Krankenversicherung

    • (1) 05.05.19 - 18:37

      Guten Abend,

      Ich habe eine Frage bzgl der Krankenversicherung für den Sohn meines Mannes. Sein Sohn lebt bei seiner Mama und ist bisher auch über die gesetzlich familienversichert. Nun denken die Mama und ihr Mann darüber nach in Zukunft eventuell ein Kind zu bekommen und die möchte sich dann, wenn sie nicht mehr arbeitet, über ihren Mann Privatversichern und ihren Sohn dann auch. Nun zu meiner Frage. Bei einer Privatversicherung fallen soweit ich weiß monatlich Beiträge an. Von wem müssen diese gezahlt werden? Mein Mann zalt Unterhalt, muss er die Beiträge für die privat Versicherung ebenfalls zahlen ? Oder muss die Mutter die Beiträge zahlen, da es auch ihr Wunsch ist privat versichert zu sein ?
      Über Antwort würde ich mich sehr freuen

      • (2) 05.05.19 - 18:46

        Das soll natürlich immer „sie“ heißen wenn die Mama gemeint ist und nicht die 🙈
        Und zahlt und nicht zalt. Ohweh bitte nicht so genau darauf achten, kann es nicht mehr korrigieren

        (3) 05.05.19 - 18:58

        Dein Mann hat das Sorgerecht?
        Welche Krankenversicherung hat er denn? Das Kind kann doch in seine Versicherung, falls er in der GKV ist.

        • (4) 05.05.19 - 19:09

          Ja er hat das Sorgerecht und ist in der GKV. Allerdings möchte seine Ex- Frau nicht das ihr Sohn über meinen Mann krankenversichert ist

          • (5) 05.05.19 - 19:42

            Ich glaube, das wird sie nicht entscheiden dürfen allein.
            Das Kind hat Anspruch auf eine Krankenversicherung. Gezahlt muss sie vom umgangsberechtigten Elternteil werden. Der Sohn war aber nie in einer PKV (oder?) demnach hat er nur Anspruch auf die Basisabsicherung in der PKV. Luxus muss der Vater nicht zahlen.
            Als Vater würde ich in dem Fall darauf bestehen, dass er ganz offiziell in den Papieren der PKV als Versicherungsnehmer steht und auch am Jahresende die Abrechnung für das Finanzamt bekommt (sowas kann man steuerlich absetzen).
            Aber das Ganze hat einen nicht ganz unerheblichen Haken für die Mutter: Krankenversicherungsbeiträge vermindern das anrechenbare Nettoeinkommen zumeist ganz empfindlich. Es kann also durchaus sein, dass dein Mann durch die PKV weniger Unterhalt zahlt.
            Durch den geringeren Unterhalt und die Steuererstattung ist es dann schon nicht mehr ganz so schlimm.

            • (6) 05.05.19 - 19:44

              Oh...gilt natürlich nur, wenn der Vater dem Spaß zustimmt. Er muss sich nur weigern. Sie kann das nicht über seinen Kopf entscheiden und ihn zahlen lassen.
              Verträge kann man übrigens auch widerrufen ... nur falls sie das hinter seinem Rücken macht.

            • (7) 05.05.19 - 20:12

              Oh ok. Also wenn er dem zustimmt und sie kommt mal auf die Idee das er das zahlen soll, müsste er die Beiträge für die PKV zahlen ? Bisher war der Sohn immer gesetzlich Krankenversichert.
              Mein Mann würde ihn natürlich auch über sich versichern aber das möchte die Mutter aus irgendeinem Grund nicht

              • (8) 06.05.19 - 08:31

                Dies soll er klären lassen,was heißt die Mutter will dies nicht
                Da muss Sie die Beiträge auch selber aufbringen

                • (9) 06.05.19 - 08:42

                  Ja hab mit meinem Mann darüber gesprochen. Wenn die Situation Eintritt wird er diesbezüglich noch mal mit seinem Anwalt sprechen. Generell haben wir mit der Mutter und ihrem Mann ein gutes Verhältnis und sie sagten auch sie würden die Beiträge für die PKV zahlen aber man weiß ja nie was in Zukunft kommt und wenn das Geld dann doch mal eng werden sollte, sie sich dann die PKV von meinem Mann zahlen lässt.

