Seit Einzug von stiefkind unglücklich

    • (1) 25.08.18 - 13:57

      Hallo ihr lieben. Und zwar ist es so das die Tochter meines Mannes sie ist 3 vor ca 2 Monaten zu uns gezogen ist. Ich und er haben noch einen gemeinsamen Sohn von 11 Monaten. Seit dem bin ich leider überhaupt nicht mehr glücklich. Die kleine hängt sehr an mir, aber mich nervt das ganze nur. Ich habe das Gefühl nur mehr richtig froh sein zu können. Alles an ihr nervt mich einfach nur.... Das ist schrecklich, das gebe ich zu aber was kann ich dagegen machen? Ich hätte sie ja echt gerne genauso lieb wie mein eigens Kind aber das bekomme ich einfach nicht hin. Kennt das vllt jmd wird es sich mit der zeit ändern? Danke ihr lieben

      • Hallo,
        ich bin nicht ganz in der gleichen Situation, ich habe zwar auch ein kleines Stiefkind, aber das lebt nicht bei uns, sondern kommt nur regelmäßig zu Besuch. Trotzdem ist unsere Patchworksituation nicht unkompliziert.
        Zu deiner Situation möchte ich folgendes sagen: Du musst deine Stieftochter nicht genauso lieben wie dein eigenes Kind! Dieser Anspruch an dich selbst ist überzogen und führt nur zu Frust. Du bist eben nicht die leibliche Mutter...ich würde eher versuchen, eine mütterliche Freundin für das Kind zu werden.
        Und wenn du jetzt schon merkst, dass du innerlich Vorbehalte gegen das Kind aufbaust, würde ich dir (im Interesse des Kindes, aber vor allen in deinem eigenen Interesse!) empfehlen, dir fachliche Beratung zu suchen, damit die negativen Gefühle sich gar nicht erst verfestigen. Ich selber habe von Anfang an Bedenken gehabt, mit der neuen Situation vielleicht nicht adäquat umgehen zu können, und mir deshalb schnell Hilfe bei einer kompetenten Patchwork-Beratung geholt. Da gehe ich jetzt in mehrwöchigen Abständen regelmäßig hin und es tut mir sehr gut. Dort kann ich meine Gefühle äußern und einen guten Weg finden- das ist mir das Geld allemal wert! Solche Beratungen gibt es über entsprechende Organisationen aber sicher auch umsonst...
        LG und alles Gute!

        Hallo!

        Die Tochter meines Sohnes ist 5 geworden und wohnt bei ihrer Mutter, mein Freund und ich wohnen auch nicht zusammen.
        Jetzt waren wir eine Woche zusammen zu viert im Urlaub - ich war echt froh, dass es vorbei war. Mein Sohn wird 10 und aus dem Gröbsten raus. Aber ich konnte keinen Schritt ohne die Kleine machen... ich war dann sowas von genervt, dass ich meinem Freund gesagt habe, dass mir das zu viel und zu eng ist. Wurde dann besser, aber war trotzdem eine Umstellung....

        Also vielleicht sagst du deinem Freund, dass die das zu viel ist und er manche Situationen entzerren soll.
        Und setzt dich nicht unter Druck - Gefühle kann man nicht erzwingen und ausserdem erwartet es niemand von dir. Es ist eben das Kind deines Freundes und dein Kind ist dein Kind!

        Lg

        • Er weis das, ich habe es ihm schon mehrfach gesagt und er versteht mich. Er kann auch nicht wirklich etwas entzerren weil er den ganzen Tag arbeiten ist. Also er ist von aufstehen bis beide kinder im Bett sind nicht zuhause. Am Wochenende meist auch noch nachts. Das Problem ist auch das er selber auch so gut wie keine Bindung zu ihr hat, weil er sie vorher kaum gesehen hat weil die kindsmutter das nicht wollte. Also eig mehr oder weniger für uns beide ein fremdes Kind. Und ich musste direkt funktionen wie wenn alles schon immer so wäre.

          • Ich finde es nicht gut, dass er seine Tochter zu euch holt, aber die Betreuung an dich delegiert. Wenn du sie schon vorher geliebt hättest, wäre das anders. Aber so finde ich, dass er dafür sorgen sollte, dass er sich um sie kümmern kann.

            • Das geht halt leider nicht, da ich ja noch in Elternzeit bin und einer geld verdienen muss. Ich fange auch bald wieder an. Mehr oder weniger so hart wie es klingt mussten wir sie auch nehmen da sie ansonsten in ein Heim oder Pflegefamilie gekommen wäre....

