Es reicht einfach! Kontakt mit Exfrau ist einfach mühsam

    • (1) 17.09.18 - 18:42

      Liebes Forum,

      vielleicht gibt es hier Erfahrungswerte und ich bin ganz sicher, dass wir kein Einzelfall sind.

      Vermutlich werde ich etwas ausholen müssen, um ein etwas klareres Bild für Euch zu schaffen.

      Mein Lebensgefährte hat 2 Kinder aus 2 Ehen. Die Grosse ist ein Teenager und an der Ecke ist wirklich alles prima. Vernünftige Regelungen bezüglich Umgang, offener und konstruktiver Kontakt zur KM, ergo alles gut.

      Die kleine Tochter ist 9, die Scheidung fand 2016 statt. Die Kindsmutter hat die Trennung mit der Begründung initiiert, dass Sie einen Versorger will und keine Lust hat, weiter arbeiten zu müssen. Selbigen wolle Sie nun suchen und hat meinen Partner quasi vor die Tür gesetzt.

      Es besteht ein recht inniges Vater/Tochter Verhältnis und das Umgangsrecht war grundsätzlich zunächst gar kein Problem. Bis mein Partner mich letztes Jahr kennenlernte, ab dem Zeitpunkt kann ich das Verhältnis nur noch mit völliger Eskalation beschreiben.

      Seit dem Zeitpunkt verweigert sie jegliches Gespräch, Kommunikation nur noch schriftlich. Sie tippt Texte in word, fotografiert diese und schickt es dann per WA.
      Wüste Beschimpfungen sind dabei die Regel. Sie hat auch sofort einen Anwalt eingeschaltet, der nun z.T. relativ absurde Anträge stellt (Stufenunterhalt z.B.) die samt und sonders abgeschmettert wurden.

      Jetzt aber die Tragik: Sie instrumentalisiert das Kind massiv. Es kommen ständig Sätze wie: die Mama sagt, ich muss nicht mit "dieser Frau" reden; die Mama sagt, Du (Papa) sollst Zeit nur mit mir ohne die Frau verbringen; die Mama sagt, die Frau soll mir Sachen kaufen weil die doch genug Geld hat....usw.

      Letzteres wird gerne genommen, da das Kind zum Wochenendbesuch häufig ohne Kleidung geschickt wird.
      Grundsätzlich mag mich das Kind, aber wir benötigen immer einen kompletten Tag, bis Sie sich akklimatisiert hat und mich wieder beim Vornamen nennt und normal mit mir redet.

      Da sowohl KM als auch mein Partner derzeit keinen Urlaub finanzieren können, habe ich uns 3 eine gemeinsame Flugreise in die Türkei ermöglicht. Auch dort kamen ständig Attacken von der Ex. Erst hat Sie uns bis zur letzten Stunde vor Abflug im Ungewissen gelassen, ob Sie das Kind rausrückt, dann schickt Sie es mit einer Plastiktüte, in der 2 T-Shirts und 2 Hosen waren und sonst nichts. Keine Unterwäsche, keine Badesachen, nichts. Als würde sie es dem Kind nicht gönnen.

      Nun merkt man, dass sie den Umgang zunehmend maximal ungünstig plant, genau zu den Terminen, bei denen sie sicher ist, dass mein Partner diese als Unternehmer schwerlich wahrnehmen kann. Ich unterstelle, dass Sie die Absicht hegt, sukkzessive zu entfremden.

      Nun ist es auch so, dass mein Partner nicht mehr bereit ist, diesen "Affenzirkus" mitzumachen, er schmeisst so ein bisschen die Flinte ins Korn und will es dann zulassen, dass der Kontakt halt massiv reduziert wird, da er der Meinung ist, dass er das nicht akzeptieren möchte und das Kind schon verstehen wird, wenn es älter wird.

      Ergänzend ist vielleicht noch hilfreich zu erwähnen, dass sie dem ersten Kind meines Partners damals verboten hat übers Wochenende zu kommen und dieses Kind regelrecht "weggebissen" hat, da sie selbst ein etwa gleichaltriges Kind mit in die Ehe gebracht hat.

      Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Legt sich das? Aufgeben oder dranbleiben?

