Eifersucht von Exfrau des Partners und kinder

    • (1) 13.07.19 - 17:05

      Hallo ihr lieben
      Ich mache mir um folgendes Gedanken und würde gern mal eure Meinung haben

      Mein neuer Partner wurde Ende letzten Jahres von seiner Exfrau verlassen ... die beiden haben 2 gemeinsame Kinder (2+4)

      Seit 2 Monaten bin ich nun mit meinem Partner zusammen und habe vor ca einem Monat seine Kinder kennengelernt, sie wurden langsam und behutsam an die Beziehung herangeführt, wir küssen und umarmen uns heute noch nicht vor den Kindern und es ist immer noch so das es eine Zeit nur für die Kinder ohne mich gibt und eine Zeit für alle gemeinsam

      Nun mögen seine Kinder mich sehr und ich darf Ihnen zb die Zähne putzen, sie nehmen mich von sich aus in den Arm usw

      Das haben sie auch ganz stolz ihrer Mutter erzählt , die von dem ganzen positiven natürlich nicht begeistert ist , da sie eh hochgradig eifersüchtig ist

      Nun hat die Mutter/ Exfrau einen gemeinsamen Termin für sich und meinen Partner beim Jugendamt gemacht , wo sie sich erhofft dass das Jugendamt den Kontakt zwischen den Kindern und mir einschränkt und meinem Partner erzählt wird wie schädlich das angeblich alles für die Kinder ist , obwohl sie mich so sehr mögen

      Die Exfrau darf aber mit ihrem neuen Partner und den Kindern für eine Woche in den Urlaub fahren

      Nun würde mich mal interessieren was ihr meint wie das Jugendamt reagiert , menschlich würde ich sagen ist doch alles im Rahmen aber Angst habe ich trotzdem

      Ich Danke euch sehr ,
      Ganz liebe Grüße

      • >>Seit 2 Monaten bin ich nun mit meinem Partner zusammen und habe vor ca einem Monat seine Kinder kennengelernt, sie wurden langsam und behutsam an die Beziehung herangeführt<<

        Das ist nicht langsam und behutsam, sondern völlig überstürzt! Ihr kennt euch noch nicht mal richtig und zieht schon die Kinder mit rein!


        Was deine eigentliche Frage betrifft: Es geht die Mutter nichts an, ob und wieviel Zeit du mit seinen Kindern während des Umgangs verbringst. Das kann dein Freund selbst entscheiden und ist keine Rechenschaft schuldig.

        (7) 17.07.19 - 19:36

        Jeder kann das wohl für sich selbst entscheiden wie das Kennenlernen mit den Kindern und der Kontakt etc. sich gestaltet. Völlig Überstürzt ist das nicht, das ist Deine subjektive Meinung! Ich finde es anmaßend dies von außen abzustempeln

    Ich finde es auch völlig verfrüht, dass die Kinder dich schon kennengelernt haben, ihr kennt euch doch selbst noch kaum. Frühestens nach 6 Monaten Beziehung wäre für mich ein passender zeitpunkt. Ich kann die kindesmutter also schon etwas verstehen. Grade wenn sich die Kinder an dich binden. Wer weiß, wie lange eure Beziehung hält und die Kinder verlieren dann eine Bezugsperson. Dennoch ist es die Entscheidung seines Partners, da wird die Mutter nichts tun können

    • (9) 17.07.19 - 19:38

      Was ist das für eine Zeitangabe 6 Monate muss man warten, ich finde das ist eine persönliche Entscheidung und hängt von vielen Einflüssen ab zb, wie oft sind die Kinder bei Ihrem Partner oder leben sie da. Wie soll da eine Partnerschaft aussehen/entstehen an den Bezugswochenenden der Mutter???

      • (10) 17.07.19 - 19:44

        Ich schrieb nicht muss man warten, ich kann niemandem etwas vorschreiben. Es ist meine Meinung. Eine Beziehung ist für mich nach do kurzer Zeit einfach nicht gefestigt und ich würde es Kindern nicht zumuten wollen, sich an jemanden zu binden, der dann plötzlich wieder weg ist, grade wenn sie eh schon durch die Trennung ihrer Eltern leiden. Für mich hätten die Kinder und ihre schutzbedürftigkeit immer Vorrang. Manche Menschen führen Fernbeziehungen, die sehen sich auch nur am Wochenende. Es gibt Babysitter, Omas, Opas, das wechselmodell..

(11) 14.07.19 - 12:30

Puh, nach einem Monat die Kinder involvieren, die gerade erst noch die Trennung der Eltern verdauen müssen, das ging schon sehr schnell. Immerhin trittst Du scheinbar nur als gute Freundin auf und nicht als neue Partnerin.

