Mein Kind will „Papa“ zum Stiefpapa sagen

Hallo an alle! Zu kurzen Erklärung:
Ich bin seit mehr als 4 Jahren von meinem Exmann geschieden und getrennt, wir haben einen gemeinsamen 5 jährigen Sohn, der bei mir und meinem Lebensgefährten lebt.
Seinen Vater sieht mein Sohn 1x für 9 Stunden am Wochenende (also einen Tag).
Ich selber bin seit fast 4 Jahren in einer neuen Partnerschaft. Mit meinem Partner habe ich eine gemeinsame Tochter mit 8 Monaten.
Unser Leben als Familie funktioniert super, jeder hat seine Rolle akzeptiert und angenommen.
Mein Sohn möchte seit einiger Zeit zu meinem Partner auch „Papa“ sagen, was dem leiblichem Vater übel aufstößt. Er möchte das nicht und teilt das auch meinem Sohn mit wenn dieser bei ihm ist. Mein Sohn besteht aber darauf und möchte weiterhin „Papa“ sagen.
Ich habe ihm erklärt dass er einen Papa hat und seine Schwester einen anderen Papa hat (eben meinen jetzigen Partner)
Mein Sohn weiß das, sagt er. Und er sagt: Mama ich will aber trotzdem zu meinem Harry (mein Lebensgefährte) Papa sagen.
Ich als Mama werde das nicht verbieten, da ich meinem Kind ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln möchte. Ich kann nicht sagen, meine Tochter sagt das aber du mein Sohn „darfst“ nur das sagen. Das fände ich falsch.
Mein Exmann versteht diese Situation absolut nicht, er fragt mich was ich gegen das „Problem“ tue, denn ICH habe daran Schuld.

Ich weiß nicht mehr was ich als Antwort geben soll.

Letztes Jahr ist meinem Sohn „Hapa“ rausgerutscht. Er wollte „Harry“ und „Papa“ gleichzeitig sagen und da kam das witzigerweise raus. Mein Partner war lange „Hapa“ für meinen Sohn. Auch das passte meinem Exmann nicht und er sagte mir wir sollen das unterlassen.
Seit unsere gemeinsame Tochter auf der Welt ist und ich selbstverständlich „Papa“ zu ihrem Papa sage. Da möchte es nun mein Sohn auch sagen. Er kommt nächstes Jahr in die Schule, also er weiß ganz genau dass er einen Papa hat und eben noch ein 2. da ist. Ich denke für ihn ist mein Partner der Herz-Papa, obwohl sich der leibliche Vater auch super kümmert.
Aber mein Sohn lebt seit seinem 1. Lebensjahr mit meinem Partner und mir zusammen.

Mein Exmann verbietet es meinem Sohn jedesmal wenn er bei ihm ist „Papa“ oder „Hapa“ zu sagen. Denn er ist ja der Harry.
Mein Sohn hat letztens seinem leiblichen Vater ins Gesicht gesagt:
„Der Harry ist mein richtiger Papa“

Für so einen Satz kann ICH es mir anhören, weil es ja MEINE Schuld ist dass mein Sohn das sagt.

Nun möchte mein Exmann zu einer Familienberatung gehen und das Problem schildern. Aber ich denke mal, es wird mehrere solche Fälle geben oder?

Erzählt mir wie es bei euch ist?

Danke für eure Tipps und Erzählungen.
Liebe Grüße
Corinna

mit Dominik (5 Jahre alt) und
Angelina (8 Monate alt)

Ich bin nicht in der Situation, finde aber die Idee deines Exmannes, dass ihr da mit professioneller Hilfe eine Lösung findet super.

Es ist immer schwierig im Patchwork und wenn man so aktiv die Probleme angeht, kann man nur gewinnen.


Mach das!

Hi,
ich verstehe sehr gut, dass der leibliche Vater richtig tief verletzt ist und er davon ausgeht, dass dieses Vorgehen von Euch forciert wird.
Ob das tatsächlich zutrifft oder nicht, spielt für ihn keine Rolle - er wird im Grunde auf eine gewisse Art ausgegrenzt und hinten angestellt.
Da es sehr schwierig ist mit dieser Situation umzugehen, halte ich es für eine prima Sache, wenn ihr Euch gemeinsam beraten lasst... Eine objektive Beratung oder Hilfestellung nimmt dem Ganzen die Schärfe.

LG Julia

Ich kann deinen Exmann gut verstehen und finde, dass die Familienberatung eine gute Idee ist.

Nur mal so als Gedankenexperiment: Wie würdest du dich fühlen, wenn dein Sohn zu einer anderen Frau Mama sagen würde? Und dann auch noch zu einer, die mehr Zeit mit ihm verbringen DARF als du? Geh in dich und überlege, ob du die Gefühle deines Mannes wirklich nicht nachvollziehen kannst.

PS: In meinen Augen ist es ein Unding, Papa-Sagen zum Stiefvater zu unterstützen oder gar zu fördern, solang der richtige Vater im Leben des Kindes präsent ist. Das geht einfach nicht. Dein Exmann schon recht, ja, es ist eure Schuld, denn ihr unterstützt das Ansinnen des Kindes und findet es gut...

