Umgangsrecht - Umgangspflicht?

    • (1) 17.08.18 - 03:13

      Hey ihr Lieben ich hab da ein Thema was mich sehr belastet und mich auch nicht schlafen lässt.
      Ich brauche mal eine unabhängige Meinung von anderen Eltern mit etwas älteren Kindern in eventuell einer ähnlichen Situation.

      Also ich habe einen 8-jährigen Sohn von vor meiner Ehe, nun eine 3 Monate alte Tochter von meinem Mann und habe eine Autoimmunerkrankung
      Der Vater meines großen Sohnes hat jetzt gesagt er reduziert seine Besuchszeit entweder auf Samstagnachmittag-Sonntagabend oder ich muss ihm unseren Sohn Samstagmorgen vorbeibringen da er nun kein Auto mehr hat.
      Dazu sei gesagt dass diese zwei Tage alle zwei Wochen die einzige Zeit sind die er sich überhaupt für unseren Sohn freischaufeln kannund davon gibt er ihn den Samstag sowieso immer zu seinen Eltern da er jeden Samstag noch einem Nebenjob nachgeht.
      Die Ferien und Feiertage ist unser Sohn durchgehend bei mir oder mal ein paar Tage Zum Urlaub bei seinen Großeltern (den Eltern des Vaters)
      Ich habe gesagt dass ich mit dem Baby und meiner Erkrankung, die mich sehr einschränkt es nicht einsehe, unser Kind ihm nun auch noch hinterherfahren zu müssen und mich das echt einschränkt in meiner aktuellen Beziehung und mit meiner Tochter, da ich nach so einem zwei Stunden Ausflug mit den öffentlichen und den vorherigen Fertigmachen aller Beteiligten dann zu erschöpft bin um die Zeit mit meiner Tochter und meinem Mann erleben zu können wenn ich dann wieder Zuhause bin.
      Ich würde meinen Sohn auch gar nicht zu ihm geben also ich MUSS ihn nicht abgeben müssen und würde dann dementsprechend alles halt mit ihm planen was wir so Vorhaben in der Zeit.
      Ich finde es aber auch so schade für meinen Sohn dass er die eh wenigen Zeiten so runterschraubt und mir dann auch noch sagt ICH müsse ihn jetzt vorbeibringen da er ihn die letzten Jahre (seit drei Jahren) immer abgeholt hat und mein Mann hat ja nun ein Auto (achso es ist ein Fahrtweg von etwa einer Stunde hin und wieder eine Stunde zurück) und könne das wohl selbstverständlich auch immer tun. Ich darf Kein Auto mehr fahren.

      Wenn ich sage er ist in der Verantwortung wenigstens seine zwei Tage selbst zu organisieren dann sagt er das müssen WIR tun, Hälfte Hälfte und das finde ich irgendwie unfair da ich ja meiner Meinung nach eh schon sehr sehr viel mehr übernehme.

      Übertreibe ich?

      Wenn es nicht hierher passt oder sonstiges einfach löschen.

      Wollte mir das mal von der Seele reden 🙈

      • Das umgangsberechtigte Elternteil ist in der Hol- und Bringpflicht.
        Außnahme : das Elternteil bei dem das Kind lebt hat eine große Distanz durch Umzug geschaffen, die dem Umgangsberechtigten zeitlich und/oder finanziell großen Aufwand bringt. (Wir reden hier nicht von 15 Minuten mehr oder 5 Euro ;-))
        In dem genannten Fall kann das Elternteil was die Entfernung geschaffen hat, ebenfalls in die Hol- und Bringpflicht eingebunden werden.

        Je nachdem was bei euch der Fall ist und welche Entfernung den KV und das Kind trennen, hat der Vater recht oder eben unrecht.


        LG

        • Also wir leben beide in Berlin und ich bin aufgrund vom finanziellen nur in einen anderen Bezirk gezogen. Würde er sich eine Fahrkarte kaufen dann wäre es finanziell kein Unterschied da er ja für seinen Nebenjob eh die Fahrkarte braucht.

