Umgang zwischen Vater und 4 jährigem Sohn

    • (1) 07.03.19 - 15:44

      Hei, sorry langer Text,

      Ich hätte gerne mal eure Meinung gewusst. Der Vater meines ersten Sohnes ( 4 Jahre) und ich sind seit der Schwangerschaft getrennt. Er wollte das Kind nie haben hat mich das auch spüren lassen und mich immer wieder versucht zu einer Abtreibung zu überreden. Ich habe mich für das Baby entschieden. Nach einem Jahr kam das Jugendamt ins Spiel weil er auf einmal doch Interesse hätte. Zu dem Zeitpunkt war ich schon lange wieder mit meiner Jugendliebe zusammen der auch die ganze ss und bei der Geburt da war. Er hat sich um das Baby gekümmert als wäre es Seins. Als mein Sohn dann eines Tages Papa zu ihm sagte war das für uns kein Problem. Als der Kontakt zwischen biologischen Papa und Sohn regelmäßig wurde habe ich meinem Sohn gesagt er hat 2 Papas was er auch angenommen hat. Er sagt auch zu beiden Papa. Seit ein paar Monaten kommt mein Sohn nach den Treffen mit seinem biologischen Vater zu mir und sagt ”Papa Nico sagt immer du lügst ich habe gar nicht zwei Papas aber das stimmt nicht oder ?” Er versucht ihm immer wieder wenn er bei ihm ist einzureden nur er ist sein Papa er merkt absolut nicht dass sein Kind das gar nicht will. Mittlerweile bin ich im 5. Monat schwanger und auch davor macht er nicht halt. Mein Sohn freut sich riesig über sein Geschwisterchen. Er kam zu mir und meinte Mama Papa Nico hat gesagt das ist nur mein Halbgeschwisterchen. Ich verstehe nicht wie man einem 4 jährigen sowas ständig unter die Nase reiben kann. Für ihn ist es vollkommen ok 2 Papas zu haben keiner der beiden hat Nachteile davon. Ich halte das nicht mehr aus meinen Sohn zu sehen wenn er wieder zu mir kommt und sagt Mama wieso sagt Papa Nico sowas immer. Ich habe schon versucht mit dem biologischen Papa zu reden, aber da kommt nur so etwas wie ich Lüge unseren Sohn an das wäre ein Beweis für meine geistige Beschränktheit. Ich bin der Meinung ich Lüge ihn nicht an für ihn sind beide Männer seine Papas der eine emotional der andere biologisch wieso kann man nicht sein eigenes Ego runterschlucken? Habt ihr Tipps ?

      • Mal angenommen, Papa Nico hätte auch eine Partnerin. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Euer Sohn sie Mama nennt?

        • Er hat sich ein Jahr lang nicht um sein Kind gekümmert! Wieso darf er sich Papa nennen nur weil er der Erzeuger ist?! Das Wort Papa muss man sich verdienen. Das hat er bis heute nicht. Der einzige Grund warum mein Sohn Papa zu ihm sagt ist weil es ihm so lange eingeredet wurde bis mein Sohn das verinnerlicht hatte.

          • Er ist nunmal sein Papa ob du willst oder nicht. Ihr Habt es verpasst ihm zusagen wer dein Partner ist. Nämlich nur der Ersatz Papa. Er wird älter und auch nicht dumm irgenwann zu wissen das man keine 2 papas haben kann. Verstehe sein Vater absolut er hat ja Recht. Ihm ist bestimmt in den Jahren bewusst geworden das er es liebt Papa zu sein. Also lieber jetzt alles sagen als wenn es zu spät ist und er richtig sauer auf dich wird

        Wenn das Kind bei Papa Nico und Frau leben würde fänd ich es berechtigt. Ihr Freund war aber von Anfang an der Vater und hat sich gekümmert. Der biologische Vater nicht, aber macht nun Theater. Passt nicht so ganz

        Meine Eltern sind geschieden seit ich 2 Jahre alt war. Die restliche Zeit bin ich mit meinem "Stiefvater" aufgewachsen, den ich bis heute Papa nenne - obwohl ich einen super Draht zu meinem leiblichen Vater habe und beide regelmäßig sehe. Ich wohnte in seinem Haus, er kam finanziell für mich auf, er holte mich von der Schule ab, er tröstete mich bei meinem ersten Liebeskummer und und und.

