Entfremdung

    • (1) 21.08.19 - 18:58

      Hallo ihr Lieben,
      ich war bis jetzt nur stille Mitleserin und möchte jetzt mal etwas schreiben und die Meinung von anderen dazu hören. Leider wird es etwas länger😉.

      Mein Mann und ich sind seit 5 Jahren ein Paar. Ich habe 2 Töchter und habe mit deren Vater ein sehr gutes Verhältnis. Er sieht sie sehr regelmäßig und ich spreche mich mit ihm ab wenn es um die Kinder geht. Wir haben keine Probleme.

      Mein Mann hat auch 1 Tochter die bis jetzt alle 2 Wochenenden und die Hälfte der Ferien bei uns war. Die Kinder haben sich immer gut verstanden und sich aufeinander gefreut.

      Die Mutter der Tochter meines Mannes war schon immer etwas schwierig, aber es lief ganz okay. Seitdem sie von ihrem neuen Mann schwanger war begann sie extrem gegen meinen Mann zu hetzen und schlecht zu reden vor der Tochter.

      Seine Tochter sagt du zahlst der Mama nicht genügend, was überhaupt nicht der Wahrheit entspricht. Er zahlt regelmäßig Unterhalt nach der Düsseldorf Tabelle plus sogar noch die Hälfte der Hobbys. Es stimmt also überhaupt nicht was sie sagt.

      Sie möchte einfach meinen Mann aus dem Leben seiner Tochter streichen, das merkt man auch an Aussagen die sie meinem Mann gegenüber macht. Die Tochter fühle sich anscheinend ganz plötzlich nicht mehr Wohl bei uns und wird nicht altersentsprechend beschäftigt🤔. Sie ist 10 Jahre alt und wird natürlich dementsprechend beschäftigt. Meine Töchter sind in einem ähnlichem Alter und wir können sehrwohl mit Kindern in dem Alter umgehen. Und das soll ein Grund sein seinen Vater nicht mehr sehen zu wollen!?

      Er darf nicht an schulischen Veranstaltungen teilnehmen und an Vorstellungen von Hobbys auch nicht. Das mag die Mama nicht, wenn er trotzdem hingeht macht sie dem Kind die Hölle heiß und es traut sich nicht zu Papa zu gehen weil es Mama nicht will. Das Mädchen ist in einem totalen Loyalitätskonflikt und dass tut mir so leid.

      Jetzt wurden die letzten Wochenenden abgesagt von der Mutter mit der Begründung sie hätte keine Lust.

      Man merkt wie sie nach und nach alles versucht um das Verhältnis der beiden zu zerstören. Oma und Opa also die Eltern meines Mannes will sie ganz plötzlich auch nicht mehr sehen, sie hatten immer ein tolles Verhältnis. Es ist absolut nichts vorgefallen.

      Mein Mann ist ein toller Vater der immer alles für sein Kind getan hat und tut ,es tut mir weh zu sehen wie er leidet, weil das Verhältnis nach und nach weniger wird und er so hilflos dabei zusehen muss. Er hetzt nicht gehen die Mutter weil er sich nicht auf das Niveau herablassend will dass sie mittlerweile hat.

      Er wollte einen gemeinsamen Termin mit der Mutter beim Jugendamt um das ganze auf neutralem Boden zu besprechen. Wollte sie nicht, das Problem liege bei ihm. Sie habe keinerlei Probleme und er muss schauen dass sie wieder kommen will. Nur wie wenn er sie nicht mehr sieht und dauernd gehetzt und manipuliert wird. Das Mädchen redet mittlerweile nur noch eins zu eins der Mutter nach und hat keine eigene Meinung mehr.

      Jetzt endlich meine Frage😊. Was würdet ihr machen? Wie seht ihr das Ganze? Sie lässt absolut nicht mit sich reden. Wird gleich aufbrausend und laut.

      Danke für durchlesen
      Liebe Grüße
      Bemna

      • (2) 22.08.19 - 10:17

        Hallo.

        Das einzige, was mir so spontan einfällt ist, dass dein Mann einen Brief schreibt, den die Tochter lesen kann und persönlich übergeben. Darin schreibt er seine Gefühle über momentane Lage und dass er sich eben wünscht, mehr Kontakt wieder zu haben. Auch, dass sie mit der Trennung nichts zu tun hat, auch wenn es schon weiter weg ist. Das ist eine Sache zwischen ihrer Mutter und ihm. Dass sie immer die Nr. 1 sein wird.

        Meine Kinder waren bei der Trennung 8 und 9 und 17. Die beiden Kleinen waren auch sporadisch immer mal beim Vater und kamen verstört wieder. Er versuchte uns schlecht zu machen (mich und meinen jetzigen Mann), dass wir kein Interesse an ihnen haben etc. und auch hängen lassen. Aber sie waren ja bei uns zum Glück und merkten, dass dem nicht so war. Er kam damit aber nicht weit und sie zogen sich zurück.

