Papa vs. Erzeuger

    • (1) 25.07.19 - 07:34
      Inaktiv

      Guten Morgen ihr Lieben,

      Meine Tochter ist 2 Jahre alt. Der Erzeuger hat sich getrennt als ich in der 6 ssw war.
      Wir haben alles durch, Jugendamt, Anwalt, kein Unterhalt, begleitete umgänge usw usw
      Ich lernte meinen jetzigen Ehemann ende der ssw kennen und er übernahm für uns beide die Verantwortung:) er ist toll und die kleine sieht ihn als vaterfigur an.
      Ich würde nun gerne mal wissen von anderen Familien oder kindern wie euer Verhältnis zum stiefpapa ist bzw zum erzeuger. Der Erzeuger darf nun das kind 1 mal pro Woche für 1 stunde unter Aufsicht sehen. Mich würde jetzt interessieren wie es sich bei anderen entwickelt hat. Wir sind ja nun zu einer Familie zusammen gewachsen und ich möchte natürlich das meine kleine meinen ehemann weiterhin lieb hat und als Bezugsperson / Papa/stiefpapa ansieht wie auch immer. Wir sind nun ein wenig traurig weil der erzeuger erst abhaute kein Interesse hatte dann mein Mann kam und nun wirklich mit uns alles durch hat, kinderkrankheiten Arztbesuche und schöne zeiten. Ich hoffe ihr versteht meine Frage😆 und jetzt bitte keine Lektionen von wegen das kind hat Anspruch auf leiblichen vater usw. Darum geht es nicht:) liebe grüsse und einen sonnigen Tag

      • (2) 26.07.19 - 08:55

        Auch wenn dein Ehemann sehr liebevoll ist zu deinem Kind, ist er nicht der Papa, Vater etc. Man sollte einem Kind keine falschen Tatsachen zu den Familienverhältnissen vermitteln. Deshalb empfinde ich deine Fragestellung als ungut.

        • (3) 26.07.19 - 09:33

          Was genau meinst du? Ich fände es nicht ok, dem Kind zu erzählen, der Ziehvater sei der leibliche Vater. Das wäre tatsächlich gelogen und ein Leben auf einer Lüge aufzubauen, ist niemals gut.

          Aber in meinen Augen kann er trotzdem "der Papa" sein, wenn das Kind es so fühlt. Ein Mann, der sich nie gekümmert hat, ist ein Erzeuger, aber kein Vater. Anders herum kann jemand sehr wohl Vater (oder Mutter) sein, der kein Kind gezeugt hat.

          Was genau macht einen Papa denn für Dich aus? Jemand er sein Genmaterial weitergegeben hat oder jemand der ein Kind von Geburt an begleitet hat, sich über die ersten Dreh/Krabbel/Sitz/Laufversuche freut, die KITA eingewöhnung mitmacht, nachts mit schreibendem Baby durchs Haus läuft, Windeln wechselt, füttert, bei Hausaufgaben unterstützt, Erziehungsarbeit leistet und und und?

      (5) 26.07.19 - 09:27

      Was genau ist die Frage?

      Der leibliche Vater wird dem Ziehvater sicher nicht den Rang ablaufen, wenn dieser die ganze Zeit über da war, sich gekümmert hat und auch heute noch kümmert.

      Wir haben hier auch etwas komplexere Familienverhältnisse als üblich. Meine Tochter kommt damit gut zurecht und jede Bezugsperson ist für sie wertvoll. Ohne, dass die Wertigkeit einer anderen gemindert wird.

      (6) 26.07.19 - 12:25

      Deine Tochter hat aktuell einen Papa - Deinen Ehemann. In wieweit ihr mit ihr besprochen habt ob er nun ihr leiblicher Vater ist, weiß ich nihct. Halte ich aber für eine 2 jährige auch egal. Wenn jetzt der leibliche Vater wieder in ihr Leben tritt wird das ja eh erstmal langsam geschehen. Ihr solltet vorab mit ihm aber besprechen wie ihr mit dem Thema umgeht. Nennt sie deinen Ehemann z.B. Papa solltet ihr das auch thematisieren. Wenn der Ex jetzt hingeht und sagt "Ich bin nun Dein Papa" kann das für eine 2 jährige sicher verwirrend und verunsichernd sein. Ich will damit sagen, dass es wichtig ist, dass Du und Dein Ex auf Elternebene besprecht was wichtig für Deine Tochter ist um ihr diesen Übergang von 1 auf 2 Väter so einfach wie möglich zu gestalten. Wenn sie sich einmal dran gewöhnt hat, dann wird das auch kein größeres Problem sein. Und Deine Tochter ist noch si klein dass auch Dein Ex noch Chancen auf Kinderkrankheiten, Arztbesuche, Windeln wechseln, tolle Spielzeiten, Ausflüge und Co hat. Zumindest wenn er diese Chance wirklich wahrnehmen möchte.

    • (7) 27.07.19 - 16:56

      Den Begriff Vater kann man ganz sachlich in drei Bereiche aufteilen. A) biologischer Vater B) rechtlicher Vater C) sozialer Vater.

      Dein neuer Partner ist ganz klar der soziale Vater. Diese Rolle hat er sich erarbeitet und es ist vollkommen ok, dass das Kind das honoriert, immerhin war er da wenn es sich weh tut, tröstet, Ansprechpartner und Vertrauensperson ist. Er ist für das Kind mehr Papa als der Ex, da geht es auch nicht darum dem Kind etwas Unwahres vorzumachen.
      Der Ex ist biologischer Vater und hat lange nur die Rolle des Erzeugers übernommen. Er muss mit den Konsequenzen leben die daraus resultieren: Dass das Kind ihn vielleicht weniger lieb hat als den Mann der die Rolle des Papas übernommen hat, mit allen positiven und negativen Aspekten.

      Ich hatte ganz lange einen Vater, irgendwann hat er aber entschieden sich nicht mehr wie einer zu verhalten. Somit ist er nur noch mein Erzeuger und muss damit leben, dass ich ihn als einen solchen behandele.

      Er ist aber schlicht nicht der Vater!
      Ihr habt die Pflicht dem Kind alles zu ermöglichen um einen Umgang mit seinem Vater zu haben,es sind seine Wurzeln.
      Ob es Euch passt oder nicht.

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