Plötzlich ist das "Bonuskind" da

    • (1) 02.02.19 - 02:31

      Hallo ihr Lieben,

      Ich schreibe, weil ich nicht weiß wie ich mit der neuen Situation umgehen soll. Und ich hoffe ihr könnt mir Tipps geben.

      Ich bin seit 3 Jahren mit meinem Freund zusammen. Ich habe 2 Kinder aus einer vorherigen Beziehung und aus meiner Ehe. Meine Jungs sind fast 7 und 4 Jahre alt. Wir haben uns hier als kleine Familie gut eingelebt, meine Kinder akzeptieren und lieben meinen Freund. Sie haben aber auch beide regelmäßig Kontakt zu ihren Vätern. Alles läuft soweit geregelt und gut.

      Mein Freund hat ebenfalls einen Sohn, 4 Jahre alt. Nachdem letzte Woche per Gericht endlich entschieden wurde, dass er ihn regelmäßig sehen darf, ist morgen bzw. heute der erste Tag, wo er ihn abholen darf. Sie haben sich seit Juli 2018 nicht mehr gesehen. Der Umgang wurde boykottiert. Ich und die Jungs habe den kleinen noch nie gesehen, ausser auf Fotos natürlich. Die Mutter hat vorher nicht erlaubt ihn mitzunehmen.

      Nun ist es so geregelt, dass mein Freund ihn jeden 2. Samstag abholt und ab Mai beginnen die Übernachtungen.

      Und mir schießen 1000 Fragen durch den Kopf. Wie geht man das alles an?? Wie gewöhnen wir die Kinder aneinander? Vater und Sohn sollten wohl erstmal Zeit haben sich wieder aneinander zu gewöhnen. Ab wann sollten wir mit "ins Spiel" kommen? Was wenn die Kinder sich nicht verstehen? Wenn jemand eifersüchtig ist? Wie soll ich mich dem kleinen gegenüber verhalten? Was, wenn er mich nicht mag? Evtl hat die Mutter ihm auch schlechte Dinge über mich/ uns erzählt.
      Plötzlich bin ich sowas wie eine "Stiefmutter" oder? 🤔

      Ich habe Angst, dass das alles nach hinten los geht.

      Für meine Kinder wird sich auch so viel ändern. Es wird kein Wochenende mehr geben, wo wir 4 was alleine unternehmen. Versteht mich nicht falsch. Ich bin auch froh, dass sich nun Eeeendlich alles "geklärt" hat und eine Entscheidung getroffen wurde. Endlich darf er seinen Papa richtig kennenlernen. Und sein Leben. Ich war diejenige, die das immer total befürwortet hat. Ich stand immer hinter meinem Freund. Aber jetzt zweifel ich einfach an mir selbst, ob ich das alles hinbekomme... Ob alles funktioniert, ob meine Kinder glücklich sein werden, ob sein Sohn sich bei uns wohlfühlt. Wir wollen ihn nicht überfordern, wollen ihm aber auch zeigen, dass zu Papa noch 3 andere Personen gehören.

      Morgen verbringen sie den Tag wohl erstmal alleine.. Hier soll es schneien. Wir haben überlegt, ob der Schnee nicht vielleicht eine schöne Sache ist, die die Kinder aber auch schnell zusammen führen könnte... Mit Schlitten, Schneeballschlacht etc. Wisst ihr was ich meine? Aber direkt am ersten Tag? Nach so einer langen Zeit? Wer weiß, was die Mutter ihm erzählt hat, warum Papa so lange nicht mehr da war... Momentan zweifeln wir noch daran, dass sie ihn überhaupt "raus gibt". Das glauben wir erst, wenn es morgen soweit ist.

      Es sind einfach so viele Gedanken und wir wollen nichts falsch machen.

      Habt ihr Tipps, wie wir da am besten ran gehen sollten?

      Liebe Grüße

      • Ich würde so schnell wie möglich das Kind deines Partners in eure Familie mit einführen - Kinder bekommen so schnell Kontakt untereinander - das hilft sicher sehr. Und ausserdem ist es halt das Lebensumfeld des Papas. Wenn das Kind erst 4 Jahre alt ist, merkt sich das Kind nicht alles, was Mama evtl. gesagt hat, sondern verlässt sich voll auf das Gefühl, was es hat, wenn es mit Papa bzw. euch ist.
        Freu dich drauf & versuche, ohne Vorbehalte in die Begegnungen zu gehen! Und integriert das Kind einfach in Euren Alltag - die Kinder mögen Alltag! Und sie fühlen sehr schnell, wenn es anderen Kindern gut geht - also mach "ganz normal" und integrier das Kind einfach. Ganz so, als ob es ein KiTa-Freund deines Kindes wäre!

        • Vielen Dank für deine Antwort.
          Ich habe eben die Nachricht bekommen, dass er ihn mitnehmen konnte :) mehr weiß ich noch nicht. Sie sollen heute erstmal Zeit miteinander verbringen und dann werde ich nochmal mit meinem Freund sprechen, wie wir es machen. :) ich denke er wird später erstmal sehr erleichtert sein, wenn alles gut geklappt hat.

          Liebe Grüße

      (4) 02.02.19 - 12:43

      Ich stamme selbst aus solch einer Konstellation. Habe meinen (Halb) Bruder kennen gelernt als ich 4 Jahre alt war.

      Meine Eltern haben es so gehandelt als wäre es das normalste auf der Welt. Das Leben ging für mich normal weiter, kein grosses Ding, nur dass mein Bruder auch da war und wir zusammen gespielt haben.

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