht es nur Sinn, wenn man in der Nähe wohnt.

..alles nicht so einfach.. ich wollte ihr keinen Schulwechsel zumuten und damit alles komplett auf den Kopf stellen und es wurde mir auch so empfohlen.. und sie muss durch das Wechselmodell auch nur jede zweite woche zur Schule pendeln.

Sie fährt mit mir in der Früh ich bringe sie zur Schule und fahre dann zu meinem Arbeitsplatz.. Freizeit bleibt ehrlich gesagt wenig, wäre aber auch nicht mehr wenn sie an unseren neuen Wohnort zur Schule ginge, da ich jeden Tag bis ca. 16:30 Uhr arbeite.. so kann sie Zeit mit meinen Eltern teilweise verbringen und auch ihre Freunde am Nachmittag hin und wieder besuchen und ich hole sie dann von der dort ab nach der Arbeit..

Dauerhaft soll es so nicht bleiben.. nur bis zum Ende der Volksschule und dann müssen wir weiterschauen.. da sind sich mein Ex und ich nicht darüber einig..