Reaktionen der Großen

    • (1) 25.07.18 - 14:30

      Hallo ihr Lieben,

      wir sind schwanger und freuen uns sehr. Mein Partner hat einen Sohn (13) ich habe eine Tochter (9). Sein Sohn lebt bei der KM, hat aber mehrmals wöchentlich, in den Ferien und an den Wochenenden Kontakt und übers Handy täglich. Meine Tochter lebt bei mir/uns.

      Sie freut sich total aufs Baby, ist sehr interessiert.. Mädchen halt, denke ich. Unser Verhältnis ist sehr sehr eng.

      Mit dem Sohn meines Partners verstehe ich mich gut bis sehr gut. Es gibt auch keine Probleme mit der Mutter. Generell haben die drei einen wirklich guten Weg gefunden miteinander umzugehen.

      Nun ist es so, dass wir nochmal gemeinsam Nachwuchs bekommen und der Sohn meines Partners findet es nicht nur schlimm, sondern ist zutiefst verletzt.

      Er war immer Einzelkind und hat sowohl von seiner Mutter, aber vor allem von Papa immer alles bekommen was er wollte. Ausnahmslos.

      Ich möchte ihm gern Zeit geben und das Thema Schwangerschaft ist im Alltag auch gar nicht präsent. Allerdings äußerte er vor kurzem, dass er sich wünscht, dass das Baby bei der Geburt stirbt. Das finde ich schon krass. Ich kenne ihn so gar nicht. Er ist sonst wirklich cool. Offen, hilfsbereit und ehrlich. Aber die Schwangerschaft jetzt geht ihm total nah und ich mache mir Sorgen, dass sie unsere bisherige Familie kaputt macht. Dass sich etwas verändert ist ja normal, aber Puh... Ich hab einfach schiss, dass ich schuld bin, sollte er z.b. den Kontakt zu Papa abrechen oder beginnt scheiße zu bauen weil er das Gefühl hat nicht mehr geliebt zu werden.


      Ich habe versucht ihn mit einzubeziehen.. Also gefragt ob er mit mir im Baumarkt Farbe fürs Zimmer aussucht, ob er dem Baby ein Wandbild malen kann ( er malt super tolle Bilder) etc. Das Wandbild wurde ein Stinkefinger.
      Nun versuche ich ihm einfach so viel Zeit wie möglich mit seinem Vater alleine zu verschaffen.

      Habt ihr Tips? Ich bin in der 16ten Woche und ich hoffe dass er sich am Ende doch freuen kann.

            • Ja richtig. Die Hormone ^^ die kenne ich ja derzeit auch.

              Es tut mir im Herzen weh, dass er so mit sich kämpft derzeit. Aber er ist auch das erste Mal verliebt grade und hat's in der Schule Grad nicht soooooo leicht. Er ist sich unserer Liebe und Unterstützung immer sicher gewesen. Möglicherweise ist es einfach das... dass er Angst hat er ist uns egal. Auch wenn er nicht mein Sohn ist, liebe ich ihn auf eine Art und Weise. Und sein Papa ja sowieso.

      Hallo.

      Nele2014 hat recht.
      Ich würde die SS gar nicht mehr großartig ihm gegenüber ins Spiel bringen.

      Gib ihm einfach Zeit. Vielleicht kommt die Freude auch erst, sobald das Kleine da ist.


      Alles Gute!

    • Hallo!

      Habt ihr denn eure Kinder gefragt ob es für sie ok wäre wenn ihr ein gemeinsames Kind bekommt?

      Mein Mann hat 1 Tochter aus 1. Ehe, ich zwei! Als der Wunsch nach einem gemeinsamen Kind aufkam haben wir vorher mit den Mädels (12,9 und 8) ob sie sich das vorstellen könnten! Nun ist ihre Schwester 3 Monaten alt und wird von allen abgöttisch geliebt.