Mein Stiefkind hat auch mal gefragt, ob es mich Mama nennen kann. Nein. Ich bin nicht seine Mama, es hat eine Mama. Punkt. Und das Kind hat es, oh Wunder, akzeptiert, nachdem ich das mal klar gemacht hatte, ebenso wie es den Stiefvater nicht Papa nennt.

Ja klar, wenn ich das ganze umdrehen würde und mein Sohn würde zu einer anderen Frau Mama sagen wollen, wer das schrecklich für mich. Keine Frage. Aber das wäre bisschen komisch in unserem Fall, da er die Partnerin meines Exmannes 2 mal im Monat sieht, also zu ihr hat er ein minimales Verhältnis.

Darf ich fragen wie alt denn dein Stiefkind ist? Und wie lange kennst du dein Stiefkind schon?

Ich denke schon das es einen Unterschied macht ob man ein Kind kennenlernt wenn es 4,5 oder größer ist.

Mein Sohn war 1 als er meinen Partner kennengelernt hat. Also er kann sich garnicht mehr daran erinnern dass es ein gemeinsames Leben mit seinem Papa gab. Sprich- er hat auch keine ZornGefühle wegen einer Trennung oder sonst was.

Ich denke mir halt, wenn mein Sohn Hapa oder sonst was sagt, und ich sage ihm dann:
Schatzi sag bitte Harry zu ihm. Gleichzeitig haben wir aber einen kleine Tochter, die dann Papa sagt. Was denkt sich da mein Sohn? Um das geht es mir!
Weißt du, von „Schuld“ kann ich sprechen wenn ich meinem Sohn vorsätzlich sage, dass er Papa sagen SOLL.
Dies hat hier aber niemand gesagt.
Und ich mache mir schon so meine Gedanken wenn mein Sohn seinem lieblichen Vater ins Gesicht sagt: der Harry ist mein richtiger Papa.

Dahinter steckt sicher mehr.
Mein Exmann hat auch einen Stiefsohn der 8 Jahre alt ist. Und mein Sohn versteht sich nicht sonderlich gut mit ihm. Dies wird aber null berücksichtigt. Auf meinen Vorschlag hin ob der Vater mal alleine was mit meinem Sohn unternehmen kann wenn er paar Stunden dort ist meinte er das geht nicht. Er kann ja das andere Kind nicht abschieben - ok das kann ich nachvollziehen.
Aber er lässt es so weit kommen bis sein eigenes Kind nicht mehr kommen mag.

Mein Sohn hat letztens zu mir gesagt er will nicht mehr zum Papa wenn das andere Kind dort ist.

Echt schwer alles :-(

Ich hoffe dass die Familienberatung uns helfen kann.

Deswegen sagte ich "Gedankenexperiment". Selbst wenn du niemals in diese Situation kommen wirst, finde ich es sehr sehr hilfreich, sich zu überlegen "Was würde ich fühlen, wenn doch." Denn so kannst du vielleicht nachvollziehen, dass es schrecklich für deinen Ex ist, dass es ihm vermutlich das Herz bricht.

Wir haben hier grade eine Situation, die nicht die gleiche ist, aber Ähnlichkeiten aufweist. Die Mutter heiratet, und fragte meinen Mann, ob das Kind nicht auch den neuen Namen annehmen könnte. Und fiel aus allen Wolken, als mein Mann Veto einlegte. Sie versteht es nicht. Sie sagt "Aber wenn dann Geschwisterchen kommen und XY hat als einziger einen anderen Nachnamen, das geht doch nicht." Klar, das ist ein wunderbar rationaler Grund. Durchaus verständlich. Ebenso wie deiner mit deiner Tochter, die Harry halt doch Papa nennt.
Aber mitanzusehen, wie ein anderer Mann die Rolle übernimmt, die man selber haben sollte, die man haben WILL, ist schon schlimm genug. Auch für viele Männer, ja. Denn es ist, ganz einfach, IHR Kind. Nicht das eines anderen Mannes. Und so wenig sie haben können, wenigstens das sollte man ihnen nicht nehmen, solange sie nicht selber Anlass dazu geben.

Das mit dem "richtigen Papa" ist aus Kindersicht glaub ich durchaus eine logische Aussage. Harry ist der Mann, mit dem er seinen Alltag verbringt, der immer da ist. Der Papa ist der Mann, den er einmal die Woche sieht. Dein Sohn denkt sich gar nichts böses dabei, aus seiner Sicht ist das so. Aber überleg mal, wie unglaublich das deinem Ex weh tun muss. Weniger, dass dein Sohn sagte als vielmehr die Tatsache, dass es so ist. Und er nichts dagegen tun kann.

