Meine Tochter - Deine Tochter...zwei Welten prallen aufeinander

    • (1) 16.09.18 - 11:39
      Inaktiv

      Hallo Forumsgemeinde.

      Ich bitte um Rat zu folgender Situation: Ich bin seit fast 13 Jahren mit meiner Tochter alleinerziehend; sie wird bald 14. Ich habe alle Höhen und Tiefen quasi allein gemeistert und bin stolz, auf das, was ich alles so gewuppt habe. Und ich bin stolz auf mein Mädel; wir haben einfach ein tolles Leben miteinander, auf ganzer Linie.
      Ich hatte hier vor ein paar Monaten schon mal geschrieben, dass es Schwierigkeiten mit ihrem Papa gibt, der noch eine weitere Tochter mit einer anderen Frau hat. Meine Tochter will inzwischen so gut wie keinen Kontakt mehr mit ihrem Vater und ihrer Halbschwester, weil diese ziemlich verzogen und echt mega-anstrengend ist. Mein Exmann bevorzugt die Kleine gegenüber unserer Tochter sehr, und alles Reden hat in der Vergangenheit nichts genutzt: Die Kleine ist der Star, kann tun und lassen, was sie will, während die Große, die ein absolut unkomplizierter, fröhlicher Teenager ist, wie das Aschenputtel behandelt wird. Beispiel: Meine Tochter durfte das letzte Stück Kuchen bei meinem Exmann nur essen, wenn sie das ganze erste Stockwerk des Hauses saugt, was sie anstandslos gemacht hat. Er hat es ihr mit großer Geste serviert, als wäre es ein Goldhaufen, sie begann zu essen. Da kam die Kleine und behauptete, meine Tochter dürfe das Kuchenstück nicht alleine essen. Sie verlangte die Hälfte, rief den Papa dazu und er nahm meiner Tochter den Kuchen ganz weg, um ihn der Kleinen zu geben.

      Meine Tochter kommt inzwischen mit diesen Ungerechtigkeiten klar, nimmt sich aber das Recht heraus, sich zurück zu ziehen. Vermittelnde Gespräche, auch mit den Pateneltern und Großeltern und meinem Exmann, haben nichts gebracht. Er beharrt auf seiner Meinung: Die Große müsse sich mit der Kleinen arrangieren, um jeden Preis. Die Kleine habe Welpenschutz. Meine Tochter sagt klipp und klar, sie habe ihren Papa an die Halbschwester verloren.

      Das zur Vorgeschichte. Nun zur aktuellen Geschichte.

      Ich habe einen neuen Mann kennengelernt. Wir verstehen uns wirklich prima, funken in vielen Bereichen auf einer Wellenlänge und die Beziehung fühlt sich gut an. Meine Tochter kommt mit meinem neuen Partner sehr gut aus und mag ihn auch sehr.

      Er ist getrennt lebend und hat zwei Kinder aus zwei Beziehungen. Der größere Sohn lebt weiter weg und er erzählt so gut wie nie etwas von ihm.
      Die Kleine ist 2 und sein absoluter Star. Sie ist mehrmals pro Woche auch zum Übernachten bei ihm und auch jedes Wochenende (zum Übernachten). Seine Noch-Frau will das so. Das heißt also, dass sie sein Leben taktet, über die Kleine. Angeblich braucht sie ihn aus beruflichen Gründen für das Hüten, wobei ich mir nicht erklären kann, warum das auch immer wochenends sein muss (ihr Beruf hat nichts mit Wochenendarbeiten zu tun), aber egal.

      Die Kleine ist schon süß und sie hängt an mir und meiner Tochter, aber sie ist in meinen Augen "out of control": Gemeinsames Essen ist quasi unmöglich, Unterhaltungen auch, denn sie quängelt und nervt in einer Tour, schmeißt das Essen in der Gegend rum, tritt gegen den Tisch, pendelt zwischen Stuhl und Papas Schoß usw. usw. Sie verlangt dauernd was Neues, isst und trinkt nichts leer, steht auf, rennt weg, kommt zurück.

      Äh...sorry...ich war auch allein erziehend mit Zweijähriger, aber so ein Affentheater hatten wir nie.

      Die Kleine geht ins Bett, wann sie will, vor 21.30 ist eigentlich keine Ruhe, und gegen 4.30 Uhr ist die Nacht dann auch wieder rum. Sie schläft natürlich im Ehebett. Also wochenendes gibt es prinzipiell keine Zeit für uns als Paar.

