Patchwork und Finanzen - wie regeln?

    • (1) 06.06.19 - 20:50

      Hi, ich brauch mal einen kleinen Anstoß beim Thema Patchwork und Finanzen.
      Ich lebe mit meinem Partner, unserem gemeinsamen Baby (3 Wochen) und meinen drei Kindern aus früherer Ehe zusammen.
      Bisher war es so, dass wir uns Miete und Nebenkosten teilen (hälftig), alle wöchentlichen Einkäufe zahle ich (Lebensmittel, Waschmittel, Drogerieartiel etc.), wenn wir mal ausgehen, zahlt er, größere Anschaffungen teilen wir, Dinge für meine drei Kinder zahle ich natürlich alleine, Babyzeug wird geteilt.
      Bisher lief das auch ganz gut, aber in Kürze bekomme ich Elterngeld. Dann habe ich etwa 900€ weniger im Monat zur Verfügung.
      So wie jetzt wird es dann wohl nicht mehr funktionieren.
      Wie handhabt ihr das?
      Ich möchte nicht, dass mein Partner denkt, ich nutze ihn aus. Ich möchte aber auch nicht meine ganzen Ersparnisse aufbrauchen...

      • (2) 06.06.19 - 21:05

        Hi,

        habt ihr das schon irgendwie besprochen? Also ich meine vor der Schwangerschaft? Das finde ich total merkwürdig, höre das aber so häufig.

        Ansonsten, wenn ihr beide keinerlei Vorstellungen habt, kann er (Dir und) dem Kind ja einfach gesetzlichen Unterhalt zahlen. Allerdings steht Frau sich damit häufig schlechter, weil meist weder die entstehende Einkommenslücke noch die Rentenlücke adäquat Berücksichtigung finden.

        Liebe Grüße
        die Landmaus

        (3) 06.06.19 - 21:13

        Eigentlich recht einfach lass ihn Elternzeit nehmen und alles bleibt wie gehabt
        Grüße Zottel

        (4) 07.06.19 - 10:20

        Ein Allgemeinrezept gibt es wohl nicht.

        Unsere Situation: Er hat eine Tochter (11 Jahre, alle 14 Tage bei uns) und im August bekommen wir das erste gemeinsames Kind.
        Wenn wir ins Kino gehen oder etwas zusammen unternehmen, zahlt mal er, mal ich. Wenn ich mit seiner Tochter unterwegs bin, kam es auch schon vor, dass ich ihr etwas bezahlt habe (Essen, ein T-Shirt, das Geschenk für ihre Mutter zum Muttertag o.Ä.). Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke übernimmt meist er allein für seine Tochter.

        Miete, Nebenkosten etc. teilen wir uns. Urlaub zahle ich (auch den Part seiner Tochter), größere Anschaffungen meist er. Baby haben wir uns bis jetzt geteilt (mal er, mal ich).

        Einkaufen teilen wir uns ebenso: Ich kaufe meist den täglichen Bedarf ein und er bringt unnötige teurere Dinge nach Hause (z.B. den Bio-Fair-Trade-Haselnuss-Deluxe-Aufstrich :-D).

        Wir haben also keine konsequente Aufteilung.

        Übernimmt Dein Partner gar nichts für Deine zwei Kinder? Kommt mir im ersten Moment etwas spanisch vor. Ihr lebt ja zusammen, da sollte es für grundsätzliche Dinge einen Topf geben.

        Wir haben ein gemeinsames Konto bei Barclay, auf das wir beide jeden Monat Summe X einbezahlen. Das nutzen wir dann für Spiel, Spaß und Freude im Urlaub, zum essen gehen (was wir recht oft machen) und für Notfälle. Vllt. wäre das auch was für Euch?

        Wenn Du nun durch die Elternzeit finanziell anders darstehst, solltet ihr dringend darüber sprechen und einen Weg finden.

      • Ich kenne nur gemeinsames Konto und alles wird davon bezahlt so läuft es hier im Bekanntenkreis und bei meinen Eltern war das auch so.
        Ich verstehe nicht warum man so die Kinder ausgrenzen muss......entweder man nimmt den Partner so wie er ist mit Kindern und co oder lässt es bleiben.
        Übrigens...Frauen, die Unterhaltsvorschuss bekommen und wieder heiraten bekommen keinen mehr. Weil dann ist der offizielle Stiefpapa für alles was die Kinder betrifft mitverantwortlich. Dabei hat sich der Gesetzgeber schon was gedacht. Nämlich dass auch Patchworkfamilien zu "normalen" Familien werden und keine Unterschiede gemacht werden.

        • Nun ja. Sie hat von ihren Kindern 3 Mal Kindergeld plus 3 Mal Unterhalt, sind min. 1800 Euro plus ihr Eg von 900 Euro. Sind 2700 Euro! Dazu kommt das Gehalt es Mannes und nochmals Kindergeld. So wenig finde ich das jetzt nicht.

