Umgang für das Kind mit der Geliebten

    • (1) 10.07.19 - 08:37

      Liebe Forumsmitglieder, mein Mann und ich sind seit 23 Jahren verheiratet und wir haben 3 Kinder. Seit 3 Jahren hatte er ein Verhältnis mit der Nachbarin. Jetzt war Schluss und als sie sich nochmal getroffen haben gab es Sex und nun ist sie in der 12. Woche. Sie will das Kind unbedingt-er nicht. Er hat Schluss gemacht und will zu seiner Familie stehen. Wir wohnen in einem kleinen Dorf, wahrscheinlich weiß es eh schon gefühlt jeder. Auch unsere Kinder wissen Bescheid. Meine Frage lautet: was ist wohl besser für dieses Kind? Kein Kontakt, regelmäßiger Umgang.... wie können wir einen guten Weg für das Kind finden? Ist es besser mein Mann hält sich raus? Ich befürchte sie wird über das Kind weiter versuchen ihn zu bekommen.... er möchte sich nicht kümmern aber teilhaben. Was auch immer das dann in der Praxis bedeutet. Sie ist 31 Jahre und hat bereits 2 Kinder aus einer Beziehung. Der Ex lebt trotz Trennung vor 2 Jahren immer noch bei ihr. Ziemliches Chaos aber vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps für uns. Vielen Dank

      Umgang ja

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      • (2) 10.07.19 - 08:42

        Hallo.

        Die Frage, die ich mir stellen würde wäre, ob ich das ganze Theater noch mitmachen möchte.

        LG

        Ha, das Sex zur Schwangerschaft führen kann ist kein Geheimnis mehr.
        Dein Mann muss die Suppe aus Löffeln...
        Und an deiner Stelle würde ich mir Gedanken machen ob du das aushalten könntest?!
        Ich könnte das nicht ertragen, ein fremdes Kind und dann noch von der Nachbarin 🤔
        Wünsche dir, und deinen Kindern viel Kraft.

        Hallo,
        wollt ihr denn so wohnen bleiben? Tür an Tür mit der (Ex?)Geliebten..? Wenn möglich, würde ich erst mal einen gewissen räumlichen Abstand anstreben. Für den eigenen Seelenfrieden.

        Meine persönliche Meinung:

        1) Er sollte eine klare Entscheidung für sich treffen, ob er Vater für das Kind sein möchte oder nicht. Wenn ja, sollte er dauerhaft regelmäßigen Umgang gewährleisten können und nicht irgendwie nach Lust und Laune ab und zu da vorbeischneien, oder nach anfänglichem Kontakt in der Versenkung verschwinden. Das wäre für das Kind auf Dauer ein Problem. Kinder brauchen Verlässlichkeit.
        Wenn er das nicht kann oder will, besser gar kein Kontakt.

        2) Ihr müsst als Paar eine klare Linie finden. Also zB: Wie läuft der Kontakt während der Schwangerschaft? Will er da auch schon "teilhaben"? Wo sind da für dich emotional die Grenzen? Es geht hier schließlich nicht nur um ihn und das Kind, sondern auch um dich und die anderen Kinder.
        Wenn das Kind da ist, wird Umgang wohl erst mal bei der Mutter stattfinden. Das ist eine schwierige Situation. Später, wenn das Kind größer ist, kann der Umgang dann (wie bei Trennungskindern) in eurer stattfinden, sofern du das akzeptieren kannst.
        Es gibt auch Väter, die ihre außerehelichen Kinder immer nur außerhalb der "Hauptfamilie" sehen. Für mich persönlich wäre das nichts. Da hätte ich das Gefühl, dass mein Mann weiter ein von mir abgekoppeltes Doppelleben führt. Erst mit der Geliebten, dann mit dem Kind. Es ist möglich, ein außereheliches Kind zum Umgang in die Familie zu integrieren wie ein voreheliches Kind, wenn man sich emotional darauf einlassen kann...

        3) Der Kontakt mit der Mutter des Kindes sollte ausschließlich auf der Elternebene stattfinden. Du befürchtest, sie könnte über das Kind versuchen, ihn zu bekommen. Das ist gar nicht so abwegig. Da ist dein Mann gefragt! Er muss da eine ganz klare Haltung haben und diese auch vor ihr vertreten! Damit steht und fällt alles. Nur so kann die Mutter des Kindes ihren Platz finden und nur so kann er dir die emotionale Sicherheit geben, die du brauchst, um mit dieser komplizierten Situation fertig zu werden.

        Ich würde euch auch raten, euch eine Familienberatung ins Boot zu holen. Es gibt in dieser Konstellation viele Fallstricke, da kann eine unabhängige Person helfen, in der Spur zu bleiben.

        Kopf hoch, ihr könnt das schaffen!
        LG

        • (5) 10.07.19 - 10:31

          PS: Wenn du jemanden zum Austausch brauchst, kannst du mir auch jederzeit eine PN schreiben...

          Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Leider können wir nicht einfach umziehen da wir eine Förderung mit Wohnsitzbindung für unser Haus bekommen haben. Aber klare Regeln sind sehr wichtig. Leider weiß mein Mann auch nicht so richtig weiter. Er will schon teilhaben und Infos bekommen ob alles gesundheitlich passt in der Schwangerschaft. Aber Arztbesuch oder Kreissaal stehen nicht zur Debatte ...

          • Wieso willst du mit diesem Typen zusammen bleiben?

            Er betrügt dich 3! Jahre und schwängert beim letzten Treffen die Nachbarin.
            Ich würde weit weg ziehen. Deine Kinder tun mir leid. Das ganze Gerede im Dorf wird schlimm für sie.

            Dieser Mann hat doch überhaupt nicht an seine Familie, an euch gedacht. Ekelhaft.

      (8) 10.07.19 - 10:29

      Mein Mann könnte sich nach so einer Aktion wahrscheinlich um gar nichts mehr kümmern....aber das nur am Rande.

      Selbstverständlich hat er sich um sein Kind zu kümmern! Wenn er so blöd ist und sich ein Kind anhängen lässt, muss er eben auch mit den Konsequenzen leben und hat für das Kind da zu sein.

      • (9) 10.07.19 - 12:09

        <<<Wenn er so blöd ist und sich ein Kind anhängen lässt>>>

        Wieso anhängen, er war doch daran beteiligt. Verstehe gar nicht, warum die TE überhaupt noch mit ihm zusammen ist. Affäre mit der Nachbarin, dann war Schluß und beim letzten Treffen noch mal ins Bett und ein Kind machen?#klatsch Das hat nichts mit anhängen lassen zutun, dass hat mit Dummheit zutun. Ich weiß gar nicht, was die TE noch an der Ehe festhält. Bestimmt, weil er ja sonst ein lieber Mann und Vater der Kinder ist. #augen Ich sage nur immer wieder, die armen Kinder.

        • (10) 10.07.19 - 15:43

          Ich habe ganz bewusst "anhängen" geschrieben. Das es immer wieder vorkommt, dass Frauen versuchen mit einem Kind den Mann an sich zu binden, wenn er sie verlassen will, ist nicht neu.

          Normalerweise einigt man sich in einer Beziehung, Affaire oder was auch immer, auf ein Verhütungsmittel. Auch wenn bei Urbia immer behauptet wird, das beide verhüten müssen.

          Mal unabhängig davon, wie wahrscheinlich diese Geschichte ist, würde ich mich als Mann beim Ende der Beziehung, nie und nimmer auf das Verantwortungsbewusstsein der Frau verlassen.

    Alles ist möglich, nichts muss.
    Die Frage ist wie weit du das alles mitmachst.

    (12) 10.07.19 - 13:35

    Erster Gedanke:

    Erwachsene sollten sich klar darüber werden, was sie selbst wollen/brauchen/können

    In erster Linie die werdenden Eltern
    in zweiter Linie auch du

    und dann, wenn das erste etwas verdaut ist, ein gemeinsames Gespräch führen. Vermutlich eher mehrere Gespräche. Bestenfalls mit Mediatior.

    Was könnt ihr (bieten/leisten), was braucht ihr (um damit klar zu kommen), was braucht das Kind

    und dann Grenzen abstecken in Form von verlässlichen Rahmenbedingungen.


    und als drittes: ist dein Mann wirklich der Vater oder könnt es auch noch jemand anderes sein?
    Das würde ich ebenfalls klären. Einfach damit das Thema und Zweifel dann auch später vom Tisch ist.

    Klares, ja, er ist der Vater und er kümmert sich: minimum um Unterhalt.
    Evtl. auch um Umgang, Vater sein

    Klares nein, dann ist das Thema zwischen ihm und dem Kind vom Tisch.
    Die Situation in der Partnerschaft noch nicht. Wie geht ihr emotional dann damit um.


    Ein Kind brauch Verlässlichkeit.
    In dem Punkt sollte sich dein Mann schnell klar werden, die werdende Mutter aber auch.
    Was erwartet sie von ihm? Was kann er davon leisten?
    Umgang: ja; regelmäßig - wie oft? Weiterhin Sex - nein. Kann er sich da abgrenzen, falls sie es erneut versucht?
    Auch an sie klare Regelung: Vater ja, kümmert sich .... im Rahmen von .... Sex und co auf keinen Fall.....


    Schwierig wird es, wenn er sich kümmern möchte und sie es als Einmischung empfindet
    oder sie auf Hilfe hofft und er nur mal so, mal so mitmacht und manchmal auch nicht

    oder er sich dann kümmern will, wenn er sie lange außen vor gelassen hat/besser gesagt, das Kind links liegen ließ und dann in den Alltag reinplatzen will, weil er plötzlich merkt oh hoppla ist ja noch was äh wer.....

