Patchwork, wer bezahlt was

    • (1) 09.06.19 - 18:02
      Lieschen Kleine

      Frage steht ja schon oben.
      Mein Partner hat einen Sohn der hauptsachlich bei ihm lebt, klassisches Wochenendmodell, nur dass hier die Mutter den Sohn alle zwei Wochen am Wochenende und die Hälfte der Ferien hat.
      Meine Tochter ist alle 2 Wochen auch am Wochenende hier , lebt also hauptsächlich beim Vater.
      Gleiches Modell also.
      Sooo... jetzt haben wir hier eine Diskussion, wer was bezahlt bzw wie wir die Kosten aufteilen.
      Ich bin der Meinung dass er zwei Drittel der Nebenkosten tragen sollte, Miete wird geteilt halb halb.
      Lebensmittel müsste er auch zwei Drittel übernehmen finde ich ...sein Sohn ist 13 und isst entsprechend wie ein Erwachsener.
      Jetzt meint er aber, wir sind eine Familie und ich sollte auch Kosten mit tragen für den Sohn... also Lebensmittel , Klamotten, Hobbys.
      Meine Freundin lebt mit ihrem Sohn bei ihrem neuen Partner und sagte dass er auch selbstverständlich so was mit finanziert, sogar den Urlaub für alle bezahlt hat.
      Mein Partner findet das auch richtig und meint, wir sollten ein Gemeinsames Konto einrichten und alles halbe halbe bezahlen, Urlaub , da fährt mein Kind ja auch mit, da bezahle ich für sie und mich und er für seinen Sohn und sich....ist ja also fair.
      Aber warum soll ich mich ansonsten an den Kosten für sein Kind beteiligen?
      Liege ich da falsch?
      Ich kann mir das außerdem gar nicht leisten da ich für 4 eigene Kinder Unterhalt zahle.
      Würdet ihr das so erwarten?

      • Schwierig...
        Eigentlich bin ich der gleichen Meinung wie dein Partner, aber ich weiß natürlich nicht, wieviel du monatlich zur Verfügung hast und was davon dann noch ab geht.

        Ich bin der gleichen Meinung wie dein Partner
        Solche Aufrechnungen innerhalb einer Familie finde ich immer ganz fürchterlich.
        Allerdings ist es natürlich bei vier eigenen Kindern, die anscheinend alle nicht bei dir leben und für die du noch Unterhalt zu zahlen hast, wahrscheinlich schwierig finanziell. Keine Ahnung wie ich das lösen würde. Du kannst halt nunmal nicht mehr zahlen als du hast.
        Aber ja, grundsätzlich sollte es meiner Ansicht nach innerhalb einer Familie kein mein und dein geben.
        LG

        Hallo

        Ich finde ehrlich gesagt.
        Miete/ Nebenkosten und essen würde ich halbe/halbe machen. dabei auf jeden Cent zu teilen finde ich als sehr schwierig und führt unnötig zu Streit.
        Genauso ist deine Tochter ebenfalls mal da oder du badest zB öfter als der Sohn seines Partners oder er isst am Wochenende mal mehr mal weniger.

        Bezüglich Klamotten ect. sehe ich es ehrlich gesagt etwas anders und bin da der Meinung der Sohn seines Partners er muss zahlen und du für deine Kinder.
        Da eure Kinder nicht permanent bei euch leben finde ich es da fair und einfach jeder zählt für sein Kind.
        Würden die Kinder im selben Haushalt leben sehe ich es auch eher so eine Familie jeder zählt für jeden mit. Finde da liegt irgendwie noch ein Unterschied, wo die Kinder leben und hauptsächlich sind auch wenn sie natürlich so genauso zur Familie gehören.

        Liebe Grpse

      • Hi,
        genau diese Frage sorgt nach meiner Beobachtung, auch ohne Patchwork, häufig für Streit .
        Ich glaube es gibt keine "richtige" Lösung, hilfreich ist es, wenn beide Partner eine ähnliche Einstellung zum Thema Finanzen haben.
        Mein Mann und ich haben schon immer "one pot" gemacht, alles Geld was wir verdienen, dürfen prinzipiell auch alle ausgeben. Ich habe Bekannte, die teilen alles 50:50, welche da geht 30% des jeweiligen Verdienstes in die Familienkasse, welche da zahlt der Partner mit Kind sein Kind alleine, der neue Partner nicht...z d nich diverse andere Modelle.
        Meine persönliche Meinung ist, wenn ihr als Familie zusammenleben wollt dann ist es jetzt, finanziell gesehen, dein Kind, du finanzierst es also mit. Wenn ich das nicht wollen würde, hätte ich eine eigene Wohnung.
        Ich würde aber empfehlen einmal eine Regelung zu treffen, mit der alle leben können, sonst wird das Dauerstreitthema.
        lg

        Für mich wäre dein vorgeschlagenes Modell ein absolutes NoGo.....
        Entweder man lebt als Patchwork Familie zusammen, oder man lässt es bleiben.

