Geburt während der Ferien

    • (1) 20.02.17 - 18:41

      Hallo Ihr, wir bekommen unser zweites Kind in den Sommerferien. Wir haben drei Wochen Ferien mit den Kindern meines Freundes. 16 und 12 Jahre. Die Große mag mich leider gar nicht, einen Grund kann sie jedoch nicht nennen. Die Mutter tippt auf Eifersucht, die sich in Abneigung entwickelt hat. Soweit kommen wir trotzdem gut aus. Aber wie sie eigentlich denkt, ist offen besprochen worden.

      Die Kleinere und ich verstehen uns ganz gut, wobei ich das Gefühl habe seit einigen Monaten, dass es ein wenig kippt. Beginn Pubertät? Zumindest war das bei der Größeren nachher die Zeit, wo sie mich immer mehr (innerlich) abgelehnt hat.

      Beide kommen alle zwei Wochen an den WE, wobei die Größere auch öfter bei ihrer Mutter bleibt. In den Ferien sind sie zur Hälfte auch bei uns.

      Sie wissen noch nichts von unserem zweiten Kind, sollen es aber kurzfristig erfahren. Auch da wird mir ganz Angst und Bange, da ich nicht glaube, dass sie sich darüber freuen. Die Größere nimmt kaum Kontakt zu unserer Kleinen auf. Die kleinere Tochter meines Freundes freut sich allerdings und hat Freude mit ihr zu spielen.

      Ich wünsche mir so sehr- ich vermute, es hagelt auch sehr negative Kommentare- wenn ich aus dem KH komme (gerne schon 1-2 Tage später), dass wir die ersten 2,3 Tage für uns alleine haben. Ohne dass ich ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich meinen Freund einspanne usw., ohne zu kochen, ohne hinterher zu putzen (bei der Kleinen), einfach nur meine Ruhe und Ankommen.

      Ich weiß, dass ich kurz nach der ersten Geburt recht empfindlich drauf war, vielleicht durch die Hormone, vielleicht durch den Schlafmangel?

      Ich habe natürlich Bedenken, dass beide sich dann abgeschoben fühlen, wenn wir den Wunsch mitteilen, 2-3 Tage nach der Geburt alleine zu sein.

      Hat jemand Erfahrungen diesbezüglich gemacht?

      Vielen Dank.

      • Herzlichen Glückwunsch erstmal zur Schwangerschaft!
        Ich finde es, ehrlich gesagt, ziemlich schwierig. Der Gedanke,dass Ihr auch daheim ein paar Tage für euch sein wollt, ist zwar nachvollziehbar, aber wenn seine Kinder eure gemeinsamen Kinder wären, wäre das ja auch nicht möglich oder gebt ihr eure gemeinsame Tochter an diesen Tagen auch weg? Allein aus diesem Grund können sich die beiden Grossen gleich wieder ausgeschlossen fühlen.
        Abgesehen davon ist so eine Geburt ja nun auch nicht planbar. Zwischen 37+0 und 42+0 ist alles drin. Wir stellst du dir das denn vor? Wenn die Wehen nachts losgehen müssen die beiden plötzlich eure Wohnung verlassen und dürfen erst nach x Tagen wiederkommen oder wie?
        Ganz abgesehen davon, muss ja auch die Mutter irgendwie planen und hat in der Zeit, in der ihre Töchter bei euch sind womöglich auch etwas geplant bzw. keine anderweitige Bespassung organisiert. Die Kinder haben wegen der Ferien schließlich ganztags frei. Ihr müsst das also schon mit einander klären. Die sinnvollste Lösung wäre meiner Meinung nach, die Ferien z.b. Zu tauschen (also wenn ihr am Ende der Ferien dran wäret dann vorher, wenn du z.b. 34-37+0 bist) oder alternativ sie in den anderen Ferien dieses Jahr länger zu nehmen.

        Alles Gute!

        Also ich kann dich 100 Prozent verstehen und würde auch versuchen, es durchzusetzen. Du hast anscheinend ein relativ gutes Verhältnis zur Mutter der Mädels. Je nachdem was sie in den Ferien vor hat, würde ich sie bitten einzuspringen. Wenn das nicht geht, dann Großeltern?
        Das werden die beiden schon verkraften, ihr neues Geschwisterchen ein paar Tage später zu sehen.
        Es kann ja auch sein, dass euer Kind eh in der patchworkfreien Zeit kommt, dann hast du das Problem gar nicht.
        Zudem kann es auch sein, dass eine Geburt ein paar Tage dauert (so wars bei mir). In dem Fall müsstet ihr die beiden großen auch ausquartieren.
        Das Argument, dass du deine eigenen Kinder ja auch nicht abschieben würdest und deswegen die großen akzeptieren musst, finde ich absolut an den Haaren herbeigezogen, da es eben dieser kleine große Unterschied ist, ob es die EIGENEN Kinder sind oder nicht. Jedenfalls aus deiner Sichtweise. Und dein Partner sollte euch, als neue Kernfamilie auch vor den Einflüssen von Außen schützen.