Den Termin beim Jugendamt kann ich nur befürworten, denn da wird Deinem Partner und seiner Frau genau erklärt, welche emotionalen und rechtlichen Punkte zu beachten sind. Kontakteinschränkung wird es nur auf freiwilliger Basis geben, d.h. wenn Dein Partner einsieht, dass er viel zu schnell vorgegangen ist. Eine stabile Beziehung mit Zukunftsaussicht sollte Voraussetzung sein, auch wenn die Mutter das rechtlich nicht einfordern kann. Das heisst, wenn ihr wirklich das Kindeswohl im Auge habt, bleibst Du ab sofort außen vor bzw. beteiligst Dich weniger an den Umgängen als bisher. Ihr wisst ja noch nicht einmal, ob die Beziehung den ersten Streit überlebt.

(12) 14.07.19 - 12:40

Ich finde sämtliches "viel zu früh" und "mindestens so und so lange" Gerede ist absoluter Käse. Kind ist nicht gleich Kind, keines funktioniert nach Lehrbuch. Wenn der Papa den Eindruck hat dich vorstellen zu können und zu wollen dann ist doch gut. Sie mögen dich, scheint also nicht die schlechteste Entscheidung gewesen zu sein (und selbst wenb wäre der Drops jetzt gelutscht).

Die Ex darf das gern doof finden, aber das war es dann auch schon. In seiner Betreuungszeit darf er Umgang pflegen wie er mag. Sei es mit Familienangehörigen, Kumpels oder eben auch dir, der neuen Freundin. Das Jugendamt wird da ziemlich sicher gar nichts machen. Warum auch? Da liegt ja keine Gefährdung vor.

  • Hallo,
    das Problem bei dem schnellen Vorstellen ist ja nicht immer, wie das Kind mit dem neuen Partner klarkommt. Gerade junge Kinder sind da oft recht unkompliziert und knüpfen gerne neue Kontakte, wenn das Gegenüber lieb zu ihnen ist.
    Problematisch daran ist, wenn die Erwachsenen die Kinder involvieren, ohne zu wissen, wieviel Bestand die Beziehung überhaupt hat. Und das kann man im Normalfall nach wenigen Wochen noch nicht wissen.

    Die vom Kind liebgewonnene Person im schlechtesten Fall dann direkt wieder verabschieden zu müssen, obwohl man sich gerade so schön aneinander gewöhnt hat, DAS ist das eigentlich Schlimme in Kombination mit der bereits kürzlich stattgefundenen Trennung der Eltern. Jeder Verlust hinterlässt Spuren. Folgen mehrere innerhalb kurzer Zeit aufeinander, können diese oft schwerer verarbeitet werden.

    Es gibt keine Garantie dafür, dass eine Beziehung ewig hält. Doch die Chancen stehen besser, wenn man nicht bloß die rosarote Brille, sondern auch den Menschen dahinter kennengelernt hat. Das braucht in meinen Augen schon etwas mehr gemeinsame Zeit als vier erste gemeinsame Wochen.
    Das Problem ist nicht, dass das Kind die neue Freundin kennenlernt, sondern dass die nette Frau oft viel zu schnell wieder aus dem Leben der Kinder verschwindet, weil die Beziehung nach wenigen Monaten doch nicht das Wahre ist. Es kann gut gehen, aber wenn man diesen Stress seinem Kind ersparen kann, indem man einfach noch etwas wartet, warum sollte man das dann nicht tun? Es läuft einem doch nichts weg.

    • Ich weiß natürlich was du meinst, die Bedenken will ich auch nicht wegschieben. Mir ist die Sichtweise nur zu eindimensional.

      Den gleichen Vorwurf könnte man der Mutter nämlich auch machen. Die TE tritt scheinbar nicht mal direkt als neue Partnerin auf (kein Küssen, kein Schmusen) sondern als (eine) Freundin und ist auch nicht permanent dabei. Die Mutter hingegen fährt mit Kindern und neuem Partner in den Urlaub und scheint das als in Ordnung zu empfinden. Das finde ich dann wiederum verlogen und schlicht und ergreifend unfair. Zweierlei Maß halt.

      Die Frage ist ja auch: Was ist angemessen und wer entscheidet? Dann sind vermeintlich 6 Monate in Ordnung und nach 7 geht die Beziehung dann kaputt. Auch doof. Also, spitz gefragt, lieber für immer allein zum Wohl der Kinder?

      Es gibt so oder so keine Garantie für Beziehungen und wir wissen alle nicht wie lang sich TE und ihr Partner kennen.

      P.S.: Ich hab hier im Forum auch oft genug gelesen wie doof das wäre wenn man besonders den Kindern gegenüber nicht mit offenen Karten spielt und Dinge wie neue Partnerschaften verheimlicht. Da bleibt dann das Gefühl "Wie mans macht ist es falsch".