Mein Stiefkind hab ich übrigens kennengelernt, als es 4 war. Insofern, ja, später. Gefragt hat es dann mit 7 irgendwann. Aber die Mutter ist mit ihrem Zukünftigen zusammen, seit das Kind 2 ist. Aber auch da: Der Mann wird mit Vornamen angeredet und wurde nie anders angeredet. Fragen hat die Mutter ebenso beantwortet wie ich sie beantwortet habe. Papa und Mama sind klar verteilt, ebenso wie Oma und Opa ausschließlich die leiblichen Großeltern sind. Die Eltern ihres Verloben werden Onkel X und Tante Y genannt, meine Eltern bei ihren Vornamen.

Ich glaube, dadurch, dass ich schon als Kind meine Eltern bei ihrem Vornamen genannt habe, habe ich einfach sehr viel mehr verinnerlicht, dass die Liebe für ein Elternteil nicht vom Namen abhängt. Und deswegen habe ich vielleicht mehr Verständnis dafür, dass Mama und Papa irgendwie... "besitzanzeigende" Begriffe sind, sofern man das auf Menschen übertragen kann. Jedes "Mama" oder "Papa" sagt Zuhörern "Das ist MEIN Kind." Und das ist vermutlich das, was dein Ex nicht ertragen kann.

Das mit der fehlenden Alleinzeit für die beiden tut mir sehr leid. Das sollte dein Ex schon irgendwie einrichten, da stimme ich dir völlig zu. Das wäre etwas, was du super in der Familienberatung ansprechen könntest. Vielleicht können sie deinem Ex Wege aufzeigen, wie er das einrichten kann. Ich würde es mir sehr für alle Beteiligten wünschen.

Hallo ich grüsse Dich!

Ich selbst habe ähnliches erlebt, mein exmann hat sich jedoch nicht annähernd regelmässig gekümmert.
Dennoch wollte er es verbieten, brachte es sogar bei Gericht vor. Der Richter hat seinerzeit zu meinem Exmann gesagt, dass man Kindern das nicht verbieten sollte, vor allem, wenn neue Geschwister, aus neuen Verbindungen da sind. Die Kinder könnten das Gefühl entwickeln, sie seien unerwünscht.
Natürlich sollte man es nicht forcieren.
Meine Kinder haben zu ihrem leiblichen Vater immer gesagt: "wir haben eben 2 Papas"

Mein Exmann hatte übrigens im Vorfeld dessen den Kindern eingeredet, seine neue Frau sei ihre Mutter und ich wöllte sie js gar nicht wirklich. ... (2 kinder lebten damals bei ihm und er hat jedweden Kontakt unterbunden)
Irgendwann schob er die Jungs dann zu mir ab, später wollte er verhindern, dass die kinder meinen Mann Papa nennen.

Ich habe lange versucht, die Kinder daran zu hindern, auch als sie unseren Familiennamen unbedingt haben wollten - da waren sie bereits 11, 9, 8 und 6. Es finktionierte nicht, zumal das gericht dem Vater das Sorgerecht für slle 4 entzog und als unfähig erachtete.
Die Kinder "gewannen" ihren Kampf, nennen meinen Mann seit nunmehr 14 Jahren Papa und tragen seit 10 Jahren unseren Namen. Der vater kümmerte sich in den letzten 12 Jahren kaum, die letzten 7 Jahre verleugnete er sie sogar.
Letztes Jahr starb er, weiss nicht, was er verpasst hat und dass er seit August Opa ist...respektive wäre.

Lass deinem sohn die entscheidung!

Hallo Molly-Maus.
weißt du, ich kann meinen Exmann selbstverständlich verstehen dass es ihn verletzt und er gekränkt ist.
Aber keiner hat hier meinem Sohn etwas eingeredet, niemand hat gesagt, du SOLLST Hapa oder sonst was sagen.
Mein Sohn war 1 als er meinen Partner kennengelernt hat, natürlich hat er in der Zeit eine starke Bindung aufgebaut.
Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Ich habe mich auch schon hingesetzt mit meinem Sohn und ihm immer wieder erzählt wer wer ist usw. Das er einen Papa hat, und seine Schwester den Harry als Papa hat. Er versteht das auch alles.
Aber ich kann meinem Kind einfach sowas nicht verbieten. Eben weil ich nicht weiß wie er sich fühlt. Ich will nicht dass er sich ausgeschlossen fühlt. Als wären wir drei eine Familie und er würde nicht dazu gehören.

Hoffentlich hilft uns die Familien Beratung.
Liebe Grüße

Hallo liebes, von meinen 4 grossen, war der jüngste 7 Monate alt, als wir mit meinem Mann zusammen unser Leben gestalteten.
Auch er weiss, seit er etwa 2 ist, dass er einen leiblichen vater hat (hatte).
Er kennt es nicht anders, hat automatisch wie die grossen, den vornamen genannt.
Ich weiss, wovon Du sprichst.

Vielleicht meldet sich meine Tochter hier noch, das wollte sie. Sie kann es dir aus der Perspektive eines Kindes erzählen.

Lg

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Hallo!