      Anscheinend wird das in den meisten Familien vorher nicht besprochen und dann wundern sich die Eltern warum die Stiefkinder eifersüchtig sind🤷🏽‍♀️

      Geb ihm Zeit, das ist das einzige was ich die Raten kann...wenn Kindsbewegungen zu spüren sind wird’s vielleicht besser für ihn! Aber ich würde ihm nicht nur Zeit mit seinem Vater verschaffen sondern vor allem mit dir...ich denke da hat er auch Angst dass er zu kurz kommt wenn’s Baby da ist!
      Liebe Grüße und alles Gute 🙋🏽‍♀️

      • Also bei aller Liebe, aber ich spreche doch nicht alles mit den Kindern ab!

        Da mag ich vielleicht altmodisch sein... Partizipation ist mir wichtig, aber bei der Familienplanung entscheiden Mutter und Vater. Und nicht die Kinder.
        Andersrum lässt man sich ja auch nicht überreden nocj ein Kind zu zeugen, nur weil es die Kinder wollen.

        Es gibt Situationen mit denen muss man eben zurecht kommen. Das klingt jetzt sehr hart. Meine Tochter wird wirklich viel miteinbezogen, weil sie bei mir lebt. Der Sohn meines Partners kommt "nur" alle 2 Wochen. Und in 5 Jahren ist er volljährig. Soll ich nun wirklich auf ein Kind verzichten, weil der kleine Prinz um seine Stellung fürchtet?

        Ich habe 4 Geschwister und wurde nie gefragt ob ich noch eins will.
        Ich liebe sie trotzdem alle.
        Auch wenn wir teilweise unterschiedlich Mütter haben.

        • Ich sehe halt auch, dass er materiell ALLES bekommt was er will. Geld ist bei Papa nicht das Problem. Nun werden Anschaffungen gemacht von denen er den Preis kennt. Z.B. der Kinderwagen... Und er findet es ungerecht, dass das Baby so ein teures Teil bekommt und möchte das gleiche Geld vom Vater um sich auch was zu kaufen.

          Das geht natürlich nicht.

          Aber ich lasse ihn nun erstmal mit allem in Ruhe was das Baby betrifft. Er unternimmt halt durch die Woche weiterhin etwas mit Papa alleine und die Wochenenden die er da ist ziehe ich mich zurück.

          • Ist das dein Ernst? Das Kind regt sich über die Preise von Kinderwagen etc auf, weil das Geld dann nicht mehr für ihn selbst zur Verfügung steht?

            Tja, da hat man wohl einen Prinzen erzogen, der jetzt auf die Nase fliegt.

            DU solltest ihn ohnehin erst einmal in Ruhe lassen. Ich finde, sein Vater sollte mal Tacheles mit dem Jungen reden und ihm beibringen, dass er nicht das Zentrum der Welt ist.

            Doof, dass die leiblichen Eltern die Schuld an dieser Situation tragen. Sie haben den Jungen zu dem gemacht, was er heute ist - ein verwöhntes Kind, dass überwiegend auf seinen finanziellen Vorteil bedacht ist.
            Natürlich kann es auch sein, dass der Junge so seine Angst ausdrückt, nicht mehr der wichtigste Mensch im Leben des Vaters zu sein. Aber Liebe sollte nie käuflich sein, schon gar nicht bei den Kindern.

            Da hat der Vater ordentlich Arbeit vor sich liegen, um die verdrehte Welt des Sohnes wieder in eine "gute" Bahn zu lenken.

            Ich wünsche ihm viel Erfolg dabei.

        Natürlich entscheiden Mutter und Vater😌
        Ich hab halt nur die Erfahrung gemacht dass die Kinder kompromissbereiter sind wenn sie nicht einfach vor vollendete Tatsachen gestellt werden sondern man mal als Familie zusammen gesessen hat und die Zukunft besprochen hat...natürlich obliegt die Schlussentscheidung bei den Eltern, das sehe ich genauso 😉
        Und dass er ein Prinz auf dem Thron ist hattest du nicht so deutlich geschrieben...
        Da finde ich dann auch dass er da durch muss...

        • Okay. Ja das stimmt schon. Wir haben nicht so schnell damit gerechnet. Sicher wäre es nochmal irgendwann zur Sprache gekommen.


