“Pflichten“ als Stiefmutter

    • (1) 27.05.18 - 14:14

      Hallo zusammen!

      Ich wollte mal nachfragen, wie ihr das so regelt, wenn euer Stiefkind z.B. über das Wochenende bei euch und eurem Partner ist.
      Mein Stiefsohn wird im Juli 3 Jahre alt und ist sehr auf mich fixiert. Kenne ihn auch schon seit 1 1/2 Jahren. Seit mein Partner und ich zusammen wohnen, ist der Kleine jedes zweite Wochenende bei uns. Vorher hat mein Partner jeden Samstag mit ihm und der Mutter des Kindes verbracht. Da mich dies störte, regeln wir es nun mit den Wochenenden.
      Jetzt zur eigentlichen Frage:
      Welche Aufgaben übernehmt ihr so für eure Stiefkinder?
      Ich bringe ihn oft alleine ins Bett, lese vor und das Baden bleibt sogar ausschließlich an mir hängen.
      Ich mache das auch gerne, weil es diese Wochenend- Regelung ja nur wegen mir gibt. Mittlerweile sieht mein Partner, das alles allerdings als selbstverständlich an. Kosten für die Verpflegung/Windeln bleiben auch größtenteils an mir hängen.
      Versteht mich nicht falsch, ich habe meinen Stiefsohn sehr lieb aber ich finde etwas mehr Engagement von meinem Partner wäre doch angebracht oder?
      Manchmal habe ich das Gefühl, er macht diese Wochenenden nur mir zuliebe und möchte eigentlich gar nicht so viel Kontakt zu seinem Sohn aber schämt sich, es zu sagen. Sein Sohn war übrigens KEIN Wünschkind aber er liebt ihn selbstverständlich trotzdem und das merkt man auch.
      Sorry für den langen Post aber ich bin echt neugierig, wie das bei euch so läuft.
      Lieben Gruss
      Sarah

      • Hallo!

        Ich kann nur aus der anderen Sicht berichten. Ich bin die Mutter und mein Kind kommt regelmäßig zum Ex und der Next. Wenn es die Regelung nur wegen dir gibt und es vorher geklappt hat würde ich mir als Mutter schon wünschen das du da auch dementsprechend Engagement zeigst. Wobei ich dir vollkommen recht gebe: der Vater sollte seinen Teil beitragen, einen größeren als du jedenfalls. Es ist sein Kind. Betreffend der Kosten würde ich ebenfalls eher den Vater in der Pflicht sehen als dich.

        Red doch mal mit ihm! Es is sicher wie du sagst bereits selbstverständlich für ihn, aber ziemlich sicher nicht bewusst selbstverständlich. Vielleicht braucht er nur ein Augen öffnen.
        Das mt dem eigentlich nicht so oft holen wollen kenne ich nur zu gut. Mein Ex hat das Kind „regelmäßig“ gehabt vor der Next. Aber erst seit der Next ist es tatsächlich regelmäßig und verpasste Termine werden verlässlich nachgeholt.. naja..
        Ich wünsch dir alles gute!

        • Vielen Dank für deine Antwort. Ist immer hilfreich mal eine ehrliche Meinung von einer Außenstehenden zu bekommen.
          Bevor es mich gab, war zwischen den Eltern wohl regelmäßig Krach, wenn es nicht nach dem Willen der Mutter ging. Sie hat auch schon bei einer Bekannten von uns erzählt, dass sie sehr wohl wüsste, dass der Kontakt nur durch mich so eng geworden ist. Wenn sie mit ihm schimpft, ruft er auch nach mir, was ich mal als ein kleines Kompliment auffasse.
          Insgesamt ist die Situation generell zwischen den beiden etwas verworren. Ein Paar waren sie nie, das hat sie sich aber wohl durch die Schwangerschaft erhofft. Das Sorgerecht hat sie auch allein und möchte es auch nicht teilen. Naja, ansonsten ist die Situation eigentlich entspannter geworden in den letzten Monaten. Hoffen wir, dass es so bleibt. Schönen Sonntag wünsche ich dir noch. ☺

          • Nur weil du nicht wolltest, das DEIN Partner Unternehmungen mit seiner ex verbringt, heißt es nicht, dass du nun dafür „bluten“ musst. Es sollte normal sein, dass man keine Freizeit mit seiner ex verbringt, wenn man eine Freundin hat. Ja ja ich weiß. Hier sind ja immer alle so tolerant...

            Es ist sein Kind und du solltest nur so viel machen, wie du bereit bist zu tun. Rede mit ihm und erkläre ihm, dass es von dir sehr nett ist, dass du so viel für sein Kind machst, es aber nicht selbstverständlich ist.

            Und beim nächsten mal ziehst du dich mal komplett raus und lässt Papa machen. Und wenn er sein Kind nicht so oft sehen möchte und die Treffen nur durch deine Initiative zustande kommen, würde ich mich mal raushalten. Was hast du damit zu tun?