        Wie schlimm muss es für die Kinder sein, diese Aufrechnerei mitzubekommen?
        Wie sieht der Alltag aus?

        Wenn du für 4 Kinder zahlst, kann ich mir auch kaum vorstellen, dass du mit einem gemeinsamen Pott schlechter weg kommst.

        Oder geht es vielleicht darum, die Finanzen nicht vor dem Partner offenlegen zu müssen?
        Ist wild spekuliert - aber das würde mir deine Haltung zumindest erklären....

      • Also für Lebensmittel würde ich mitzahlen. Das bisschen wäre mir egal.

        Was Hobbies, Klamotten, Handy usw. angeht ist der Vater zuständig.

        Hab ich jetzt was falsch verstanden, oder wo leben die anderen 3 Kinder, für die du Unterhalt bezahlst? #gruebel

        • (9) 09.06.19 - 21:36

          Meine Jüngste ist 14 und lebt beim Vater.
          Der 17jahrige macht eine Lehre 100 km entfernt, wohnt also dort.
          Die beiden Großen sind 25 und 23 und studieren, wohnen also auch nicht mehr beim Vater.
          Vorher haben alle 4 bei ihm gelebt.

          • Ok. Ich würde aber trotzdem keinen Aufriss machen und mich zu 50 % an sämtlichen Unkosten eures Haushaltes beteiligen. Dann können auch getrost mal deine Kinder auf Besuch bleiben, ohne dass dann deren Essen aufgerechnet wird.:-)

      Wie sieht es mit den Gehältern denn aus, verdient Ihr in etwa gleich viel?

      • (12) 09.06.19 - 21:54

        Er verdient das Doppelte.... prinzipiell finde ich Kosten teilen völlig okay, aber dass ich noch für seinen Sohn mit bezahlen soll, nicht.
        Immerhin hat er nur das eine Kind und ich 4.

    Hallo,

    also ich bin auch kein Fan von genauer Aufrechnerei, verstehe aber Dein Anliegen in Eurem Fall, insbesondere da er doppelt soviel verdient, wie du später schreibst.

    Mein Kompromissvorschlag an ihn wäre, dass die Lebenshaltungskosten wie Miete, Nebenkosten und Lebensmittel, tägliche Drogerieartikel hälftig geteilt werden (könnt ihr ein gemeinsames Konto für einrichten). Der 13 jährige verbraucht da sicher auch einiges, aber das nun genau auseinander zu halten und finde ich schwierig und ihr lebt nunmal als Familie zusammen.

    Alles weitere finanziert jeder für sich, also Handy, Hobbys, Kleidung usw. und bei ihm auch sonstige Kosten für das Kind (Kleidung, Klassenfahrten etc.). Dein Mann müsste dafür schließlich auch Unterhalt von der Mutter bekommen und bekommt auch Kindergeld.

    LG Nenea

    Ich sehe es wie andere hier: beim essen würde ich nicht anfangen aufzurechnen, für klamotten und hobbies etc. ist aber jeder bei seinem kind zuständig.

    LG Bianca

    (15) 10.06.19 - 11:16

    Ich bin ganz deiner Meinung. Er sollte etwas mehr an die ganzen gemeinsamen Kosten einzahlen als du, er (und sein Sohn) verursacht mehr Kosten punkt. Hobbies, Kleider etc soll jeder für sein eigenes Kind selber bezahlen. Wieso sollst DU für das persönliche Vergnügen seines Sohnes zahlen? Dafür hat er SEINE Eltern. Oder beteiligt sich dein Mann dann auch an den Studienkosten deiner 2 Ältesten? Unlogisch seine Ansicht..#kratz