        Mein Kind wird, wenn er auf der Welt ist, demnach auch zwei Opas haben.

        Auch wenn eine Trennung für Kinder schwer sein kann - es ist eine Möglichkeit, dass Kinder lernen können, dass sie jeden erdenklichen Menschen auf dieser Welt lieb haben können. Biologie hin oder her.

        Dass der leibliche Vater sich so verhält, ist einfach nur mies. Eltern sollten Konflikte oder emotionale Gebrechen nicht über Kinder austragen.

        Schonmal ein Gespräch (Du und leiblicher Vater) geführt?

    Also ich finde das auch etwas speziell mit 2 Papas.

    Und ganz unrecht hat der leibliche Vater nicht, man hat nur einen Vater und es ist tatsächlich sein halbgeschwisterkind.

    Ich finde es nicht schlimm, dass er seinem Sohn das sagt, dann ist es von Anfang an selbstverständlich.

    Das er sich ein Jahr nicht gekümmert hat ist sehr unschön, aber das „Papa“ neuerdings ein Titel ist, den man sich erarbeiten muss ist mir neu.
    Es ist eine andere Bezeichnung für Vater. Nicht mehr und nicht weniger.

    • Dann müsste er ja den einen Papa und den anderen Vater nennen.
      Kinder können ja auch zwischen zwei Omas unterscheiden, warum nicht zwischen zwei Papas?

      Papa hat halt im Vergleich zu Vater eine deutlich emotionalere Komponente. Ich finde nicht, dass es "nur" eine Bezeichnung ist in der Welt eines Kindes.

      Das mit dem Halbgeschwisterchen kann ein 4 jähriger doch noch gar nicht so richtig verstehen. Das "nur" vermittelt ja irgendwie, dass es was schlechtes ist. Ich finde auch, dass das zu viel Info für ein kleines Kind ist.

      • (9) 08.03.19 - 12:02

        Ach quatsch, Papa ist und bleibt eine Bezeichnung für Vater punkt. Wenn das jetzt ein schwules Ehepaar wäre, ja dann könnte man von 2 Papas sprechen. Aber in dieser Konstellation ist es schlichtweg falsch. So wie ich den ganzen Text hier lese sagt der echte Vater ja nur die Wahrheit. Das mit den 2 Papas stimmt und das mit dem Halbgeschwister stimmt auch. Das Problem sind wohl eher die verletzten Gefühle der TE aber rein sachlich hat der richtige Vater Recht.

        (13) 08.03.19 - 12:40

        mE Erachtens geht es hier um eine Kränkung des leiblichen Vaters, einen überforderten 4jährigen und eine bemühte Mutter, die eine möglichst heile Welt für ihren Sohn wünscht

        • (14) 08.03.19 - 12:43

          Das ist ja das gute an der freien Meinung :-) meines Erachtens geht es hier nämlich um eine gekränkte aufgewühlte Mutter und einen neugierigen 4jährigen.

Ansichtssache. Wenn ich das richtig verstehe ist bei dir derjenige Papa, der das Kind zeugte. Dann dürften Adoptivkinder ihre neuen Eltern auch nicht Mama und Papa nennen, sondern die Erzeuger. Finde schon, dass man sich den Titel erarbeiten kann. Wer sich kümmert ist Mama und Papa. Kinder zeugen können viele, Eltern sein hingegen nicht

  • (16) 11.03.19 - 12:55

    du vergleichst hier Äpfel mit Birnen oder seit wann leben adoptierte Kinder bei den Adoptiveltern UND den biologischen Eltern? #augen

