respektloses Verhalten Tochter

    • (1) 10.01.17 - 10:27

      Hallo,

      ich habe folgendes Problem… meine Tochter (7) hat in so zusagen keinen Respekt vor mir… in Ihrer Nähe komme ich mir vor als würde sie mich rumkommandieren und ich mich noch für Ihr Verhalten entschuldigen.
      So nimmt es mein Lebensgefährte wahr und auch andere Personen die mir nahe stehen.. mir selbst ist es oft erst im Nachhinein bewusst.

      Um etwas auszuholen, über die Situation. Ich habe mir vor mehr als 4 Jahren von meinen Mann getrennt. Mein Tochter lebt seither je eine Woche bei Ihrem Vater und eine Woche bei mir im Wechselmodell.
      Ich (29) habe zeitgleich meinen jetzigen Lebensgefährten kennengelernt (46) und dieser hat bereits 3 Kinder aus zwei früheren Beziehungen (Kinder 7,7,8). Bis vor einigen Monaten haben wir noch getrennt gewohnt und somit nur vorwiegend das Wochenende gemeinsam mit meinem Lebensgefährten und seinen Kindern verbracht. Mal zu viert, mal dritt.

      Vor einigen Monaten sind wir dann zusammen gezogen, ungefähr 45 Autominuten von unserem alten zu Hause. Sie besucht allerdings noch dort die Schule, da mir nahe gelegt wurde von der Kinderpsychologin
      keinen Schulwechsel durchzuführen wenn es nicht unbedingt notwendig wäre und da wir ja dann auch die Besuchsregelung anders gestalten müssten wie bisher (Wechselmodell 1 Woche Papa/1 Woche Mama).
      Wäre dann nicht mehr möglich auf Grund der Entfernung. Dem habe ich mich letztendlich widerwillig gebeugt.

      Gut sovielmal dazu, nun zum eigentlichen Problem..

      Meine Tochter könnte man sagen hat null Respekt gegenüber mir, sag ich ihr sie soll etwas machen kommen – kommt meist als Antwort „Warum soll ich das machen, oder ein gejammere, aber einen entsprechenden Tonfall
      Noch dazu, so dass ich aus der Haut fahren könnte. Sag ich ihr das in einem normalen Tonfall geht das gemotze entweder weiter oder verstummt bis zum nächsten Moment. Mein Lebensgefährte sagt meist nichts,
      fährt aber innerlich genauso aus der Haut.. ich werde dem ganzen einfach nicht mehr Herr der Dinge… geht etwas nicht nach ihrem Kopf fängt sie zum herumspinnen an, bei fast jedem kleinen Konflikt fängt sie zum weinen
      an.. aber die Krönung, was noch dazu kommt ist, dass sie nun auch noch zu lügen beginnt, oder teilweise nur die Hälfte erzählt, so dass sie das arme Mädchen ist und die anderen die bösen..

      Aktuell Anlass war folgender:
      Ich habe meine Tochter mit Ihrem Vater telefonieren lassen und dann erzählt sie im doch glatt vor mir und meinen Lebensgefährten, dass sie die anderen aus dem Zimmer ausgesperrt hätten und sein Sohn wäre
      gemein zu Ihr gewesen, obwohl sie kurz davor noch gemeinsam im Zimmer friedlich gespielt haben. Sozusagen eine glatte Lüge vor uns.. ich habe dann in meinen Schock nur zu Ihren Namen gerufen und sie
      böse angeschaut, anstatt Ihr sofort den Hörer aus der Hand zu reißen und zu fragen was das alles eigentlich soll. Sie hat dann noch fertig telefoniert, daraufhin hat sie sich ausgebessert und gesagt „Sie hätten sie nicht ausgesperrt“.