      Ist aber auch ungerecht. Denn wenn Frau Unterhalt bekommt und heiratet, fällt der Unterhalt auch nicht weg und der Kv muss weiter zahlen. Entweder werden alle gleich behandelt oder nicht.

(12) 07.06.19 - 12:13

Unsere Konstellation: Mein Partner und ich und alle 14 Tage seine Tochter bei uns plus Hälfte der Schulferien.

Die gemeinsame Kosten teilen wir einfach durch 2.. also Miete, Nebenkosten, Essen, Haushalt, Hausversicherung etc.. Seine Tochter hat ein eigenes Zimmer bei uns.

Alles was nur fürs Kind ist (Kleider, Spielzeug Hobbies etc.), bezahlt er.

Wenn die Kleine jeweils die halben Schulferien bei uns ist, bezahlt er etwas mehr in die Haushaltkasse ein (Essen, Strom, Wasser etc.).

(13) 07.06.19 - 13:08

Also bei uns ist die Situation so, dass mein Sohn bei uns wohnt und der Sohn meines Mannes alle 14 Tage am Wochenende bei uns ist. Mein Mann zahlt so ziemlich alle Versicherungen, auch die der Kinder. Ich bezahle alle Lebensmittel, Kleidung für beide Kinder, Spielzeug, Schulmaterial, Drogerie, etc. Alles was das Haus betrifft (das Haus habe ich vor der Ehe gekauft) zahlen wir gemeinsam. „Mein Kind – dein Kind“ gibt es bei uns nicht.

Liebste Grüße

(14) 08.06.19 - 07:55

Huhu.
Ich habe zwei Jungs ( 10 und 16), mein Lebensgefährte keine Kinder. Bin aber ganz feisch schwanger😍 Wir haben ein gemeinsames Haushaltskonto. Zur Zeit zahlt er ein bisschen mehr als ich auf dieses Konto ein. Davon wird alles was unser gemeinsames Leben angeht bezahlt, wie Miete Versicherung, Telefon, Lebensmittel usw. Extras wie Essen gehen oder Anschaffungen zahlt mal er mal ich, wobei er mehr bezahlt weil er deutlich mehr Geld als ich zur Verfügung hat. Das haben wir vor unserem zusammenziehen explizit besprochen, das ich finanziell nicht alles stemmen kann und er praktisch schon etwas für meine Jungs mit bezahlen "muss".
Wenn das Baby da ist und ich kein Erziehungsgeld mehr bekomme und ich noch nicht wieder arbeiten sollte, ist ihm völlig klar das er mehr übernehmen muss und somit auch weniger Geld für sich alleine zur Verfügung hat. Aber das ist für ihn selbstverständlich und logisch. Es sind ja quasi alles "seine" Kinder. 🤔😊😍

(15) 09.06.19 - 14:04

Hallo, für die Zeit, in welcher du für euer GEMEINSAMES Kind weniger verdienst teilt ihr euch deinen Einkommensausfall - bei dir also 450 Euro ... Du bleibst für EUER Kind zuhause, das ist kein Almosen ihm gegenüber.

Ich finde das Aufgerechne in einer funktionierenden Partnerschaft persönlich furchtbar. Warum nicht einfach eine Kasse für alle? Die "fremden" Kinder bekommen doch Unterhalt und Kindergeld, so geht dieses Geld eben auch in die gemeinsame Kasse .... Aber wenn ihr so zurecht kommt oder es andere Gründe für eine Einzelberechnung gibt, dann ist doch alles gut.

VG
B

(16) 26.06.19 - 08:16

Guten morgen
Also wir haben zwar 2 getrennte Konten noch aber alles was wir bekommen ,kommt in einen Topf und davon wird alles bezahlt was so ansteht . Miete, Strom, kiga, Schule, Lebensmittel, Hygiene Artikel, ect
Bei uns gibt es nicht dein Geld mein Geld, sondern nur unser Geld. Wir leben als Familie zusammen also zahlen wir auch alles zusammen ,egal ob es für mich oder ihn oder seine Kinder oder meine Kinder sind . Wir sind damit auch sehr zufrieden so.

(17) 02.07.19 - 17:52

Wir haben bevor wir entschlossen haben zusammen zu ziehen alle Kosten und Einnahmen gegenüber gestellt. Also sowohl kindergelder, Unterhalt etc. Zusammen gefasst, als auch Betreuung, lebenshaltung, Versicherungen des jeweiligen... sogar meine Schulden haben wir mit rein genommen. Das haben wir durch zwei geteilt und zahlen jeder unseren Anteil auf ein gemeinsames Konto... spätestens wenn das gemeinsame Kind da wäre würde es uns sonst zu kompliziert.
Jeder darf das was er von seinem Einkommen dank über hat für sich behalten... Und Dinge wie Urlaub oder so wurden mit einem fiktiven sparbetrag als Kosten mit gerechnet.
Da er 3 Kinder hat und ich nur 1, dafür aber Schulden durch meinen exmann, ist es so für uns die beste Lösung.

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