Mein Patner hat eine Tochter die im Sommer 4 geworden ist. Er ist seit fast 2 Jahren getrennt und die Ex ist nahtlos mit der Tochter zu ihrem Freund, da war die Kleine also 2 ....
Meinem Freund passt es gar nicht, dass sie zu dem Freund ihrer Mutter "Papa" sagt. Er sei der richtige Papa (alle 14 Tage, Fr-So) und den gibt es nur einmal. Ich verstehe ihn, dass es ihn verletzt.
ABER aus der Sicht der Kleinen kann ich es verstehen: sie war/ist noch klein und der neue Parter übernimmt im Alltag alle Aufgaben eines Vaters..... Zwickmühle...
Mein Sohn möchte zu meinem Patner auch Papa sagen, aber er hat ihm erklärt , dass es nur einen Papa geben kann und er aber gerne sein bester Freund sein möchte. Wobei der Vater meines Sohnes gestorben ist und es nochmal eine andere Situation ist...

Die Ergotherapeuthin hatte vorgeschlagen, dass der Papa "Papa" ist und der neue Patner "Papa Daniel ( oder wie auch immer).

LG

Hallo Corinna,

das ist wohl ein Patchwork-Problem, ich glaube aber, ich würde meinem Sohn raten, zu Harry Harry zu sagen. Er hat ja einen Papa, zu dem auch Kontakt besteht.

Das ganze weitergesponnen.... Stell Dir vor, Harry und Du trennt Euch in 3 Jahren. Klappt nicht mehr. Irgendwann lernst Du dann wieder jemanden kennen. Man kann ja nicht zu jedem Lebensgefährten als Kind Papa sagen. In dem Fall würde es ja beide Kinder betreffen.

Ich denke, jeder hat seinen Papa. Und so etwas: „Der Harry ist mein richtiger Papa“ verletzt Deinen Ex zutiefst - verständlich.

Hallo,

wir leben in einer ähnlichen Situation, d.h. die Kinder leben bei mir und meinem Mann, der Papa der Beiden hat ebenfalls neu geheiratet.

Beide Kinder wollten zum Stiefvater recht früh Papa sagen. Wir haben das nicht gefördert, sondern erklärt, dass sie einen Papa haben und xy beim Vornamen nennen sollen.
Der Vater ist noch einen Schritt weiter gegangen und hat es den Kindern verboten und gesagt, dass er sehr sehr traurig ist, wenn sie ihren Stiefvater Papa nennen.

Ich habe damals versucht Verständnis zu haben, habe aber auch die Kinder und ihren Wunsch verstanden, sie wollten sich damit einfach ihre Welt etwas ordnen und vereinfachen, denn mein Mann hat in unserem Fall viele Alltags“Aufgaben“ übernommen, die sonst Papas übernehmen.

Meine Kinder haben auch irgendwann gefragt, ob ich etwas dagegen hätte, wenn sie ihre Stiefmutter Mama nennen- und das habe ich nicht. Ich scheine da eine Ausnahme zu sein, aber ich habe kein Problem damit, weil ich mir meiner Position als Mutter und der Liebe meiner Kinder so sicher bin, dass es mich nicht stört. Im Gegenteil, es wäre doch ein tolles Kompliment an die Stiefmutter, die offenbar an den Besuchstagen so gut Mamaufgaben übernimmt, dass die Kinder das Bedürfnis haben.

Schlussendlich ist es jetzt so, dass unsere Tochter meinen Mann und ihre Stiefmutter beim Vornamen nennt.
Unser Sohn hat sich vor Kurzem dazu entschieden meinen Mann Papa zu nennen, hat es auch nachvollziehbar damit begründet, dass mein Mann sich um ihn kümmert während sein leiblicher Vater sich mittlerweile nicht mehr für ihn interessiert.
Mit 12 ist er m.E. nach auch alt genug für diese Entscheidung.

LG
Miss Li

Hallo,

Ich glaube man kann, und sollte das den Kindern weder aufzwingen noch verbieten. In eurer Situation möchte das Kind es ja. Da muss dann der Erzeuger halt mal zurück stecken. Das klingt doof aber so ist es halt. Der Junge lebt seit vier Kahren bei euch und hat eine kleine Schwester die Papa sagt. Sein Wunsch ist nachvollziehbar und sollte an erster Stelle stehen.
Ich hatte einen Papa (leiblich) den ich heute beim Vornamen nenne. Denn auch er hat es nicht geschafft an den Papawochenenden mal mich an erste Stelle zu setzen. Der endgültige Bruch kam aber beim verweigern unserer Hochzeit. Und einen Vati (Ziehvater) den ich heute ebenfalls beim Vornamen nenne.
Mein leiblicher Vater wollte auch nicht das ich den "neuen" Familiennamen trage. Aber ich lebte dort und alle hießen so!!! Es war komisch für mich im Kiga oder der Schule immer anders zu heißen und im Nachhinein wäre ich dankbar gewesen wenn mein Erzeuger mir/meiner Mutter erspart hätte alles immer einklagen zu müssen.