      Wir bzw. ich habe sie danach darauf angesprochen, und sie meinte sie hätte das nicht gesagt, wo wir dann beiden sagten wir hätten es gehört, dann haben wir noch die anderen gefragt ob

      das der Wahrheit entsprochen hat was sie gesagt hat, hat sich natürlich mal wieder als Lüge rausgestellt. Sie hätte sich dann sofort bei mir entschuldigt, aber ich habe sie auf Ihr Zimmer geschickt und
      Ihr gesagt, dass ich sie den restlichen Abend nicht mehr sehen möchte (keiner von uns) und sie darüber nachdenken soll was sie da überhaupt gesagt hat. Was dann so Folge hatte dass sie losbrüllte und weinte,

      ich dreht mich um und ging vorerst wortlos aus dem Zimmer.. dort blieb sie dann eine Weile, ich daweil zu den anderen bzw. erledigte einige Dinge um wieder runter zukommen. Doch in regelmäßigen Abständen,
      stand sie immer wieder in Türe und sagte sie hätte schon nachgedacht, daraufhin entgegnete, dass das schön sei, aber sie trotzdem den restlichen Abend im Zimmer bleibt. Habe ihr dann noch gesagt sie soll sich

      Bett fertig machen und Zähne putzen, darauf kann wieder gemotze.. ich war schon total sauer, und schämte mich dermaßen für Ihr Verhalten bei meinen Lebensgefährten, der natürlich auch total sauer war
      und grantiger wurde, mit jedem Mal wo sie um die Ecke schaute vom Zimmer, irgendwann reichte es ihm und sagte dann ziemlich laut, sie soll in Ihr Zimmer gehen und hat dann vor sich hingeflucht und
      mir alles verbal an den Kopf geworfen: Sie sei respektlos, hätte keine Erziehung, usw… wo er ja in einem gewissen Sinn ja nicht unrecht hatte. So ging der Abend zu Ende..

      ..ich merkte am nächsten Morgen, dass er noch immer sehr sauer war und wollte einen weiteren Konflikt vermeiden und ließ sie nach dem Frühstück weiter in Ihrem Zimmer „dunsten“ – nachdenken bis mittags.
      Wir gingen dann mit den Kindern hinaus inkl. meiner Tochter, da es geschneit hatte. Sie hatte sich zwar bei mir entschuldigt und mir mitgeteilt dass es ihr sehr leid tue, aber es wäre meine Aufgabe gewesen, dass
      Sie sich bei jedem einzelnen zuvor persönlich entschuldigt wie es sich gehört.. sie hat mich nur gefragt ob er noch sauer sei und ich antwortete „ja“. Ich habe völlig versagt… jetzt 2 Tage später ist meinen Freund
      nun der Kragen geplatzt, verständlicher Weise.. habe mich nicht getraut, den Konflikt nochmals anzusprechen und wusste nicht so recht was ich sagen sollte ohne nur ein lapidares „Es tut mir leid“ abzuliefern,
      daher habe ich weitergeschwiegen. Ganz schlecht… das mindeste was er sich oder wahrscheinlich jeder sich erwartete hätte wäre ein Entschuldigung.. ich schäme mich so für dieses Verhalten und dass ich
      hier völlig versagt habe.. Letztendlich hat mich mein Lebensgefährte zum wiederholten Male auf mein Fehlverhalten hingewiesen und mir klar und deutlich gemacht, dass er dieses Verhalten nicht dulden wird
      und sollte ich das nicht endlich nach 4 Jahren in den Griff kriegen werde er Konsequenzen ziehen daraus.. Ich habe meiner Tochter gegenüber seit der Trennung immer noch ein schlechtes Gewissen und das

      hindert bzw. schränkt mich persönlich in meinen Handeln ein, dass ich in Konfliktsituationen erstarre.

      Ich weiß, das ist alles viel, aber ich bin völlig fertig und weiß mir einfach nicht mehr zum Helfen. Ich bin schlicht weg überfordert mittlerweile mit der ganzen Situation, da ich leider mit niemanden darüber sprechen kann hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps oder Anregungen geben..

      die Einsicht und Reue habe ich bereits das mein Verhalten mehr als daneben war, rechne aber natürlich trotzdem durchaus mit kritischen Antworten bzw. Rückmeldungen..

      Ich wünschte ich könnte manchmal die Zeit einfach zurück drehen und es richtig machen in dem Moment nicht erst beim Reflektieren.. Hab das Gefühl so ein Mensch zu sein, der mit dem Kopf durch die Wand muss aufsteht und wieder mit dem Kopf durch die Wand geht obwohl dort schon ein Loch ist.. ich kann mir allerdings noch immer nicht erklären, warum ich immer wieder das selbe Verhaltensmuster an den Tag lege, zu meinem Leidwesen, es geht immer eine Weile gut aber dann kommt es wieder... doch die Abstände verkürzen sich..sind genau die Eigenschaften die ich verachte..

