Patchwork und kindet

    • (1) 30.07.17 - 12:38

      Angelehnt ein eine Diskussion im partnerschaftsforum möchte ich mit euch ein paar Gedanken austauschen.

      Es herrscht bei Kürbis die allgemeine Meinung, wenn man einen neuen Partner kennen lernt sollte man erst mal die Kinder raushalten. Dieses halte ich zunehmend für nicht richtig...

      Warum?

      Erstens, weil die Kinder feinste Antennen haben. Sie merken doch wenn man verliebt ist und etwas hinter ihren Rücken macht. Wenigstens ist meine Tochter so. Schreibe ich vermehrt Nachrichten, grinse in mich hinein, gehe öfters weg, so leuchten bei ihr die alarmglocken.

      Zweitens, weil die Beziehung zwischen den neuen Partner und den Kids gut sein sollte. Funktioniert dieses nicht, funktioniert die Partnerschaft auf Dauer nicht. Oder anderes rum, so eine Partnerschaft würde für MICH nicht funktionieren, mir ist es extremst wichtig, dass sich meine Menschen untereinander gut verstehen.

      Also warum sollte man eigentlich die Kids aus der kennenlernphase raushalten? Schadet es den wirklich, wenn sie ein paar Männer/Frauen kennengelernt haben, bis der richtige kam...?

      Ich bin auf eure Meinungen gespannt!

      • Ich sehe das ähnlich wie du, man sollte die Kinder mit einbeziehen, denn wenn der neue Partner mit den Kindern nicht klar kommt, dann ist die Beziehung leider ziemlich ausweglos.

        Wenn mein Freund mit meinen Kindern nicht klar gekommen wäre oder ich mit seinem, dann wäre unsere Beziehung definti vorbeit gewesen.

        Ich denke, man sollte erstmal den "Neuen" richtig kennen lernen, um zu sehen, ob das überhaupt klappen könnte.
        Es macht ja keinen Sinn das Kind mit einzubeziehen und dann wird das doch nichts.
        Womöglich kommt dann irgendwann der nächste usw.

        Hallo

        es geht um das wie, wann und in welchem Ausmaß.
        Hier bei Urbia werden doch meist schon nach ca. 3 Monaten Fakten geschaffen.
        Da wird munter in der Kennenlern- Phase ( oft kurz nach der Trennung vom Kindesvater )zusammen gezogen und einen auf Familie gemacht.
        Meine Kinder haben meinen Mann auch zeitig kennengelernt.Aber im Rahmen einer Grillfeier, zusammen mit anderen Besuchern/Freunden.
        Die Umgangswochenenden haben wir genutzt um uns kennen zu lernen, bevor Fakten geschaffen werden.
        Die gemeinsamen Zeiten wurden nach und nach ausgedehnt und länger.
        Unter der Woche war mein Mann nur stundenweise und auch nicht täglich da.
        Nach gemeinsamen Wochenenden, Feiertagen und Urlauben ( da merkt man schon ob es funktioniert ) wurde nach etwas mehr als zwei Jahren der Entschluss zum Zusammenleben gefasst.Mit diesem Tempo kamen meine Kinder damals sehr gut zurecht.
        Manchmal ist man sich früh schon recht sicher, manchmal nicht.Deshalb sollte man abwägen oder den Kontakt mit dem neuen Partner ,zunächst wie zu anderen Freunden der Familie gestalten.

        L.G.

        L.G.

      • Ich finde es gut, wenn man mit offenen Karten spielt!

        Sofern die Kids die Trennung der leiblichen Eltern verstanden habe, sehe ich kein Problem.

        Bei uns haben sich alle Beteiligten recht schnell kennengelernt. Ich habe mir vorher auch immer gedacht, dass ich einen Partner haben werde, den ich alle 14 Tage sehe und gut ist. Mit DEM Mann wollte ich mich öfters treffen und auch er wollte mehr.

        Schwer ist, wie schon beschrieben wurde, wenn vorschnell zusammengezogen wird.

        Wir waren schon ein paar mal im Urlaub und ich habe meinen Partner immer fair und liebevoll meinen Kids gegenüber erlebt.

        Daher überlegen wir bereits, wann und wie wir zusammen ziehen. Bald kennen wir uns zwei Jahre.

        Meinst du meinen Beitrag? *grins* ;-)

        Ich finde die Frage stellt sich weniger nach dem wann, als nach dem "wie" und "in welcher Intensität".

        In meinem konkreten Fall habe ich darauf geachtet, dass der Große relativ früh Bescheid wusste (er hat es eh gemerkt), aber eben nur wenig von meinem Partner vorerst mitbekommt. Auch beim Kleinen ist mir wichtig, dass die Bindung nicht zu schnell zu stark wird, da das im Fall einer Trennung (bei mir ja leider nicht ganz unwahrscheinlich) für die Kinder dann kein großer emotionaler Verlust wäre.

        Bei uns war es aber auch einfach, da sich alle ja schon über Schule/Kindergarten kannten und das "klassische Kennenlernen" wegfiel.

      • Ich finde, dass es z.B. auf das Alter der Kinder ankommt, und auch auf die Trennungsumstände der Eltern. Sind diese erst frisch getrennt und die Kinder haben das noch gar nicht richtig verkraftet muss ich nicht mit dem Vorschlaghammer gleich meinen neuen Partner präsentieren und ihm den Kindern aufzwängen wollen. Nur weil man grad ultraverliebt ist, sollte man schon auch an das Wohl der Kinder denken. Ich halte es auch für richtig, erstmal auszuloten, ob die Beziehung überhaupt eine Beziehung ist/wird und nicht doch eher ein Strohfeuer. Klar, das ist sehr subjektiv, bei manchen geht das wohl nach 4 Wochen, bei mir war das so mindestens ein halbes Jahr, um zu wissen, A) bin ich wirklich (immer noch) verliebt, b) kann ich mir eine Zukunft mit allem Zipp und Zapp ernsthaft vorstellen. Und das ist wie in der Homöopathie: die Dosis macht das Gift. Ich muss dann nicht vor den Kindern wild knutschend rumlaufen, gleich den Partner jede Nacht übernachten lassen, dass er jeden früh mit am Frühstückstisch hockt. Das muss eine langsame Annäherung stattfinden. Klar, soll man auch noch leben und lieben dürfen, aber wenn Kinder im Spiel sind, würde ich das Tempo des Kennenlernens eher den Kindern überlassen und nicht auf Teufel komm raus nur noch gemeinsame Aktivitäten zu starten.

        Ich finde es auch nicht richtig, den Kindern ständig jemand anderen vor die Nase zu setzen und dann zu sagen: "Ach nee, mit dem Franz hat es nicht geklappt, aber Hey, hier ist der Hans, in den bin ich jetzt so wirklich richtig verliebt."

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