Mein Fazit aus der Zeit ist, lass das Kind entscheiden! !!!

LG und alles gute

Hallo,

Ich finde, wenn einem Kind bewusst ist, dass ein guter Mensch ein toller Ziehvater ist und der leibliche Vater weiterhin Papa ist, man also zwei Väter hat, dann sollte man das Kind auf eigenen Wunsch hin so machen lassen. Wichtig ist aber, dass die Erwachsenen früher miteinander über diese Veränderung kommunizieren als das Kind es unter allen Beteigten (dem Ex) verbreiten kann.

Und die Akzeptanz (hier vom leiblichen Vater) muss dann einfach vorhanden sein. Sofern die Kindsentscheidung frei von Einrede getroffen wurde, also eigenständiger Wunsch. Und ja, das kann schmerzen.

Es hängt viel vom Umgang der Kindseltern untereinander ab, vom unberechenbaren Verhalten einzelner Elternteile, ebenso.

Wie, unberechenbar?

Unsere Geschichte, noch aktuell:

Mein Partner hat eine Tochter, 9 Jahre alt.
Seit sie 3 Jahre alt ist, leben sie getrennt und auch weit auseinander. Mittlerweile ist es so, dass er der Kleinen mit gemischten Gefühlen entgegen tritt. Einerseits ist er der Papa, andererseits meldet er sich dort kaum. Er kennt die Kleine nicht wirklich. Er hat keine Themen mit ihr. Hat sie nicht aufwachsen sehen. Sie kommt natürlich absolut nach ihrer Mama, auch optisch ein Ebenbild.

Mit der Mama komme ich gut klar, er aber will am Liebsten keinen Kontakt zu ihr. Sie nervt ihn einfach. Ihre Art, ihr Verhalten. Dazu kommt, dass sie damals innerhalb eines Monats nach Beginn der festen Beziehung schwanger wurde (Pilleneinnahmefehler). Ihm war das zu früh. Er versuchte es also knapp 3 Jahre und 10 Monate mit ihr, ging dann jedoch, weil ihn die "Beziehung" auffraß.

Bis März 2017 steckte die Kindsmutter in einer mehr als 3-jährigen Beziehung. Sie bekam im Januar 2017 einen Antrag. Allerdings sah mein Partner die Kleine immer seltener, da sich das Pärchen immer mehr auf eigene Füße stellte und der "Neue" die Kleine eben liebte und zugegebenermaßen ein echt wunderbarer Ziehpapa wurde.

Im April 2016 sagte die Kleine plötzlich bei uns auf dem Sofa "Papi X hat gesagt.." - aus dem Nichts. Erst da erfuhren wir, dass die Kleine vor einiger Zeit begonnen hatte, ihren "zweiten" Papa auch so zu nennen. Die Kindsmutter fand das total süß. Besiegelt.

Nur meinem Partner hat man in diesem Moment auf dem Sofa angesehen, dass ihm alles noch Verbliebene bezüglich seiner Tochter weg brach.

Er hat das nie unterbunden, wie könnte er, aber es hat so viel zerstört. Und ja, er ist dankbar, dass "der Neue" so gut für seine Tochter gesorgt hat.

Ich sehe hier die Kindsmutter unbedingt in der Pflicht, den leiblichen Vater früh zu informieren, wie es aussieht. DASS die Kleine ebenso Papi zum anderen sagt Je eigenen Wunsch hin und in ihrem Kopf zwei Papis hat. Das hat sie klar versäumt.

Insbesondere, da sie immer wollte, dass die Kleine einen guten Kontakt zum leiblichen Papa hat und Harmonie sucht.

Mittlerweile ist der Kontakt zur Tochter für meinen Partner eher.. gezwungen. So wirklich wissen tut die Kindsmutter das nicht. Das Ferienprogramm arbeite eher ich aus. Er sagte mir dieses Jahr, dass es ihm sehr leid tut, aber dieses / sein Kind ist fast eine Fremde für ihn. Erst wurde ihm 3 Jahre das Kind immer häufiger vorenthalten (er erfuhr manchmal nicht, dass sie bei ihm um die Ecke bei gemeinsamen Freunden zu Besuch war.. 600 km wohnt die Tochter weg), dann war im März 2017 also plötzlich Schluss zwischen "dem Neuen" und der Kindsmutter, und seither kommt die Kindsmutter immer wieder an und tut so, als wäre alles paletti und redet der Kleinen den leiblichen Vater wieder schön, sagt zu ihm "wie könnte man dieses wundervolle Kind nicht lieben? Kaufst du ihr dieses? Nimmst du sie 2 oder 3 Wochen? ..."

Jetzt wo es nur noch einen Papi gibt, ist dieser wieder hoch im Kurs. Nur der Papi, der sieht das eben nicht mehr so richtig.. Und wenn das Kind von Mamas Ex spricht, wird er noch immer Papi X genannt.

Bald bekommen wir unser eigenes Kind. Mein Partner freut sich sehr. Ein geplantes und absolutes Wunschkind.

