Tochter und Stiefvater

    • (1) 03.07.19 - 15:49

      Hallo Zusammen

      Zu meiner Person, ich 30 habe eine 8 Jährige Tochter von einer vorherigen Beziehung und einen 5 Monatigen Sohn aus der jetzigen Ehe.

      Meine Tochter hat keine grosse Beziehung zu echte Papi da er seit 3 Jahren ausgewandert ist. Bis jetzt war er ungefähr 4 mal hier. Er interessiert sich auch nicht über Schulisches und weiteres. Wir hatten auch sehr traumatisches Erlebnis als der Vater handgreiflich mir gegenüber war (in Anwesenheit unser Tochter). Das war übrigens auch der Grund für die Trennung. Die Trennung war als sie 1 1/2 Jahr war. Sie geht im Monat 2-3 mal zu Ihrer Grossmutter (Vaterseits) und dort telefoniert sie mit ihm. Er behandelt sie immer noch wie eine 4 Jährige und spricht auch wie ein Baby mit ihr.

      Nun mein Mann kam in unser leben wo meine Tochter 4 Jährig war. Die beiden lieben sich wie Tochter und Vater. Sie sagt sogar Papi zu ihm, dass kam übrigens von ihr aus. Sie hat auch schon mehrmals gesagt das er der Beste sei und sie sich kein anderen vorstellen könnte. Sie möchte sogar den selben Nachname haben wie wir.
      Mein Mann sagt mir auch immer das er sie liebt wie die eigene Tochter. Er kümmert sich rührend um sie und macht sich auch Gedanken über die Zukunft und wie wir für unsere beiden Kinder eine gute Zukunft bieten können. Alles super und schön. Ich bin echt glücklich verstehen die beiden sich so gut. Allenfalls würde ich mich IMMER für meine Kinder entscheiden. Bitte nicht falsch verstehen aber die Kinder gehen immer vor.. Das können glaube ich Eltern verstehen..

      Meine Frage an diejenigen ist, die in selber Situation sind wie ich oder besser gesagt wie mein Mann.

      Ist es wirklich so dass man ein anderes Kind so sehr lieben kann? Ich überlege immer ob ich es könnte und kann nicht vollends JA sagen. :-) nicht das ich meinem Mann nicht glaube aber ich denke die eigenen Kinder sind doch schon was anderes oder nicht? Kann hier jemand seine Erfahrungen schreiben? Ich mache mir nämlich Gedanken an unsere Zukunft ob die immer so schön sein wird, ob die beiden sich immer verstehen werden.

      Danke für eure Antworten. :-)

      • (2) 03.07.19 - 23:01

        Also mein Freund hat 3 Kinder. Die grosse ist nicht von ihm und lebt trotzdem bei uns. Und ja: man merkt deutlich dass er sie liebt als wäre es seine leibliche. Auch bemüht er sich um meine Tochter sehr (und sie macht es ihm oft nicht leicht, aus Angst wieder enttäuscht zu werden) und macht da keinr unterschiede zwischfn den kindern.
        Ich denke das hängt von Typ Mensch und von der Zeit ab, die man mit dem Kind hat um zusammen zu wachsen. Sicher kann das nicht jeder stiefpapa oder jede stiefmama so, aber umso schöner ist es doch wenn man so einen Partner hat.

        • (3) 04.07.19 - 07:43

          "Ich denke das hängt von Typ Mensch und von der Zeit ab, die man mit dem Kind hat um zusammen zu wachsen. Sicher kann das nicht jeder stiefpapa oder jede stiefmama so, aber umso schöner ist es doch wenn man so einen Partner hat. "

          Da gebe ich dir vollkommen recht.

          Danke für deine Antwort :-)

      (4) 04.07.19 - 09:01

      Ich denke das ist durchaus möglich. Mein Kind hat z.b. eine sehr innige Beziehung zu meiner besten Freundin und anders herum, obwohl die beiden sich gar nicht sooft sehen (wohnt weiter weg). Würde mir etwas zustoßen, würde meine Freundin mein Kind ohne mit der Wimper zu zücken aufnehmen und sie lieben als wäre es ihr Kind, da bin ich mir absolut sicher. Allerdings ist meine Freundin eine „Kindernärrin“.

    • (5) 04.07.19 - 09:23

      Hallo, ich antworte dir jetzt mal als Tochter eines Stiefpapa's. Mein Vater war bis zu seinem Tod der beste Vater den ich mir vorstellen konnte. Er hat nie einen Unterschied zwischen meiner Schwester, die sein leibliches Kind ist,und mir gemacht.
      Wobei wenn du meine Schwester fragen würdest würde sie dir sagen das ich Papas Liebling war🙈. Aber ich glaube eher das lag daran das sie charakterlich eher nach ihm kommt und die zwei echt viel streitpotential hatten. Zwei Sturköpfe halt.
      Also ja als Stiefvater ist es möglich das Bonuskind genauso zu lieben wie sein eigenes.
      Auch 13 Jahre nach seinem Tod fehlt er mir noch unheimlich.

      L.G.
      Flexibella

      Ich persönlich könnte ein fremdes Kind nie so lieben wie ein leibliches. Darum halte ich mich auch von Patchwork-Konstrukten fern, da ich ein fremdes Kind nicht so vorbehaltlos lieben könnte, wie es das verdienen würde. Da spielt vermutlich auch die Verlustangst mit - ein Kind ohne leibliche Verwandtschaft "verliert" man nun mal schneller als sein Leibliches.

      Es gibt aber durchaus Menschen, die das können! #liebdrueck

      Aus meinem persönlichen Umfeld sind dazu übrigens eher die Männer fähig als die Frauen.

    • Ich kenne zwei Pflegefamilien, die ihre Pflegekinder so lieben wir ihre eigenen.

      Ich liebe dagegen meinen leiblichen Vater nicht.
      Auch kenne ich einige Eltern, die (angefangen mit der Pubertät) ihre Kinder nicht (mehr?) "bedingungs- und vorbehaltlos" lieben.

      Bedingungslos liebt man meiner Meinung sowieso nicht. Denn sein eigenes Kind erfüllt ja bereits eine Bedingung für deine Liebe, es ist deins ;-)

      Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht das Verwandtschaftsverhältnis darüber bestimmt, wie stark man liebt.

      (8) 04.07.19 - 20:07

      Hi, ich möchte mich mal dazu äußer. Ich selbst bin bei meinem Stiefvater groß geworden der uns (drei) aufgenommen hat wie seine eigenen. Noch heute 30 Jahre später ist er der beste Papa auf der Welt der uns immer gezeigt hat das Blut keine Rolle spielt wenn man ein Kind lieb hat. Er war für uns immer da und hat uns behandelt wie sein eigen Fleisch und Blut. Ich habe mir die selbe frage auch oft gestellt. Hat er uns wirklich so lieb als wären wir von ihm. Jetzt wie gesagt 30 Jahre später bin ich selbst Stiefmutter zweier Kinder und kann es bestätigen liebe zu einem Kind hat nichts damit zu tun ob es deins ist oder nicht. Ich liebe meine zwei nervensäcke;) wie meine eigenen auch wenn die Probleme gewaltiger sind wie bei den eigenen. Mann bzw. Frau ist leider vom Gesetz her sehr eingeschränkt wenn die biologische Ebene nicht gegeben ist. Es ist schwerer in jeder Hinsicht. Der Mann oder die Frau darf nur nie vom biologischen Elternteil vorgehalten bekommen das es nicht das eigene ist sondern vollwertig als Elternteil fungieren dürfen. Dann funktioniert das ganze schon :)

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