Namensänderung JA oder NEIN

    • (1) 15.07.19 - 15:00

      Hallo zusammen ,
      ich habe meinen Partner geheiratet nachdem wir seit längerem schon zusammen gelebt haben . Meine Kids verstehen sich super mit meinem Mann und ich verstehe mich super mit seinen Kids . Meine Kids freuen sich auch wenn seine Kids uns besuchen kommen und seine freuen sich auch auf meine . Eigentlich sagen wir auch nicht deine oder meine , es sind UNSERE Kinder . Also alles in allem eigentlich Perfekt , wenn da nicht immer der Stress mit meinem Ex wäre oder seiner Ex, denn die beiden finden immer irgendwas zu meckern. Jetzt ist es so das meine Kinder gerne unseren Ehenamen tragen würden. Ich finde es ist ein schwieriges Thema und habe meinen Kindern zugehört was sie sich wünschen. Die kinder sind alleine auf uns zu gekommen und haben diesen Wunsch geäußert , jetzt ist es aber so das meine kinder sich nicht trauen mit ihrem leiblichen darüber zu sprechen weil sie angst haben vor seiner Reaktion , da er schon mal geäußert hat einer Namensänderung nicht zu zu stimmen. Ich weis das die Kinder ihren leiblichen Papa lieb haben und sie gehen auch fast regelmäßig alle zwei Wochen an den Wochenenden zu ihm aber sie sind lieber bei uns zuhause . Für mich ist es schwierig , ich hab gesagt ich will ein bisschen zeit verstreichen lassen , um zu sehen ob sie das wirklich wollen , denn ich finde diese Entscheidung bricht man übers Knie , aber ich möchte auch meinen kindern nicht weh tun. Ich weiß aber das es riesen Theater mit dem leiblichen Vater geben wird und er die kinder wieder unter Druck setzt . Es gibt immer wieder Theater und er tut meinen Kindern oft Seelisch weh aber meine Kinder gehen immer wieder zu ihm hin und das JA hat gesagt solange wie die Kinder das wollen muss ich sie schicken ( ich kann sie ja dann trösten , war die aussage vom JA ) . meine kinder sind übrigens 10 und 12 Jahre alt. Würdet ihr zum Gericht gehen und das beantragen wenn es der Wunsch der Kinder ist , auch auf die Gefahr hin das die Beziehung zum leiblichen Vater und den kindern noch schlechter wird ?

      • (2) 15.07.19 - 16:24

        Hallo!

        Die Antwort auf diese Frage ist letztlich einfacher als man denkt:
        Eine Klage auf Ersatz der Zustimmung des KV ist in dieser Situation völlig aussichstslos.

        Nach aktueller Rechtsprechung muss hierfür eine Einbenennug erforderlich für das Kindeswohl sein. Das ist hier nicht mal im Ansatz gegeben.
        Alleinen die Tatsache, das die beiden Kinder anders heißen als der Recht Der Familie gilt in diesem Kontext als heut zu tage nicht unüblich - und stellt keinen Grund dar.

        Um dir mal ein Gefühl für die Messlatte der Notwendigkeit zu geben:
        Wäre der KV der Kinder ein Pressebekannter Sexualmörder, und hätte zudem noch einen sehr seltenen Nachnamen, DANN bestünde eventuell eine Chance.

        Alleine der Wunsch "wir wollen aber alle gleich heißen" nicht mal im Ansatz.

        (3) 15.07.19 - 16:57

        >>Würdet ihr zum Gericht gehen und das beantragen wenn es der Wunsch der Kinder ist , auch auf die Gefahr hin das die Beziehung zum leiblichen Vater und den kindern noch schlechter wird ?<<

        Den Weg kannst du dir sparen. Du wirst keinen Erfolg haben, auch wenn sich das die Kinder wünschen.
        Nicht mal, wenn kein Kontakt bestünde oder der Vater keinen Unterhalt zahlt.
        Nur bei schwerwiegenden Gründen, wie die Userin vor mir schon geschrieben hat.

        Du kannst dich über Google über entsprechende Urteile informieren.

        (4) 15.07.19 - 17:46

        "Es gibt immer wieder Theater und er tut meinen Kindern oft Seelisch weh aber meine Kinder gehen immer wieder zu ihm hin und das JA hat gesagt solange wie die Kinder das wollen muss ich sie schicken ( ich kann sie ja dann trösten , war die aussage vom JA ) ."

        Die Antwort bezüglich Namensrecht hast Du schon bekommen. Hierzu aber noch eine Sache zum Wohl Deiner Kinder. Auch wenn einem das Mutterherz blutet, weil die Kinder vom Vater verletzt werden, entscheiden diese selbst, ob sie ihn weiter besuchen wollen. Da hat das Jugendamt absolut Recht und es ist auch korrekt, dass Du die Kinder dann nur trösten kannst. Wenn Du den Kontakt unterbindest hat das rechtliche Konsequenzen.