    (16) 10.06.19 - 12:21

    Also bei uns ist es so, dass die Tochter meines Mannes alle 2-4 Wochenenden bei uns ist und die Hälfte alle Ferien. Wir haben eine gemeinsame Tochter, weswegen ich Teilzeit arbeite. Wir machen es so: jeder hat sein eigenes Konto und dann haben wir ein gemeinsames. Da zahlt jeder für Miete, KiGa, Haushaltskosten etc. seinen Anteil. Er 60%, ich 40%. So wie unser Einkommen verteilt ist. Wenn die Große da ist und wir einkaufen gehen oder Essengehen, zahlen wir das vom gemeinsamen Geld. Bei kleineren Aktivitäten wie Zoo oder Kino zahlt mal der eine, mal der andere. Das finde ich okay, aber Wenn wir gemeinsam in den Urlaub fahren, zahlt mein Mann den Anteil seiner Tochter selber. Ich finde es fair und in solchen Fällen kann ich ehrlich gesagt die Leute nicht verstehen, die der Meinung sind, dass der andere Partner (also das Nicht Elternteil) alle Kosten des „Stiefkindes“ gleich mittragen soll.
    Übertragen auf euch würde ich also sagen, dass die Lebensmitteleinkäufe schon aus einem Pott bezahlt werden. Allein schon aus pragmatischen Gründen, wie willst du das denn auseinanderhalten? Aber Klamotten und Hobbies sehe ich bei deinem Mann zu 100%.

    Hallo,

    ich finde das ok, wenn ihr alles zusammenwerft. ABER nur unter der Voraussetzung, dass davon dann auch der Unterhalt für deine Kinder bestritten wird. Also alles zusammenwerfen und dann auch alle Kosten teilen. Das wäre fair, v.a.wenn er das Doppelte verdient. Nicht fair wäre es, wenn du den Unterhalt für deine Kinder alleine aufbringen musst und dich dann auch noch bei seinem Sohn beteiligen sollst.

    LG bluehorse

    Ich wurde hingegen der Meinung der andere die Miete, Lebensmittel etc. Kosten die eben den Haushalt an sich betreffen 2/3 1/3 Aufteilen. Sein Kind wohnt ja dauerhaft bei euch.

    Vor allem wenn er das doppelte verdient wie du, verstehe ich nicht wieso er dann will das du die Hälfte zahlst.

    Ich habe auch als mein Mann und ich noch zusammen gewohnt haben, auch die Kosten anteilig bezahlt, aber an unsere Gehälter orientiert, da es ja unsere gemeinsame Kinder waren. Wir hatten ein Haushaltskonto wo bei unseren Anteil drauf überwiesen haben und alles gemeinsame von dort abging.
    So würde ich das euch auch empfehlen. Entweder teilt eure Gehälter ins Verhältnis und jeder überweise so seinen Anteil oder rechnet aus was ihr an Kosten ca. habt und teilt eben 2/3 1/3 auf. Und die restlichen Kosten für seinen Sohn trägt er selber, so wie du für deine Kinder .

    So würde ich es zumindest machen, sollte ich mal mit jemanden wieder zusammen ziehen.

    Nein würde ich nicht. bei der Lebensmittelfrage bin ich auch oft nachsichtig, das ist mir egal. Aber natürlich ist mein Partner für die Kosten für seine Kinder zuständig.

    Ich kann überhaupt dieses ganze "patchwork-getue-wir-sind-eine-Familie" echt nicht haben. NEIN, die Kinder haben Eltern und das sind nunmal nicht wir gemeinsam.

    Zuständig für die Kinder sind die Eltern und nicht die neuen dazu gekommenen Partner. Nur weil ich einen Mann mit zwei Kindern aus erster Ehe habe, bin ich doch nicht finanziell für diese Kinder verantwortlich. Ebenso wenig wie mein neuer Mann für meinen Sohn verantwortlich ist.

    Natürlich findet jeder seinen eigenen Weg und für viele ist sicher meine Sichtweise komisch. Ich widerum finde es selbstverständlich, dass man das gemeinsame Leben regelt und auch die Finanzen und eben nicht alles in einen Topf wirft und jeder bedient sich.

    Ein Patchwork-Vater oder -Mutter kann durchaus ein Vertrauter werden aber doch niemals ein neues Elternteil mit allen Rechten und Pflichten #kratz

    Lichtchen

    • (20) 11.06.19 - 12:21

      genau deiner Meinung. Ich verstehe das "alles-in-einen-Topf-werfen" sowieso nicht, ob Patchwork oder nicht. Jeder hat doch seinen Job und verdient sein eigenes Geld. Gemeinsame Kosten werden einfach durch 2 geteilt that's it.