      Die Aussage von meinem Freund dazu: Die Mutter habe keine feste Struktur. Und die Zeit, die er mit der Kleinen verbringt, reiche nicht aus, um einen Rhythmus reinzubringen. Und zudem werde er immer ganz weich, wenn sie ihn mit so großen Augen ansehe.

      Gestern abend ist das Essen bei uns ziemlich eskaliert; ich hatte gekocht für alle und faktisch war das Essen dann für alle kalt, weil die Kleine so einen Terror gemacht hat. Ich hatte extra früh eingeladen, dass es nicht so spät wird für die Kleine, aber ich habe das Essen dann abgebrochen und gesagt, es sei besser, wenn sie jetzt gehen.
      Denn wenn ich mich einmische und Grenzen ziehe, greift mein Freund gleich ein.

      Wir haben gestern abend dann noch länger telefoniert und ich sagte, dass ich diese Zustände halt auf Dauer nicht mittragen werde. Ich werde es meiner Tochter nicht zumuten, wieder so einen Kleinkinder-Krieg mitzumachen, nur weil ich die Beziehung möchte und den Mann gut finde.
      Er meinte dann, dass es halt für die Kleine nicht leicht sei, wegen Trennung und so - aber sorry...meine Tochter hat auch eine Trennung erlebt und ich hatte sie trotzdem im Griff.

      Mein Freund räumte ein, dass er es nicht schaffe, konsequent zu sein. Ihn stresse das alle selbst und er müsse eine Lösung finden.

      Meine Ansage lautete, dass ich nicht bereit bin, dieses Chaos, was er und seine Frau da mit der Kleinen veranstalten, in mein Familiensystem zu lassen. Ich habe diese ganzen Probleme mit mangelnder Struktur nicht - im Gegenteil. Ich habe meine Tochter auch gut erzogen, ohne Druck und Zwang.

      Meine Tochter hat heute morgen beim Frühstück von sich aus nochmal den gestrigen Abend aufgerufen und mir klar gesagt, dass sie die Kleine zwar mag, aber dieses ewige Theater beim Essen möchte sie nicht mehr.

      Tja...und nun?

      Im Moment habe ich gar keine Lust, meinen Freund zu sehen, egal ob mit oder ohne Kind.
      Ich werde jetzt was Nettes mit meiner Tochter unternehmen und die Ruhe genießen.

      Gleichzeitig frage ich mich, ob ich mit meinen 46 Lenzen einfach nur zu alt bin für ein Kleinkind?!

      Ich danke für konstruktive Impulse.

      • (2) 16.09.18 - 11:54

        Huhu

        Du siehst das zu hart. Das kind ist 2; kennt dich kaum. Es hat gerade erst eine Trennung erlitten.

        Die lütte braucht zeit, geduld und struktur. Jedes kind ist anders. Eins ist wild eins ist brav. Vielleicht war deines einfach ruhiger. Mit 2 konnte ein kind bei mir wunderbar ins Restaurant das nächste war wie das beschriebene Kind. Es lernte das ganze mit 3.5 Jahren

        • Nein, sie sieht das nicht zu hart, denn es ist nicht ihr Kind...
          Klar, sind sie alle anders - aber letztendlich muss sie (Mutter) für sich entscheiden, ob sie das möchte - denn sie hat ihr eigenes Leben, das nicht rund läuft....

          (4) 16.09.18 - 21:38

          Sie sieht das nicht zu hart. Ein Mann, der für seine Ex immer einspringt, aber nicht versteht, dass er kein Spaßclown gür das Kind ist, sondern seine Tochter zu erziehen hat.

          Wenn ein Kleinkind sich so unmöglich aufführt, dass ein normales Essen nicht möglich ist und die Erziehungsverantwortlicher sich drückt, dann läuft was schief.

          LG

      Hallo,
      ich kann dich absolut vertehen, dieses fremdgesteuert sein ist so anstrengend... #cool

      Ich kann dir nur raten, für dich zu denken, für dich und dein Kind - was euch gut tut....
      Sich derartig für andere zu verbiegen führt letztendlich dazu, dass du nicht das lebst, was du möchtest - klar gesagt.
      Klar, besteht das Leben immer auch aus Kompromissen - aber alles hat Grenzen...

      Wenn du keine Lust hast, deinen Freund zu sehen, sag ihm das genaus so, was er damit macht, ist dann seine Entscheidung... Entscheide du für euch zwei...

      lg Tanja

      • (6) 16.09.18 - 19:38

        Hallo Tanja, danke für Deine Antworten.