        Bei euch ist es nun so, dass die Tochter eben bei der Mutter wohnt. Ich würde auch schreiben, dass ich sie gerne öfter oder regelmäßig sehen möchte. Dass es doch am Anfang gut geklappt hat. Aber wenn sie selbst das nicht möchte, dann würde ich es akzeptieren (müssen), würde mich aber traurig machen.

        <<<Er hetzt nicht gehen die Mutter weil er sich nicht auf das Niveau herablassend will dass sie mittlerweile hat. >>>

        Genau richtig so. Die Tochter merkt selbst irgendwann mal, dass es nicht so ist, wie immer gesagt wird (von der Mutter). Sie wird damit nicht weit kommen, denn irgendwann wird die Tochter merken, dass ihr das nur verwirrt. Sie muss nur den Mut haben auch dazu zu stehen. Ist schwierig, aber machbar.

        Alles Gute.

        LG

        (3) 22.08.19 - 12:18

        Das war bei uns am Anfang leider auch so ähnlich.. die KM hat den Umgang der Tochter zu meinem Partner nach ihrem Gutdünken + Launen angepasst resp. nicht stattfinden lassen. Was hat der für eine Engelsgeduld an den Tag gelegt, dafür haben wir ihn immer wieder bewundert! Nie ist er laut geworden, nie hat er über die KM hergezogen, nicht vor dem Kind oder vor mir/Freundeskreis. Alles seiner Tochter zu liebe. Er blieb immer höflich und er blieb an der Kleinen dran.

        Er hat regelmässig angerufen, auch wenn die KM ihn abwimmelte. Er ist regelmässig vorbei gegangen resp. hat die Kleine von der Schule abgeholt (natürlich immer mit Info an die KM, also keine Entführung) er hat sehr sehr viel unternommen um einfach seine Tochter zu sehen und nie aufgegeben. LEIDER hat das die KM nicht daran gehindert, weiter so bösartig gegen ihn/uns zu spielen. Bis ICH sagte es reicht! Wir haben eine Beziehung die nur noch von der KM sabotiert wird. Wir konnten kein Wochenende planen weil sie entweder das Umgangswochenende strich oder einfach verschob oder sogar aufteilte wie es ihr gerade passte. An einem gemeinsamen freien Tag stellte sie uns einfach die Kleine vor die Tür: "Sie ist krank ich muss arbeiten schaut ihr." Tja, die einzige Lösung war der Gang vor den Richter. Seither haben wir Ruhe und er sieht sein Kind regelmässig und kann eine Beziehung zu ihr aufbauen!

        Viel Glück, dein Mann muss unbedingt dran bleiben!

        • (4) 22.08.19 - 12:21

          Kann die KM deinen Partner von schulischen Veranstaltungen fernhalten? Das ging bei uns nicht, mein Freund ist überall hingegangen von seiner Tochter, ganz egal was die KM sagte.. Er hat sich durch nichts aufhalten lassen.

          • (5) 22.08.19 - 14:12

            Danke für eure Antworten👍🏻.

            Dass mit dem Brief ist eine gute Idee. Nur mittlerweile ist die Tochter so manipuliert dass sie ihren Vater nur noch als böse ansieht. Wahrscheinlich würde sie ihn gar nicht lesen.Er lüge anscheinend und lege sich alles so wie es ihm passt. Man merkt in jedem Satz dass es eins zu eins dass ist was ihr die Mutter einredet.

            Das Mädchen ist nur noch negativ eingestellt gegen ihren Papa obwohl nichts war. Sie ließ die Tochter sogar anrufen um zu sagen dass sie nicht wolle dass er ( mein Mann) ihr Zeugnis sieht. Es ist echt der Wahnsinn.

            Ich bin ja quasi in der gleichen Situation und kann das Verhalten nicht nachvollziehen. Wie kann man denn bewusst einem Kind den Vater entziehen? Ein Vater der sein Kind liebt und für es da sein möchte. Langsam glaube ich wirklich diese Frau hat eine psychische Erkrankung. Ihr ist das Wohlergehen ihrer Tochter egal, sie denkt nur an sich.

            Das schwierige ist, dass das Kind bei ihr lebt und sie so sehr viel Zeit hat ihr schlechtes über den Vater einzutrichtern. Es ist einfach nur traurig😓.

            Wegen den schulischen Veranstaltungen redet sie so lange ein dass das Kind zum Vater sagt er soll nicht kommen.

            Liebe Grüße
            Bemna

            • (6) 23.08.19 - 10:59

              Dein Mann sollte sich da vielleicht ans Jugendamt wenden, vielleicht können die der Mutter klarmachen, dass das so nicht gut fürs Kind ist. Ich glaube, da muss man ein bisschen Druck machen.

            • (7) 01.09.19 - 19:12

              Tja, sicher wollen viele Kinder, dass die Eltern ihr Zeugnis nicht sehen. Nur in dem Fall würde ich darauf bestehen. Nicht abwimmeln lassen.

              Der Gang zum Gericht und ein festgesetzter Umgang mit Zwangsgeld wäre auch hilfreich.

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