Bis welches Alter Umgangswochenende?

    • (1) 06.05.19 - 12:08

      Hallo zusammen, vielleicht haben ja einige Erfahrungswerte und zwar: Bis zu welchem Alter in etwa finden die Umgangswochenenden statt? Also klar ist das bei jedem Menschen anders und es kommt auf viele Faktoren an, aber gibt es so ein ungefähres Alter wo man merkt, dass die Kinder nun nicht mehr regelmässig zum anderen Elternteil wollen? Ich könnte mir vorstellen, dass das vielleicht in der Teenagerzeit anfängt.. wenn überhaupt.

      Die Tochter meines Partners ist 10 und er hat jetzt schon Angst, dass sie bald nicht mehr so oft zu ihm kommen möchte (wir haben sie alle 14 Tage plus Hälfte Ferien). Einfach dem Alter geschuldet, nicht weil etwas nicht gut wäre oder wir nicht viel mit ihr unternehmen. Aber unsere Situation ist auch so, dass wir ziemlich abgelegen wohnen. Also mit Auto überhaupt kein Problem, aber in unserem Dorf gibt es nicht mal einen Supermarkt, nichts! Öffentliche Verkehrsmittel-Anbindung nur sehr sehr schlecht. Daher könnte ich mir auch vorstellen, dass die Kleine irgendwann mal einfach keinen Bock mehr hat weil es bei uns ja nichts gibt, weil ihre Freunde im Dorf bei der Mutter wohnen etc..

      • Das ist ja bei jedem anders...

        Mein Stiefsohn besteht immer noch auf seine "alle-zwei-Wochenenden-bei-Papa" und der ist inzwischen 19 :-)

        Er darf das selber regeln wie er möchte und er möchte das so. Das macht er seit er 12 ist. Wir wohnen aber so nah dran, dass er seine Verabredungen und Freundeskreise so pflegen kann, als wäre er "zu Hause".

        Lichtchen

        • Vielen Dank für deine Antwort. Ja das ist natürlich super, wenn ihr so nah an seinem anderen Zuhause wohnt. Bei uns sind es auch 'nur' 10 Autominuten von ihrer Mutter. Wie gesagt, mit Auto null Problem.

          Ich habe mich nur auch schon gefragt wie das wird wenn sie älter wird. Mit dem Fahrrad würde es nicht gehen da es lange und gefährliche Streckenabschnitte gibt (und einfach auch zu weit ist). Öffentliche Verkehrsmittel gibt es kaum, sie wird also immer darauf angewiesen sein, dass sie abgeholt und gebracht wird. Ich denke das alles wäre noch ok aber da bei uns im Dorf wirklich GAR nichts ist frage ich mich schon, ob sie sich nicht irgendwann langweilt und eben gar nicht mehr kommen will. Das wird sich dann wohl zeigen..

          (4) 08.05.19 - 07:57

          Zu der Fragecan sich kann ich nichts sagen... aber so als typisches Dorfkind: Eine Option wäre vielleicht ja im passenden Alter ein Mofa Führerschein? Hatte ich für mehr Mobilität auch, viele Freunde ebenso. Meine Schulfreundin hatte den Roller dann bei ihrem Papa an den Umgangswochenenden zur Verfügung um trotzdem mit uns ins Freibad o.ä. zu können. ;) War halt ein "Papa-Tochter" Ding auf das sie sehr stolz war und das sie gemeinsam gepflegt haben. (Und der Papa war froh nicht mehr so viel Taxi spielen zu müssen)

          • (5) 08.05.19 - 09:11

            hey vielen Dank für diese Antwort. Das finde ich ehrlich gesagt eine super Idee, darauf wäre ich jetzt irgendwie gar nicht gekommen (ist ja auch noch weit weg mit 10, vielleicht deshalb) aber finde ich jetzt wirklich ganz toll :-) Das gibt dann auch für den Papa/Mama eine Entlastung, wenn sie sie nicht immer von a nach b fahren müssen. Und mein Freund werkelt ja wirklich für sein Leben gern an irgendwelchen motorisierten Dingens rum, von daher super Idee :-D

            • (6) 08.05.19 - 09:49

              Das freut mich!
              Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und wenn Fahrrad nicht geht, dann eben so. :) Zum Glück ist der Führerschein ja auch nicht teuer und so ein Mofa auch gut finanzierbar. Es ist bei euch ja auch noch lange hin, da kann man sonst ja auch was für zurück legen.

