Der große Halbbruder...

    • (1) 15.03.18 - 22:46

      Hallo, ich lese schon lange mit und versuche irgendwie“meinen Fall“ zu finden, finde ihn aber nicht. Ich kann auch mein Problem nicht benennen, ich berichte einfach mal.
      Der Sohn(18 Jahre) meines Mannes wohnt seit drei Jahren bei uns. Davor hatten wir drei Jahre keinen Kontakt und davor das übliche 14 tägige Wochenende. Gemeinsam haben wir einen 15 monate alten Sohn. Irgendwie hab ich das Gefühl das sich der große als Papa aufführt, natürlich nur wenn andere Leute da sind, wenn er sonst mal aufpassen soll(wenn ich Wäsche aufhängen bin im Garten) mault er....
      Er hat auch das größte Zimmer und hat nur Unordnung, er sitzt nach der Arbeit(Azubi) nur am PC oder Handy. Die Notwendigkeit vom Aufräumen sieht er nicht. Seine Aufgaben im Haushalt sind Tisch decken und den Müll runter bringen, mehr nicht. Aber das geht auch nur mit viel gerede und Druck.
      Ich fühle mich so ausgenutzt, vor anderen Leuten pralt er wie viel er im Haushalt hilft und mit seinem Bruder spielt....und in Wahrheit macht er nix.
      Er hat uns gegenüber einen sehr forschen Ton. Ab und An wird es laut zwischen dem großen und mir. Mein Mann vermittelt zwischen uns und dann geht's auch wieder. Irgendwie ist due Situation angespannt, ich lass ihn nur ungern mit seinem kleinen Bruder spielen,da ich das Gefühl habe das er erzählt er muss mit ihm spielen.....
      Kontakt zu seiner Mutter hat er nicht, diese lügt ihn nur an.
      Was ist mein Problem? Ich habe ihn schon immer als mein Kind gesehen, er sagt auch Mama zu mir was völlig in Ordnung ist.
      Danke fürs lesen.

      • (2) 16.03.18 - 00:57

        Schau, Konflikte mit Kindern im jungen Erwachsenen-Alter sind normal. Auch wenn es die eignen Kinder sind, geht man sich in dieser Zeit gehörig auf den Zeiger - eine ganz normale „Abstoßungskraft“, die dafür sorgt, das die Jungen irgendwann dann auch das Nest verlassen. In der Regel wird das Verhältnis wieder deutlich besser, wenn die Kids dann in den eigenen vier Wänden leben.

        Das ein 18-Jähriger wenig Lust auf Haushalt hat, ist normal. Müll rausbringen -und Tisch decken - darüber kann man sich auch prima in die Haare kriegen. Schlauer ist es, Dienstleistungen wie Wäsche waschen einzustellen - notfalls muss er halt in dreckigen Socken in die Arbeit gehen, nicht?

        ihr habt einen gemeinsamen Haushalt - alle volljährigne Personen sollten in die Haushaltskasse einzahlen, und haben ein Mitspracherecht, wie und wann was organisiert wird, wie in einer WG eben. es wird reihum gekocht und aufgeräumt, wer sich nicht am Kochen beteiligt, bekommt auch von den anderen nichts ab.

        ich habe meiner Tochter mit Datum Volljährigkeit Unterhalt gezahlt (+ Kindergeld + Unterhalt vom Vater), und sie hat ihre Lebensmittel dann selber eingekauft, hat ihren Mietanteil selber bezahlt und musste sich selber bekochen - außer, sie hat im Gegenzug dann auch für mich gekocht.

        wir haben immer noch gelegentlich gestritten, wie sauber es sein muss und wo die Töpfe Hingeräumt werden müssen - und oft genug hat mich meine Tochter geschimpft, weil ich nicht ordentlich genug war. ;-) Sie Studiert seit einem halben Jahr, und wohnt auswärts - seitdem verstehen wir uns wieder blendend.

        (3) 16.03.18 - 12:04

        Es ist immer noch ein Pubertier.
        Sieh es doch mal so, irgendwie ist er doch wohl stolz auf euch als Familie und da lässt er dann auch gern mal den "Papa" raushängen.
        Sein Zimmer seine Unordnung - Tür zu Ende.
        Streit gehört dazu.
        Ein ganz nornmales Pubrtier

        (4) 16.03.18 - 12:19

        Das läuft bei uns ganz genauso ab. Nur, dass ich eben die Mutter von beiden Kindern bin und deshalb beide liebe. Ich schüttle halt den Kopf und schmunzle.
        Tut mir immer sehr leid so etwas zu lesen.

      • (5) 16.03.18 - 12:28

        Hallo
        Danke für die Antworten. Ich kann einige Impulse rausnehmen....
        Falls es rüberkommt das ich den großen nicht liebe,ist das falsch. Ich habe ihn schon immer als Teil von mir gesehen. Seine Mutter konnte ihm nie die Liebe geben, die er gebraucht hätte. Er gehört genauso dazu wie der kleine und wird genauso geliebt.

        Danke nochmal für die Antworten.

        (6) 07.04.18 - 13:14

        Huhu

        Bei uns ist es ähnlich, nur mit dem Unterschied dass der große (15) auch mein Sohn ist. Seine halbbrüder sind 2 und 6 Monate.

        Aber die Situation Zuhause wie du sie beschreibst ist fast gleich. Ich denke viel machen kann man nix, die sind halt in der Pubertät... Wenn er helfen muss und dabei meckert, gut soll er doch. Das entbindet ihn aber nicht von seinen Pflichten.

        Mit seinen Brüdern spielt er übrigens gern, ca 10 Minuten dann reicht es ihm wieder. Aber dazu zwingen kann und will ich ihn nicht.

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