Ein wenig zerrissen

    • (1) 17.12.19 - 21:33
      Wasistrichtig

      Guten Abend,
      Ich brauche etwas Input von außen, andere Sichtweisen und Meinungen.
      Kurz zu unserer Situation: mein Mann hat einen Sohn aus erster Ehe. Vor einigen Jahren sind wir berufsbedingt über 300km Weitwurf gezogen. Unsere Familien und sein Sohn leben also ziemlich weit weg. Sein Sohn ist regelmäßig alle drei Wochen übers Wochenende bei uns und mindestens die Hälfte der Ferien. Dieses Jahr haben wir noch ein gemeinsames Kind bekommen. Mein Stiefsohn liebt seinen kleinen Bruder und freut sich jedesmal riesig wenn sie wieder zusammen sind.
      Vor der Schwangerschaft haben wir bereits darüber gesprochen wieder zurück in die Heimat zu ziehen, damit der Große wieder häufiger kommen kann. Als wir jedoch noch in der Nähe gewohnt haben, war regelmäßig Stress mit der Ex-Frau meines Mannes. Seit wir so weit weg wohnen ist der Verhältnisse deutlich entspannter.
      Wir sind hin und her gerissen ob wir zurück ziehen sollen, wenn wir neue Arbeitsstellen finden.
      Unser Sohn ist hier geboren und geht hier in die Krippe, er ist hier zu Hause. Wir haben Freunde hier und beide gute Arbeit, wir fühlen uns im Großen und ganzen wohl hier.
      Der Sohn meines Mannes äußert jedoch immer wieder mal das er so gerne häufiger kommen würde und das würden wir ihm natürlich gerne ermöglichen.
      Ich weiß nicht ob ihr unsere Zwickmühle verstehen könnt aber es ist wirklich furchtbar schwer zu entscheiden. Wäre es richtig zurück zu ziehen ? Immerhin hat der große ebenso ein Anrecht auf viel Zeit mit seinem Papa oder bleiben wir wo wir mittlerweile angekommen sind, uns wohlfühlen und wo unser kleiner Sohn zu Hause ist

      Ich freue mich auf Sichtweisen und Meinungen

      • Ich bin nicht in eurer Situation, kann also schwer etwas beurteilen.

        Könnte ich einfach zu meiner Familie zurück, ich würde es tun.
        Sie Großeltern in der Nähe zu hsbrn ist toll. Euer Sohn ist noch klein, er ist da zuhause, wo ihr zuhause seid. Dadurch, dass et noch zur Krippe geht, habt ihr die Möglichkeit schnell Kontakt zu anderen Kitaeltern zu schließen.

        "nur" wegen den Problemen mit der ex (wie saheb die denn aus?) wurde ich nucgt auf einen Umzug verzichten.

        • Ich danke dir für deine Antwort. Wir haben schon oft darüber gesprochen wieder zurück zu ziehen. Ein Umzug würde aus finanzieller Sicht erst Ende nächsten Jahres in frage kommen. Vorher würden wir uns wahrscheinlich sehr in die Nesseln setzten was das Geld betrifft.
          Der Grund weshalb ich so zerrissen bin, ist bestimmt auch total bescheuert, ist das ich Angst habe das der kleine zu früh zu so viele Wechsel hat.

      (4) 17.12.19 - 22:02

      Sei mir bitte nicht böse, ein nicht einmal ein Jahr alter Säugling hat noch überhaupt keinen Bezug zu seiner Heimat! viele Kinder müssen mit 3 Jahren aus ihrer Krippe in einen Kindergarten wechseln und die meisten haben damit keine Probleme, das klingt für mich alles sehr überdramatisiert und nach vorgeschobenen und "gesuchten" Gründen.

