Unterhaltsvorschuss für alle

    • (1) 11.07.18 - 16:12

      Viele von euch haben sich sicherlich auch mit dem Thema schon beschäftigt oder sind betroffen.
      Wir wollen endlich das sich etwas ändert. Das man auch neu heiraten kann nach einer gescheiterten Ehe und den Anspruch auf Unterhaltsvorschuss nicht verliert.
      Helft uns für die Kleisten zu kämpfen und unterstützt unsere Petition.
      Unterschreiben /Teilen / etc. alles möglich.

      Jede Stimme zählt.
      https://www.openpetition.de/petition/online/weiterzahlung-des-unterhaltsvorschusses-bei-wiederheirat-eines-elternteils

      • (2) 11.07.18 - 21:29

        Hallo,

        das A und O bei der Familienplanung ist, nur ohne Verhütung mit einem Mann ins Bett zu gehen, der auch einen vernünftigen Job hat und in geordneten finanziellen Verhältnissen lebt.

        Oder man ist selber finanziell unabhängig. Das sind aber nur die wenigsten.

        Klar kann man immer krank werden oder arbeitslos, aber was ich hier so lese (noch nie mit dem Mann zusammengewohnt und er zahlt auch nichts, Mann mit einer anderen verheiratet, Mann ist schon geschieden und hat 3 Kinder, für die er schon nicht aufkommen kann, drogenabhängiger Mann....) ist das oft selbstverschuldetes Schicksal.

        Bei der 2. Ehe passt man dann besser auf, ich weiß das aus Erfahrung #winke.

        Und jetzt kann die Trickkiste wieder auf mir rumhacken :-p

        • Wie kann man bloss so sein.
          Es gibt auch Mütter die nix dafür können.Meine Kinder sind in einer 12 Jährigen Ehe entstanden und dann ist er fremd gegangen.Jetzt kümmert er sich Null um die Kinder und zählt kaum Unterhalt.
          Klar kann ich die Kinder auch allein versorgen aber warum?Er hat sie genauso in die Welt gesetzt und macht sich jetzt ein schönes Leben.Kann machen was er will.
          Warum sollte die Mutter nicht wieder heiraten können.Er kann es doch auch.Der neue Mann heiratet ja nicht die Kinder sondern mich.

          • (4) 23.07.18 - 19:53

            Du hast das Problem überhaupt nicht verstanden.

            Klar kann man als Frau wieder heiraten, genauso wie als Mann. Der Erzeuger muss auch Unterhalt zahlen, wenn die Frau neu verheiratet ist. Aber die Unterhaltsvorschusskasse unterliegt nun mal Gesetzen, die das begrenzen. Hier bei der TE geht es doch genau um diese und nich darum, dass sie keinen Unterhalt mehr von dem Ex bekommt so wie du.

            • Ja aber wenn ich wieder heiraten würde,fehlen mir die knapp 300 € Unterhaltsvorschuss.Darauf will ich für meine Kinder nicht verzichten.Sie wollen ja auch mal eine gute Ausbildung und Führerschein ....Und darum geht es doch und ich war sogar vor Gericht und habe verloren und bin auch noch auf den Kosten sitzen geblieben.Mein Ex hat ein Attest vorgelegt, dass er nicht mehr arbeiten kann.Toller Staat.Fährt ein nagelneues Auto aber dann bloss 200 € Unterhalt zahlen für 2 Kinder.

              • (6) 23.07.18 - 20:56

                Aber dann musst du ihn doch melden und er muss sich dann rechtfertigen, wie er das Auto bezahlt.

                Und sorry, wir leben nicht in einem Sozialistischen Staat, der für alle aufkommen kann.

      Der Gesetzgeber hat schon viel getan, um eine Verbesserung für Mütter von Kindern zu schaffen, deren Väter keinen Unterhalt zahlen. Dass nun auch seit kurzer Zeit Unterhaltsvorschuss auch für Kinder gezahlt wird, die älter als 12 Jahre alt sind, halte ich für begrüßenswert.

      Jetzt verstehe ich auch, dass Mütter gerne weiterhin diese Leistungen beziehen möchten, auch wenn sie sich neu verheiraten. Allerdings sind die Leistungen für Mutter und Kind in einer besonderen Lebenssituation geschaffen: Vater zahlt nicht und Mutter steht alleine da.

      Das ist nach einer Heirat nicht mehr der Fall.

      Den Unterhaltsvorschuss soll nicht nur für eine finanzielle Erleichterung von Alleinerziehenden sorgen, sondern auch die schwierige Erziehungssituation abfedern. Gerade Alleinerziehende haben es besonders schwer, Kind, Haushalt und Arbeit unter einen Hut zu bringen.

      Kurz: diese besondere Notsituation entfällt mit der Heirat und damit auch der Unterhaltsvorschuss.

      Jetzt kann man dazu auch eine andere Meinung haben, das ist mir klar.

      Wofür mir aber jedes Verständnis fehlt, ist die dilettantische und unseriöse Aufbereitung eines Sachverhalts in Form dieser Petition. Mehr als fünf Minuten kann der Ersteller in den hingerotzten Text jedenfalls nicht investiert haben.

      In der Petition wird ausfeführt:

      "Man kann sich natürlich vom Jobcenter abhängig machen und die fehlenden Zahlungen darüber holen, aber wer macht sich freiwillig davon gerne abhängig."

      Aha. Folge ist also, dass man im Falle einer Bedürftigkeit mit dem Jobcenter nichts zu tun haben will, aber trotzdem Geld haben möchte. Folge ist dann aber auch, dass bei hervorragenden Einkommensverhältnissen nach der Wiederverheiratung Unterhaltsvorschuss gezahlt werden würde auf Kosten der Allgemeinheit.

      Dann weiter:
      "Zahlt der Ex-Partner nicht oder wird gar gepfändet, muss die Familie einen langen Rechtsstreit über sich ergehen lassen um an einen kleinen Teil des Geldes zu kommen."

      Das erkläre mir bitte. Im Falle einer Pfändung liegt doch schon ein vollstreckbarer Titel vor. Was für einen "langen Rechtsstreit" soll es danach noch geben? Das ist doch Unfug.

      Und weiter:
      "Kostenspielige Gerichtsverfahren könnte man so umgehen, für die die Familien sowieso kein Geld haben."

      Da bin ich dann ausgestiegen. "Kostenspielig" ist zwar eine nette und neue Wortkreation aber erstens sind die Streitwerte bei Unterhaltsverfahren nicht hoch und zweitens gibt es Prozesskostenhilfe. Auch hier zahlt der Staat und damit wir alle.

      Bei mir entsteht der Eindruck, dass man auf Biegen und Brechen Unterhaltsvorschuss will, egal, ob dadurch ein Mitnahmeverhalten gefördert wird und die Mühe einer Auseinandersetzung mit dem Vater kann man sich dann auch gleich sparen.

      So erreicht man jedenfalls gar nichts.

      • Als Ergänzung:

        Diese Online-Petitionen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Jedes spinnerte Anliegen ist eine Petition wert.

        Mich würde brennend interessieren, welche Gesetzesreformen ihren Anlass in einer dieser Petitionen hatten. Aber die Plattformbetreiber werden sicher wissen, wozu das gut ist...

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