Seine Ex macht unserer doppelten Patchworkfamilie das Leben zur Hölle!!

    • (1) 10.03.18 - 13:40

      Hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht?
      Wir (mein Freund mit Tochter (7)) und ich (Sohn 11) haben uns nach vielen Jahren wieder gefunden, wir waren bereits in unserer Jugend für 5 Jahre ein Paar und sind nun seit 2 Jahren wieder zusammen. Seit 10 Monaten leben mein Sohn und ich nun in der Wohnung meines Partners. Seine Tochter ist im Wochen-Wechselmodell zu Gast.
      Der Kindesmutter bin ich seit Bekanntwerden unserer Beziehung ein Dorn im Auge, die Tochter wird gegen mich aufgehetzt sie solle mir aus dem Weg gehen (was die Kleine dann auch tut). Sie redet ihr Dinge ein und manipuliert sie. Jede Woche wenn die Kleine wieder bei uns ist fangen wir bei Null an. Sie muss sich eingewöhnen, ist zurückhaltend, sitzt stunden/tagelang allein traurig in ihrem Zimmer und schaut fern oder sitzt einfach nur so da. Selbstvertrauen gleich Null. Es ist wahnsinnig anstrengend sie jede Woche erneut zu motivieren, herauszufordern und ihr Selbstbewusstsein einzuflößen. Bei ihrer Mutter darf sie nichts, kein Brot schmieren, keine Klamotten selbst heraussuchen, ihre Meinung sagen, nicht im Haushalt helfen, sich den Hintern abwischen (bis zum 7. Geburtstag übernahm auch das die Mutter). Bei uns darf und soll sie dies alles tun. Sie hilft gern im Haushalt und macht sich ihr Essen am Tisch selbst.
      Nach 2 Jahren bin ich leider an einem Punkt angelangt, an dem mir diese Situation wirklich zu schaffen macht. Auf der einen Seite sehe ich einen fröhlichen Jungen der Fußball spielt, sich frei in der gemeinsamen Wohnung bewegt, auch mal die große Klappe hat und in meinem Partner einen tollen Freund gefunden hat. Und dann sehe ich dieses kleine verstörte, in sich gekehrte Mädchen, die immer mit traurigem Blick in der Ecke sitzt, nichts sagt und eigentlich nur auf Anweisungen wartet - weil sie das nicht anders kennt. Für mich schon lange ein Fall für den Psychologen - auch die Mutter.
      Ich habe keine Ahnung wie das noch weiter gehen soll. Wir hatten auch völlig gegensätzliche Zeiten, tolle Urlaube mit ausgelassenen Kindern die am Strand getobt haben, sich gegen uns verbündeten oder in der Wohnung mit Nerf-Pistolen jagten, aber das ist alles schon lange her.
      Sie geht seit fast 1 Jahr zu einer Familienberaterin, die ihr Selbstbewusstsein geben soll. Dort darf bzw. soll sie alles raus lassen was sie an ihren Eltern stört, gemeinsam wird das dann unter den Eltern dort besprochen. Der einzige der sich an diese Termine hält ist mein Partner. Die Elterntermine werden regelmäßig aus fadenscheinigen Gründen von der Ex abgesagt. Statt dessen quetscht sie die Kleine zuhause aus. Bis sie bitterlich weint und Dinge die sie erzählt verdreht und uns vorgeworfen .
      Nun ist es schon soweit, dass die Kleine eine Essstörung entwickelt hat. Sie ist sehr wenig. Kein Obst mehr, nur noch Brot. Das Schulessen wird verschmäht. Wir wissen nicht mehr weiter.
      Am liebsten würden wir sie einem richtigen Psychologen vorstellen, das geht aber ohne die Einwilligung der Kindesmutter nicht. Und die weigert sich natürlich. Vll. hat hier mal jemand vom PAS-Syndrom gehört. Es passt komplett auf das Verhalten der Mutter - eigentlich gehört auch sie in Behandlung.
      Wer kann uns einen Rat geben oder hat ähnliches bereits erlebt?

      Vielen Dank vorab und ein schönes Wochenende noch ...

      • Hallo,

        Rat 1 halt dich raus, da muss der Vater ran. Wenn du eh schon der Mutter ein Dorn im Auge bist, machst du es für das Kind nur schlimmer.
        Rat 2 tritt dem Vater in den Arsch, denn anscheind macht er ja nichts um die Situation zu verbessern.

        Woher kommt die Familienberaterin? Vom Jugendamt? Wenn ja wieso sagen sie nichts zum Verhalten der Mutter?

        Lg

        • Hi Girl,

          es ist schwer sich da raus zu halten, denn sie wird wie die Prinzessin auf der Erbse von ihrem Vater behandelt ^^ zum kotzen. Ständig bekommt sie Sonderbehandlungen, mein Großer kann sie schon nicht mehr leiden, weil ER sich natürlich an unsere Regeln hält.