      Vielen Dank für Eure Meinungen

      Das Kind wird eher nicht verstehen, warum der Vater aufgegeben hat.
      Es wird mit der Wahrheit der Mutter aufwachsen und die Loyalität zur Mutter mehr steigen und zum Vater sinken.

      Außerdem kann man die Zeit nicht nachholen. Dein Partner wird vieles in der Entwicklung seines Kindes nicht erleben und gar keinen Einfluss darin haben.

      Ich glaube Kinder sind es wert, dass man um sie kämpft.
      Wie hier schon geraten wurde, sollte der Umgang verbindlich geregelt werden.

      Was die Bekleidung betrifft... so würde ich mir (sofern finanziell möglich) Ersatzkleidung besorgen. So kann man einen Konfrontationspunkt streichen.
      Dann läuft die KM mit der Aktion schon mal ins Leere.

      Was das Kind und ihre Äußerungen der KM betrifft. Bestärkt sie in ihrer Loyalität und weckt in ihr den Wunsch eine schöne Zeit mit euch zu erleben.
      z.B: " Deine Mama sagt, du mußt nicht mit mir reden?"- Da hat sie recht, du mußt nicht mit mir reden, aber es ist doch viel besser wenn wir uns sagen was wir wollen, schließlich kann ja keiner von uns Gedanken lesen, oder?"
      Du kannst ja auch mit Papa reden ;-)

      Die Kleine wird so nicht unter Druck gesetzt und wird sehr wahrscheinlich ganz normal mit ihr reden. Du bringst sie damit nicht in die Situation sich gegen etwas auflehnen zu müssen oder in einen Konflikt zu geraten.

      Auch wenn ihr zu Recht das Verhalten der KM kritisiert versucht die Kleine davon fern zu halten. Handelt ihr auch so hart und verbissen wie die KM so wird die Kleine irgendwann Schaden nehmen.

      Ob sich das legt?
      Kommt darauf an, wie ihr mit der Situation umgeht. Wie sich die Lebenssituation der Mutter zukünftig entwickelt. Wie die KM auf ggf anderes Agieren von euch reagiert.
      Es ist also schwer vorauszusagen.

      ich drücke euch die Daumen

      Karna

    • Hallo.

      Ich habe auch eine Trennung hinter mir. Meine Kinder waren damals acht und neun. Mein Ex vereinbarte immer Termine, die er nicht einhalten konnte/wollte und ich sie am Anfang immer noch entschuldigen musste. Das Spielchen habe ich nicht lange mitgemacht und gesagt, er möchte bitte die Termine direkt mit den Kindern absprechen und sollte er keine Zeit haben, er auch persönlich absagen. Ich halte nicht mehr meinen Kopf hin. Denn am Anfang dachten die Mädchen immer, ich wollte nicht, dass sie zu ihrem Vater gehen. Völliger Quatsch, was sie dann auch mitbekamen. So versuchte er noch mein Leben zu bestimmen bzw. manipulieren.

      An eurer Stelle, wenn möglich, würde ich nur noch mit der Tochter kommunizieren. Notfalls das Jugendamt mit einschalten und sagen, dass die Mutter das Kind verwehrt. Und dem Kind auch immer wieder sagen, dass es jederzeit willkommen ist. Dann merkt die Tochter schnell, dass die Mutter dazwischen funkt.

      Meine Nachbarin hat immer "Ersatzsachen" für ihr Enkelkind zuhause. Wenn sie kommt, zieht sie nur diese Sachen bei der Oma an. Die anderen werden frisch gewaschen und diese bekommt sie dann wieder an, wenn es nachhause geht. Die Ex-Schwiegertochter hat sie mit Absicht immer mit "Lumpen" und zu kleine Sachen hingeschickt in der Hoffnung, Oma kauft ja immer wieder neue Klamotten. Hat es am Anfang auch geklappt, jetzt nicht mehr. Sie hat sich auch sogar schon beschwert, warum sie mit den selben Sachen nachhause kommt. Frech muss man sein. So könnt ihr es doch dann auch machen.

      LG

      Das ist doch nicht die erste Mutter, die ihr Kind instrumentalisiert um dem Ex eins auszuwischen. Welche Hilfe hat sich der Vater an der Stelle denn schon geholt, damit seine Ex wieder ihre Grenzen kennenlernt? Ist ja nicht so, als ob man das klaglos hinnehmen müsste. Führt er Protokoll? Hat er Kontakt zu Jugendamt oder Kinderschutzbund?