            • Vielen Dank für deine Antwort. Bin mir am Anfang immer wie eine eifersüchtige Kuh vorgekommen, wenn es um die gemeinsame Zeit mit der Mutter des Kindes ging. Er hat zwar immer betont, dass sie ja nie ein richtiges Paar waren aber trotzdem nagte es an mir. Mittlerweile sind die beiden nur noch mittwochs mal kurz alleine. Da bringt mein Partner ihn bei ihr zu Hause ins Bett. Darauf besteht sie auch weiterhin obwohl mir der tiefere Sinn dahinter verborgen bleibt. 🤔 Ansonsten werds ich mich in letzter Zeit mal etwas heraushalten und versuchen das Ganze etwas entspannter zu sehen. ☺

              • Interessant. Ich würde es nicht dulden, das mein Mann bei seiner ex das Kind zu Bett bringt. Wobei ich das niemals ansprechen müsste. Für meinen Mann wäre es klar, dass er sich auf sowas nicht einlassen würde. Ich sehe den Sinn dahinter auch nicht. Soll er ihn lieber bei euch ins Bett bringen, statt es dir aufzubrummen, wenn ihm soviel daran liegt. Und was heißt eigentlich, die ex besteht drauf? Die kann drauf bestehen, dass der Unterhalt fließt und dass der Umgang stattfindet, aber nicht darauf, dass ihr ex bei ihr zuhause das Kind ins Bett bringt.

                Dein Partner ist komisch, finde ich.

                • Bevor es mich gab, hat er wohl zum Teil ganze Wochenenden bei ihr verbracht um ihr zu helfen. Der Kontakt zu ihr ist also quasi innerhalb eines Jahres schon um 95% gesunken. Generell komme auch ich mit ihr gut aus, wenn wir uns zur “Übergabe“ des Kindes treffen. Mein Partner ist einfach ein zu friedfertiger Mensch um einen Streit mit ihr herauszufordern. Lange will er ihn auch nicht mehr bei ihr ins Bett bringen. Der Kurze wird ja immer älter und geht dementsprechend später ins Bett. Ich hab am Anfang auch nur über diese ganze Situation den Kopf schütteln müssen. Seit dem hat sich aber zum Glück schon viel getan.

                  • Ist ja wirklich schräg, dass dein Partner in der Wohnung seiner Ex das Kind ins Bett bringt. Das finde ich nicht in Ordnung!
                    Als mein Stiefkind 3 war, habe ich mal vorgelesen, Brötchen geschmiert und gespielt. Alles andere hat mein Partner gemacht.
                    Ein Eis hab ich auch mal bezahlt, aber Windeln kaufen... nee, es ist sein Kind. Du solltest ihm mal ne Ansage machen, dich mehr raushalten oder zumindest die Besuche bei der Ex unterbinden. Ist ja auch für das Kind ein komisches Vorleben. Der denkt dann noch ihr führt eine Beziehung zu dritt.

                    • Zum Teil bin ich wahrscheinlich selber Schuld. Habe mich am Anfang immer regelrecht auf das Kind gestürzt, damit es mich mag und nun hängt er beteits so sehr an mir, dass ich da schlecht zurückrudern kann. An dem zu Bett bringen bei der Mutter muss sich aber demnächst wohl wirklich etwas ändern.

                      • (10) 27.05.18 - 23:46

                        Naja das mit dem zurück rudern verstehe ich. Das wäre für das Kind auch blöd. Ich denke spätestens wenn ihr gemeinsame Kinder haben solltet, wird es automatisch weniger.
                        So war es bei uns auch jedenfalls.

                        • Das nehme ich auch an. Bleibt abzuwarten, was passiert wenn die Mutter des Kindes mal einen neuen Partner findet. Aber damit beschäftige ich mich dann wenn es soweit ist. ☺

      (12) 27.05.18 - 22:45

      Ich finde sämtliche Regelungen etwas ungewöhnlich.

      Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur den guten Tipp geben, dich nicht über die Gebühr zu engagieren. Es ist dich ein we in schräg, dass dein Freund das Kind bei der Ex ins Bett bringt, aber bei ihm zuhaue übernimmst du das. Auch alle anderen sind Aufgaben des Vaters, und gerade Baden etc. Sollte doch der Vater machen.

      Ich bin aber auch der Meinung, dass man nicht verhindern sollte, dass die Eltern gemeinsam Zeit mit ihrem Kind verbringen. Das ist einfach toll für das Kind und ich finde es traurig wenn dann die neuen Partner dagegen arbeiten. Ob das nun jeden Samstag sein muss, darüber kann man sich streiten.
      Aber das gänzlich eifersüchtig zu beäugen und wenn möglich zu verbieten finde ich falsch.

      Du bist aber auch nicht zu Ausgleichszahlungen verpflichtet, wenn das Kind jetzt bei seinem Vater Umgang hat.

      Pass auf dich auf. Das ist alles etwas schräg.

