Wie viel Kontakt zur Ex?

    • (1) 21.09.17 - 10:00

      Huhu ihr Lieben.
      Ich habe mal eine Frage. Mein neuer Partner hat 2 Kinder. Die Eltern sind seit 2 Jahren getrennt und geschieden. Die Kinder leben im Wechsel jeweils 1 Woche von Mittwoch bis Mittwoch bei je einem Elternteil. Die Mama hat auch einen neuen Partner (was auch mitunter der Grund für die Trennung war - sie hat sich getrennt). Bevor das Kind an ein Elternteil übergeben wird, telefonieren die Beiden (Dienstagabend). Jetzt will mein Partner aber auch noch 1-2 x/Monat Kontakt mit ihr persönlich (Spazieren gehen, etc.), da er so besser über die Kinder sprechen kann, als immer am Telefon. Wie findet ihr das? Manchmal habe ich das Gefühl das mein neuer Partner (sind seit 2 Monaten zusammen) noch was für seine Ex-Frau empfindet und vielleicht so wieder Nähe herstellen will. Oder glaubt ihr, dass es ihm nur um das Wohl der Kinder geht?

      Danke für eure Meinungen. Bin gerade echt etwas verzweifelt.
      Laura

      Wir haben auch das Wechselmodell und ein gutes Verhältnis. Ich bespreche auch lieber Sachen persönlich als am Telefon. Und ich würde meinem neuen Partner ehrlich gesagt den Vogel zeigen, wenn er deswegen eifersüchtig ist. Das ist Kindergarten, wenn man deswegen gleich irgendetwas unterstellt. Noch dazu, wenn ihr erst 2 Monate zusammen seid...

    • Persönlich sprechen ist das Eine, aber einen gemeinsamen Spaziergang braucht es dazu ja nicht unbedingt.

      Was weisst Du denn über die Ehe und wie es zur Trennung kam?

      • Die waren wohl 18 Jahre zusammen. Seine Frau hat sich dann wegen einem neuen Partner von ihm getrennt. So ganz verkraftet hat er es meiner Meinung nach noch nicht ganz. Er meint, dass er bei einem Spaziergang lockerer reden könne.

        • Wenn er damit noch nicht abgeschlossen hat, wird das immer ein Problem zwischen Euch sein. Ich würde mich da mal etwas distanzieren und eher schauen, was da eventuell an Gefühlen seinerseits noch für die Ex vorhanden ist. Seine Idee würde ich nicht kommentieren, schon gar nicht damit, dass Dir das nicht gefällt und was Du vermutest.

          Das mit dem Spaziergang muss ja nicht klappen, wenn sie das nicht will. Ich selber kenne kein Elternpaar, was nach einer Trennung in gemeinsamen Spaziergängen stundenlang Sachen besprechen musste. Persönlich ja, aber das macht man dann eben bei den Übergaben.

          • Die Übergaben finden nicht persönlich statt, sondern im Kiga/Schule. Die Kinder werden in die Einrichtung gebracht und am Übergabetag vom anderen Elternteil abgeholt. Sprich: die sehen sich eig. nur bei Festen, Geburtstagen, etc. persönlich.

            • Na dann fährt man halt kurz mal dort vorbei, wenn man was Wichtiges klären muss oder holt eben die Kinder ausnahmsweise mal bei dem/der Ex ab, um eben etwas zu besprechen. Ganz allgemeine Sachen kann man doch weiterhin telefonisch besprechen und wenn eine Grundsatzentscheidung ansteht besucht man sich mal kurz.

              Was sagt denn jetzt seine Ex dazu?

              • Die sind kurz nach der Trennung auch mal öfters spazieren gegangen. Irgendwann wollte das die Ex nicht mehr. Was sie jetzt gerade will weiß ich leider nicht. Ach man...😞

                • Da wäre halt wieder interessant, warum sie das nicht mehr wollte. Weil er nicht nur über die Kinder, sondern auch über die Trennung und einen Neuanfang sprechen wollte? Weil ihr neuer Partner eifersüchtig war? Weil sie fand, dass es unnötig ist und nur Zeitverschwendung? Dann wiederum ist aber die Frage, ob er ihren wahren Grund überhaupt kennt.

                  Anders herum kann man nun nicht davon ausgehen, dass er mit ihr laufen will, um wieder mehr Nähe zu schaffen. Außer Du hättest Hinweise, die auch sonst noch darauf hindeuten, dass er an einem Neuanfang interessiert wäre oder damit noch nicht abgeschlossen hat.