      • (2) 10.01.17 - 10:43

        Ich kann aus deinem Beitrag eine große Not auf deiner Seite, aber besonders auch auf der deiner Tochter lesen.

        Sie ist erst 7. Es klingt danach, dass sie sehr sensibel ist und mit der ganzen Sache auch oft überfordert. Ich könnte mir vorstellen, dass sie in der plötzlich so großen Familie noch keinen Platz gefunden hat und gefühlt untergeht. Ich glaube sie braucht Zeit mit ihrer Mama und habt viel halt.

        Für die Kinder deines Lebensgefährten ist es viel einfacher. Sie kommen nicht "zu Gast" und haben immer ihre Geschwister.

        Meine Tochter ist auch 7. Ich würde sie niemals einen ganzen Abend und noch einen Vormittag alleine mit ihrer Not in ihrem Zimmer lassen. Sie braucht Trost und Unterstützung, auch wenn sie den Fehler gemacht hat.

        Du schickst sie in ihr Zimmer, weil dein Lebensgefährte noch sauer ist. Wie soll sich eine Siebenjährige dabei fühlen?

        Sie erstmal in ihr Zimmer schicken empfinde ich gerechtfertigt. Aber dann sollte man als Mutter das klärende Gespräch suchen und dem Kind helfen das aus dem Weg zu schaffen.

        Sie ist 7. Es ist vollkommen normal, dass sie das nicht alleine schafft, wo sie doch 5 Personen gegen sich hat. Da braucht sie Hilfe von dir.

        • (3) 10.01.17 - 11:37

          Die Situation ist die, meine Tochter ist immer jede zweite Woche für eine ganze Woche bei uns, und seine Kinder kommen jedes zweite Wochenende von Fr bzw. SA-SO. Der ältere Sohn wohnt bei der Mutter und auch die Zwillinge wohnen bei Ihrer Mutter. Mein Lebensgefährte verbringt somit seit unserem Zusammenzug mehr Zeit mit meiner Tochter am Stück als mit seinen eigenen Kindern.

          Sie hat schon mehrmals Geschichten erzählt bzw. Unwahrheiten und die Kinder von ihm damit in ein falsches Licht gerückt, ist ja klar das er da auch sauer ist. Wer will schon das Lügen über einem selbst oder seine Kinder erzählt werden. Und ich habe es auch mit dem Kindsvater am Telefon nochmals besprochen. Wobei unser Verhältnis nicht das beste ist

          Und bei den Malen davor habe ich keine derartigen Konsequenzen gezogen, sondern mich hingesetzt mit ihr, das erklärt, dass man das nicht tut, denn das macht die anderen traurig und verletzt sie. Und sie gefragt wie sie sich fühlen würde, wenn jemand das bei ihr machen würde. Ihr es wirklich in aller Ruhe erklärt.. leider ohne Erfolgt offensichtlich..

          Ich habe immer noch mit meinem schlechten Gewissen zu kämpfen von der Trennung, habe bisher des öfteren Nachsicht walten lassen, als dank dafür wird die Respektlosigkeit immer schlimmer... ich mache hier weniger meinem Kind einen Vorwurf, sondern kann mich nur an der eigenen Nase nehmen.. es ist meine Aufgabe ihr diese Dinge beizubringen..doch ich bin schlichtweg überfordert mit der ganzen Situation.

          Es stimmt, dass das alles nicht einfach ist keine Frage, aber sie zeigt mir gegenüber null Respekt und redet mir als wäre ich das Kind.. wenn ich Sie dann darauf anspreche, weint sie entweder oder reagiert total genervt.. ich weiß einfach nicht mehr weiter.. auch bei meinem Freund hat sich das wahrscheinlich aufgestaut über die 4 Jahre, die wir jetzt zusammen sind... er hat ihr bisher Zeit gegeben..

          • (4) 10.01.17 - 12:53

            Ok, dann entschuldige wenn ich es aus deinem ersten Beitrag falsch rausgelesen habe.
            Deine Reaktion auf die Lüge und das wiederhole Abweisen empfinde ich dennoch zu hart in der Situation.
            Keine Konsequenz ist natürlich ebensowenig die Lösung.
            Ich finde du hättest beim ersten rauskommen das Gespräch suchen sollen. Was hat sie denn nachgedacht? Warum hat sie gelogen und die anderen schlecht gemacht? Fühlt sie sich ausgeschlossen?