Hey. Ich kann dich irgendwie verstehen und finde es auch nicht schlimm dass er deinen Partner Papa nennt. Wenn das für ihn und deinen Sohn in ordnung ist wen sonst sollte es stören?
Schließlich war er immer für dich und deinen Sohn da und kommt der vaterfigur am nächsten.
Leider kann ich dir keinen Rat geben. Du hast ja schon versucht mit dem leiblichen vater drüber zu sprechen.
Wäre dein Sohn älter würde ich ihm dann erklären dass er einen biologischen und einen ,wie du so schön gesagt hast, emotionalen vater hat der ihn liebt wie sein eigenes kind. Und dass das baby zwar einen anderen biologischen vater hat wie er aber ihr trotzdem eine Familie seid.
Aber wie weit er das mit vier versteht kann ich nicht einschätzen.
Vielleicht wäre es eine Idee mit einer familienhilfe mal darüber zu sprechen
Z.b caritas , pro Familia oder auch jugendamt. Die könnten auch vermittelnd wirken zum kindsvater
Lass dich nicht unterkriegen
Liebe Grüße

Hallo.

Da der leibliche Vater wohl nicht damit umgehen kann die Bezeichnung Papa zu teilen und seine eigenen Befindlichkeiten hinten an zu stellen, würde ich offensiv mit dem Thema umgehen. Das heißt ich würde mich mit meinem Sohn hinsetzten und versuchen ihm die Dinge aus deiner Sicht zu erklären. So wie sie sind. Es wird sich nicht vermeiden lassen, das der Vater ihm weiter sein Weltbild und damit auch seine Wertung und Einstellung versucht zu vermitteln. Also kommst du ihm am besten zu vor.

Ich würde wohl versuchen ihm zu erklären, wie es zum Baby kommt. Natürlich nicht im Detail. Aber irgendwas werdet ihr sicherlich gesagt haben, wenn gerade ein Geschwisterchen unterwegs ist. Dann würde ich erklären, dass es zwei Arten von Papas gibt: Die genetischen, die die gleich Haarfarbe, Augenfarbe etc haben und die anderen, die jeden Tag da sind, spielen, Bücher Vorlesen und trösten wenn man traurig ist. Das es toll ist 2 Paps zu haben, weil man zb 2 mal Geschenke bekommt. Und das beide zu seinem Leben gehören und beide ihn lieb haben. Dann würde ich ggf noch erklären, dass ihr 4 (Sohn, Partner, du und bald das Geschwisterchen) eine etwas andere, aber trotzdem tolle Familie seid.

Liebe Grüße von jemandem der selbst 2 Papas hat...

Ja,Deine Aufgabe ist es,dem Kind liebevoll zu erklären....der Papa hat eben recht aber dies ändert ja nichts...

Ich verstehe dich total und der Vater verhält sich da sehr kindisch. Er läuft einen Egotripp, wie ja auch schon während der Schwangerschaft und dem ersten Lebensjahr. Mein Sohn hat auch zwei Papas. Er ist schon 11 Jahre alt und hat sich mit 9 Jahren selbst entschieden beide so zu nennen. Das wird dein kleiner sicherlich auch mal. Dein Ex will euer Glück stören, so wirkt es auf mich. Einem vierjährigen zu erklären was eine Halbschwester ist...Ich finde so eine Bezeichnung sowieso komplett daneben. Hauptsache es ist Liebe im Haus.

Mein Tipp: hm...schwierig. Zeig dich kompetent, sachlich und stark deinem Ex gegenüber. Ansonsten erzähl ihm mal, dass dich das belastet und du dich beraten lässt. Meistens wirkt sowas schon 🤪

Ich hatte auch zwei Papas :-) zum Glück haben weder meine Mutter noch mein leiblicher Vater je ein schlechtes Wort über einander verloren. Aber ich wusste auch früh, dass es eben zwei verschiedene Arten von Vätern sind. Ich habe es immer als "leiblicher Vater" und "Alltagspapa, mit dem ich frühstücke und der mich ins Bett bringt" erklärt und auch so wertgeschätzt. Der "Alltagspapa" war immer viel mehr mein Papa als der andere.

