KV möchte nach 2 Jahren erstmalig Umgang

    • (1) 26.03.18 - 14:01

      Hallo,

      Mein Sohn ist aus einer lockeren Beziehung entstanden und kurz nach der Zeugung habe ich meinen jetzigen Partner kennengelernt. Für meinen Sohn ist mein Partner sein Vater u.a. auch weil der KV bisher einen Kontakt abgelehnt hat.
      Mein Sohn ist mittlerweile 2 Jahre alt. Der KV möchte nun über einen regelmäßigen Umgang sprechen. Ich habe ihm einen Umgang nie verweigert und möchte dies auch nicht tun. Allerdings stelle ich mir schon die Frage, wie weit ein Umgang mit einem für meinen Sohn Fremden gehen kann. Da wir eben keine feste Beziehung hatten, kenne auch ich nicht viel von seinem Umfeld oder Familie. Wie sollte man bei einem solchen Fall den Umgang am besten festlegen? Und sollte man das Jugendamt unbedingt mit einbeziehen?
      Wie erklärt man einem 2 jährigen, der einen liebenden sozialen Vater hat, dass der "fremde" sein Vater ist? Ich möchte mit dieser Erklärung warten bis mein sohn dies besser verstehen und umfassen kann und den KV erst mal als Bekannten vorstellen und schauen wie die beiden sich überhaupt verstehen. Der KV sieht das anders.

      Wie sind eure Meinungen hierzu?

      Glg

      • Hallo,

        die Lösung ihn als Bekannten vorstellen finde ich denkbar schlecht. Wie willst du ihm denn erklären, dass der Karl-Heinz plötzlich der Papa ist?

        Ich würde mal nach einem entsprechenden Kinderbuch suchen, das solche Familienkonstellationen aufarbeitet. Und bevor ich aktiv werde, würde ich beim Jugendamt ein gemeinsames Gespräch anberaumen, Thema: zuverlässiger Umgang oder keiner.

        Das Kind jetzt zu verwirren, wenn er nur einen Flitz hat, finde ich unnötig.

        Egal wie das weiter geht, würde ich das Kind damit aufwachsen lassen, dass er 2 Papas hat. Den, den er kennt und der sich kümmert und den, der mit Mama mal gekuschelt hat und durch den er in Mamas Bauch gewachsen ist. Vielleicht hast du oder besorgst dir mal ein Foto vom leiblichen Vater und erzählst ihm ein bißchen. Egal wie es ausgeht, das Kind sollte die Wahrheit kennen und natürlich damit groß werden.

        Lasst euch helfen. Das Kind sollte weder ins kalte Wasser geworfen werden noch mit irgendwelchen Hilfsmärchen in diese Situation gehen. Wenn du dir Hilfe suchst, wird sich auch zeigen, wie ernst es dem leiblichen Vater ist, an einer kindgerechten und dauerhaften Lösung zu arbeiten.


        LG

        • Danke vielmals für deine Antwort. Ich will mein kind auch nicht belügen denn klar kann der Schuss auch irgendwann nach hinten los gehen. Vielleicht ist es auch weil ich den kv nicht sooo gut kenne und ihn deshalb selbst nicht als vater sehe bzw auch Angst habe, es ist ein strohfeuer und dann ist es leichter zu trösten dass der Onkel nicht mehr kommt als der Papa.
          Ich habe mir jetzt Adressen von der familienhilfe raus gesucht und werde mich da um ein Beratungsgespräch kümmern. Ich werde ihm auch anbieten beim Gespräch dabei zu sein. Aber das Thema hat er auch schon als für ihn nicht nützlich abgelehnt, da wir ja bisher alles harmonisch gelöst haben (vaterschaftsanerkennung, Unterhalt etc.).
          Bezüglich Bücher habe ich bisher nichts geeignetes gefunden. Entweder geht es um Scheidung, Adoption oder gleichgeschlechtliche Eltern. Von der Situation trifft vielleicht Adoption noch am ehesten zu aber hier wäre ich für bessere tips dankbar. Empfohlen ist keins der Bücher allerdings für 2 jährige.

          Glg

      Hallo,
      ich finde das junge Alter Deines Kindes ganz gut.
      Ihr hattet doch sicher im Kopf das dies wohl geschehen wird.
      Wie nennt Dein Kind denn Deinen Partner? Wie war denn Dein Plan?

      • Hallo, danke für deine Antwort. Er nennt ihn Papa denn mein Partner ist sein Papa. Es gab den Plan und der war auch vom kv so gewünscht da er ihn ja nicht kennenlernen wollte es ihm zu sagen wenn er danach fragt bzw sich selbst mit dem Thema auseinander setzt. Jetzt eben der sinneswandel.
        Ich werde meinem Sohn sagen, dass er von d. Entstanden ist aber mein partner sein papa ist. Wie er D. Anredet soll mein Sohn selbst entscheiden. Ich möchte allerdings nicht, dass der kv ihm im umgang dann aufdrängt papa zu ihm zu sagen, ausser er tut dies selbst.

        Glg

    Jetzt kam mir gerade die idee ich mache selbst ein Fotobuch da es nicht wirklich etwas passendes als Buch gibt. So ungefähr. Das bin ich. Und das ist meine Familie. Ich bin etwas besonderes. Ich habe eine Mama und 2 papas. Und das alles mit passenden fotos untermalt. Dazu noch ein paar andere fotogeschichten über ihn. Und die zwei Omas aber einen opa kann ich da auch gleich unterbringen🙈

    Das heutige Gespräch mit dem kv verlief sehr gut. Auch mein sohn war sehr entspannt überhaupt nicht schüchtern dem fremden gegenüber was immer ein gutes Zeichen ist dass er jemand mag. D. War aber auch tiefenentspannt und hat sich gleich zu uns allen gesetzt und gleich mit gespielt und sich alles zeigen lassen.
    Die Väter haben sich auch gut verstanden und wir bauen die Treffen jetzt langsam immer weiter aus. Auch werden wir Personen aus dem Umfeld von d. (Zb neue Freundin) Denen mein sohn begegnen wird auch möglichst erst kennenlernen. Wir sind erstmal erleichtert.

  • Naja Vater / Papa sind ja für einen 2-jährigen erstmal nur Wörter. Eine dazugehörige Bedeutung muss er doch erst lernen.

    Könnte nicht dein Mann der Papa bleiben und der andere ist sein Vater? Wie er ihn dann ansprechen könnte, müssen die beiden ja ohnehin untereinander ausmachen.

    Wenn ich zu meiner Tochter mit 2 gesagt hätte: "Komm, wir gehen deinen Vater besuchen" hätte sie keine Fragen gestellt.

    • Danke für deine Antwort. Ich denke er weiss schon dass papa und vater das gleiche ist. Papa ist mein Freund für ihn. Er war der erste mit dem er nach der geburt gekuschelt hat er bringt ihn ins bett tröstet ihn macht quatsch mit ihm. Die Beziehung zum Vater muss sich erst entwickeln. Für meinen Sohn sind die Personen die sich kümmern die die den titel bekommen. Das musste die leibliche oma an ostern auch erfahren. Sie kümmert sich aber nicht. Mein Sohn hat nicht zu ihr oma gesagt sondern zur mama meiner Schwägerin. Schaun wir mal wie sich das beim vater entwickelt.

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