Seine Ex spricht bei ihrer Tochter non-stop von "dein kleiner Bruder oder deine kleine Schwester", nicht Halbschwester.. (an sich schön, aber der Situation nicht angemessen). Und sie will seit dem Sommer unbedingt, dass ihre Tochter meine Familie kennenlernt, "den Teil ihrer neuen Familie". Das sagt sie auch unausgesprochen zu ihrer Tochter.

Lieb gemeint, aber Hallo?
Das verstört mich irgendwie etwas und überfährt mich. Und sie geht davon aus, dass meine eigene Mutter doch sicher Interesse an der "Enkelin" hat und hat gefragt, was meine Mutter davon hält, dass mein Partner schon eine Enkelin mitbringt 😳

Das Thema ging nun weiter als geplant, aber naja. Aber SO darf es nicht laufen. Hier fehlen so viele Absprachen.

Ich persönlich bin ja strikt der Meinung, dass man EINE Mama und EINEN Papa hat...naturgemäß sozusagen. Demzufolge möglicherweise zwei Omas, zwei Opas usw.
Alle anderen Personen haben Namen oder andere Bezeichnungen...
Was ist daran so schwer, das versteht jeder mit der Zeit, auch Kinder. Und wenn sie es eben noch nicht verstehen, sind ja die Erwachsenen da, um es zu erklären.
Nur weil ein Kind etwas noch nicht versteht, ändert sich diese Tatsache ja nicht.
(Mein Kind versteht auch nichts vom Sonnensystem, das macht die Erde nicht zur Scheibe.)
Mag blöd klingen. Aber für mich sind das Tatsachen und ich bin immer für diese und die Wahrheit. Auch Kindern gegenüber.
Wenn das Kind also einen Papa hat, dann kann es keinen zweiten geben.
Und mir erschließt sich auch nicht, was das Problem sein sollte.
Ich lebe Patchwork und es gibt darüber hinaus auch Kontakte mit weiteren Kindern.
So kann es vorkommen, dass ich an einem Tag mit Mama, meinem Vornamen, Frau ... oder Tante ... angesprochen werde. Dies hat die jeweils anderen anwesenden Kindern nie verwirrt. Jedes Kind sagt bei uns Mama bzw. Papa nur zu dem jeweiligen Elternteil, unabhängig davon wer mit wem wohnt, gerade Aufenthalt oder Kontakt hat.
Aber die Idee der Familienberatung ist sicher nicht die schlechteste, eine neutrale Person könnte hier hilfreich sein.

Und was ist, wenn dein 10 jähriges Kind zu Dir sagt: "Was soll ich denn mit einem Papa und seinem Namen, der mich ignoriert, dem ich egal bin?"

Ich habe sehr lange versucht, den Kindern klar zu machen, dass ER der Vater ist. Das endete in Wutausbrüchen, Tränen, seel. Leid.
Entspricht das dem Kindeswohl?

Weisst Du, wie die Kinder auf den Tod ihres leibl. Vaters reagierten? "Cool, dann kann Papa uns endlich adoptieren!"
Mir ist die Kinnlade runter gefallen! Jahrelange Versuche den Kontakt zu halten... Umgang zu erreichen....

Nicht die eigene Überzeugung sollte im Vordergrund stehen! Sondern das Kindeswohl! Und wenn es dem Kind gut tut, zwei Väter zu haben, dann ist das so!

Angenommen dein Kind hat im Kindergarten oder der Schule ein Kind, was Homosexuelle eltern hat. Wie willst Du dem Kind erklären, dass dieses Kind 2 Väter/2 Mütter hat, obwohl es das eigentlich nicht haben kann?
Oder ein adoptivkind? Adoptiveltern (teile) sind rechtlich wie leibliche eltern... und nun? Erkläre das mal einem grundschulkind verständlich....

Mein eigener Papa benimmt sich alles andere als es ein solcher tun sollte.
Ändert nichts daran, dass er es ist.

Auch wenn ich natürlich durchaus engere Beziehungen zu Menschen habe, die nicht blutsverwandt mit mir sind. Aber das hat doch seine Ursache nicht darin, wie ich diese Personen nenne!

Auf gut deutsch: Es kann sein, dass Papa ein Arsch ist. Und Klaus oder Paul eben ein ganz lieber, mit dem Kind emotional ganz eng verbundener Mensch...und...??? Wieso muss man den Klaus oder Paul dann jetzt anders nennen...??

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Liebe Corinna,

alles erstes interessiert mich ehrlich gesagt, warum dein Sohn seinen Vater nur so wenig sieht und auch nicht dort übernachtet #kratz. Auch wenn es wöchentlich 9 Stunden sind, und nicht 14-tägig ein Wochenende, erscheint mir das doch herzlich wenig. Möchte er ihn nicht häufiger nehmen oder du ihn nicht häufiger zu ihm lassen? Wenn letzteres der Fall wäre, dann kann ich verstehen, dass deinen Exmann es härter trifft, dass sein Sohn den Stiefpapa nun Papa nennen will. Jedenfalls glaube ich, dass es in so wenig gemeinsamer Zeit (insbesondere ohne Übernachtungen) schwer ist ein wirklich väterliches Verhältnis aufzubauen und aus Sicht deines Sohnes ist es da auch verständlich, dass er Harry als seinen Vater ansieht. Ich halte eine Familienberatung auf jeden Fall für eine gute Idee, bei der Gelegenheit könnte auch mal über eine Erweiterung bzw. Anpassung der Umgangszeiten gesprochen werden. Dann ergibt sich ja ggf. auch mehr gemeinsame Papa-Sohn Zeit.