                  • Er hat mal gemeint das die damals schon darüber gesprochen haben, was alles in der Ehe schief gelaufen ist usw. Ich vermute ja, das ihr Partner das nicht mehr wollte und sie deshalb meinte, dass es solche Treffen nicht mehr braucht. Hab meinem Freund auch gefragt was er sich von solchen Spaziergängen verspricht, dann kommt nur als Antwort, das es die Kommunikation zwischen Mama und Papa verbessert und das die Kinder auch spüren wenn sich die Eltern verstehen. Bei Familienfeiern etc., wenn alle (also er, sie, ihr Partner, ich, usw.) da sind, sehe ich eig. nicht, dass da noch "irgendwas" ist, aber man weiß ja nie. Oder mache ich mir da zu viele Gedanken?

                    • Wenn nur die Spaziergänge Dich unsicher machen und es sonst keinerlei Hinweise gibt, dass er noch nicht über die Trennung hinweg ist, dann machst Du Dir zu viele Gedanken. Sollte er wirklich noch mehr Interesse an ihr haben, als nur an ihr als Mutter seiner Kinder, dann merkst Du das nicht nur an einer einzigen Sache. :-)

                      • Mich stören wirklich nur diese Spaziergänge. Weiß auch nicht warum. Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken. Wenn da noch was wäre, hätten sie ja jahrelang nach der Trennung wieder zueinander finden können. Wobei manche Männer ja erst wieder interessant werden, wenn sie eine Freundin haben. Und ich bin die erste Freundin nach der Trennung. ;-)

                        • Bin grad darüber gestolpert, obwohl schon etwas länger her...

                          Bei uns gibt es Parallelen. Ich habe zwei Stiefjungs (14 und 11) und wir haben eine gemeinsame Tochter.
                          Wir leben auch das Wechselmodell, allerdings halbe Woche/halbe Woche.
                          Mich würden - absolut! - solche angedachten Spaziergänge ebenfalls stören.
                          Allerdings ist es bei uns so, dass die Übergaben zu Hause stattfinden. Wenn die Jungs zu uns kommen, holt mein Mann sie ab und umgekehrt. Ich glaube auch, dass es diese persönlichen Gespräche braucht. Und sei es nur, um eventuelle Zettel von der Schule von Eltern zu Eltern zu übergeben, anstatt über (manchmal etwas schludrige) Kinder. Oder dass der Große seine Zahnspange oder der Kleine sein Lieblingsspielzeug mitnehmen kann, ohne es mit in die Schule schleppen zu müssen usw.
                          Und man kann Wichtiges halt tatsächlich persönlich besprechen.
                          Diese Übergaben sind dann aber ja zu festen Zeiten und lassen sich so gut in unsere Tagesabläufe integrieren. Und wenn mal mehr besprochen werden muss, dann dauert die Übergabe halt länger. Das finde ich ok.
                          Was ich dagegen nicht ok finden würde, das wären solche extra Verabredungen zwischen meinem Mann und seiner Ex. Nicht aus Eifersucht oder Sorge, die sind schon lange getrennt und sie hat schon seit Jahren einen neuen Partner.
                          Mich würde einfach stören, dass sich sein "altes Leben" öfter als nötig in unsere Familie drängt. Ich lebe in dem Haus, das er mit der Ex gebaut hat, mit der Einrichtung, die sie mit ausgesucht hat. Ich ziehe ihre Kinder mit groß und sämtliche Urlaube/Feiertage usw können nicht einfach nur innerhalb unserer Familie geplant werden, sondern müssen natürlich auch von der Exfrau abgesegnet sein.
                          Das ist ok alles, es ist nun mal so und damit kann ich leben. Aber über diese "Pflicht-Termine" hinaus möchte ich sie nicht in unserem Leben haben. Und wenn er plötzlich in der Woche einen Spaziergang mit ihr machen würde, das wäre für mich nicht akzeptabel. Schon gar nicht regelmäßig.
                          Aber das will er auch um Gottes Willen nicht und es ist ja auch nicht nötig weil sie persönliche Übergaben haben.
                          Ich glaube, ich würde das an eurer Stelle auch so machen. Dann behält das den "formellen" Charakter und hat nicht mehr so viel von einem persönlichen...

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