Übrigens hat mir die Seite meines Alltagspapas gern erklärt, dass xy ja gar nicht meine "richtige" Cousine/Tante/... sei. Oder noch schlimmer: nicht mein richtiger Vater. So ähnlich wie nun bei euch das "nicht richtige Geschwisterkind, nur Halbschwester/-bruder". Ich finde das noch heute verletzend, weil ich das natürlich weiß, aber einige immer nochmal klarmachen müssen, dass man nicht so richtig zusammengehören würde. Das ist einfach ätzend.

Natürlich soll dein Kind wissen, wie es rein biologisch ist. Das kannst du auch jetzt schon gut erklären. Dein Kind sollte da auch nach und nach selbstbewusst zu stehen können: "Aber Papa, das WEISS ich doch! Ich nenne sie/ihn trotzdem "meine Schwester"/"meinen Bruder"."

(22) 08.03.19 - 04:11

Dein Ex hat aber Recht mit dem was er sagt. Das musst du zugeben. Auch wenn ihr das nicht gerne hören wollt. Ich finde auch das ein 4 jähriger in diesem Fall die Wahrheit kennen sollte. Er wird älter und irgendwann verstehen das Papa Nico Recht hatte. Dann kannst du ihm erklären warum Mama nicht die Wahrheit sagt. Die Wahrheit schadet niemanden. Lasst sie ihn wissen.
Das dein Ex diese Situation nicht toll findet ist verständlich. Würdest du vermutlich auch nicht.
Er hat sich jetzt eines besseren besonnen und möchte euerm Kind ein Papa sein. Das ist gut so. Du musst ihm jetzt nicht den Rest seines Lebens unter die Nase reiben, das er im ersten Jahr nix von ihm wissen wollte. DAS ist übrigens eine Wahrheit die ein 4 Jähriger NICHT wissen muss.
Sei doch froh für dich und vor allem für deinen Sohn das er sich geändert hat. Da warten manche Mütter ewig vergebens drauf.

  • Ich habe in keiner Silbe etwas davon erwähnt, dass ich nicht froh darüber bin, dass er sich kümmert. Aber wie er sich kümmert ist das Problem. Wenn mein Sohn zu mir kommt und sagt Papa Nico hat gesagt du bist behindert allein auf der Grundlage, dass ich mein Kind entscheiden lasse wer für ihn der Papa ist, ist mehr als fragwürdig. Absurd. Vater ist nicht gleich Vater

(25) 08.03.19 - 09:48

Jetzt lasst aber mal die Kirche im Dorf!!!!
Als würde sie ihren Sohn anlügen, weil biologische Fakten dem Erzeuger zu spielen.... 🙄🙄🙄

@ Threaderstellerin:
Ich finde du hast absolut Recht mit den 2 Vätern!
Und ich unterschreibe auch, dass man sich denn Titel "Papa" verdienen müssen sollte!!! Erzeuger wird man einfach so... aber eine Vaterrolle ist doch was ganz anderes.
Und nur will du die Meinung mit dem Verdienen vertrittst, lebst du es ja ganz anders: Du lässt dem Erzeuger ja seine Vaterrolle!!!

Jemand schrieb hier, wie es wäre wenn dein Sohn die neue Partnerin Mama nennen würde.... das ist tatsächlich ein Argument, dass mir zugegebenermaßen nicht gefallen würde....
Vielleicht wäre ja eine Lösung dass nicht beide Männer "Papa" sind, singen unterschiedlich heissen?
Papa, Paps, Vati, .... keine Ahnung....

andererseits find ich es auch schwer, dem Kind den emotionalen Papa jetzt zu nehmen.... wie du schreibst .... ER war ja immer da....

Hmmm...

Und dass mit deren Halbgeschwisterchen.... ohne Worte.
Da frag ich mich echt, wie groß die Missgunst ist, wenn man seinem eigenen Kind so die Vorfreude madig macht...

Ich glaube ich würde meinem Kind sagen, dass es tatsächlich nur ein Halbgeschwisterchen ist, aber das überhaupt keine Rolle für euch spielt, und du es trotzdem als sein Geschwisterchen siehst.
Und so auch die Papa Sache erklären.
Ja, er hat nur einen richtigen Papa, aber der andere ist ja wie ein Papa und darf deshalb so genannt werden.

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