Unterschied zwischen den Kindern

    • (1) 23.05.18 - 16:04

      Hallo,
      Ich würde heute gerne mal um Rat fragen wie ihr über unsere Situation denkt und ob ich vielleicht zu viel von meinem Lebensgefährten verlange.

      Zur Situation wir sind beide Anfang 30 und haben jeweils ein Kind mit in die Beziehung gebracht. Er einen 2 jährigen und mein Sohn ist 4.
      mein Sohn lebt bei mir uns sieht seinen leiblichen Vater jedes 2. Wochenende.
      Sein Sohn lebt im wechselmodell jeweils eine Woche bei „uns“ und eine Woche bei seiner Mama. Wir leben nicht zusammen, aber in seiner umgangswoche kümmer ich mich sehr viel um sein Kind. Ich hole und bringe ihn in die Krippe und betreue beide Jungs am Nachmittag bis er aus der Arbeit kommt.

      Bisher lief eigentlich alles gut und ich hatte das Gefühl wir meistern es gut. Mir ist bewusst dass er meinen Sohn nie so lieben wird wie seinen leiblichen Sohn, aber ich dachte bisher immer er versucht, genau so wie ich, beide Jungs gleich zu behandeln und sie nicht spüren zu lassen dass man innen drinnen etwas anderes empfindet.

      Jetzt zur Situation. Wir sind gerade im Urlaub (und haben auch viel Stress weil einiges nicht so läuft wie es sollte... das nur am Rande) und ich merke immer mehr wir er sein Kind offensichtlich bevorzugt und von meinem Sohn genervt ist. Das nagt sehr an mir.
      Ein paar konkrete Beispiele:
      Die Jungs streiten sich um ein Spielzeug welches mein Junge hatte. Sein junge haut ihn übel ins Gesicht (mehrmals mit der Faust). Wir gehen dazwischen und er sagt seinem Sohn dass das so nicht geht, ich tröste währenddessen mein Kind. Dann sagt er so und du Sitz ne mit dem Spielzeug rum, also kannst du es auch dem kleinen geben. Ich war richtig sauer und habe mein Kind verteidigt. Es hat mich auch massiv gestört dass er sich in diese kinderdinge einmischt... eingentlich haben wir die Regel wer damit spielt darf es behalten und es wird nichts weggenommen.

      Ein anderes Beispiel mein Sohn wird fast komplett ignoriert wenn er möchte das mein Lebensgefährte ihm zusieht... er bejubelt aber jeden pups seines Kindes...

      Es sind so lächerliche Kleinigkeiten aber sie ärgern mich weil ich sehe wie mein Sohn ihn anhimmelt und zurückstecken muss.

      Deswegen die Frage an euch: reagiere ich über weil es im Umkehrschluss mein Kind ist und mir da der Abstand fehlt? Soll ich ihn darauf ansprechen oder die Sache mit mir selbst ausmachen?

      Vielen Dank!

      • Das müsst ihr besprechen. Natürlich hat man für sein eigenes Kind andere Gefühle als für das Kind des Partners. Aber er darf nicht solche eklatanten Ungleichbehandlungen forcieren. Er sollte da an sich arbeiten und lernen sich bewusst zu hinterfragen, ob er sich fair verhält.

        Dauerhaft kann ich mir nicht vorstellen, dass ihr sonst eine harmonische Beziehung führt.

        LG

        Ich kenne das zu gut. Ich habe das selbe Problem. Es sind die kleinen Dinge die aber die Männer gar nicht wahrnehmen können oder wollen. Zum Glück haben wir nicht das Wechselmodell. Auch die letzten 3 Jahre war Ruhe. Aber nun bin ich schwanger und jetzt will die ex Infos. Da überzeugt sie ihren Sohn eben wieder mal den Vater zu besuchen. Es ist alles so durchschaubar. Mein Problem ist das meine Tochter nun mittlerweile 4 Jahre älter ist und die Unterschiede merkt und das will uch nicht. Der Umgang passiert vorerst ausserhalb unseres Hauses. Ich bin dafür noch nicht bereit und möchte es auch meinem Kind nicht antun.
        Nur soviel es wird nicht anders. Nichts gegen die Männer aber deren Horizont ist in dieser Hinsicht sehr begrenzt und sie ziehen ihre leiblichen Kinder schon alleine wegen ihrer Schuldgefühle vor.
        Wünsche dir viel Glück.
        LG

        Ich finde, dass man in einer Partnerschaft über alles reden (können) muss. Störende Dinge müssen selbstverständlich angesprochen werden.

        Was ich etwas seltsam finde, ist, dass du sein Kind weitgehend betreust in der Woche, die es beim Vater ist, obwohl ihr nicht zusammen wohnt und auch noch nicht so lange zusammen sein könnt, wenn sein Sohn erst 2 ist. Ich würde mich da (noch) zurück halten.

      • So ist es bei uns auch, allerdings leben wir zusammen und bekommen in wenigen Tagen ein gemeinsames Kind.

        Mein Mann merkt es grundsätzlich nicht wenn er mal "ungerecht " oder zu arg differenziert zwischen unseren Kindern.

        Ich muss dazu sagen ich habe eine fast 12 jährige Tochter und mein Sohn ist 8.
        Sein Sohn nur ein halbes Jahr jünger als meiner...

        Wenn mich was stört spreche ich es an. Würde ich an deiner Stelle auch tun.
        Sonst schaukelt sich das ganze irgendwann zu sehr hoch.

        Hallo,

        sein Sohn ist 2 Jahre alt, also 2 ganze Jahre jünger als dein Sohn. Ein 2-jähriges Kind behandelt man sicherlich noch anders als ein 4-jähriges Kind, welches bestimmte Argumente schon verstehen kann.

        Und ja, ältere Geschwister müssen immer mal - auch ungerechterweise - zurückstecken. Das ist in meinen Augen normal und hat nichts mit fremden/eigenen Kindern zu tun (meine Söhne sind 4 Jahre auseinander und ja, der Große hat sicherlich hin und wieder ungerechterweise zurückgesteckt …).

        Selbstverständlich muss man sich bei 2/4-jährigen Kinderstreitigkeiten noch einmischen. Da kann man doch nicht erwarten, dass ein 2-jähriges Kind schon genauso viel versteht wie ein 4-jähriges.

        Wie verhält sich denn dein Mann in der Woche, in der der eigene Sohn nicht da ist?


        VG
        B

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