            Irgendwo muss der Unmut ja herkommen. Also bevor du an allem zweifelst was du machst würfe ich Mama-Tochtet-Zeit vorschlagen: Wie geht es ihr? Was beschäftigt sie? Was wünscht sie sich? Was mag sie nicht? Wie ergeht es ihr in der Schule?
            Respektlosigkeit ist in den Alter ja keine Bösartigkeit sondern entweder gelernt (das Umfeld redet so) oder ein Ventil (wenn nett sein schlicht zu anstrengend oder sinnlos scheint), oder?

            • (5) 10.01.17 - 15:06

              sie möchte Aufmerksamkeit und es ist nicht so, dass sie diese nicht bekommt wie gesagt, wir verbringen so weit möglich Zeit miteinander, bin Vollzeit tätig und sind jeden Tag durch die verlängerte Anreise erst gegen 18 Uhr zu Hause.. da bleibt leider nicht so viel Zeit unter der Woche, überhaupt wenn die Hausübung dann vlt noch nicht fertig ist.

              ich mache wirklich mein best mögliches, doch exklusive Zeit am WE wo alle hier sind geht eben nicht, das wäre unfair gegenüber den anderen. Bei ihrem Papa ist es anders, der lebt alle, da dreht sich eben alles um sie und es wird so ziemlich alles gemacht sie sich wünscht. Hier muss sie nichts teilen, sich nicht mit anderen abstimmen.

              Es ist sicher nicht einfach einem Einzelkind das beizubringen aber ich denke es ist auch sehr wichtig und sicherlich auch eine Bereicherung für die Zukunft für sie.. Später muss man sich ebenso arrangieren, Kompromisse schließen, auch mal nachgeben, teilen usw.. das sind eben Dinge diese nicht so gern mag. Sie sehnt sich nach der Zeit zurück wo wir noch in unserer alten Umgebung gewohnt haben, wo es nur uns beide gab unter der Woche, ihre Freude war da als sie vom Umzug erfuhr, doch als sie realisierte, dass es dadurch Veränderung gibt, war diese schnell verflogen.

              Dadurch, dass sie weiter in ihre alte Schule geht, findet sich natürlich in unserem neuen zu Hause keine neuen Freunde bzw. ist es schwierig soziale Kontakte aufzubauen, da ich ganztags arbeite bis abends. Am WE hat sie wenigstens die Kinder zum Spielen, es spielt Eifersucht hinein, sie will halt, dass sich alles nur um sie dreht und sie ständig im Mittelpunkt steht. So lange sie die Aufmerksamkeit von allen hat, ist sie ein friedliches, liebes Mädchen wie aus dem Bilderbuch, wenn auch mit etwas schroffem Ton.

              Der Kindsvater lässt über mich und meinen Lebensgefährten nichts gutes kommen seit an beginn und gießt somit immer wieder Öl ins Feuer. Für sie ist ihr Papa das heiligste, doch auch dieser hat seine Macken. Ich habe kein schlechtes Wort über meinen Ex Mann kommen lassen, obwohl er mich und meine Familie immer wieder schlecht redet. Doch so bleibt für meine Tochter der Papa das tollste und wir sind die bösen und schlechten.

              Man hat mir geraten mich nicht auf die selbe Ebene zu begeben, da dies für meine Tochter nur schlecht ist und ich selbst möchte es natürlich auch nicht auf dem Rücken meiner Tochter austragen. Für meine Tochter sind mein Freund und ich schuld an der Trennung, denn gebe es meinen Freund nicht, wären Papa und Mama noch zusammen.

              Trotz meiner Versuche es etwas gerade zu richten, bleibt dieses Vorurteil gegen meinen Lebensgefährten für meine Tochter aufrecht. Sie meint öfters er mag sie nicht, doch das stimmt so nicht. Der Einfluss meines Ex Mannes bleibt..

              Wenn es nach meiner Tochter ginge würde sie am liebsten nur bei ihrem Vater leben..das schmerzt natürlich.. manchmal denke ich mir sie macht, das alles nur damit ich irgendwann ihrem Willen nachgebe... ihr eine Absicht zu unterstellen wäre zu weit gegriffen, denn sie ist immerhin noch ein Kind... doch ich weiß nicht wie wir da wieder rauskommen.. die Situation ist für beide Seiten nicht zufrieden stellend, von meinem Ex Mann kommen meist nur Vorwürfe gegen uns und seine Kinder..