        Sie werden irgendwann von selbst genug haben und nicht mehr zu ihm gehen wollen. Dann musst Du Dir aber wenigstens nie vorwerfen lassen, Du hättest den Umgang vereitelt und die Kinder aufgehetzt.

        • (5) 16.07.19 - 08:35

          Leider ist das auch nicht immer der Fall. Meine Stieftochter lässt sich immer noch von ihrer Mutter (sie ist jetzt 19) stark beeinflussen. Sie hat ihr schon so oft weh getan und sich wirklich teilweise richtig mies verhalten und trotzdem geht sie immer wieder hin (Sie lebte bei uns). Sie hat sogar noch eine Zeit lang, als sie schon 18 war und schon eine eigene Wohnung hatte, immernoch diesen alle 2 Wochen am Wochenende zur Mutter Rhythmus eingehalten. Sie hat sich einfach nicht getraut, ihrer Mutter zu sagen, ich komme dieses Wochenende mal nicht, dafür komme ich vielleicht nächstes. Oder einfach zu sagen, ich bin 18, ich komme dich besuchen, wenn mir danach ist. Ihr wurde dann von ihrer Mutter so ein schlechtes Gewissen eingeredet, dass sie noch fast ein Jahr nach ihrer Volljährigkeit diesen Rhythmus eingehalten hat. Das war für ihren Vater/meinen Mann sehr schwer mit anzusehen, wie sie sich behandeln lässt. Aber leider kann man da nichts machen. Es ist ja trotz allem ihre Mutter.

          • (6) 16.07.19 - 14:23

            Auch bei ihr wird es noch "klick" machen und das kann dann sogar einen ganz radikalen Schnitt bedeuten. Nicht wenige Kinder brechen den Kontakt zu ihren Eltern aus guten Gründen irgendwann komplett und lebenslang ab.

        (7) 16.07.19 - 09:10

        Leider war gestern wirklich schlimm . Mein Kind ist mit mir einkaufen gefahren und hau auf einmal bitterlich im Auto angefangen zu weinen . Er sagte er will jetzt am Wochenende nicht zum Papa , der schreit immer nur und die Freundin vom Papa auch , wir dürfen Garnichts machen und Papa ist immer böse zu mir obwohl wir alle nur gelacht und ein bisschen getobt haben im Zimmer . Ich will bei meiner Familie bleiben und ich will nicht mehr wie Papa heißen . Ich habe ihn wieder einmal getrötest . Nachdem er sich beruhigt hatte und der Tag relativ ruhig verlief , ging es spät Abends weiter ( sowas habe ich noch nie erlebt ). Er ist bitterböse weinend zu uns ins Schlafzimmer gekommen und hat gesagt er kann nicht schlafen und böse Gedanken im Kopf. Wir haben ihn dann zu uns in die Mitte geholt und ihn erst einmal beruhigt. Nachdem er etwas ruhiger geworden ist , sagte er er will hier unbedingt weg ziehen ( sein Papa wohnt 5 Minuten von uns ) , hier ist alles schlecht und er weiß nicht ob er hier geliebt wird . Das hat mir das Herz gebrochen mein Kind in so einem extremen emotionalen Zustand zu sehen. Immer wieder sagt er , er will hier weg und Papa und seine Freundin tun ihm weh . Ich bin wirklich ratlos , meine Kinder waren immer sehr aufgeweckte und fröhliche Kinder . Er sagt er will bei uns Erwachsenen bleiben bei seiner Familie , da ist er in Sicherheit. Mich schocken seine aussagen und es tut mir unendlich weh mein Kind so leiden zu sehen . Ich will nicht das der Kontakt schwindet und später bereuen meine Kinder das vielleicht aber ich muss jetzt erstmal wahrscheinlich schauen wie es meinem Kind wieder besser geht und werde mir wohl Rat beim JA oder vom Arzt holen .

        • (8) 16.07.19 - 14:20

          Meine persönliche Meinung: Geh lieber gleich zum Kinderschutzbund. Die vermitteln unbürokratisch zwischen Eltern und Kind und an erster Stelle steht immer das Kindeswohl. Dein Sohn braucht Rückendeckung, auch wenn er sich gegen seinen Vater stellen möchte.

          Ruf da an und mach einen Termin für Dich aus, damit Du die Situation schildern kannst. Danach kann Dein Sohn entscheiden, ob er mit dem DKSB zusammenarbeiten will. Du bist dann in der unterstützenden Situation und musst Dir wiederum nie vorwerfen lassen, Hetze gegen den Vater zu betreiben.

          Die Mitarbeiter des Jugendamtes haben mancherorts nicht so die Zeit, solche Sachlagen zu durchblicken. Da müsstest Du überlegen, wie kompetent und engagiert Dein Mitarbeiter vor Ort ist.

    (9) 20.07.19 - 18:52

    Warum hast Du denn die namentliche Verbindung zu Deinen Kinder gekappt und den Namen Deines neuen Ehepartners angenommen?
    Ich kenne aus meinem Umfeld auch Mütter, die einen Doppelnamen angenommen haben, um den Namen ihrer Kinder (auch noch) zu behalten.

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