          Danke für deine Meinung, es hilft mir verschiedene Blickwinkel zu betrachten

      Hallo,

      rein rechtlich gesehen habe ich keine Ahnung, ABER wenn du es gesundheitlich einfach nicht schaffst euer Kind zu ihm zu bringen, dann belasst es doch bei Samstag Nachmittag bis Sonntag Abend. Damit gehst du dem Stress aus dem Weg. Es ist natürlich nicht schön, dass euer Sohn dann noch weniger Zeit mit seinem Vater hat, aber du sagtest ja schon, dass er ihn eh bei seinen Eltern abliefert.

      Alles Gute

      • Ja vermutlich das beste auch wenn wir dann auch mehr eingeschränkt sind in unser wenigen freien Zeit zu zweit (dritt aber das Baby zählt noch kaum^^)

        Danke auf jeden Fall für deinen Ratschlag, es tat echt mal gut das rauszulassen. Konnte die Nacht bis 4 nicht schlafen weil ich mir so das Hirn zermarttert habe ob ich jetzt zu extrem auf meiner Meinung beruhe oder eventuell doch Im Recht stehe das verlangen zu können.

    Nö, ich würde ihm das Kind unter diesen Umständen auch nicht bringen. Wenn die Großeltern es beibehalten wollen, dass sie ihn Samstag betreuen möchten, so lange der Vater auf der Arbeit ist, dann können sie ihn doch auch abholen. Aber das wäre eine Absprache zwischen ihnen und dem Vater, Du hättest ja sicher nichts dagegen, oder?

    Ich verstehe auf der anderen Seite auch, dass der Vater nicht vor seinem Job eine Stunde hin- und dasselbe wieder zurückfahren möchte. Aber eine Bringpflicht hast Du schlicht wirklich nur dann, wenn Du die Entfernung zum Vater geschaffen hast. Ist das denn der Fall?

    • Ich hätte nichts dagegen wenn sie ihn Samstags weiterhin wie bisher betreuen, wenn das für Sie okay aber wie du schon sagtest und ich ihm auch muss er das selbst mit Ihnen regeln das einzige was er getan hat ist zu fragen wann ich ihn zu seinen Eltern bringen kann, die wohnen übrigens fast neben ihm, weswegen ich schon vorgeschlagen hatte dass er ihn Freitagabend holt und dann halt nicht diese Wege hat.

      Wir wohnen beide in Berlin nur in anderen Bezirken, daher der Fahrtweg von ca jeweils einer Stunde.
      Ich habe bis vor einem Jahr sogar außerhalb Berlins gewohnt und bin wieder in die Stadt gezogen aber habe eben nur hier die Wohnung bekommen und dort nicht.

Die eine Stunde mit den Öffis dauert ja nicht so lange mit dem Auto, oder!? Also zählt die Sache mit der Distanz nicht...
Er ist in der Schuld das Kind zu holen. Du musst es nicht bringen.
Wenn er seinen Sohn nicht holen will bleibt er bei Dir. Wenn er gern zu den Grosseltern möchte und Du das okay findest können auch die ihn holen...

Ich glaube da will Dein Ex Dir mit der neuen Familie was nicht gonnent/eins reinwürgen.
Das würde ich Mal ansprechen.

  • Also dass er es mir nicht gönnt auf keinen Fall, da muss ich ihn in Schutz nehmen.
    Wir sind nie ein Paar gewesen und haben dementsprechend keine verletzten Gefühle oder so sondern eigentlich ein wirkkich freundschaftliches Verhältnis.
    Er hat ja auch schon sehr lange eine Freundin.