      Warum er das Kind bestrafen will, dass sich die Mutter so aufführt ist mir auch nicht klar. In der Tat gibt es Präzedenzfälle, da verloren solche Mütter das Sorgerecht und das Kind kam zum Vater.

    • Hi all,

      erstmal vielen lieben Dank für Eure hilfreichen Antworten.

      Ein Anwalt ist natürlich eingeschaltet, das Verfahren auch bei Gericht hängig und selbstverständlich wurde auch das Jugendamt eingeschaltet.

      Es bestehen nur leider weiterhin die Probleme der Durchsetzbarkeit und natürlich das grundsätzliche Problem, dass man guten Willen nicht gerichtlich erzwingen kann.

      Es ist leider so, dass mein Partner auch häufig am Wochenende arbeiten muss. Das kommt aber weder überraschend noch kurzfristig, sondern ist etliche Monate im Voraus planbar. Sie legt nur den vereinbarten 14tägigen Besuchsrhythmus so, dass möglichst viele Besuchswochenenden betroffen sind. Ausweichtermine werden nicht akzeptiert. Dadurch wird natürlich sukzessive Entfremdung herbeigeführt.

      Zudem steht das Kind eben quasi unter Dauerfeuer, was die Instrumentalisierung betrifft. Auch das ist nach meinem Kenntnisstand gerichtlich schwerlich zu verbieten und auch wenn die KM grundsätzlich verpflichtet ist, den Kontakt positiv zu beeinflussen, ist die Durchsetzbarkeit auch dort schwierig.

      Wir spüren halt, dass das Kind in einem extremen Dilemma steckt, Sie darf daheim meinen Namen nicht erwähnen, alle Aktivitäten werden schlecht gemacht und man merkt einfach, dass sie extrem zwischen den Stühlen sitzt.

      Wir können natürlich bei uns so harmonisch wie möglich alles gestalten, wir können jedoch nicht ihren Loyalitätskonflikt komplett lösen.

      Genau daraus ist die Überlegung entstanden, sich vom Schlachtfeld zurückzuziehen. Wahrlich nicht, um das Kind zu bestrafen, sondern eher um die am wenigsten Schlechte Lösung für das Kind zu finden. (Von gut mag ich gar nicht reden, ist ja die Wahl zwischen Pest und Cholera)

      Deshalb habe ich auch gefragt, ob sich das nach Euren Erfahrungswerten legt. Leider ist es gerade so, dass es von Monat zu Monat immer schlimmer wird, erst gestern hat Sie den Kontakt zur älteren Halbschwester untersagt, mit der Begründung, dass ihr Kind an "Papa Wochenenden" das alleinige Recht auf den Papa habe...

      Und ich weiss sehr wohl, dass sie kein Recht hat, den Umgang inhaltich vorzuschreiben, aber es ist eine endlose Abfolge immer schlimmer werdender Attacken....
      Und das andere Kind wird dadurch ja auch noch quasi in Mitleidenschaft gezogen.

      Deshalb meine vage Frage, ob da Besserung in Sicht kommen könnte.

      Und P.S. nur eine Bemerkung zum Kleidungsthema, das haben wir natürlich schnell durch Ersatzkleidung bei uns gelöst, ich wollte damit nur die Attitüde verbildlichen....wie kommt man denn bitte auf die Idee, sein Kind ohne Unterwäsche in den Urlaub zu schicken?!?

      Ganz lieben Dank schonmal an alle

      • Beim Jugendamt fortlaufende Gespräche mit den Eltern und einem Mediator einfordern. Klar kann man dagegen vorgehen, wenn man der Mutter klar macht, dass sie nicht gegen den Vater, sondern gegen ihr eigenes Kind vorgeht, wenn sie so weiter macht. Und dass es auch sein kann, dass das Kind irgendwann die Schnauze voll hat und dann ganz zum Vater ziehen will bzw. dass sie das Sorgerecht verlieren kann.

        Das sollten aber Dritte tun und da würde ich genauso wenig nachlassen, wie sie es tut.

    Update: Leider hat Sie das Angebot vom Jugendamt zur Mediation mit der Begründung „kein Bedarf“ abgelehnt.....
    Unfassbar. Bin echt verzweifelt.

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