              Ich weiß nicht, was man in so einer Situation tut richtiger Weise.. ich liebe meine Tochter und ich liebe meinen Freund über alles, doch beides zusammen scheint mir immer mehr unmöglich.. es nähert sich alles immer mehr einem Abgrund, da ich die Situation einfach nicht mehr in den Griff bekomme...

              Ich war mit meiner Tochter auch schon zwei mal alleine ein paar Tage weg, allerdings hatte dies zu Folge dass sie noch mehr Zeit exklusiv mit mir forderte im Alltag, was in einer Patchwork Familie einfach nicht geht. Hier muss man aufeinander Rücksicht nehmen, Kompromisse eingehen, auch manchmal Dinge machen, die man vielleicht nicht so gerne hat.

              Wir haben ein Haus mit 4 Zimmer (also Wohnzimmer, 2 Kinderzimmer und ein Schlafzimmer).. da die Kinder meines Freund nur am WE hier sind, außer in den Ferien und wir auch kein passendes Haus mit 5 Zimmer gefunden haben. Haben wir bei Umzug meine Tochter ein Zimmer aussuchen lassen, dieses teilt sie am WE mit einem Kind und das zweite Zimmer ist für die Zwillinge am WE. Unter der Woche hat sie das Zimmer für sich alleine. Während ich mit ihr weg war hat mein Freund ihr Zimmer eingerichtet, ausgemalt, alles aufgebaut für sie und die anderen, trotz allem glaub sie noch immer er mag sie nicht.

              Natürlich ist er knapp 4 Jahren auch mit seiner Geduld am Ende wenn sich nichts bessert... kaum kommen sich die beiden etwas näher und mein Freund sagt einmal was zu ihr wenn sie sich mal wieder total daneben benimmt herrscht wieder Eiszeit.. und er ist natürlich auch enttäuscht und gekränkt wenn über ihn und seine Kinder schlecht geredet wird oder lügen verbreitet werden..

              • (6) 10.01.17 - 15:21

                Aber sie ist erst 7. Sie braucht ihre Mama weil sie gerade orientierungslos scheint.
                Ich verstehe, dass ihr abends wenig Zeit habt, aber auch während des Abendessen machen ist Zeit für ein 4-Augen-Gespräch.
                Und auch am Wochenende, wenn die anderen Kinder da sind lässt sich mit Sicherheit eine halbe Stunde Ruhe finden.

                Sie möchte zum Vater und darf nicht. Sie möchte mehr Aufmerksamkeit - das geht nicht.

                Sie ist 7. Es ist doch klar dass der Frust irgendwo raus will.

                Das scheinen zwei so extreme Welten zwischen denen sie wechseln muss. Ich kann gut verstehen, dass das für eine 7jährige hart ist.

                Es scheint mir, dass von ihr an jeder Ecke Rücksicht erwartet wird. Irgendwo braucht sie doch sich bei euch mal einen kleinen Raum (nicht im Sinne von Zimmer) wo sie mal sie sein kann.

                • (7) 10.01.17 - 15:33

                  ich weiß einfach nicht wie, vielleicht sehe ich auch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.. ich bin nur mehr hin und hergerissen..

                  ich habs mit Gesprächen versucht, ich kenne ihre Wünsche und Vorstellungen aber das entspricht nicht unserer Lebenssituation.. alles hinschmeißen ist auch nicht die Lösung... ich komm auf keinen grünen Zweig mehr.. ich kann diese ganzen Erwartungen von allen Seiten nicht erfüllen..

                  • (8) 10.01.17 - 16:52

                    Was denn für Erwartungen? Von wem?

                    Ich sehe das ähnlich wie jmd ein paar Kommentare weiter unten. Deine Tochter sollte an erster Stelle kommen. Ein eventueller Konflikt mit deinem Lebensgefährten ist da erstmal zweitrangig. Er hat die andere Woche ganz für sich alleine.

                    Bleib dran mit den Gesprächen und schau was für deine Tochter nötig ist. Natürlich kann nicht alles nach dem Kopf einer 7jährigen gehen. Aber man kann von ihr auch nicht erwarten, dass sie überall zurück steckt. Patchwork heißt nicht Selbstaufgabe.
                    Kompromisse, ja. Aber irgendwo muss auch Platz für den einzelnen sein.