          Aber Du hast Recht, dem Vater muss ich natürlich weiterhin in den Arsch treten ... leider leidet bereits unsere Beziehung darunter, aber ich werde nicht aufgeben. Er meint immer nur ich wäre zu streng mit ihr ... ganz ehrlich: wenn sie mit verdreckten Schuhen quer durch die Bude läuft bekommt sie genauso ne Ansage wie mein Großer. Und wenn sie ihr Zimmer nicht aufräumt und nur spielt, reagiere ich natürlich nach der 3. Ermahnung auch gereizter als normal.:-[
          Die Familienberatung ist so ein kostenloses Angebot von der AWO, sie soll die Kleine spielerisch betreuen und ihr die Angst vor ihrer Mutter nehmen, Selbstvertrauen einflößen und ihre Sorgen anhören. Aber wie wir erfahren haben, geht die Kleine am liebsten dort hin weil sie immer nur mit ihr Brettspiele spielt - scheint also gar nix zu bringen (bei 1x alle 2 Wochen sowieso fraglich). Sie findet das Verhalten der Mutter alles andere als in Ordnung, das hat sie ihr bereits persönlich mitgeteilt, aber es interessiert sie herzlich wenig, statt dessen wird nur genervt auf die Uhr geschaut und die "Sache schnell hinter sich gebracht". Sie kann ihr schließlich nichts. Das Gerichtsurteil zum wöchentlichen Wechselmodell steht seit 3 Monaten fest ... und sie weiß genau, dass ihr niemand etwas kann wenn sie die Termine aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen regelmäßig absagt ...

      Du beschreibst meinen Stiefsohn und seine Mutter......

      Allerdings habe ich keinen Rat, wie man das ändern kann. Das PAS-Syndrom ist ein Verhaltensmuster, es ist aber nicht wirklich anerkannt als psychische Störung und es ist den meisten Familienrichtern auch nur schemenhaft bekannt. Deshalb halte ich es für eine wenig zielbringende Begründung, um die Behandlungs-Genehmigung eines
      Familiengerichtes zu erhalten. Ich würde deshalb nicht auf dem Begriff beharren, sondern mich auf die Essstörung konzentrieren, die behandelt werden muss. und zwar schnellstmöglich.

      Der Kindsvater sollte sich schnellstmöglich juristisch beraten lassen.

    • Ich würde mir den Kinderschutzbund als Hilfe dazu nehmen. Wenn sich herausstellt, das Kind leidet massiv, wird der Mutter ziemlich deutlich klar gemacht, dass sie Gefahr läuft, das Sorgerecht zu verlieren und die Tochter wohnt dann ganz bei Euch. Die mögen das gar nicht, wenn Eltern ihre Kinder emotional misshandeln.

      Vielleicht leidet sie unter dem Wechselmodell?
      Ich wäre sicher auch kein Kind dafür gewesen - genauso wenig wären es meine Kinder.
      Eine Woche da - die andere Woche dort - nirgends so RICHTIG zu Hause. Schrecklich!
      Nur weil beide Eltern "ein Anrecht" auf das Kind haben.

      Vielleicht fühlt sie sich auch bei euch nicht wohl? Sie kommt in die Pubertät, will sich vielleicht zurückziehen.

      • Mit 7 schon?

        Ich vermute so langsam auch, dass das Wechselmodell nix für sie ist. Nicht jedes Kind ist dafür geboren. Mein Sohn hat es 7 Jahre offenbar schadlos "überstanden" ... es hat gut funktioniert obwohl sein Vater und ich uns hassen, aber es lief eben einfach. Es gab nichts "hinten rum" übers Kind, sondern wir hatten jeder unser Leben und das hat der andere akzeptiert.
        Und die Kleine jetzt wird ausgehorcht, selbst wenn sie nix sagen möchte weil sie ja direkt von der Mutter angebrüllt wird (warum sie mit mir shoppen geht, Kuchen backt, Freunde trifft, bastelt).
        Würde die Kleine komplett bei uns wohnen, würde ihre Mutter wohl Amok laufen. Wäre sie allerdings bei ihr, würde sie genauso gestört werden wie ihre Mutter ... man merkt es ja jetzt schon deutlich.

        (9) 16.03.18 - 10:18

        Wenn man zwei liebende fürsorgliche nicht manipulative, miteinander redende Eltern(paare) hat und das Kind in beiden Familien einen festen Platz hat, ein Zimmer, seine Sachen, Freunde, sich Zuhause fühlt und keine weiten Wege hat.....dann ist das Wechselmodel das beste was einem Trennungskind passieren kann.

        Wenn es aber so ist wie bei der Beitragsschreiberin, dann wäre das Kind zweifelsohne glücklicher nur beim Vater zu leben.

        Kinder im Wechselmodel haben zwei Familien und zwei Zuhause. Wenn es richtig läuft, dann ist das größte Problem ein gewisser Überfluss, weil beide Seiten das selbe leisten. Unser eines Kind lebt in diesem Model und falls es mit 18 in eine Wohnung zieht wird es 2 volle Kleiderschränke und 2 Zimmereinrichtungen haben die es mitnehmen kann. Und ich wette das sie gelegentlich doppelt so viel Taschengeld bekommt. Dazu kommt, dass das Verhältnis zu allen Großeltern gleichberechtigt gepflegt werden kann, weil sie jede Familienseite zu gleichen teilen erlebt. Und dann kommen die patchworkomas und opas. Und dann ist jedes Ostern die Gefahr, dass wir ein Tiys are us werden. Ihr Wechsel ist total unspektakulär. Sie zieht sich morgens an, nimmt ihre Schultasche, packt 2-3 Sachen hinzu, sagt Tschüß und geht nach der Schule zur Mutti. Da ist alles da. Wir packen nichts hin und her und wenn irgendwas wäre, hat sie immer einen Schlüssel für beide Wohnungen und ist jederzeit Willkommem. Wir wechseln seit sie 7 ist alle 14 Tage. Klappt super. Ich sehe sie auch nicht als "zu Gast". Ich sehe sie als....schläft mal gerade woanders, aber wohnt lebt und gehört hier fest dazu. Auf der anderen Seite dasselbe.

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