        Eine schöne Schwangerschaft und alles gute! Ruth

        • Ja vielleicht fühlen sich die großen Kinder ja auch deshalb abgeschoben....weil sie sich bereits als Kinder zweiter Klasse fühlen

          Die TE wird ja auch eine Vorstellung davon haben, was mit dem eigenen kleinen Kind während der Entbindung geschieht. Wieso ist es dann ausgeschlossen, dass die grossen Kinder ebenfalls betreut werden? Ich finde es unmöglich, die Teenies womöglich mitten in der Nacht aus den Betten zu reißen und der Mutter vor die Tür zu stellen. Wie würdest du das denn finden, wenn das dein Vater mit dir gemacht hätte oder der Vater deines Kindes es mit ihm gemacht hätte? Wohlgemerkt um im gleichen Atemzug zu sagen, dass du bzw. dein Kind frühestens in einer Woche wiederkommen darfst.

          Aus Sicht der Mutter der älteren Mädchen finde ich es eben schwierig, wenn diese binnen der drei Wochen Ferien jederzeit plötzlich mir wieder überantwortet würden. Die meisten ExFrauen, die ich kenne,nutzen die Kinderfreie Zeit, um z.b. Stunden anzuhäufen auf Arbeit, damit sie in der Kinderzeit kürzer treten können. Dies würde durch deinen Vorschlag, die Kinder einfach der Mutter zu überantworten, völlig torpediert werden. Auch ist es ein Unterschied, ob bei den zu betreuenden Kindern Kleinkinder oder Grundschulkinder gemeint sind oder Mädchen mit zwölf bzw. sechzehn Jahren. Diese dürften bereits so selbständig sein, dass sie einem tatsächlich vielleicht Erleichterung sein können, indem sie mal zum Bäcker gehen, abwaschen oder dem kleineren Geschwisterkind spielen. Auch dürften sie nichtmetrisch rund um die Uhr einem am Rockzipfel hängen.

          Wenn die TE keine Lust hat, die Kinder zu betreuen, wenn evtl die Entbindung in der Zeit ansteht, ist es doch ein gangbarer Weg, die Ferien womöglich komplett zu tauschen. So können sich alle darauf einstellen.

          • Hallo, Danke für Deine Meinung. Die Große wird ein paar Tage wohl verreisen. Die Kleinere ist dann alleine bei uns für einen gewissen Teil der Ferien. Und wenn das Baby nachts kommt, und sie tatsächlich bei uns ist, weil es vielleicht nicht anders geht, dann müssen wir sie natürlich der Mutter "vor die Tür" setzen. Oder meinst Du, dass ich alleine ins KH fahre oder sie mit in den Kreissaal kommt? Die Mutter ist in Elternzeit und wohnt drei Minuten von uns entfernt. Kindes zweiter Klasse? Weil ich nach dem KH noch zwei Tage meine Ruhe haben möchte??? Im Wochenbett ist das meines Erachtens vollkommen okay. Da sind zwei Tage eigentlich noch zu wenig. Aber ich sehe ein, dass das andere doch irgendwie unglücklich wäre. Ich lade auch nicht meine Mutter in der Zeit ein, oder meinen Bruder und beide sind mir wesentlich näher. Einfach weil ich erstmal zur Ruhe kommen möchte und mich einfinden möchte.

            Die Mutter hat in letzten Jahr in unserem Teil der Sommerferien entbunden. Sie hatte drei Wochen Zeit mit ihrem Partner und Baby "anzukommen". Die Kinder waren einige wenige Male bei ihr Nachmittags zu Besuch. Und ich darf keine zwei Tage "zur Ruhe kommen"?

            • Eine qualifizierte Antwort auf deine Frage kannst du dir nur erhoffen, wenn du die notwendigen Informationen den Antwortenden zur Verfügung stellst.#aha

              Es kann niemand ahnen, dass die Mutter der Kinder 3 Minuten entfernt wohnt und aktuell in Elternzeit ist. Es war auch nirgendwo jemals die Rede davon, dass du alleine in den Kreißsaal fahren sollst oder dass dir keine Zeit mit dem Kind zusteht. Ich finde es extrem anstrengend, dass du das unterstellst!