        Genau das habe ich heute gemacht: Für mich und meine Tochter entschieden. Wir sind spontan in unsere Cabrio gesessen und haben Freunde besucht, die auf einem Oldtimertreffen zu Gast waren.
        Der eigentlich Plan war, dass ich heute mittag mit meinem Freund eine Runde Motorrad fahre, nachdem er seine Tochter zur Mutter gebracht hat, aber wir wären dann erst gegen 15 Uhr losgekommen, und ab 12 Uhr war ich hier schon mit allen Aufgaben fertig, auch meine Tochter. Wieso dann rumhocken...Ja, es ist wichtig, sich nicht selbst aus den Augen zu verlieren. Für die Probleme in deren Beziehung/Ehe kann ich nichts.

        • Eben....

          Ich war selbst lange AE und weiß, wovon ich rede... #blume
          Finde deinen Weg, mit deinem Kind....

          Alles Gute... #klee :-)

          • (8) 16.09.18 - 20:39

            Liebe Hummelinchen, ich bin seit 12 Jahren AE. Und ich habe MEGAviel gewuppt. Ich bin immer meinen Weg gegangen mit meiner Tochter. Und habe mir eigentlich auch immer jemanden gewünscht, der mit uns geht. Aber das, was jetzt gerade stattfindet, fühlt sich eher wie ein Rückschritt an. Ich habe selbst genug zu wurschteln, und kriege jetzt noch eine Packung on top drauf?! Nein...danke...

    (9) 16.09.18 - 20:43

    Hallo, ich bin so alt wie du und mein Kind ist 12. Glücklicherweise hat mein neuer Mann kein Kleinkind, ich würde die Krise kriegen. Vielleicht liegt es doch an deinem Alter.

    Macken im Parkett vom Lego und frühes Aufstehen am Wochenende sind so gar nicht mehr meins.

    Das Alter der Tochter deines Freundes habe ich bei meinem Kind als das anstrengendste empfunden, es ist mir nicht gelungen, es auszulasten trotz Spielplatz und Müttertreff täglich.

    Das wird zwar wieder besser, aber bis dahin ist es hart. Das muss weder an der Trennung, noch an schlechter Erziehung liegen, manche Kinder sind halt einfach so.

    Am Wochenende kommt mein 3-jähriges Patenkind zu Besuch, da freue ich mich schon, weiß aber genau, dass ich es anstrengend finden werde.

    • (10) 16.09.18 - 20:58

      Danke für Deinen Zuspruch.

      Ich habe das Gefühl, dass ich einfach zu sehr an die Komfortzone mit meiner Tochter gewöhnt bin. Wir haben irgendwie ein sehr cooles, harmonisches Leben und obwohl sie mitten in der Pubertät ist, läuft alles echt prima, bis auf die Sache mit ihrem Papa und der Halbschwester.
      Aber sie braucht dann eben genau diesen Raum bei mir, um wieder zur Ruhe zu kommen und sich geliebt und sicher zu fühlen.
      Und jetzt setze ich ihr ein Kleinstkind vor mit einer sehr schwierigen Elternbeziehung und Trennungssituation im Hintergrund?! Das geht nicht...und ich selbst merke eben auch, dass ich so gar keine Lust mehr auf durchwachte Nächte und vollgesch... Windeln habe. Und vor allem habe ich so gar keine Lust auf eine überpräsente Ex, die via Kind den Noch-Mann steuert. Und der lässt sich halt auch alles bieten.

      Sorry...ich denke, ich bin raus. Ist zwar schade. Aber das bringt ja nichts...

      • (11) 16.09.18 - 21:06

        Wieso vollgesch... Windeln???

        Ich habe 2 Stiefsöhne aus 1. Ehe und ich habe da noch nie Windeln gewechselt oder eine Flasche gemacht, hat alles mein Ex übernommen. Was hast du damit zu tun?

        Wenn er das nicht hinkriegt, kann ich fast verstehen, dass die Ex noch kontrolliert.

        Ich würde mich aus der Kindererziehung und -pflege komplett ´raushalten.

        (12) 17.09.18 - 11:50

        Ich denke auch, da musst du deine Prioritäten setzen und schauen was dir wichtiger ist: der Mann oder deine Tochter. Vielleicht findest du ja noch einen "ungebrauchten" Mann. Das ist schwer, aber nicht ganz unmöglich.

