Stiefkindadoption--- Erfahrungen gesucht!

    • (1) 01.03.17 - 17:03

      Hallo ihr Lieben,

      Hat irgendjemand hier schon Erfahrungen in der Thematik der Stiefkindadoption gemacht? Bei uns läuft gerade der Antrag bei Gericht und natürlich weiß ich, was noch alles auf uns zukommt (u.a. Weil ich selbst beim Jugendamt tätig bin, allerdings beim ASD).
      Aber ich würde mich gerne mit jemanden darüber austauschen, der das ganze Procedere auch schon erlebt hat.

      Vielen Dank schon jetzt!

      ????

      Nun,

      bei uns war es eigentlich recht easy:
      Irgendwann meldet sich das JA zwecks Gesprächstermin mit dem Adoptionselternteil. Danach folgt noch ein Familienbesucht.
      Im Anschluss kommt noch ein Gespräch zwischen zuständigem Richter, dem Adoptionselternteil und auch den Kindern.
      Dann ergeht irgendwann die Entscheidung des Gerichtes.
      Eigentlich alles eher unspektakulär. Nur sollte sich das leibliche Elternteil nicht wundern: Es hat mit dem Adoptionsverfahren nach der Erklärung beim Notar gar nichts mehr zu tun ....

      • Vielen Dank für die Antwort! Wie lange hat das ganze Verfahren bei euch gedauert? Musste das Adoptionselternteil für das Jugendamt einen Fragebogen ausfüllen?

        War es wichtig, bereits 1 Jahr verheiratet zu sein oder reichte es, dass das Adoptionselternteil bereits über ein Jahr mit dem Kind zusammenlebt?

        • 1. Fragebogen gab es bei uns keinen - aber ein persönliches Gespräch. Ich könnte mir aber vorstellen das dies von JA zu JA unterschiedlich gehandhabt wird. Das Verfahren hat so ungefähr 1 Jahr gedauert - hängt aber im wesendlichen von der Auslastung von Jugendamt und Gericht ab.

          2. Es gibt da keine wirklich harte Grenze, als Minimum wird davon ausgegangen das das Adoptionskind mindestens 1 Jahr mit dem Adoptionselternteil zusammen gelebt haben muss UND in dieser Zeit ein Eltern-Kind-Verhältniss entstanden ist.
          In der Tat müssen die Eltern nicht diese ganze Zeit miteinander verheiratet sein, ABER:
          Das oberste Gebot bei einer Adoption ist das Kindeswohl.

          Ich würde es als zumindest fraglich sehen ob ein Familiengericht bei einem Paar, das selber noch nicht einmal zwei Jahre zusammen ist, schon die erforderliche Stabilität zu erwarten ist, denn nichts wäre für das Kind schlimmer als wenn sich auch sein "neuer" Vater wieder von der Mutter trennt.
          Warum habt ihr es eigentlich so eilig? Was wird durch eine Adoption denn anders?

          • Die Adoption wurde durch den leiblichen Vater gewünscht. Dieser wollte das auch so schnell wie möglich über die Bühne bringen.

            Wer sagt denn, dass wir nicht mal 2 Jahre zusammen wären?! Wir sind nur noch keine 2 Jahre verheiratet. Zusammen sind wir schon länger.

            Danke für deine Antwort. Um eine Urteilsbildung habe ich nicht gebeten.

            • "Wer sagt denn, dass wir nicht mal 2 Jahre zusammen wären?! Wir sind nur noch keine 2 Jahre verheiratet. Zusammen sind wir schon länger."

              Naja, wie soll man folgenden Satz sonst verstehen:

              "War es wichtig, bereits 1 Jahr verheiratet zu sein oder reichte es, dass das Adoptionselternteil bereits über ein Jahr mit dem Kind zusammenlebt? "

              "Um eine Urteilsbildung habe ich nicht gebeten. "

              DAS ist nun ganz alleine DEIN Problem.

            "Die Adoption wurde durch den leiblichen Vater gewünscht. Dieser wollte das auch so schnell wie möglich über die Bühne bringen."

            Logisch - DER möchte schnellstmöglich seine Unterhaltspflicht los werden .....

            • Klar. Er hat die Adoptionsfreigabe beim Notar unterschrieben und sofort die Unterhaltszahlungen eingestellt.

              Darüber hinaus hat er mich gefragt, was er tun soll, um die Vaterschaft "für das neue Kind", das seine Freundin (mit der er "immerhin" 8 Wochen zusammen ist) von ihm erwartet, anzuerkennen. Abartig....

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