Wird bei Heirat Lohn der Frau angerechnet?

    • (1) 19.02.19 - 06:54
      Inaktiv

      Hallöchen, vielleicht weiss das jemand. Mein Freund zahlt aktuell ja Unterhalt an die Mutter seines Kindes. Wenn wir jetzt heiraten würden, würde dann die Unterhaltszahlungen angepasst resp. erhöht werden? Würde mein Lohn mit-angerechnet werden?

      • (2) 19.02.19 - 07:02

        Ein ganz klares und unwiderrufliches NEIN :)

        (Außer du verdienst sehr viel mehr als er bzw er arbeitet nicht)

        (3) 19.02.19 - 08:01

        Das würde ja im Umkehrschluss auch bedeuten, wenn die Kindsmutter wieder heiratet und ihr Mann angemessen verdient, müsste Dein Partner ggf. keinen Unterhalt mehr zahlen. Beides ist aber nicht der Fall, denn ausschließlich die leiblichen Eltern sind für den Kindesunterhalt zuständig. Genau genommen zahlt Dein Freund ja den Unterhalt nur auf das Konto der Mutter ein, weil das Kind noch nicht volljährig ist. Spitzfindig gesprochen zahlt er den Unterhalt aber an das Kind.

        Was aber passieren kann ist jetzt, dass Dein Partner durch die Heirat in eine andere Steuerklasse rutscht, mehr Geld als Netto erhält und dadurch auch in eine andere Berechnung fällt. Das könnt ihr über Steuerrechner online und die Düsseldorfer Tabelle prüfen, falls der Unterhalt anhand dieser gezahlt wird.

          • Meine Information ist, wenn ein Partner verhältnismäßg viel weniger verdient, als der andere Partner, nimmt dieser (meist ja die Frau) die 5 und ihr Mann die 3. Ansonsten nehmen beide die 4. Also kommt dann die Unterhaltszahlung für ein Kind als entscheidender Faktor noch oben drauf?

            (10) 19.02.19 - 14:38

            Das mit den unterschiedlichen Verdiensten und der 3 und 5 ist zwar richtig, aber im vorliegenden Fall nicht sinnvoll.
            Denn derjenige, der die 3 nimmt, zahlt prozentual weniger Steuern, hat somit mehr Verdienst - ist das der Mann, dann zahlt er möglicherweise mehr Unterhalt.
            Dafür hat seine Frau in der 5 dann weniger Verdienst.
            Es fehlt dann also Geld in der ehelichen Haushaltskasse, was im Falle von Unterhaltsverpflichtungen sicher nicht gewollt sein kann - vor allem, wenn die Frau noch eigene Kinder zu versorgen hat, welche dann benachteiligt würden...

            • (11) 19.02.19 - 20:00

              Ich bin noch gar nicht auf die Idee gekommen, darüber in der Form nachzudenken. Meine Fragen sind eher auf persönlichem Interesse begründet.. uns wurde geraten auf 3/5 zu gehen.

    (12) 19.02.19 - 12:29

    Hallo

    Solange er den Mindestunterhalt zahlt, passiert da nichts.
    Wenn er den nicht zahlt, kann sien Selbstbehalt gesebkt werden, um diesen zu zahlen. Aber das kann auch nur ein Gericht und auf keinen Fall das Ja!

    Will hier nichts schreddern, aber habe dazu auch eine Frage:
    Wenn der Mann jetzt eine Frau heiratet, die signifikant mehr verdient als er, könnte das Einfluss haben?
    Man könnte ja argumentieren, dass er mehr realeinkommen hat, da er z.B. Mietfrei wohnt in ihrer Immobilie.

    • Nein, kann es nicht. Es zählt allein sein bereinigtes Nettoeinkommen.
      Ob er mietfrei wohnt oder eine horende Miete zahlt, ist egal.

      • (15) 22.02.19 - 19:39

        Unser Anwalt hat den Selbstbehalt meines Mannes um die 'gesparte' Miete gemindert, respektive aus rechtlichen Gründen mindern müssen.
        Da jeder Fall anders aufliegt und die gesamte Thematik weder logisch noch zeitgemäß ist, geht meistens kein Weg an einen kompetenten Anwalt vorbei.

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