        Viel Glück und alles Gute

(13) 17.09.18 - 09:17

Meine Tochter ist 3,75 und macht leider beim Essen auch oft so ein trara. Sie ist kein Trennungskind, wir sind nicht inkonsequent, und trotzdem steht sie dauernd auf, will doch was anderes etc. Es nervt wahnsinnig. Ich will damit nur sagen, dass es oft auch aufs Temperament des Kindes ankommt und nicht nur auf erziehung. Vielleicht hattest du mit deiner Tochter einfach auch „Glück“. Ich seh es jetzt selbst- meine zweite Tochter ist schon als Baby wesentlich entspannter und unkomplizierter als die erste. Hilft dir jetzt nicht mit deinem Problem, wirft aber vielleicht nochmal nen anderen Blick auf die Situation.

  • (14) 17.09.18 - 10:18

    Danke...dieser Impuls hilft mir wirklich...

    • (15) 30.09.18 - 13:54

      hallo,

      ich würde da auch einhaken wollen. mein großer war ein sehr agiles kerlchen. sehr sehr liebenswürdig, aber eben auch sehr trotzig und sicherlich für außenstehende sehr anstrengend.
      gleiche eltern, zweites kind, sehr viel entspannter und chilliger. der trotzt auch, aber weil er so ein sonnges ge,üt hat, kriegt er sich auch schnell wieder ein. trotzdem ist er eben immer noch 2,5 jahre alt und noc ein halbes baby mitunter. braucht viel zeit mit mama/papa und steht auf grund seines alters automatisch hier und da mal mehr im mittelpunkt.

      ich find es voll ok und auch verständlich, wenn du sagst, das willst du nicht mehr.
      da gibt es nix zu kritteln. das ist dann eben deine entscheidung, wiel dein leben.

      ich wollte nur noch einmal anmerken, dass es für deinen partner sicherlich auch nicht gerade eonfach ist. da ist er getrennt, die ex diktiert, wie und wann er das kind sieht und was er tun soll. die situationist auch für ihn neu. um sich gegen seine ex zu wehren, braucht er vielleicht noch zeit bzw. auch rückendeckung? wahrscheinlich spielt auch ein schlechtes gewissen dem kind ggü. mit rein, weil es eben trennungsknd ist.
      wie gesagt, ich find es absolut ok, wenn du dazu nein sagst, aber wenn ihr zusammen bleibt, würde ich auch für ein wenig mehr verständnis deinerseits plädieren. er hat nun einmal ein kleinkind und ist nicht wie du schon 12 jahre alleine und daran gewachsen. er steht da am anfang. er braucht eine partnerin, die ihn UND sein kind annehmen kann.

      zu deiner tochter: sie tut mir sehr leid so einen bescheuerten vater zu haben. gsd hat sie dich als starke mutter, die ihr zeit wie wichtig und geliebt sie ist.
      aber: das kind deines freundes ist nicht ihre schwester und dein partner nicht ihr vater. wenn er sich hauptsächlich um sein kind kümmert ist das ja nur normal. und auch ein stiefgeschwisterchen mit seinem bedarf an mittelpunkt oder auch nicht kann bereichernd sein. vielleicht gerade weil deine tochter sich zurückziehen kann wann und wie sie will. vielleicht solltet ihr schauen, dass der papa mehr zeit mit dem kleinkind alleine verbringt.

      lg

Ich bin da voll und ganz bei dir ! War auch mit meinem Sohn von anfang an AE( bekam ihn mit 19), hab meine Ausbildung nebenher gewuppt und mein Sohn war ein sehr zufriedenes anständiges Kind. Als mein Sohn 6 war lernte ich meinen jetzigen Mann kennen mit 2 jährigem Sohn, der das komplette gegenteil von meinem Sohn ist. Glaub mir ich war zu dem Zeitpunkt erst 25, aber meine Nerven lagen plank 😔 "mag das nicht" " ihhh voll eklig" und Papa sprang und machte ihm was anderes zu Essen, weil seine ex das so wollte. Der kleine durfte sich ÜBERALL am Penis "rumspielen" (soll angeblich gut für seine Entwicklung sein). Könnte noch einen Roman schreiben 😂 bis ich geplatzt bin ! ... Mein Mann wurde zum Glück einsichtig und es änderte sich einiges. War jedoch harte Arbeit, für die du bereit sein müsstest. Nun sind wir verheiratet und leben zusammen. Wenn sein Sohn bei uns ist, herrschen unsere Regeln, nicht die der Ex. Dafür muss natürlich auch der Vater dafür bereit sein.
Alles nicht einfach.
Wünsche dir für deine Entscheidung alles gute !

(17) 17.09.18 - 13:04

Hallo.