    (13) 11.07.19 - 06:34

    Wenn du ihm verzeihst, dann würde ich an deiner Stellen weit weg mit meiner Familie ziehen. Egal ob ihr da wegen dem Haus gebunden seid. Es gibt immer Wege... Jedoch gibt's dort auch neue Nachbarinnen...

    Aber mal ehrlich... Sie waren getrennt, trafen sich, und es kam zum Sex...

    Wie geht's denn künftig ab? Er geht seinem Kind "hallo" sagen und dabei entsteht das Brüderchen?

    Du glaubst doch selbst nicht daran, dass da nichts mehr passiert. Denn dein Mann hat dich mit ihr als Affäre betrogen und nach der Trennung mit der Affäre gleich nochmal mit ihr...
    Wer einen so oft und über einen so langen Zeitraum betrügt, der macht es immer wieder.

    Ich würde mich nicht fragen, was besser für dieses Kind ist, sondern, was besser für eure schon vorhandenen Kinder und für dich ist.

    Ich würde klar wegziehen. Man verliert wegen der Förderung nur Geld, nicht aber seine Würde und seelische Gesundheit.

    (15) 11.07.19 - 10:28

    Ich würde sie und das Kind in der Familie aufnehmen, Wohnsituation dafür schaffen. Großfamilie sowieso gut für die Kinder. Und ihr müsst eben klären welche sexuellen Regeln gelten.

    (18) 12.07.19 - 17:16

    Na klar 😂😂😂

Mein erster Gedanke ist, das wenn ihr ex immer noch bei ihr wohnt er ja eventuell auch der Vater sein könnte. Ich würde also auf einen Vaterschaftstest nach der Geburt bestehen.

(20) 12.07.19 - 15:59

Du musst trennen zwischen was für euch gut ist und was für das Kind, das unterwegs gut ist. Vermutlich lässt sich beides nicht vollends bis gar nicht vereinbaren.

Für jedes Kind ist es - so das nicht gerade gewaltvolle Drogensüchtige Sexualstraftäter sind - ganz sicher das Beste seine leiblichen Eltern zu kennen und ihr Interesse, ihre Liebe und ihre finanzielle Unterstützung durchgehend, bedürfnisorientiert und regelmäßig zu erhalten. Das Kind, das nun unterwegs ist, kann nichts für die Umstände. Und die Eltern tragen die Verantwortung für das Kind. Diesem Kind den Umgang zu verwehren um eure Ehe zu retten, wäre ein egoistischer und verantwortungsloser Akt.

Für eure Kinder wäre es, aufgrund des massiven Verrats, aber vielleicht besser die Tragkraft eurer Beziehung genauestens zu prüfen und wenn sich abzeichnet, dass es dir und ihnen in der jetzigen Situation einfach nur furchtbar gehen kann, wäre es vielleicht besser räumlichen Abstand zu schaffen, sich vernünftig zu trennen und dann den Umgang mit dem Vater vernünftig im Sinne der Kinder zu regeln. Oder zumindest über eine neue Wohnumgebung nachzudenken um Abstand zur Nachbarin zu bekommen oder vielleicht auch erstmal jedem Partner eigenen Wohnraum zu verschaffen bis klar ist, ob diese Beziehung Zukunft hat oder nicht.

Theoretisch seid ihr sogar verpflichtet den Kindern untereinander Umgang zu ermöglichen. Sie sind Halbgeschwister und haben ein berechtigtes Interesse einander kennenzulernen.

Da gibt es also keine einfache Lösung. Dieses Kind das nun unterwegs ist, wird ein Teil seiner Familie und ein Teil der Familie deiner Kinder sein und somit wird die Nachbarin als Kindsmutter und das Kind auch Teil deines Lebens bis zu einem gewissen Grad werden, insbesondere wenn Du mit ihm zusammen bleibst. Dieser Fakt lässt sich nicht wegeliminieren.

Du solltest für Dich also genau überlegen, was du ertragen kannst und ob du das wirklich so möchtest. Denn möglicherweise ist es für Dich viel leichter wenn der Vater seine Umgangszeit mit euren Kindern hat und dabei selber verantwortlich dafür ist wie sich der Umgang mit dem anderen Kind gestaltet. Dann ist das einfach sein Bier und Du hast deine eigene Wohnung und deine Kinder, Abstand zur Nachbarin und er kann bei sich all seine Verpflichtungen und Umgangszeiten regeln ohne dass du dir darüber den Kopf zerbrechen musst.

(21) 21.07.19 - 22:39

Ich finde es beachtenswert, dass du dir Gedanken im Sinne des Kindes machst. Es ist natürlich keine einfache Situation, Hut ab, wie du damit umgehst.
Ich denke die Zeit wird zeigen, was du aushalten können wirst und was nicht. An eurer Stelle würde ich jetzt erst einmal die Geburt abwarten und einen Vaterschaftstest machen lassen.
Dann würde ich weiter sehen.

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