      • Hinsichtlich der Mutter stimme ich dir vollkommen zu. Wenn sie selbst ihren Partner so schnell involviert, wirkt es albern, das beim Vater zu kritisieren.

        Ich bin auch nicht der Meinung, dass man dem Kind zuliebe ewig allein bleiben sollte. Man hat schließlich auch noch ein eigenes Leben mit Wünschen und Bedürfnissen. Aber mal ganz nüchtern betrachtet und zumindest aus meiner Erfahrung gesprochen konnte ich bisher nach vier Wochen Beziehung nicht abschätzen, ob das hält. Da war ich immer sehr auf Wolke 7, was ja auch so sein darf und schön ist, aber die meisten Macken meiner bisherigen Partner habe ich erst im Laufe der Zeit erkannt und erlebt, sodass ich erst später einschätzen konnte, ob es zwischen uns auf Dauer gut geht oder nicht.
        Das kann nach ein paar Monaten sein oder erst nach einem Jahr, aber unter normalen Umständen finde ich ein, zwei Monate schon ziemlich kurz.

        Nun ja, letztlich kann und soll das jeder selber entscheiden, die Eltern werden ihre Kinder schließlich am besten kennen und einschätzen können. Meine Sicht ist da vorbelastet, weil ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis schon ein paar Elternteile erlebt habe, die das Ganze zum Leidwesen der Kinder ordentlich in den Sand gesetzt haben, teils so sehr, dass die Kinder später im Teenageralter schon gar nicht mehr einen neuen Partner kennenlernen wollten, weil es ja eh nicht hält oder sie haben die Hochgefühle der Eltern nur müde belächelt, weil sie die nicht mehr ernst nehmen konnten.
        Aufgrund dessen fällt es mir vermutlich schwer, die kurze Zeitspanne als positiv zu betrachten. Es gibt wahrscheinlich auch viele Fälle, in denen das frühe Kennenlernen passte, weil die Beziehung glücklicherweise dann auch lange hielt.

Also 2 Monate ist wirklich nicht langsam und behutsam. Ihr seid in eurer Beziehung in der verliebten Kennenlernphase und mit den Kindern sowieso ganz am Anfang, wo es eigentlich auch nur zwei Reaktionen gibt - Euphorie weil euch die Kinder wohlwollend begegnen oder Stress, wegen Ablehnung. Ihr habt jetzt die gute Seite, aber Du kennst die Kinder noch nicht wirklich und sie dich nicht. Ihr solltet der Sache schon noch Zeit geben und nicht zu schnell glauben, dass jeder seinen Platz in dieser Neukonstellation schon fest gefunden hat. Das ist ein Prozess der durchaus 1-2 Jahre dauert und immer Höhen und Tiefen beinhaltet, auch wenn es im Grunde harmonisch läuft.


Daher kann man die Kindsmutter schon etwas verstehen. Momentan ist die Möglichkeit durchaus gegeben, dass ihr etwas vom Leben des anderen entdeckt, was ein No Go ist und dann ist die Beziehung vielleicht in zwei Wochen schon wieder passé und die Kinder müssen dann damit klar kommen.

Ich weiß das will man in so einer Situation nicht hören - aber wenn du das selber mal mit deinen Kindern durch hast, dann wirst du das besser verstehen, warum man sich Zeit nehmen sollte.

Das dazu. Da müsstest du vielleicht ein bisschen mehr Verständnis entwickeln.

Sie wird ebenfalls lernen müssen, damit besser umzugehen. Das JA wird ihr sagen, dass sie während ihrer Umgangszeit ihrs machen kann auch mit ihrem Partner und ihr euch nicht da einzumischen habt und dein Partner mit seinen Kindern in seiner Umgangszeit mit Dir leben kann, wie es ihm gefällt und sie sich da raus zu halten hat.

Solange die Kinder nicht körperlich oder seelisch misshandelt werden, Gefahr für Leib und Leben besteht, Drogen oder Alkoholmissbrauch stattfindet, hat keine Seite irgendwas in der Hand um mit solchem Stunk durchzukommen.

Und da tu dir selbst einen Gefallen - halte Dich raus - lass Sie diesen Termin machen, sich das von der Seele reden, Grenzen aufgezeigt bekommen und selber zu dieser Erkenntnis kommen. Sie kann euch nichts. Lebt euer Leben. Haltet euch an die festgelegten Umgangsvereinbarungen, redet vernünftig, wenn Dinge zu besprechen sind, aber zieht auch klare Grenzen. Sie hat ihren Tanzbereich. Ihr euren. Und die Kinder leben in diesen zwei Welten.

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