Wieso ist die Kleine so oft bei euch. Hat der Papa keine eigene Wohnung oder wohnt ihr schon zusammen. Dieses Theater würde ich auch nicht mitmachen wollen. Er soll sich mit der Kindsmutter und vielleicht dem JA zusammensetzen und die Besuchertage schriftlich festlegen. Sollte die Mutter weiterhin das Leben bestimmen wollen, würde ich mir wirklich überlegen, die Beziehung fortzusetzen.

<<<Gleichzeitig frage ich mich, ob ich mit meinen 46 Lenzen einfach nur zu alt bin für ein Kleinkind?!>>>

Liegt nicht am Alter und auch nicht an der zweijährigen, sondern daran, dass du Jahre alleine lebtest mit deiner Tochter. Ihr seid eingetaktet und Chaos in diesem Sinne nicht gewohnt.

LG

  • (18) 17.09.18 - 14:32

    Hallo Hermina.

    Nein, wir wohnen nicht zusammen. Mein Freund hat natürlich eine eigene Wohnung und die Kleine ist eben mehrmals wöchentlich bei ihm. Und dann besuchen sie uns auch. Ich habe viel Platz und einen Garten mit Trampolin, das ist halt irgenwie schon alles recht praktisch.
    Und eben bei diesen Besuchen kommt es halt zu diesen Hampeleien. Wir können uns auch nie unterhalten, weil die Kleine permanent am Papa zieht und zerrt und er muss sie bei jedem Schritt begleiten. Die Trennung der Eltern war vergangenes Jahr.

    Es stimmt schon: Ich bin seit 12 Jahren mit meiner Tochter allein und wir haben uns einfach ein sehr, sehr cooles Leben mit unseren Haustieren uns unseren Hobbys eingerichtet. Es gibt keine Tiefen, keinen Stress, kein Chaos. Die einzige Baustelle ist eben das Verhältnis zu ihrem Papa und der sehr verzogenen Stiefschwester. Und ja: Solchen Trubel sind wir einfach nicht gewöhnt. Wie auch. Bei uns lief einfach immer alles ziemlich glatt.
    Und meine Tochter war auch als Kleinstkind nie so unruhig oder fordernd.

    Dass die Ex/Mutter im Hintergrund rumfunkt, ist schon sehr lästig, aber ich habe am Wochenende ziemlich meine Meinung gesagt und jetzt schaue ich einfach, was passiert. Ich ag halt dieses Chaos nicht so in meinem Leben haben und die Frage ist, wie man es wuppen kann. Denn mein Freund ist echt ein toller Mann - nur eben sehr gutmütig...

    • (19) 18.09.18 - 06:08

      Ok, die Trennun ist gerade mal ein Jahr her. Die Kleine wird es auch noch nicht so realisieren. Der Vater vielleicht auch etwas überfordert und muss da reinwachsen. Ich würde, sofern du dieser Beziehung eine Chance gibst, es langsam angehen. Die Zeit mit der Kleinen sollte geregelt sein. So kann man selbst auch planen. Und darauf würde ich aufbauen. Er soll eine Regelung mit den Besuchertagen etc. durchsetzen und dann könnt ihr euch annähern. Ansonsten wird es immer im Chaos enden.

      Viel Glück euch allen.

(20) 17.09.18 - 16:01

Hallo!

Warum musst ihr den patchworken?!?

Ich würde die Beziehung auf eine andere Ebene stellen: verbring Zeit mit Deinem neuen Freund wenn weder Deine Tochter Dich braucht noch seine Tochter ihn braucht.

Das wird noch ein Weilchen relativ "nebenher" und nur für "schöne Stunden" sein, aber dem Beziehungsstress, der durch die Altlasten kommt seid ihr beide nicht gewachsen.

ER will Kleinkindtheater spielen und Du willst das definitiv nicht und bist beleidigt, wenn mal ein Essen kalt wird. Aber unterm Strich seid ihr doch nicht zusammen um Kind-Klein oder Kind-Groß gemeinsam groß zu ziehen, oder? - Zumindest jetzt noch nicht.

LG, I.

(21) 18.09.18 - 19:05

Das liegt nicht am Alter glaub mir.

Mein (noch) verlobter hat einen Sohn der 1 Jahr älter ist als unser Sohn und der hört 0.

Er versucht sich zwar bei seinem Sohn durchzusetzen aber eigentlich höre ich dauernd die Entschuldigung das er dies bei Mama eben darf. Er 0 Respekt vor ihr hat usw.

