Umzug bei gemeinsamen Aufenthaltsbestimmungsrecht

    • (1) 18.02.18 - 14:44

      Hallo ihr Lieben.

      Ich erkläre erst mal die Situation.
      Mein Lebensgefährte hat 2 Kinder aus erster Ehe (5 und 8 Jahre alt).
      Sie sind seit 5 Jahren getrennt.
      Ich selbst habe auch zwei Kinder (8 und 13 Jahre alt)
      Die Kinder meines LG sind häufig bei uns. Fast jedes Wochenende, jeden Dienstag und die Hälfte aller Ferien. Wir wohnen etwa 30km von der KM entfernt, bzw noch. Da die Kinder meines LG immer wieder den Wunsch äußern mehr Zeit mit ihrem Vater zu verbringen, haben wir uns nun entschieden in den selbigen Ort zu ziehen, damit Die Kinder es einfacher haben. Mein großer geht eh schon dort zur Schule und mein Kleiner wechselt nun die Schule.
      Mein LG arbeitet in dem Ort und somit waren genug Gründe da, um diesen Schritt zu gehen.

      Nun kurz zur KM. Sie ist in den letzten 5 Jahren 4mal umgezogen und hat nun den vierten Partner nach der Trennung. Das muss sie ja auch alles selber wissen und wir reden ihr da auch nicht rein.
      Das Verhältnis zu uns ist auf ein Minimum beschränkt, man ist nett zueinander und spricht über wesentliche Dinge die die Kinder betreffen.

      Nun hat sie seit 3 Monaten einen neuen Partner und möchte mal wieder umziehen. In einen Ort der wieder 20km von uns entfernt ist. Ich weiß, die Entfernung ist nicht riesig und andere müssen mit deutlich mehr leben. Aber darum geht es in erster Linie nicht. es heißt, dass die Kinder wieder ein mal Schule und Kiga wechseln müssen.
      Und da will mein LG nun nicht mehr mitmachen.
      Wir haben uns auch schon belesen und überall die gleichen Antworten gefunden. Ohne Zustimmung des Vaters darf sie das nicht. Nur ist ihr das herzlich egal.
      Morgen machen wir einen Termin beim Anwalt.
      Es kann doch nicht sein, dass sie andauernd das Lebensumfeld der Kinder verändert...
      Mein LG denkt ernsthaft darüber nach, beim Gericht das alleinige ABR zu beantragen.

      Nun zu meiner Frage...
      Hat jemand Erfahrung mit solchen Situationen?
      Wir wollen ihr die Kinder nicht "weg nehmen", aber es geht ja auch um das Kindeswohl.
      Hat jemand schon so ein Gerichtsverfahren erlebt oder das ein Elternteil einfach mit den Kindern weggezogen ist?

      Ich bin über jede Antwort dankbar.

      • (2) 18.02.18 - 15:44

        Hallo,

        ich würde deinem Lebensgefährten empfehlen, sich selbst bei www.vatersein.de anzumelden.

        Wenn er sorgeberechtigt ist, sollte er der Schule mitteilen, dass er der Abmeldung der Kinder nicht zustimmt und, falls die neue Schule bekannt ist, auch dort mitteilen, dass er einer Anmeldung der Kinder nicht zustimmt. Man kann auch dem Einwohnermeldeamt mitteilen, dass einem Umzug nicht zugestimmt wird, allerdings dokumentiert das Amt eigentlich nur den Ist-Zustand, sprich wo Menschen angeben tatsächlich zu wohnen.

        Ist der geplante Wohnraum so ausgestaltet, dass er die Kinder auch aufnehmen kann? Funktionieren Betreuung und Netzwerk? Die Kinder sind mit 5 und 8 Jahren zu jung um selbst zu entscheiden. Aber im Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung werden sie vermutlich auch kindgerecht befragt. Das ist auch für die Kinder nicht schädlich.

        Er sollte sich anwaltlich beraten lassen, ob er eine einstweilige Anordnung beantragt, mit der der Umzug der Kinder unterbunden wird. Dann muss geklärt werden, ob die Mutter zustimmt und dort bleibt wo sie ist oder ob sie wegziehen wird, dann muss das Gericht entscheiden, ob es für das Kindeswohl besser ist, bei der Mutter zu bleiben oder am Ort zu bleiben und zum Vater zu wechseln.

        Beraten solltet ihr euch auch, ob ein Umzug von dir und deinen Kindern unter den Gegebenheiten jetzt ein guter Zeitpunkt ist oder man die Entscheidung vertagt, bis das geklärt ist.

        LG

        • Vielen lieben Dank für deine Antwort. Das sind wirklich gute Ratschläge! Werden uns gleich morgen mit Schule und Kiga in Verbindung setzen.

          LG

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