          Letztlich ist es nicht meine Erziehung. Ich, als Papas "Neue", habe meiner Meinung nach wenig Mitbestimmungsrecht, solange es nicht mich oder meine Tochter beeinträchtigt. Und da ich mein eigenes Geld verdiene war es mir bis dato völlig egal Wie viel er bekommt. Beim was habe ich mein Veto eingelegt. Es gibt bestimmte Dinge die kommen mir nicht ins Haus. Das war nur ein Problem.
          Und wenn ich jetzt sage, er bekommt alles was er will wird einem bei Urbia schnell unterstellt neidisch zu sein oder es zu missgönnen. Deshalb habe ich das ausgeklammert und nicht erwähnt. Bisher war das für mich auch nicht der Hauptfaktor. Es kommt aber immer mejr durch, dass er Angst hat, die Zuwendungen könnten abnehmen. Das sollte aber nicht mein Problem sein. Da ist sein Vater am Zug mit ihm den Wert von Geld zu besprechen und ihm ggf da einen klaren Durchblick zu verschaffen.

          Was ich da zu sagen muss: Wenn er z.b. in der Stadt Geld bekommt und alleine was aussuchen darf, bringt er meiner Tochter z.b. immer etwas kleines mit. Lutscher, Gummibärchen, ein Malbuch oder ähnliches. Da ist es für ihn gar kein Problem.

    Finde ich eher sehr befremdlich,die Kinder zu fragen „ob es ok ist noch ein Baby zu bekommen „
    Haben wir nicht.Es hätte die Kleine überfordert und der Große ist in der Pubertät und reagiert ebenfalls auf solche Themen sensibel.
    Gut das wir es nicht gemacht haben,denn ich hatte beim ersten Mal eine FG von der die Kids nichts wissen

(14) 06.08.18 - 15:07

Hallo,
ich würde jetzt gar nichts ändern, also weder dich zurückziehen, noch dem Jungen viel mehr Zeit mit seinem Papa einräumen, denn dann wird es doppelt schwer, wenn ihm die in ein paar Monaten wieder gestrichen wird, weil das neue Kind da ist.
Seid einfach ganz normal wie bisher auch. Lasst die Dinge wie gewohnt weiterlaufen, das gibt am meisten Sicherheit.

Und zu der Kinderzimmergestaltung: Es ist doch vollkommen klar, dass man jemandem, den man gar nicht da haben will, nicht auch noch das Zimmer schön macht. Dadurch hast du ihn nicht einbezogen, sondern ihm etwas abverlangt, was er aufgrund seiner momentanen Gefühlslage gar nicht geben kann. Für ihn ist das Kind eine Bedrohung und kein bester Freund, dem man es gemütlich macht.

Gesteht ihm seine Gefühle zu, verhaltet euch ganz normal ohne so ein großes Thema aus dem Baby zu machen (auch nicht unterschwellig) und lasst die beiden einander kennenlernen, wenn es soweit ist und er bereit dazu ist.
Natürlich wäre es schöner, wenn alles einfacher wäre, aber wenn dein Mann plötzlich eine wunderschöne neue, beste Freundin hätte, würdest du ihr sicher auch nicht alles besonders schön bei euch einrichten, oder? Da ist man halt erstmal verunsichert und auch etwas eifersüchtig.

Man muss einander erstmal kennenlernen, um zu merken, dass vom anderen keine Gefahr ausgeht. Bis dahin dominieren leider die schlimmsten Vorstellungen und Eifersucht, wenn man Angst hat, eine wichtige Person an jemand anderen zu verlieren. Gebt ihm Sicherheit, indem ihr nicht allzu zuviel verändert und wie bisher für ihn Zeit habt und da seid.

(15) 12.08.18 - 19:46

Wie hat denn dein Partner darauf reagiert? Ehrlich gesagt, finde ich dass ihr viel zu viel Verständnis für den Sohn aufbringt? Unzufrieden mit der Situation zu sein, ok. Aber solche Aussagen, wie dass er sich wünschen würde, dass das Baby die Geburt nicht übersteht, ist ein absolutes No Go! Und das sollte man ihm auch klar machen. Und was die Babysachen betrifft, so hat sein Vater ja auch damals für ihn die Babyausstattung besorgt.

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