      • (13) 27.05.18 - 23:03

        Eigentlich bin ich ja momentan ganz zufrieden mit der Situation. Mein Partner hat ja gerade wegen mir, sehr viel an der verworrenen Situation geändert. Der Mutter des Kindes ging es glaube ich immer nur darum, ihn unter Kontrolle zu haben, da er ja trotz Schwangerschaft keine Beziehung mit ihr wollte. Er sollte somit auch “leiden“, so wie sie. Also musste er samstags immer mit ihr einkaufen, weil sie das alleine so schlecht mit Kind schaffe usw.
        Mein Partner ist leider auch eher nicht gerade ein “Entscheider“ und hat vieles einfach mit sich machen lassen, weil es dann bequemer für ihn war auch wenn er nicht immer einverstanden war.
        Im Grunde wollte ich hier einfach nur thematisieren, dass er bei uns zu Hause in letzter Zeit immer ein bisschen fauler wird und mich einfach mal machen lässt. Ich hätte doch auch “so viel Spaß an dem Kind“. Ist ja auch richtig, aber schließlich sind es ja Papa-Wochenenden und nicht Stiefmutter-Wochenenden.

        • (14) 27.05.18 - 23:05

          Du gibst die Antwort ja nun selber. Dein Partner ist kein entscheider und offensichtlich niemand, der von sich aus Verantwortung übernimmt.

          Willst du auch Familie mit ihm?

          • (15) 27.05.18 - 23:28

            Er ist sogar sehr pflichtbewusst. Im Umgang mit seinem Sohn ist er auch sehr liebevoll. Nur leider ist er halt manchmal auch etwas faul. 😅
            Ein eigenes Kind wünschen wir uns schon relativ bald. Spätestens dann hört das zu Bett bringen bei der Mutter des Kindes eh auf. Vielleicht mache ich auch etwas zu viel Theater. Dieses Wochenende hat er sich jedenfalls größtenteils alleine um das Kind gekümmert.

            • (16) 27.05.18 - 23:31

              Ich finde das ein wenig verstörend.

              Und sorry, aber welcher verantwortunsgbewusster Vater gibt denn nicht nur die Betreuung des Kindes an seine neue Freundin ab, sondern sogar auch noch die finanzielle Versorgung an den Umgangstagen.

              • (17) 27.05.18 - 23:36

                Ist vielleicht etwas zu übertrieben von mir dargestellt worden. Da ich samstags eh immer arbeiten muss, betreut er ihn dann größtenteils alleine. Generell teilen wir sonst schon alles irgendwie auf. Nur in letzter Zeit ist er halt etwas bequem geworden. Werde mich mal am Wochenende bei Gelegenheit in Ruhe mit im darüber unterhalten. Vieles ist ihm wahrscheinlich einfach nicht so bewusst. Danke dir aber für deine ehrlichen Antworten. ☺

            "Ein eigenes Kind wünschen wir uns schon relativ bald. Spätestens dann hört das zu Bett bringen bei der Mutter des Kindes eh auf"

            Wo ist da der Zusammenhang? Wieso sollte er dann aufhören?

            • Er reißt sich schon jetzt nicht gerade darum, ihn bei der Mutter ins Bett zu bringen. Da käme die “Ausrede“ mich nicht den ganzen Tag alleine zu lassen zu wollen natürlich gerade Recht. Wir überlegen aber sowieso, ob es nicht einfach besser wäre, ihn nochmal zusätzlich jeden Mittwoch bei uns schlafen zu lassen. Auf weniger wird sich die Mutter wohl nicht einlassen.

              • Ist dein Partner nicht Manns genug seiner Ex ohne ein Kind mit dir zu zeugen, mitzuteilen, dass er das Kind nicht bei ihr zuhause ins Bett bringen möchte? Wieso braucht er ne Ausrede?

                • Naja, diese Absprache gab es ja schon lange bevor es mich gab. Wurde halt immer so gemacht und jetzt kommt er so einfach da nicht wieder raus. Nur weil es mich jetzt gibt, wird die Mutter des Kindes kein Verständnis dafür haben. Leider habe ich am Anfang der Beziehung nichts dagegen gesagt und nun habe ich den Salat.

                  • Sorry, aber nur weil es das vor dir gab, heißt das nicht, dass es ok ist. Die hatten auch lange bevor es dich gab, Sex miteinander. Dann können sie also weitermachen? Macht doch keinen Sinn.

                    Wenn man(n) eine Beziehung eingeht, werden die Würfel neu gemischt. Sonst kann man sich das auch sparen. Und ob die Mutter Verständnis hat oder nicht, wäre mir ziemlich Latte.

                    Der Kerl hat echt Glück mit dir. Bist du noch sehr jung oder einfach nur naiv? Ich meine es wirklich nicht böse. Ich wundere mich einfach nur.

                    • Naiv vielleicht manchmal, das mag wohl sein. Gutmütig würde ich es wohl eher nennen. Das Kind hat schon verstanden, dass mein Partner und ich ein Paar sind. Wenn unsere Namen fallen, dann immer zusammen. An den Tagen, an denen mein Partner bei ihm ist, möchte das Kind auch oft zu uns fahren. Die Mutter ist an diesen Abenden wohl eh eher passiv im Hintergrund. Mein Partner ist halt ein zu freundlicher Mensch und nimmt vieles halt hin. Der Krach mit der Mutter ist da vorprogrammiert. Da hat er natürlich Angst vor, weil er weder das Sorgerecht hat, noch irgendeinen offiziellen Beschluss über Besuchszeiten ect.

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