      • (5) 18.12.19 - 06:09

        Ich denk das erscheint Dir so, weil du emotional nicht involviert bist. Bevor unser Sohn geboren wurde, haben wir oft darüber gesprochen wieder zurück zu gehen. Generell überwiegen die Vorteile für alle wieder in der Nähe zu sein. Wobei wir immer noch 70-80km weit von Großen entfernt wohnen werden. Die Mama vom Großen ist damals zu ihrem jetzigen Mann gezogen und das liegt knapp 80km von unseren Familien entfernt. Wir hatten auch darüber gesprochen in die direkte Nähe des Großen zu ziehen, allerdings kommt das bei näherer Betrachtung nicht in frage.
        Leider lebt er in einem Ballungsgebiet, wo Kriminalität fast täglich vor kommt. Es ist schade das es so ist aber wir möchten dort nicht leben. Nun sind 80km aber viel öfter und schneller gefahren als 300km.
        Das einzige was wahrscheinlich irrationalerweise Trauer auslöst, ist das mein Sohn die Krippe wechseln muss und er dann früh wieder eine neue Bezugsperson bekommt. Er musste schon so früh in die Krippe und dann der Wechsel, lässt in dem Fall dann doch mein Herz Bluten. Vllt ist es ja doch ein wenig nachvollziehbar

        • (6) 18.12.19 - 07:15

          Ich sehe nur eure Gründe als neue Familie. Dein Mann hat aber nun mal schon ein Kind gezeugt und damit nin mal Verantwortung für ein Kind. Und zwar nicht nur finanziell sondern vor allem auch emotional und erziehungstechnisch. Mit alle 3 Wochen 2 Tage kann er der nicht wirklich gerecht nachkommen. Du würdest vermutlich anders denken wenn es dein Sohn wäre der seinen Papa nur alle 3 Wochen mal sieht und traurig ist. Auch wenn es schwer für euch zu verstehen ist in meinen Augen wiegen eure Gründe insgesamt nur 50 % der Entscheidung. Es liest sich ein bisschen so als !nur ein Grund vom ersten Sohn und viele bei uns' aber so sollte es in meinem Augen nicht laufen.

      Bleiben aber immer noch die Freunde.

      Ob Großeltern in der Nähe toll sind, sieht man dann. Meine Freundin ist aus selbigem Grund zurück in die Heimat. Nur leider klappt das mit ihren Eltern so gar nicht,wie erhofft und gedacht.

      Der Junge ist bald im Teeniealter und vielleicht dann gar nicht mehr so interessiert an Papabesuchen. Kann sein, muss nicht.

      Hat alles seine Vor und Nachteile. Echt schwierig 🤔

Euer gemeinsamer Sohn ist wirklich noch sehr klein und wird mit einem Umzug keine Probleme haben.

Großeltern in der Nähe wäre schon schön.

Und für Vater und Sohn wäre es natürlich traumhaft.

Also wenn ihr es euch prinzipiell vorstellen könnt und jetzt nicht euer ganzes Herz am neuen Wohnort hängt, würde ich den Rückzug wagen.

Wie man in der Situation handeln würde weiß man erst, wenn man in der Situation drin steckt.

Als Außenstehende und emotional nicht involvierte Person würde ich sagen: zieht zu dem Jungen. Er wird so schnell groß. Noch wünscht er sich Papa und braucht ihn, irgendwann nicht mehr. Und Treffen werden mit einem Teenie sicher weitaus schwerer bei der Entfernung.

Euer gemeinsames Kind ist noch soooo klein. Dem ist es schnurzpiepsegal, wo er in die Krippe geht. Feste und prägende Freunde hat es noch nicht.

Wie alt ist denn der Sohn, bzw wie kommt er zu euch? Kommt er selbständig mit dem Zug? Wenn das so wäre, könntet ihr ihm auch einfach die zugfahrt öfters spendieren, zum Beispiel alle zwei Wochen und den Umzug erstmal verschieben. Es hört sich so an, als ob du lieber nicht weg möchtest. Solange euer Sohn noch so jung ist, wird er sich überall wohl fühlen, da ist es egal ob ihr jetzt umzieht, oder zum Beispiel mit 3,wenn er eh in den Kindergarten kommt. Schön wäre es natürlich wenn er dann im Grundschulalter nicht mehr die Schule wechseln müsste, aber auch das verkraften Kinder.
LG

Die ersten Jahre nach Trennungen ist häufig Stress. Solange ihr jetzt nicht gegenüber von der Ex einzieht, ist ja nicht unbedingt zu erwarten, dass sich das beruhigte Verhältnis wieder arg zerrüttet. Das wird schlicht so gewesen sein, weil sich beide Seiten erst finden mussten. Das ist ja nun schon passiert.