Puh,
also erst mal gibt es kein richtig und kein falsch. Es gibt genug Familien, wo der richtige Papa und die richtige Mama zusammen leben und da alles mögliche verrechnet und aufgerechnet wird.

Für mich und meinen Mann ist das nichts.
Wir sind ein Familie. Wir haben ein Haus zusammen gekauft. 2 Kinder habe ich mitgebracht, die bei uns leben. Ich erwarte mein 4 Kind, also unser 2. gemeinsames.
Bei uns fließt alles auf ein Konto. Gehalt, Unterhalt, Kindergeld und dann bald wieder Elterngeld.

So davon werden alle Rechnungen bezahlt, Lebensmittel, Kleidung und was sonst noch ansteht. Während ich zb ehr mal sage, na ja finde die Woche Ferienfreizeit für 200 Euro, die um die Ecke statt findet schon zu teuer, sagt er, Ei lass sie doch, ich schau mal ob die noch Plätze frei haben. Dabei geht es quasi um mein Kind. Die werden hier von ihm genauso behandelt wie das eigene. Hier heißt nicht dein Kind / unser Kind.

Er hat sich dafür entschieden mit einer Frau zu leben, die eben schon Kinder mit bringt.
Was nicht heißt, dass ich erwarte, dass er sich an allem zu beteiligen hat.
Wir haben einfach schlichtweg die selbe Einstellung und Vorstellung von Familie egal ob Patchwork oder nicht.
Auch seine Familie macht da keinen Unterschied. Alles sind ihre Enkel, ob mitgebrachte oder nicht, sie werden alle gleich behandelt.

Sprich, wir werfen alles in einen Pott, davon wird alles bezahlt. Wer was braucht bekommt das und wenn man sich was kaufen will, wird eben geschaut, ist dafür noch genug Geld da und fertig.

Könnte mit so einer krassen Aufrechnung nichts anfangen. Wenn das Geld in einen pott kommt, hättest dubdoch eigebtlich auch was davon, oder Verdienst du so viel, das du nach Unterhaltszahlung für 4 kinder, noch mehr geld hast als er.
Er müsste ja für sein Kind auch Unterhalt bekommen.

Allerdings, würde ich es auch nicht einsehen, dass bei allen Zahlposten halbe halbe gemacht wird, wenn sein Sohn mit im Haushalt lebt, sprich du ein 5 Kind mit finanzierst, während er noch Unterhalt zum Gehalt bekommt und ansonsten danach jeder den Rest seines Geldes für sich alleine hat.

Also entweder, hat man alles getrennt, dann zahlt jeder seinen Anteil, also für fix Kosten und Lebensmittel er 2/3, da der Sohn dort lebt und du 1/3 Eben für dich. Und jeder von seinem Rest dann Kleidung, Hobbys und Co.
Oder man macht einen gemeinsamen Pott, aus dem man alles bezahlt was bezahlt werden muss.

Letztlich ist aber nur richtig, womit ihr beide euch wohl fühlt. Also würde mir da mal gemeinsam Gedanken machen. Wer hat welches Geld zur Verfügung, was sind gemeinsame Zahl Posten und was individuelle, welche vor und Nachteile hat es für jeden, wenn man weg a, b oder c wählt.
Mit welchem System fühlt ihr euch be8de dann am wohlsten.

Also ich finde deine Sichtweise schon krass! Ernsthaft damit zu kommen, daß ein 13 jähriger Junge schon fast wie ein Erwachsener isst...

Mit dieser Sichtweise solltet ihr lieber komplett getrennte Kassen behalten. Jeder kauft das ein, was er/sie oder das entsprechende Kind essen/trinken/anziehen möchte. Die Energiekosten könnte man (genau wie die kalkulatorische Miete) nach Anwesenheitstagen verteilen und die entsprechenden weiteren Kosten wie GEZ usw. auch. Dann noch (ganz wichtig!) Gütertrennung vereinbaren und ein entspanntes Leben ohne Streit um den Mammon führen...

Ich würde für die Dinge des Alltags (Miete, Versicherungen, Lebensmittel, Drogerieartikel, gemeinsamer Urlaub) ein gemeinsames Konto einrichten. Auf dieses Konto zahl jeder seinen Anteil. Die Höhe orientiert sich dabei am Nettoeinkommen.

Alle anderen Ausgaben (Schule, Handy usw) liegen beim jeweiligen Elternteil.

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