                    Ich habe wirklich Verständnis, dass das Vollzeit arbeitend schwierig ist. Aber so hat sie doch quasi gar nix von dir. Verständlich, dass sie denkt dass es ihr beim Papa besser gehen würde.
                    Nicht weil sie dich nicht lieb hat, sondern weil sie sich sicher auch störend fühlt.

                    Was würde sie denn in eurer jetzigen Situation ändern/anpassen, damit es ihr besser geht?
                    Was könntest du ihr anbieten?

              Ich bin ganz ehrlich, für mich hast du viel zu wenig Zeit für deine Tochter.

              In der Woche nicht wegen der Arbeit und langem Weg und am WE wegen den anderen Kindern nicht. Du empfindest es als unfair den anderen Kindern gegenüber nur Zeit mit deinem Kind zu verbringen? Das kann ich nicht verstehen.
              Du bist nicht deren Mutter und vielleicht sind diese Kinder auch mal froh, ein paar Stündchen nur mit ihrem Vater zu haben.

              • (10) 12.01.17 - 09:46

                vielen Dank für deine offenen Worte.. es ist eine Mischung aus beiden.. ich möchte halt niemanden benachteiligen aber auch niemanden bevorzugen.. meine Tochter ist mir sehr wichtig und ich möchte, dass sie sich bei uns wohl fühlt und geborgen.. doch ich vermittle ihr nicht das passende Gefühl und schaffe auch offensichtlich nicht den notwendigen Ausgleich zu schaffen.

                Trotzdem vielen Dank.

    (11) 10.01.17 - 11:07

    Also ich weiß ja nicht, was sonst so bei euch los ist, aber die beschriebene Situation mit der Lüge am Telefon erscheint mir doch relativ nichtig im Vergleich zu dem ganzen Brimborium, das danach aufgezogen wurde. Es gibt doch so eine Phase, in der Kinder mit Lügen experimentieren. Und anscheinend ist sie noch nicht besonders geschickt darin, das würde ich erstmal positiv bewerten. Natürlich seid ihr auf einem guten Weg, ihr beizubringen, dass sie sich in Zukunft geschickter anstellen soll.

    Wäre ich in der Situation gewesen, hätte ich erstmal angemerkt, dass ich auch noch mit dem Vater telefonieren möchte und hätte dann (ohne Zuhörer) die Situation richtig gestellt, einfach damit er weiß, dass sie sich anscheinend gerade in einer Lügenphase befindet und damit sie euch nicht gegeneinander ausspielen kann.

    Dann würde ich überlegen, was meine Tochter zu dieser Lüge veranlasst haben könnte. Wahrscheinlich wollte sie Mitleid von ihrem Vater, was ja eine besonders intensive Form der Aufmerksamkeit ist. Es fehlt ihr also an Aufmerksamkeit. Ich finde das eine relativ harmlose Lüge, schließlich hat sie es nicht darauf abgesehen, dass die anderen Kinder bestraft würden, sondern wollte lediglich für sich selbst etwas Schönes erreichen.

    Ich würde es entweder darauf beruhen lassen oder mit meiner Tochter darüber reden, was mir dabei unangenehm ist, wenn sie solche Lügen erzählt. Bestrafen würde ich sie für so eine Kleinigkeit aber nicht. Und einen Lebensgefährten, der darauf besonderen Wert legt und mich beeinflussen will, wollte ich schonmal gar nicht haben.

    • (12) 10.01.17 - 11:48

      ich wollte natürlich den Rahmen nicht komplett sprengen aber ich kann nur sagen, dass ich meine Tochter wirklich sehr sehr liebe und natürlich nicht möchte dass sie so ein Verhalten an den Tag legt... sie eckt damit auch bereits bei Ihren Freunden an, da diese sie genauso beim Lügen erwischen.

      ich habe diesbezüglich auch schon viele Gespräche mit ihr geführt und auch mit der Kinderpsychologin und auch mein Ex-Mann hat ihr gesprochen.

      Mit der Aufmerksamkeit gebe ich dir Recht, doch meine Tochter hat mich von 7 Tagen in der Woche wo sie bei mir sein kann, 5 Tage für sich und mein Lebensgefährte wohnt mit uns jetzt. Ich lese ihr Geschichten vor, ich spiele täglich mit ihr auch an anstrengenden Tagen in der Arbeit, nehme jeden Tag 20 Min Umweg in Kauf damit sie in ihre alte Schule gehen kann. Sprich ich bringen sie in die Schule und fahre dann wieder retour in die Arbeit.