Bein uns ist es so: Ich kenne mein BK seit er 3 ist (mittlerweile 10), er hat nur am Anfang ein oder zweimal Mama zu mir gesagt, dann habe ich ihm gesagt, ich sei XY, er hat doch seine Mama und seitdem ist das Thema gut. Er nennt mich also immer beim Vornamen. Wir haben noch eine gemeinsame Tochter, die natürlich Mama zu mir sagt, aber das ist jetzt kein Problem für mein BK. Bei Mama gibt es auch einen neuen Partner (den er kennt seit er 4 ist) und auch eine kleine Schwester. Den neuen Partner nennt er ebenfalls beim Vornamen. Er ist auch sichtlich verwirrt wenn unsere Tochter mal nach seinem Papa fragt (obwohl sie natürlich weiß, dass ihr Papa auch sein Papa ist, fällt es ihr natürlich schwer zu benennen wer denn der andere Mann ist bei dem er immer wohnt). Wir erklären ihr dann, dass Sie und ihr Bruder den gleichen Papa aber unterschiedliche Mamas haben und seine Schwester bei Mama eben die gleiche Mama...Mittlerweile versteht sie es wohl. Ob unser BK mal Papa zu dem Partner der Mutter sagen wollte, wissen wir natürlich nicht, aber er tut es nicht. Wenn dann jedenfalls nicht in unserer Gegenwart. Es bestand aber auch immer sehr viel Kontakt zum richtigen Papa und nicht nur ein Tag am Wochenende... das macht denke ich schon auch noch einen Unterschied.

Geh offen zur Familienberatung, vielleicht hilft euch das weiter.
LG Dastern.

Prima, ein klassisches Beispiel, bei dem die Kinder im Haushalt andere Kinder erleben, die Mama oder Papa sagen...und sie verstehen es, wenn man es ihnen erklärt.

Das finde ich großartig! Ehrlich!
Genau das hätte ich mir für meine Kinder gewünscht...
Leider ein einseitiger Kampf....

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Hi,

ich verstehe nicht warum euer Sohn nicht einfach Hapa sagen kann. Er könnte ja auch "Habba" oder Ähnliches darausmachen.

Fest steht, dass euer Sohn einen Namen für deinen Lebensgefährten haben möchte. Dass dein Exmann ein Problem hat, wenn er Papa sagt verstehe ich gerade noch so. Wenn er aber Hapa sagen möchte, soll er doch Hapa sagen.

Oder du und dein Sohn überlegt einen neuen Spitznamen für deinen Lebensgefährten, den nur dein Sohn nutzen darf ?

lg

Genau, das Happa ist irgendwie süß...weil es ein so kleines Kind ist.
Kann er doch gern machen.
Später würde ich allerdings den Vornamen bevorzugen.

Ich sehe das auch aus meiner Sicht.
Meine Mama ist tot. Niemand ersetzt sie und niemand hat aus meiner Position heraus das Recht oder Privileg, Mama genannt zu werden.
Mama bzw. Papa (oder je zwei bei Homosexuellen) gibt es nur einmal.
Mein Papa lebt, benimmt sich aber wie der letzte Arsch. Aber auch hier komm ich nicht im Traum auf die Idee, irgendwen Papa nennen zu wollen.
Diese Personen bekommen die Bezeichnungen Mama und Papa nicht verliehen, sie sind es. Ob nun gut oder schlecht.
Alle anderen haben andere Bezeichnungen.
Damit fahren wir gut, es fühlt sich richtig und ehrlich an.
Deshalb gilt das auch für die Kinder.

Hallo liebes,

Das hast Du aber für DICH selbst so entschieden! Oder? Völlig in Ordnung.

Dieses Kind der TE möchte gern was anderes und das offenbar nicht erst seit gestern.

Im zu verbieten, eigene Ansprachen zu finden oder auch vorhandene zu übernehmen, ist genau so ein Zwang, wie ihm einzureden, er müsse zu jemand fremden Papa sagen, obwohl er das nicht will.

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Ich bin getrennt seid meine kleine 8 Monate ist. Seid sie fast 3 ist in ner neuen Beziehung und nun mit 4,5 kommt ein Geschwisterchen. Zum richtigen Vater besteht seid fast über 2 Jahren kein Kontakt weil seine tussi es verbietet.
Meine kleine sagt zu meinem Partner Papa schon länger und für uns ist es ok. Schließlich ist nur er präsent in ihrem. Leben. Sie weiß das es noch einen anderen Vater gibt aber sie sagte mal ich kenn ihn ja nicht also zählt er nicht für mich ist nur xxxxx der papa . Von dem. Her ist es für uns das richtige. Nur mal. Mein Fall.