              • (7) 27.08.18 - 01:47

                Das liest sich sehr traurig. Am meisten tut einem tatsächlich das kleine Mädchen leid, das ihre Mutter -warum auch immer - verloren hat und nun bei Menschen leben muss, zu denen sie keine Bindung hat und bei denen sie eigentlich auch nicht willkommen ist. Zudem kann sie anhand des Halbbruders beobachten, wie viel Liebe uns Zärtlichkeit ihm, im Gegensatz zu ihr, geschenkt wird.
                Ich verstehe auch dich. Du hast dir die Situation nicht ausgesucht, aber so manches im Leben passiert, was wir uns nicht aussuchen. Es ist schade, dass du das Mädchen emotional nicht auffangen kannst. In eurem Fall wäre es wahrscheinlich besser, wenn das Mädchen bei liebevollen Pflegeeltern aufwachsen würde, wobei das jetzt hart wäre, sie abermals rauzureißen. Aber mit deinem bzw. eurem inneren Widerwillen gegen das Mädchen, ist das auch keine gesunde Umgebung.

                Grüße

          Wieso arbeitet Dein Mann jeden Tag in der Woche und auch noch am Wochenende? Kann es sein, dass er es ganz angenehm findet, sich in die Arbeit "flüchten" zu können?

          Dass er auch weiter keine Bindung zu seiner Tochter aufbauen kann, wenn er sie praktisch kaum sieht, ist ja klar.


          Ich versteh schon, dass es für den Hauptverdiener oft schwer ist, Arbeit und Familie unter einen Hut zu kriegen. Aber bei Euch ist grad die absolute Ausnahmesituation, vielleicht sollte Dein Mann da doch noch mal mit seinem Chef reden, ob man da nicht zusammen eine gute Lösung finden kann, auch wenns nur für ein paar Wochen sein sollte, bis sich alles ein bisschen eingespielt hat. Es geht ja immerhin um sein Kind.

    Hallo.

    Die Kleine ist 3 Jahre alt und wohnt seit 2 Monaten bei euch?
    Und du bist genervt, weil dieses kleine Wesen an dir hängt???? Nicht dein Ernst, oder?!? :-[

    Evlt. wäre eine Familientherapie was für euch.....

    Alles Gute!

    • Ja ich bin genervt davon. Ich habe auch noch einen kleinen Sohn der genauso an mir hängt. Zudem kommt dazu das ich einfach nur funktionieren muss. Mein Mann arbeitet den ganzen Tag, ich fange bald wieder an zu arbeiten, es musste einfach direkt alles so laufen als wäre es schon immer so gewesen. Zudem hat mein Mann auch keine wirkliche Bindung zu ihr. Somit ist es dir uns beide ein mehr oder weniger fremdes Kind .

      • Die arme, kleine Maus. Warum ist sie so spontan zu Euch gekommen?? Sie tut mir unfassbar leid. Es ist klar, dass sie dich braucht. Stell dir vor dein Kind käme jetzt spontan zu fremden Leuten. Er wäre verunsichert, traurig, er würde klammern. Wie traurig wäre es, wenn die Leute genervt von den Bedürfnissen deines Kindes wären.
        Das Mädchen braucht dich. Sehr.

        Ich verstehe deine Überforderung. Praktisch und emotional. Einfach so ein Kind zu bekommen ohne Planung, ohne Eingewöhnung ist ein Schock. Hol dir Hilfe übers Jugendamt. Die Kleine, dein Partner und Du müssen therapeutisch und praktisch begleitet werden. Eine Familienhelferin kann dich entlasten.
        Nur wenn du auch Luft holen kannst, wirst du der Kleinen eine liebevolle Bezugsperson sein können. Sorge für Dich!

        Liebe Grüße!

        • Sie und Ihr Bruder wurden der Mutter weg genommen. Ihr Bruder befindet sich mittlerweile in einer Pflegefamilie. Ich weiß das sie mich braucht und ich würde sie ja auch sehr gerne mehr lieb haben. Sie hat Verlustängste das weis ich. Ich erwidere auch alle Zärtlichkeiten auch wenn es für mich sehr befremdlich ist. Aber so sehr ich mich bemühe die Liebe zwischen dem eigenen Kind und ihr... Da sind so große Welten Dazwischen....

      Warum ist sie dann bei euch? Was ist passiert? Das Klammern kann ein Zeichen ihrer Verlustangst sein.

      Ich finde es auch nicht richtig, dass du die Hauptbetreuungsperson für seine Tochter bist. Ich würde es für wichtig halten, wenn ihr bei eurem Arbeitsmodell beide Teilzeit wählt damit er auch für beide Kinder da sein kann.

      Stell dir mal vor ihr würdet euch trennen. Dann steht deine Stieftochter völlig im Regen.

      LG

    Das Kind ist drei, wohnt jetzt bei euch, obwohl der Vater auch keine Bindung hat. Das heißt es wird ja was passiert sein?! Etwas was so ein kleines Kind sicher nicht so einfach weg steckt.
    Werdet ihr irgendwie betreut?

    Du brauchst nicht den Anspruch haben sie genauso zu lieben wie sein eigenes Kind. Auch braucht ihr sicher alle mehr Zeit für die Situation, aber ihr müsst euch der immensen Verantwortung bewusst sein, die ihr habt. Ganz besonderes Augenmerk muss auf der Kleinen liegen. Wenn ihr das nicht könnt, dann müsst ihr euch Gedanken machen!

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