                  Sie gibt leider keine genauen Gründe an, weshalb ihr Sohn nickt über seinen Vater versichert sein soll. Sie möchte einfach das er über sie versichert ist. Generell hat mein Mann damit auch kein Problem, er möchte jedoch nicht später die Versicherung zahlen, wo er doch ein Recht auf die Familieenversicherung der GKV hat.

                  • (10) 06.05.19 - 11:13

                    Es gibt nur einen Grund in meinen Augrn,sie kann das Kind bei sich absetzten,ist nicht wenig...

                    • Naja sparen kann man maximal in Höhe des eigenen Steuersatzes.

                      • Und du kennst Ihren Steuersatz?
                        Ich bekommen z.B die Hälfte der Beiträge auch noch erstattet aber nur wen ich diese selbst zahle.

                        • Egal wie hoch der ist, es sind nie 100%

                          • Schließt Einsparungen aber nicht aus

                            Egal ob gesetzlich oder privat: Die monatlichen Beiträge für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung können Sie als Sonderausgabe in Ihrer Steuererklärung eintragen – auch die Beiträge für Ihr Kind. Voraussetzung dafür ist, dass Sie einen Anspruch auf Kindergeld oder den Kinderfreibetrag für Ihr Kind haben, zum Unterhalt verpflichtet sind und Sie die Beiträge auch tatsächlich bezahlt haben.


                            In meinem Fall als selbstständige rutsche ich sogar unter die Bemessungsgrenze..

                        (16) 06.05.19 - 12:50

                        Deine Rechnung geht nicht auf.
                        Du bekommst die Hälfte erstattet von deinem Arbeitgeber. Das klappt, weil du nur eine Person bist.
                        Das Ganze gedeckelt bei der Höhe des Zuschusses den der AG für die GKV zahlen würde. der mag ja „hoch“ sein, doch glaube mir, die halben Beiträge von 3 Vollversicherungen in der PKV sind definitiv teurer, oder es gibt einen extrem hohen Selbstbehalt (der aber gerade bei Kind nicht gerade zu empfehlen ist).

                  (18) 06.05.19 - 13:04

                  Sie konnte das Kind schon immer bei sich absetzen. Das Neue wäre jetzt, dass sie die Beiträge zur BASISABSICHERUNG absetzen kann. Die sind summenmässig eher niedrig.

                  Außerdem bekommt man immer nur einen kleinen Teil dessen zurück, was man ausgegeben hat. Und hier in dem Fall, nur einen kleinen Teil der Basisabsicherung - Chefarzt ist Luxus.

                  Sie hat also mal angenommen ca. 2400€ Jahresbeitrag Basisabsicherung PKV + Luxus, der aber in der Steuer irrelevant ist. Bezahlt hat sie selbst davon 1500€, weil der AG-Zuschuss nicht komplett gereicht hat. Und mit viel Glück bekommt sie dann vielleicht 300€ vom Finanzamt zurück.

                  Damit hat sie einen effektiven Verlust von 1200€ + die Luxusbeiträge + Selbstbehalt + all die Dinge, die die PKV nicht zahlt. Damit lohnt sich das also in deinen Augen?

                  • (19) 06.05.19 - 13:36

                    Du hast in allem recht aber weißt nicht ob dies alles so ist.
                    In meinem Fall reichen die Beiträge um unter der Bemessungsgrundlage zu bleiben,was ziemlich klasse ist für mich.....

                    • (20) 06.05.19 - 15:37

                      Auch diese Begründung in dem Fall reicht nicht. Wir haben eine Steuerprogression. Das, was man an Steuern spart ist deutlich geringer, als die Beiträge für die Krankenversicherung.

                      Bei Dir mag das sinnvoll sein. Du bist aber auch eine erwachsene Person und hast normalerweise keine Chance auf Dauer in die Familienversicherung zu kommen und nebenbei hast du die Pflicht, Steuern zu zahlen.
                      Bei einem minderjährigen Kind ohne Einkommen, welches in der kostenlosen Familienversicherung ist, gibt es keinerlei Pflichten in diese Richtung. Die Mutter kreiert nur zusätzliche Kosten. Zwar kann sie diese absetzen, aber sie wird noch immer ein hohes Minus machen - Jahr für Jahr für Jahr. Und wir wollen hoffen, dass dem Kind mal nie etwas ernsteres passiert, denn eine PKV denkt wirtschaftlich.

              (21) 06.05.19 - 12:57

              Wenn die Frau möchte, dass der Sohn über sie versichert ist, sollte sie einfach in der GKV bleiben.