              Mir ist nicht klar, wieso es für euch nicht in Frage kommt, die Ferien zu tauschen. Die Mädchen könnten euch ja trotzdem besuchen, wenn ihr das wünscht. Sie wären aber ansonsten bei der Mutter und du hättest als hochschwangere mit kleinem Kind deine Ruhe und keine Verantwortung für sie. Wieso gehs du auf diesen Punkt eigentlich nicht ein? Wenn ihr euch jedoch dafür entscheidet, dass sie bei euch die Ferien verbringen sollen trotz bevorstehender Geburt, finde ich es nicht nett, sie wir einen Blumentopf der Mutter wieder vor die Tür zu stellen. Aus. Diesem Grund würde ich persönlich die Ferien tauschen. So hätte ich eine entspannte Endschwangerschaft, Geburt und Eingewöhnungszeit mit dem Baby und im Herbst oder Winter nette Ferien mit allen Kids

              • Hallo, Ferien tauschen klingt wunderbar. Allerdings sind die Sommerferien doch so ziemlich die schönsten. Während in den anderen Ferien die Kinder eher wenig Lust auf Aktivitäten haben, kann man sie hier mit Eis und Minigolf und See schon mal sehr gut locken. Ich denke, dass mein Freund die Sommerferien auf keinen Fall gegen andere Ferien tauschen wollen würde. Wäre klasse, kann ich von meinem Freund aber nicht verlangen. Und ich denke auch die Kinder würden das schade finden, wenn die drei Wochen komplett nicht stattfinden würden.

                Mein Wunsch ist es allerdings auch nicht seine Tochter nachts mit Wehen zu wecken und erstmal abzuwarten, bis sie alles gepackt hat, um sie dann zur Mutter zu bringen. :-( Alles irgendwie nicht ganz zufriedenstellend.

                VG! Und Danke.

                • Das Freizeitargument kann ich schon verstehen. Wenn die Kinder doch Aber nur 3Minuten entfernt wohnen, kann man das doch trotzdem machen. Nur eben vielleicht spontan und wenn es dir entsprechend geht. Das hätte den Vorteil, dass ihr schöne Momente/ Tage mit ihnen habt ohne die volle Verantwortung in dieser Zeit um die Geburt herum, ohne sie wecken oder rausschmeißen zu müssen, ein es losgeht usw. Oder ist die Mutter da unkooperativ? In dem Alter sollten die kindersichren Umgang doch eigentlich selbst mit organisieren können (zumindest die 16jährige)

            (10) 28.02.17 - 10:56

            Hallo, ich vermute, ich bekomme keine Antwort auf meine Frage, weil für das erste gemeinsame Kind eine ganz andere Lösung gefunden wurde, und Du ganz genau weißt, dass eben darin dieser Unterschied (Kinder 2. Klasse) liegt, oder?

            VG

            • Was soll denn das?! Es geht nicht um 1. oder 2. Klasse, es geht um EIGENE und STIEFKINDER.

              Und die allermeisten Frauen sind ihren eigenen Kindern eben näher und wünschen sich nach einer Geburt ein paar Stunden Ruhe im " kleinen Familienkreis". Wo ist jetzt dein Problem?!

              Ich war sehr froh, dass mein Stiefsohn , der bei uns wohnte, bei seiner Mutter war, als meine Tochter geboren wurde. Das ist eine Ausnahmesituation und ab und an müssen auch mal die Kinder Rücksicht nehmen. Nicht immer nur die Erwachsenen. Nach einer Geburt geht es um Mutter und Kind. Nicht um die Geschwister, nicht um die Großeltern oder Expartner.

              • Hallo, vielleicht verstehe ich es falsch, dann bitte ich um Entschuldigung! Für mich ist der Eindruck entstanden, es werden unterschiedliche Maßstäbe für das gemeinsame Kind und für die Kinder des Partners genommen. Ich schreibe es bewusst so: "gemeinsames Kind" und "Kinder des Partners", denn für den Vater sind alle 4 Kinder "eigene Klnder". Sie sollten es zumindest sein. Und wenn hier die Familie nach der Geburt für die beiden Stiefkinder eine grundsätzlich andere Lösung findet, als für das gemeinsame Kind, wird sich das ohnehin nicht einfache Verhältnis eher verschlechtern.

                Ja, es geht um Mutter und Kind, aber eben nicht nur.