      Was sie damit erwirken möchte, weiß ich, sie sagt es mir gegenüber nicht in dieser Form. Ich weiß schon, dass es ihr leid tut was sie getan hat, aber sie macht es immer wieder und damit habe ich ebenso ein Problem. Stell dir vor eines deiner Kinder würde sich so verhalten, obwohl du mit ihm darüber sprichst...

      Ich weiß ehrlich gesagt nur nicht, was ich machen soll.. ich will sie weder anschreien noch ständig bestrafen für Ihr Verhalten... ich liebe meine Tochter wirklich sehr... und mein Lebensgefährte hat auch schon viel für uns getan..

      • Ich habe noch nicht alles bis zum Schluss gelesen, jedoch reicht es mir bis hier, um erstmal eines festzustellen: ich lese ganz oft raus, was IHR, respektive DU auf Dich genommen hast, oder musst, damit sie weiter zu alten Schule gehen, usw...

        Du hebst hervor, dass Dein Lebensgefährte das Zimmer so toll hergerichtet hat. Das ist seine Pflicht! Er hat Dich MIT Tochter kennengelernt und so angenommen. Also gehört es dazu, dass er sich mit kümmert. Damit kauft man aber nicht die Gunst eines Kindes. Deine Tochter ist 7. All die Gedankengänge, die ihr unterstellt werden, sind noch viel zu kompliziert für so ein kleines Kind. Hör bitte auf, es Deinem Lebensgefährten recht machen zu wollen, sondern kümmer Dich (oder kümmert Euch GEMEINSAM) um das Kind, das in EUREM System scheinbar noch keinen Platz gefunden hat. Wenn es nicht MIT Lebensgefährten geht, dann, verdammt nochmal, bist DU in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass Du Deine Tochter erstmal wieder "bei Dir hast". Ohne Rücksicht auf irgendjemanden!

        Ich lese aber auch heraus, dass Du eine starke Frau und tolle Mama bist! Du wirst es schaffen, Du musst nur deinen Blickwinkel verändern, damit Du auch die Perspektive aus Sicht Deiner Tochter kennst.

        Entschuldige bitte meine, sicher harten, Worte, aber es genügend nicht, immer nur "zu wissen", wie es Deiner Kleinen geht, was sie braucht, welche Schritte richtig wären. Du musst sie auch umsetzen! Profitiert durch den Umzug hat vermutlich jeder.... nur das kleine Mädchen fühlt sich verloren und alleine in einer neuen Umgebung, die scheinbar alle glücklich machen sollte.

        Ich muss Doch warnen: wenn Du tatsächlich etwas aus meinen Worten (und all den anderen hier) mitnimmst und damit beginnst, Gedanken in Taten umzusetzen, wird es über kurz oder lang dazu führen, dass der Rest Eurer Familie Abstriche machen muss!! Auch DU!
        Aber ich würde die Welt drehen, wenn ich dadurch erreichen kann, dass es zum Wohl meines Kindes ist.
        Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und verdammt viel Kraft, aus Deiner Erstarrung und Hilflosigkeit zu kommen, und ich wünsche Deinem kleinen Mädchen, dass es einen Platz findet, wo es sich geliebt, geborgen auf sicher fühlt.

Deine Tochter ist 7 Jahre alt. Du schickst sie in ihr zimmer zum nachdenken und wenn sie dann zu dir kommt und sagt dass sie nachgedacht hat, hättest du dich mit ihr zusammen setzen und das ganze besprechen sollen.
Was hat sie sich gedacht usw. vielleicht wärst du so auf den "Grund des Übels" gestoßen.

Aber du hast sie nur abgewiesen - da hätte ich auch theater gemacht an ihrer Stelle.

  • ich war einfach total überfordert mit der ganzen Situation wusste nicht mehr vor und zurück.
    Ich war enttäuscht.. böse.. am Boden zerstört alles zugleich..

    ... die Gründe für das ganze hab ich einem anderen Post näher erläutert.. doch ich finde nach knapp 4 Jahren keinen Ausweg mehr.. bzw. habe ich in dieser Zeit nichts zu Stande gebracht noch großartig verbessern können. Für meinen Freund ist das eine unzufrieden stellende Situation, ich weiß einfach nicht mehr weiter..

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