Bei euch finde ich es schwierig weil eben zwei Papas da sind mich würde mich viell drauf einigen das Der leibliche Papa xxxxx ist und Dr andere Papa yyyyy und würde es meinem Sohn definitiv nicht verbieten.

Ich kann die Ratschläge einiger Damen nicht nachvollziehen (Familienberatung, besser den Vorname sagen, ...) Ich kann verstehen, dass dein Ex verletzt ist, aber da sollte er drüber stehen! Es geht um ein 5 jähriges Kind das ihn ganz sicher liebt! Aber das Kind liebt nun auch mal den "zweiten papa". Dein Ex soll sich doch freuen dass es so gut für seinen Sohn läuft! Also echt, wie viel Egoismus steckt in dem Typ?! Merkt er eigentlich was wenn er seinem Sohn verbietet den anderen Mann mit Papa anzusprechen?! Ich finde das ganz ganz schlecht für so ein junges Kind!

Guten Abend ;)

Bei uns ist es etwas anders, mein Freund hat eine 5 jährige Tochter.
Mit dem Buch Schneewitchen haben wir ihr beigebracht das ich die Stiefmama bin( auf die Frage aber bin ich auch eine Hexe kam aber ein Lachen und nein😂)
Beim Jugendamt wurde der leiblichen Mama auch gesagt das die Maus auch mal Mama zu mir sagen könnte, und das es akzeptiert werden soll und ganz normal weiter geredet werden soll mit ihr. Klar ist es für mich ungewohnt aber ob sie mich jetzt mit meinem Vornamen oder mit Mama oder Stiefmama anspricht ich lasse sie so machen wie die kleine das möchte. Da wird dein Ex Partner leider den kürzeren ziehen und muss damit klar kommen den dein Sohn entscheidet was er zu deinem Partner sagt und das solltet ihr akzeptieren.
Mach ein Termin beim Jugendamt so das er das hört das er nichts dagegen tun kann.
Lg und eine schöne vor Weihnachtszeit

Hallo,

ich lebe selber in einer Patchworkfamilie. Mein Sohn (8) lebt bei mir, der Sohn meines neuen Mannes (2) ist alle 7-10 Tage bei uns. Mein Sohn hat zu seinem Vater ein sehr tolles Verhältnis und zu meinem neuen Mann auch. Mein Sohn nennt beide Papa. Mein Ex-Mann findet das gut. Er sagt, dass er glücklich ist, dass sein Sohn den neuen Mann in meinem Leben so akzeptiert und so glücklich ist. Der Sohn meines Mannes nennt mich ebenso Mama. Der "Kleine" hat es vom "Großen" so gehört und es dann einfach gesagt. Warum immer alles verkomplizieren?
Ich finde dieses Streitthema (was in meinen Augen keins sein sollte) darf nicht auf den Rücken der Kinder ausgetragen werden. Ich persönlich habe auch kein Problem damit, wenn mein Sohn zu der neuen Partnerin meines Ex-Mannes "Mama" sagt. Hauptsache er ist glücklich und sie ist gut zu ihm...es wäre doch viel schlimmer, wenn das Kind mit der neuen Partnerin/dem neuen Partner unglücklich wäre und man jedes Mal Bauchweh hätte, sein Kind zum Vater/zur Mutter zu geben.

Ich persönlich finde es egoistisch sich bzw. seinen verletzten Stolz über die Kinder zu stellen. Es hat sicherlich seinen Grund warum man sich vom Ex-Partner getrennt hat, dass ist aber das Problem von uns als Eltern und das sollten die Kinder in ihrer "unschuldigen" Situation nicht ausbaden müssen!

Wie gesagt, das ist meine ganz eigene Meinung! Hauptsache meine Kinder sind glücklich.#herzlich#herzlich#herzlich

Ich glaube, dass bei euch einfach noch ganz viele alte Wunden da sind und allein schon deshalb eine Familienberatung echt Sinn machen würde.

Ich verstehe beide Seiten. Ich würde meinem Sohn auch nicht verbieten wollen, zu einem Mann, den er offenbar liebt und als Papa anerkennt "Papa" zu sagen, zumal wenn da noch ein kleines Würmchen da ist, das selbstverständlich Papa sagt.

Ich verstehe aber auch den Vater, den das natürlich kränkt, zumal es wie gesagt für mich schon so aussieht als seien noch alte Wunden da. Wenn alles prima geklärt wäre, dann wäre es kein so großes Ding, glaub ich.

Wenn dein Ex mal verstanden hat, dass du ihn als Vater akzeptierst und ihm alle Rechte zugestehst und ihn voll anerkennst als Vater des Kindes, dann wird er sich sicher nicht mehr dran aufhängen. Eine Beratung von außen macht da sicher Sinn.