                VG

                • Natürlich ist der Vater Vater ALLER Kinder( und das bleibt er auch!) aber die Mutter ist es nicht.

                  Ich mag meine Stiefkinder( mittlerweile erwachsen) alle sehr, aber ich habe ein grundsätzlich anderes emotionales Verhältnis zu Ihnen als zu meinen( unseren gemeinsamen) Kindern und ich denke, dass das normal ist- sie lieben mich auch nicht wie ihre Mutter.

                  Als mein ältester Sohn ( ambulant)geboren wurde, dauerte es 20 Stunden und meine Schwiegermutter, mein Schwager, seine Frau, meine Schwägerin und meine Stiefkinder waren hier. Das habe ich als äußerst unangenehm empfunden: Keine Zeit anzukommen, keine Zeit für " Vater, Mutter, Kind", keine Ruhe. Ich WOLLTE diese Momente nicht mit Ihnen teilen.

                  Als meineTochter geboren wurde, lebte mein Stiefsohn schon bei uns und war bei seiner Mutter als ich aus dem Krankenhaus kam. Unser Sohn war hier.

                  Mal abgesehen davon, dass er viel kleiner war, ist er ja auch MEIN Sohn und ich habe beispielsweise kein Problem damit, in seiner Gegenwart zu stillen. Oder mit ihm und meinem Mann und dem Baby zu kuscheln. Das hätte, falls er hier gewesen wäre, dann wohl eher dazu geführt, dass meinem Stiefsohn sein " Sonderstatus" vor Augen geführt worden wäre.
                  Und Kindern im Alter der TE kann man sehr wohl erklären, dass eine Geburt anstrengend ist und man danach ein wenig Ruhe braucht. Hier wäre dann vielleicht auch die Mutter der Kinder gefragt um das zu vermitteln. Hinzu kommt, dass es auch für die Großen wahrscheinlich auch nicht besonders angenehm ist, wenn sich die ersten Tage alles um das neue Geschwisterkind dreht und sie permanent Rücksicht nehmen müssen.

                  Ich denke, dass es andere Wege gibt sie einzubeziehen und Ihnen das Gefühl gibt dazuzugehören. ....Handy Film mit Gruß an die Geschwister aus dem Kreissaal.... kleines Schmuckstück als Gratulation zum " Große Schwester werden" oder eine " Jetzt sind wir einer mehr" Feier in den nächsten Tagen als Familie....
                  Meiner Erfahrung nach ist es nicht wichtig, dass immer alle Kinder gleich behandelt werden( mittlerweile habe ich 5 und es ist Quatsch, dass ich den 1jährigen wie den 12jährigen behandele),sondern dass sich alle als Personen und Persönlichkeiten geschätzt fühlen.

            Hallo. Da vermutest Du falsch. Ich war nur nicht online.
            Zum Thema. Nein, keine Kinder der zweiten Klasse. Aber eben nicht meine Kinder. Mir ist bewusst, dass sie genauso wichtig sind für meinen Freund wie unsere gemeinsamen Kinder, deswegen ja auch das zwiespältige Gefühl.

            Sie sind nicht meine eigenen Kinder. Ich finde es toll, wenn in anderen Patchwork- Familien anders gefühlt wird. Aber bei uns ist es so, dass ich nicht als Stiefmutter gesehen werde, sondern als Freundin vom Vater. Andersherum ist die Bindung von meiner Seite in des Intensität ebenfalls nicht gegeben . Verstehe mich nicht falsch: wir unternehmen Dinge zusammen, wenn sie denn auch wollen, wir fahren zusammen in den Urlaub, ich wünsche ihnen das Beste und würde ihnen jederzeit helfen. Aber wir haben in keinster Weise eine "Stiefmutter-/ Kind- Beziehung", in der ich auch mal Grenzen oder Regeln setze. Ich würde ihnen nicht sagen, wenn ich jetzt Ruhe benötige oder sie etwas wegräumen sollen oder helfen sollen. Und ja, das ist beim eigenen Kind etwas anderes. LG

    Hallo,
    Es SIND aber NICHT die EIGENEN Kinder, also ist der Wunsch m.M.n. sehr verständlich und nachvollziehbar.

    Zumal, wenn das Verhältnis zur älteren Tochter des Mannes eher, sagen wir mal " durchwachsen" ist.
    Wieso sollen Kinder des Partners aus vorigen Beziehungen immer und mit aller Macht den Kindern der aktuellen Beziehung gleichgesetzt werden?

    Man sollte sagen dürfen, wann und wenn sie einem auf die Nerven gehen!

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