Ja das stimmt soweit ich das beurteilen kann. Denn auch der kleine bestätigt das.

Was genau der kleine sucht weiß ich mittlerweile auch und bin froh das wir nicht zusammen wohnen.

Der kleine sucht permanente Aufmerksamkeit und vorallem bedingungslose Liebe. Er verlangte sie von mir und meinen Kindern.

Klar mein Sohn liebt seinen halb Bruder aber es bringt nichts wenn er immer hinten an stehen muss.

Egal ob es um Papa oder Mama geht. Denn der junge Mann versuchte sich in die bez zwischen mir und meine Kinder zu drängen.
Und da werde ich vorsichtig.

Denn er macht es ohne Rücksicht auf Verluste.

Es wurde so schlimm das meine 2 sagten das sie ihn nicht sehen wollen. Mein jüngster hatte Angst seine Mama zu verlieren.

Und mein Partner sieht das natürlich alles anders als ich.

Aber sein Problem ist das er 0 Empathie besitzt. Von Hause aus nicht. Hatte mich so auch nie gestört, da ich es gut ausgleichen konnte. Aber nun kam ich an meine Grenzen.

Vorallem seit ich wieder schwanger bin.

Es war geplant das wir die Fernbeziehung nach nun über 6j beenden und zusammen ziehen.

Nur habe ich die reisleine gezogen.

Es geht so nicht weiter. Ich habe eine Verantwortung für meine Kinder. Und sobald es sie verletzt muss ich halt aufpassen.

Meine grosse Tochter hat ähnliches durch wie du und ist 12j :) bei ihrem vater muss sie tun was die kleinen wollen. Naja hingehen zu ihm tut sie nicht mehr und wenn er zum Umgang die mittlere Schwester mitbringt dann geht meine Tochter sofort wieder weg oder sagt er kann wieder gehen.

Und so ist es eben auch bei meinem Partner.

Sein Kind nimmt jeden von uns komplett ein. Verlangt alles, hat alle Rechte.

Aber unser Kind hat weniger Rechte.

Sie haben eh eine nicht so intakte Bindung durch die Entfernung. Aber dies geht von ihm aus. Nicht von unserem Sohn.

Ich habe im Laufe der Jahre gelernt das er zwar ein pflichtgefühl als Vater hat, aber seinen Kindern 0 liebe zeigen kann.

Er sagt ich habe dich lieb aber sie spüren es nicht.

Er sieht das aber anders. Nur zeigt gerade unser Sohn es ihm. Er lässt ihn nicht mehr an sich ran. Und er versucht es auch nicht mehr.

Bin durch verschiedene Faktoren seit Monaten im BV vom Arzt mit der Ansage das ich mich schonen soll.

Nun ja dies heisst auch nicht da runter zu fahren da dies alles zu viel Stress für mich ist.

Auch dies sieht er 0 ein. Und kam nicht 1x her. Bin nun 34 ssw.

Naja lange Rede kurzer Sinn, es gibt eben Elternteile die Probleme mit ihren Kindern haben.

Ich habe dies auch. Ich wäre froh wenn hier mal Ruhe herrschen würde :)

Aber gerade mein Sohn fordert viel von mir.

Kein Wunder bei den genen😂

Aber aufgrund der gesamten Geschichte bin ich nun auch dabei mich zu lösen, da meine Kinder immer an oberster Stelle stehen.

Es tut mir leid um die Beziehung aber er könnte ja etwas ändern wenn er nur wollte. Und sei es das er einfach mal her kommt.

Aber dies wird nur versprochen aber nie gehalten denn immer hat sein erster Sohn Vorrang und wenn die Mama spontan will das er aufpasst haben wir halt Pech.

Ich wäre vllt früher gegangen, aber mein Sohn ist nunmal auch sein Sohn und da überlegt man länger und durch die Fernbeziehung stecke ich ja auch nicht jeden tag in der Situation.