              Und auch sonst soll der Papa sich mal nicht so viele Sorgen machen. Bei der besagten Freundin war Papa während der Pubertät total angesagt, vollkommen egal ob er am A***h der Welt gewohnt hat. Sie fand nämlich ihre Mutter viiiiel anstrengender. Ich glaube also nicht mal, dass man pauschal sagen kann dass so eine Phase überhaupt kommen muss.

      Hallo,
      Ich kann die Angst deines Partners verstehen!
      Bin selber ein Scheidungskind und ich bin so mit 13/14 nur noch sehr selten bei meinem Vater und seiner Lebensgefährtin gewesen!

      Hatte gar nichts mit den beiden zutun, aber ich wollte lieber mit meinen Freunden unterwegs sein und die Vorzüge in der Stadt nutzen(mein Vater lebt auch auf dem Dorf)!

      Selbst in den Ferien bin ich dann vielleicht ein Wochenende hingefahren unf dann bald nur noch zu Geburtstagen , Ostern oder Weihnachten!

      LG Lisa

      • Vielen Dank für deine Antwort. Denkst du im Nachhinein, dein Vater hätte etwas anders machen sollen damit du wieder öfter zu ihm gegangen wärst? Hat er das versucht oder den Dingen dann einfach ihren Lauf gelassen??

        Ich kann noch nicht sagen in welche Richtung es bei uns schlägt. Aktuell verbringt er jede Sekunde mit ihr an den Umgangswochenenden, das gefällt ihr natürlich. Aber ich merke auch schon wie es ihm manchmal zu viel wird, keinen Augenblick für sich zu haben. Wenn er sich dann doch mal z.B. um seine Papiere/Rechnungen etc. kümmert, also Zeit für sich beansprucht, dann ist die Kleine fürchterlich gelangweilt und quengelig..

    Hallo!

    Mein Sohn ist 12 und der Umgang mit dem Papa wird immer mehr.

    Jetzt dauert jedes 2. Wochenende schon von Freitag Nachmittag bis Montag früh (da Sohns Gymnasium in der gleichen Stadt ist wie die Wohnung vom Papa).

    Und auch unter der Woche sehen sie sich öfter, bzw. wir unternehmen gemeinsam was, oder auch mein Mann, mein Ex und mein Sohn (für Superhelden- Kino bin ich zB nicht so zu haben)..

    LG Claudi

    (10) 13.05.19 - 13:38

    Hallo

    meine "Bonus" Tochter habe ich kennengelernt da war sie fast 7 Jahre alt. Damals haben ihre Mutter und sie nur einen Ort weiter gewohnt. Aber seit der 3 Klasse war es dann 70 km weiter weg. Sie kam jedes 2 Wochenende und dann in den Ferien wie sie wollte. Mittlerweile ist sie 17 und kommt seit ca 3 Jahren nur noch sehr unregelmäßig....mittlerweile 4-5 mal im Jahr. Wir skypen viel und hören uns. Aber da sie seit 2 Jahren einen Freund hat und nun auch in einem Altenheim arbeitet ist die Zeit für sie natürlich sehr kostbar. Wir freuen uns immer sehr wenn sie kommt und dazu noch immer Lust hat. Mein Sohn ist ganz vernarrt in seine Schwester und ist happy wenn wir mal wieder alle zusammen sind.
    Wenn ihr Glück habt dann reißt das Band hoffentlich bei euch auch nicht so schnell aber man muss den Kindern auch Flügel geben und immer einen sicheren Hafen damit sie zurückkehren können.

    LG Hexe12-17

    (11) 24.05.19 - 21:50

    Hey, ich bin auch ein Scheidungskind und war mit 17 immernoch regelmäßig bei meinem Vater auf dem Dorf. Da gab es auch überhaupt nichts, aber mein Vater war so lieb und hat Taxi gespielt. So durfte ich abends ausgehen und er hat mich sogar spät nachts abgeholt. Das war absolut super, weniger gefährlich für mich (da die Partys ja zu Hause bei Freunden waren und ich abgeholt wurde) und ich bin gerne dort gewesen. Eingestellt habe ich die sehr regelmäßigen Besuche dann so mit 18/19 aber natürlich habe ich ihn weiterhin besucht. Also, vielleicht spielt ihr dann einfach Taxi und dann kann sie ohne Probleme ihre Freunde im anderen Dorf besuchen. LG

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