    Natürlich wäre das mit seinen Eltern okay für mich aber ich habe gesagt das muss er klären und organisieren, bisher war unser Sohn ja auch jeden Samstag bei ihnen.
    Aber er hat sie nur gefragt wann ich unseren Sohn dorthinbringen kann. Das macht dann aber keinen Unterschied in der eigentlich Sache für mich da es der gleiche Weg nur etwas später ist

    Auf jeden Fall danke, ich brauchte echt mal andere Blickwinkel zu der Sache!

Hallo,

vielleicht trefft ihr euch einfach in der Mitte - so dass jeder nur 30 min Fahrzeit hat?

VG
B

Ein 8jähriger kann doch alleine BVG fahren, wenn man die Strecke mit ihm übt und er nicht gerade 5x umsteigen muss? Denkt doch mal darüber mach, eine Lösung zu finden, dass Mama ihn bis Bahnhof x bringt und Papa ihn von Bahnhof y wieder einsammelt. Er bekommt ein einfaches Prepaidhandy mit, damit er sich im Notfall melden kann.

LG

Also auch wenn ich jetzt gesteinigt werde, ich nehme es auf mich!

Aber im Grunde finde ich es nicht ok wenn man die Auge um Auge, Zahn um Zahn Keule auspackt. Ihr seid eine Familie! Du hast diesen Mann einmal geliebt und hast gemeinsam mit ihm einen Sohn, um den er sich auch immer gekümmert hat.
Jetzt hat er kein Auto mehr und tut sich schwer ihn zu holen und zu bringen.
Nachdem ihr BEIDE die Eltern dieses Kindes seid, solltet ihr auch eine gemeinsame Lösung finden im Sinne eures Kindes!

Ich finde zB Aussagen wie diese sehr schade, denn das tust du ja nicht für dich sondern für deinen Sohn:"....da ich nach so einem zwei Stunden Ausflug mit den öffentlichen und den vorherigen Fertigmachen aller Beteiligten dann zu erschöpft bin um die Zeit mit meiner Tochter und meinem Mann erleben zu können wenn ich dann wieder Zuhause bin...."

Es geht eben nicht um DICH, sondern um dein Kind! Und auch der Kindesvater hat Interesse an seinem Kind, das du ihm am liebsten verwehren würdest, sobald du deinen A... bewegen musst, um das zu ermöglichen!

Die Aussage, Hälfte, Hälfte findest du unfair weil du ja schon weit mehr 'leistest'!
ist ebenfalls nicht in Ordnung, denn für diese Mehrleistung ist der Kindsvater auch verpflichtet, Unterhalt zu zahlen, was er ja vermutlich auch macht!

Das Gesetz regelt, dass wenn ein Elternteil die Erziehung übernimmt, der andere Elternteil die finanziellen Aufwendungen zu tragen hat - damit ist der Unterhalt gemeint!

Ich finde, dass deine Haltung nicht sehr partnerschaftlich ist und auch im Sinne deines Sohnes ein absolutes No-Go ist!

Dein Sohn hat ein Recht auf beide Eltern, aber mit deinem Gehabe untergräbst du den Umgang zwischen deinem Sohn und dessen Vater.

Der Ex hat jetzt kein Auto mehr und jetzt soll er schauen wie er seinen Sohn holen und bringen kann!

Ich finde dein Gehabe präpotent, ich sage es wie es ist!

  • >>>Der Ex hat jetzt kein Auto mehr und jetzt soll er schauen wie er seinen Sohn holen und bringen kann!<<<

    Für die TE wäre der Aufwand doch ebenso hoch, da sie nicht autofahren darf.

    Hast du gelesen das sie krank ist? Wenn man doch noch die Mühe macht in die VK zu schauen liest man auch das sie MS hat. Sie darf schon kein Auto mehr fahren, für sie ist die Belastung viel zu hoch und der Vater bittet auch nicht darum, sondern verlangt es, obwohl es sein Problem ist und nicht das der TE.

    Sorry aber manchmal sollte man sich schon die Mühe machen und die Beiträge anständig lesen.

    Und wie nennt man dein "Gehabe"? Unverschämt, ignorant und dreist?

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