P.s. er weiß bzw merkt noch nicht mal das ich mich abgewendet habe, obwohl ich mich kaum noch melde geschweige denn überhaupt schreibe/sage das ich ihn liebe 😂😂

(22) 19.09.18 - 17:06

Ich finde es furchtbar, wie sich der leibliche Vater deiner Tochter verhält. Soetwas zu lesen macht mich echt 😡. Was die Kleine deines Partners betrifft, so binich anderer Meinung als viele im Forum hier. Eine Trennung von Eltern sollte niemals der Freifahrtschein dafür sein, den Kindern alles durchgehen zu lassen. Ich denke sogar, dass gerade in solchen Situationen Struktur für Kinder sehr wichtig ist. Kindern Grenzen aufzuzeigen und ihnen Liebe zu geben schließt einander nicht aus. Für eure Situation wären vielleicht auch Besuchzeiten nützlich, z.B. einmal unter der Woche beide bei euch zu Besuch + jedes 2. Wochenende. Oder ähnlich. Wenn die Ex in der Stadt wohn und die Tochter sowieso oft bei deinen Partner ist, wäre ein Wechselmodell auch sinnvoll. 2 Wochen am Stück bei ihm und 2 Wochen am Stück bei ihr. Das wäre dann schon ein erster Schritt in Richtung Struktur.

(23) 20.09.18 - 06:42

Moin,

so leid es mir tut - aber ich fürchte, das passt nicht.

Da ist ein Vater, der sich kümmert (ob da nun Außenlenkung von der Ex im Spiel ist, sei mal dahin gestellt, warum soll das Kind nicht so oft bei seinem Vater sein? "Damit ihr Zeit miteinander habt" ist zwar ein nachvollziehbarer Wunsch, aber das sollte ja nicht ausschlaggebend sein.

Wir haben zwei süße kleine Söhne von 3 1/2 und fast 2 Jahren. Ziemlich unkomplizierte Kinder, die alles essen - und trotzdem finde ich die Mahlzeiten manchmal unglaublich nervig, vor allem, wenn der kleine sehr müde und sehr hungrig ist #schwitz ich finde diese Zeit "um 2 rum" ziemlich nervig.

Deine Tochter ist groß und war offenbar auch sehr pflegeleicht (wobei ich jetzt mal behaupte, dass es da auch nervige Zeiten gab, aber die waren vielleicht kurz und sind lange vorbei ;-) ) - ich würde mir an deiner Stelle auch kein fremdes Kleinkind mehr antun...

Lg

(24) 23.09.18 - 19:00

Hallo Magnolia,

ich verstehe dich da voll und ganz.
Ich denke da kommt eins zum anderen. Ich müsste DAS auch nicht mehr haben. Du führst ein ruhiges, strukturiertes und geordnetes Leben mit deiner Tochter. Du weißt, was du in den letzten Jahren allein gemeistert hast und da ist es dein gutes Recht zu sagen, SOWAS tue ich mir nicht mehr an.

Glaube mir, die Kleine wird sich nicht ändern und sie wird älter. Es wird immer ein Streitthema bleiben.

Manchmal passt es einfach nicht.
Viel Glück für die Zukunft

(25) 24.09.18 - 13:48

Ich finde, hier kommen viele Faktoren zusammen.

Du sagst selbst, du hast mit deiner Tochter ein sehr cooles und entspanntes Leben.
Ein Partner-egal, ob mit Kind oder ohne- wird letztendlich immer dazwischen funken, denn ein Partner bedeutet Veränderung in eurem bisherigen Leben.
Ich finde, es klingt nicht so, als seist du bereit, irgendwas von deinem jetzigen sehr, sehr coolen Leben aufzugeben. Und da frage ich mich, ob du dann überhaupt einen Partner willst?

Dein Partner hat ein zweijähriges Kind und Kinder in diesem Alter können sehr anstrengend sein.
Ich würde es meinem neuen Partner hoch anrechnen, wenn ich sehe, dass er sich oft und gern um sein Kind kümmert. Ich finde, Väter, die sich nicht vor der Verantwortung drücken, sehr sexy ;)
Allerdings bin ich auch schwanger und mit 28 noch relativ jung, sodass so eine Verhaltensweise für mich noch sehr relevant ist :)
Wenn du seine Tochter niedlich findest und deine Tochter sie eigentlich auch mag, wäre das in meinen Augen eine schöne Basis.
Dann würde es daran gehen, die Regeln auszumachen.
Wie oft darf der Partner mit Tochter zu euch kommen?
Wie viel möchtest du in dieser Zeit mit dem Kind zu tun haben und was hat er für Erwartungen diesbezüglich an dich?
Sprich: wenn du nicht mit erziehen darfst, möchtest du aber auch die lästigen Pflichten wie wickeln und Co nicht mit machen. Das bleibt dann alles an ihm hängen. Wenn das Kind nicht ordentlich isst, ist es das Problem des Mannes und deine Tochter und du könnt doch essen und müsst euer Essen nicht kalt werden lassen.
Andererseits: Wenn dein Partner das dann aber doof findet usw, dann könntet ihr abmachen,dass ihr gemeinsam versucht, dass das Essen gut klappt, dass ihr, wenn es nicht gut klappt, halt alle kalt esst, du auch Aufgaben wie wickeln übernimmst - du dafür aber auch mit erziehen darfst. Und dem Kind altersgerechte Grenzen aufzeigen darfst und es auch tun wirst.