              Will sie dies nicht und will sie auch nicht eine private KV für ihren Sohn abschliessen und zahlen, wird der Sohn einfach über den Vater bei seiner GKV mitversichert. Ich würde da auch nicht diskutieren - sie kann den Vater nicht zu Mehrausgaben für etwas Sinnloses zwingen.

        (22) 06.05.19 - 13:09

        Er soll sich beim Anwalt beraten und dort ein Schriftstück aufsetzen lassen. Das sollen dann Alle unterschreiben.
        Dort muss drin stehen, dass der Vater bereit ist den Sohn in seine GKV zu nehmen und die Mutter das aus persönlichen Gründen ablehnt. Sie wünscht eine Versicherung in der PKV ihres zukünftigen Mannes auf ihre eigenen Kosten.

        Nur habt ihr euch auch überlegt, was bei einer Scheidung passiert?

        • (23) 06.05.19 - 13:42

          Würde es denn zum Problem werden, wenn sie sich scheiden ließen?
          Im Moment ist mein Mann eher der Auffassung das er der pkv nicht zustimmt und sein Sohn dann einfach über ihn Familienversichert wird. Er möchte eventuellen Ärger der entstehen könnte aufgrund der Kosten einfach umgehen. Wobei es wahrscheinlich auch noch zu Ärger kommen wird wenn er der PKV nicht zustimmt.

          • (24) 06.05.19 - 16:14

            Naja, so wie du schreibst, ist der Zukünftige in der PKV und nicht die Mutter. Sie plant offenbar (zunächst) ein Leben als Hausfrau. Anders geht der Plan ja nicht auf. Nur so kann ja bei einer Heirat sowohl sie, als auch das Kind in die PKV. Ok, sofern Beide natürlich durch die Gesundheitsfragen kommen - ich würde der PKV 100%ig widersprechen, wenn bestimmte Bereiche ausgeschlossen werden oder ein Risikozuschlag erhoben wird.
            Der Weg aus der PKV ist dann schwer, wobei Kinder es immernoch leichter haben als Erwachsene.
            Bei der Aufnahme in die PKV wird ja der Stiefvater der Versicherungsnehmer - sonst macht das keinen Sinn. Ebenso für die Mutter ist der Ehemann der Versicherungsnehmer. Was immer also passiert, die Versicherung wird den Stiefvater kontaktieren. Es ist schon eklig, wenn das Kind in der PKV über den umgangsberechtigten Elternteil versichert ist...aber DAS ist ja dann nicht mehr zu übertreffen. Das Geld überwiesen bekommt immer der Stiefvater, der hat aber mit dem Kind gar nix (mehr) zu tun. Bezahlt hat die Mutter...wie lange rennt sie dann ihrem Ex hinterher und bettelt um das Geld? Die ganze Kommunikation mit der Kranken -und Pflegekasse läuft über den Stiefvater. Er bekommt dann z.T sensible Dokumente zugeschickt...an ihn adressiert. Möchtest du echt deinen Ex informieren, welche Hilfsmittel dein Kind braucht oder welche Behandlung du beantragst?
            Wer zahlt denn die Beiträge für das Kind (und kann es so auch von der Steuer absetzen)? Normal ja der Versicherungsnehmer, der hat nämlich den Vertrag unterschrieben. Nur bezweifle ich, dass der Mann die Versicherungsbeiträge für das Kind seiner Ex zahlen will.

            Nur ein „kurzer“ Abriss zum Thema Scheidung. Ist hart schon vor der Hochzeit das Thema anzusprechen, aber es ist wichtig.

            Da die Mutter selbst PKV ist, hat das Kind bei der Scheidung nicht die Wahl zwischen GKV und PKV. Diese Wahl hätte das Kind nur bei der Scheidung zwischen den leiblichen Eltern, denn dort ist ein Elternteil PKV und einer GKV.

            • (25) 06.05.19 - 16:56

              Ja genau, der Mann der Mutter ist in der PKV und über ihn soll dann sie und der Sohn versichert werden, wenn sie ein gemeinsames Kind bekommen.
              So wie du schreibst, sollte man sich das tatsächlich drei mal überlegen ob man das so möchte. Hab das eben meinem Mann vorgelesen. Wir haben tatsächlich bisher darüber noch gar nicht nachgedacht, was im Falle einer scheiden passiert. Mein Mann ist ist durch das was du beschreibst in seiner Meinung bestärkt, der PKV nicht zu zustimmen.
              Danke für deine ausführliche Antwort

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