Trennungskind

    • (1) 17.08.17 - 21:58

      Hallo!

      Kurz zur Situation:

      Er (40) wurde im Januar 2016 von ihr (25) quasi über Nacht verlassen. Sie ist dann mit der gemeinsamen Tochter (4) zu ihrem Freund gezogen - 140 km Entfernung.

      Es lief mit der Kleinen ganz gut - alle 14 Tage hat er sie Fr oder Sa abgeholt und So abends wieder weggebracht.

      Seit April bin ich mit meinem Sohn (8) auch noch da ;-) Lief auch alles sehr gut. Bis die Kleine im Juli eine Woche mit in den Urlaub an die Nordsee sollte. War alles abgeklärt, einen Tag vorher hatte sie angeblich Fieber. Es stellte sich aber dann raus, dass sie gesund war und die Mutter einfach Bedenken hatte. Sehr ärgerlich, denn sie hätte das Gespräch suche können und hat aber so der Kleinen den Urlaub versaut....

      Seitdem ist der Wurm drin: entweder wollte die Kleine nicht am ER zum Papa, es waren Termine oder oder oder.... Jetzt hatte sie letzte Woche Geburstag und wir haben sie gestern abgeholt und sie soll eigentlich bis Sonntag bleiben. Aber sie ist mehr als zickig: die Geschenke sind alle doof, die Leute sind alle doof, sie hat den Papa nicht lieb etc. ....

      ICH habe da keine Erfahrung und wollte mal eure Einschätzung: würdet ihr die Gefühle ernst nehmen und das Kind wieder zur Mutter bringen oder euch weiter bemühen und versuchen die Bildung wieder aufzubauen?

      Mir tut mein Freund so leid, der seine Kleine echt vermisst und alles organisiert, dekoriert etc. hat..

      Schon mal Danke,
      Jenny

      • Du bist die neue Partnerin dieses Mannes, den du eingangs beschreibst?

        Ihr überfordert die Kleine: erst trennen sich ihre Eltern 2016, dann hat Papa eine neue Freundin im April 2017 und 4 Monate später gehört diese schon fest zur Familie, was demonstriert wird, indem sie sie mit dem Papa gemeinsam abholt, evtl. sogar zusammen lebt.

        Ich würde mich an deiner Stelle zurück halten und wenig in Erscheinung treten. Für deinen Sohn geht das alles sicher auch sehr schnell. Ob er damit Probleme hat oder nicht, weiß man nicht, aber die Tochter benötigt erst einmal Ruhe in ihrem Leben und Kontinuität - und gerade das bekommt sie von beiden Elternteilen nicht.

        Ich würde diese Gefühle sehr ernst nehmen und ihnen entgegen wirken, indem ich mich als brandneue Next einfach ein paar Monate lang im Hintergrund halten würde. Auch wenn sie dich persönlich sehr mag, ist das einfach zu schnell und zu viel.

        • Danke für Deine Antwort!

          Aber weder leben wir zusammen, noch mische ich mich ein. Ich mache mir meine Gedanken und Frage hier in einem neutralen Forum ;-)

          Bisher haben wir uns an den Kinderwochenenden nur für Ausflüge getroffen. Da das Verhältnis zwischen meinem Freund und der Mutter drr Kleinen schwierig ist, fährt er nie alleine die Kleine abholen. Meist ist der Opa dabei, Mittwoch sass ich eben am Steuer und hab sie bei dem Vater zu Hause rausgelassen.

          Ausserdem geht es hier nicht um mich oder meine Rolle in der "Familie" , sondern um das Verhältnis der Kleinen zu ihrem Vater!

          Trotzdem Danke und schönes Wochenende!

          • Und genau das Verhältnis der Kleinen zum Vater, worum es dir geht, könnte verbessert werden, wenn du zumindest die ersten Monate nicht so viel Präsenz zeigst.

            Ich bin auch eine Next und verstehe dich sehr gut, aber manche Kinder haben, evtl durch die Mutter aufgehetzt oder von alleine aus, massive Probleme, einen neuen festen Partner an der Seite eines Elternteils zu sehen.

            Bei deiner Schilderung dachte ich, dass genau das das Problem sein könnte. Und sollte das so sein, kann man als Erwachsener darauf eingehen.

        Äh. Die Mutter trennt sich und zieht samt Kind zum neuen Freund.

        Papa hat ein halbes Jahr später eine neue Freundin, die vielleicht mal dabei ist.

        1. Ist kein Problem?
        2. Ist ein Problem?

        Verstehe ich nicht.

        LG

        • Danke :-)

          Vor allem trennt sich die Mutter über Nacht, zieht sofort zu diesem "fremden Mann" 140 km weit weg und der Vater hat ein gutes Jahr später eine Freundin die sporadisch mal da ist.

          Und das ist auch gar nicht das Thema, sondern das jetzt schwierige Verhältnis zwischen Vater/Tochter nach 5 Wochen ohne Kontakt (nur mal telefoniert). Da war ja eigentlich nein Anliegen, ob es so Phasen immer mal wieder gibt oder das an dem Abstand liegt. Ob man dann besser auch erstmal zurückziehen sollte und der Tochter den Raum geben sollte oder lieber die Flucht nach vorne und versuchen die Bildung zu intensivieren?!?

          LG

          • Hey,

            aus meiner Erfahrung hilft es nicht, dem fremdeln der Tochter jetzt nachzugeben, weil es dadurch noch verstärkt wird. Ein Kind in dem Alter ist noch nicht in der Lage zu entscheiden ob es zum Vater will oder nicht. Und wenn es dann auch noch von der Mutter manipuliert wird, ala ich bin ja soooo traurig wenn du nicht da bist, ich vermisse dich so sehr... dann kann das Kind nicht mehr objektiv handeln. Das muss man ihm also abnehmen und eben auch nicht zur Wahl stellen. Hier ist es m.E. also besonders wichtig, jetzt an einer klaren Umgangsregelung weiter festzuhalten, diese ggf. sogar gerichtlich festlegen lassen, insbesondere dann, wenn die KM immer Ausreden findet um den Umgang zu unterbinden. Da sollte dein Partner eine klare Linie fahren. Er holt das Kind alle 2 Wochen, Ausnahmen gibt es nicht.

            Haben die beiden denn gemeinsames Sorgerecht?

            LG Dastern.

          Ach so, und natürlich sollte der Papa wenn sie da ist, ihren Gefühlen Raum lassen und annehmen, dass sie vielleicht gerade wirklich nicht da sein will. Da ist viel Geduld und Zuneigung gefragt...

    Die leibliche Mutter zog doch gleich zum neuen Freund.

Hallo!

Ich würde die Gefühle nicht in den Wind schiessen, aber zurück zur Mutter würde ich sie deswegen nicht bringen. Ich würde es vielmehr darauf beziehen, dass Sachen halt nun mal anders laufen wie üblich (die ganzen Wochen bei Mama) und das Kind "desorientiert" ist. - Deswegen ist alles doof.

In "normalen" Familien kann sich Kind, wenn es schief gewickelt ist, auch nicht eben mal aussuchen, dass Mama oder Papa das Haus verlässt. Eltern sind eben keine Wahlverwandtschaft und manchmal ist das auch für Kinder blöd, insbesondere in der Zeit 14-17 Jahre!

LG, I.

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