Du hast deine Tochter und dein Partner nimmt sie anscheinend gut an.
Auch das ist weder verständlich noch eine Einbahnstrasse. Nimmt er dein Kind an, solltest du auch seins annehmen.
Aber eben mit Rechten und Pflichten.

Oder ihr macht eine Beziehung draus, wo sich jeder nur um sein eigenes Kind kümmert. Da glaube ich aber nicht, dass das funktionieren wird. Denn immer, wenn man sich dann zwischen dem Partner oder das Kind entscheiden muss, man sich fürs Kind entscheidet und der Partner sich zurück gewiesen fühlt.
Ich glaube, gemeinsam würdet ihr da mehr gewinnen.

Für so ein Leben müssen aber die Regeln ganz klar fest gelegt werden, sonst geht es nach hinten los.

Und für mich klingt es so, als hättest du dich eigentlich schon gegen den Mann entschieden. Aber falls nicht, könnte ich mir vorstellen, dass auch du trotz hin und wieder etwas Chaos, viel aus der Beziehung mitnehmen kannst.
Und auch wenn deine Tochter und du ein tolles Verhältnis habt, wird sie nicht der Mensch sein, der mit dir dein restliches Leben eng an deiner Seite stehen wird.

Und so wie dein Partner das Beste für sein Kind möchte, möchtest du das Beste für dein Kind. Und wie es klingt, ist es dir auch bisher sehr gut gelungen. Darauf kannst du stolz sein.
Und wie es mit deiner Tochter und ihrem Vater läuft, ist mies und sicherlich schwierig für sie.
Trotzdem klingt es für mich bisschen so, als würdest du deine Tochter weit über alles stellen und dir dadurch dein Glück mit einem neuen Mann kaputt machen. Wie gesagt, deine Tochter wird irgendwann erwachsen und bestimmt ausziehen und dann..?
Du bist auch noch ein Mensch mit Bedürfnissen und deine Tochter ist-trotz der Schwierigkeiten mit ihrem Vater-kein kleines Kind mehr.
Ich persönlich finde es gesund, wenn auch meine Kinder lernen, dass ich auch noch ein Leben habe und meine ganz eigenen Wünsche und Träume. Ich zum Beispiel träume davon, im Alter nicht allein zu sein.
Und wenn meine dann 14 jährige Tochter mal ein chaotisches Essen hinnehmen muss oder so, dann ist es nun mal so.
Was natürlich schwierig ist, wenn sie bisher immer dein Mittelpunkt war und eigentlich nur dieses coole Leben kennt.
Ich halte hin und wieder schwierige Situationen allerdings für wichtig, um später gut klar zu kommen.
Und damit meine ich nicht, dass du deine Tochter weniger lieben sollst. Das geht auch gar nicht.
Ich meine damit, dass auch sie flexibel ist und lernen könnte, mit dieser neuen Situation zurecht zu kommen. Daran wachsen kann. Sich bewusst machen muss, dass die Tochter deines Partners für ihn natürlich einen höheren Stellenwert hat als sie, es aber ganz normal und nicht schlimm ist, weil sie dafür bei dir immer die Nummer eins bleiben wird.
Und wenn sich das alles einspielen würde, dann könnte deine Tochter vielleicht sogar lernen, Verantwortung für die Kleine mit zu übernehmen und ihr beim Großwerden zuschauen und irgendwann das Gefühl haben, eine große Schwester zu sein und darauf stolz zu sein.


Also zusammenfassend möchte ich sagen, dass ihr mit Gesprächen, euch zusammen setzen, Regeln ausarbeiten usw alle erstmal eine etwas chaotische Zeit vor euch hättet, letztendlich aber jeder ganz viel gewinnen könnte.
Natürlich ohne Garantie und wenn es schief geht, habt ihr das Chaos umsonst durch gemacht.
Letztendlich liegt es an euch, ob ihr das Risiko eingehen wollt und ob euch der mögliche Gewinn (neue männliche Bezugsperson für die Große, ein Mann fürs Leben für dich, zwei fast-Schwestern... Eben eine Patchwork- FAMILIE) Anreiz genug ist, dafür zu kämpfen.
Oder ob deine Tochter und du in eurer Komfort Zone bleiben wollt :)

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