Ich denke nicht, dass es genauso heikel wird wie damals. Ich müsstet halt am besten vorab den Umgang vernünftig klären. Und dann sehe ich keinen Grund warum ihr nicht zurück könntet.

(12) 18.12.19 - 06:42

Ich hoffe das der große Sohn nix von den Gründen weiß, sonst kommt er sich wahrscheinlich verarscht vor. Damals konnte Papa so weit weg ziehen und ihn dort alleine lassen aber jetzt ist Baby Nr 1 da und da muss man es sich vorher genau überlegen, nicht das es negative Auswirkungen auf den kleinen hat. Er ist ja hier zu Hause....
Wie hören sich diese Worte für den großen wohl an?

  • Dein Text ließt sich sehr anfeindend. Ich habe sachlich nach anderen Sichtweisen und Meinungen gefragt. Der Große weiß gar nichts von den Überlegungen. Nun sind zwei Kinder da für die man das beste möchte. Und wenn es mir für den kleinen leid tut das er Krippe und sein jetziges zu Hause verlassen muss, dann sind das rein emotionale Gründe und meiner Meinung nach auch keine verwerflichen Gedanken.

    • (14) 18.12.19 - 07:02

      Wenn tatsächlich der Orts- und Krippenwechsel für den Kleinen deine einzige Sorge ist, dann würde ich das wirklich nicht so ernst nehmen. Du bist da sehr emotional und ja, ich stecke nicht in dieser Situation.
      Aber die Bezugserzieherin kann immer ausfallen, krank werden, den Job wechseln.....wie die Kita ab sich eingerichtet ist, ist dem Kind egal. Hauptbezugspunkt seid ihr Eltern. Und eine Stärkere Bindung zu den Großeltern oder anderen Verwandten/Freunden sind eine Millarde mal mehr wert als die Bindung zur Erzieherin, wenn man sowieso mit 3 neue Erzieher bekommt.
      Geh nochmal tief in dich, ob da nicht noch mehr Gründe sind. Ja, die Ex, aber nach der Zeit und den immernoch 80 km wüsste ich nicht wieso sie euch das Leben wieder zur Hölle machen sollte, wo sie euch doch derzeit scheinbar in Ruhe lässt.
      Es geht ja auch darum, wo du und dein Mann sich eine Zukunft vorstellen könnt. Euer Kind ist glücklich wenn ihr es seid und spürt das auch.

      (15) 18.12.19 - 12:53

      Es geht euch darum was das beste für euch ist. Das Kind ist nur vorgeschoben. Euer armes Kind müsste jetzt Kita wechseln. Einmalig das andere Kind sieht seit Jahren den Vater kaum. Was wiegt wohl mehr. Wie schon geschrieben wurde bein großen beim Wegzug und bei der Entscheidung ihm jahrelang so fern zu bleiben auch so ein Tamtam darüber gemacht was denn das beste für ihn ist? Wohl nicht.

Und das hat auch nichts mit anderen Stellenwert der Kinder zu tun, ich glaub es hackt uns so etwas zu unterstellen.

Und der große Sohn hat seinen Hauptwohnsitz bei seiner Mama. Ich denke würde er beim vater leben, hätte er auch genau abgewogen, ob es gut für den Jungen ist so weit weg zu ziehen... Wenn man nur Wochenendpapa ist, ist das doch was ganz anderes

Für mich hört es sich so an, als wolltet ihr nicht wirklich umziehen. Ihr lebt seit Jahren dort, fühlt euch wohl. Ihr habt dort Arbeit, Freunde, ein gutes Umfeld.
Auf der anderen Seite ist das schlechte Gewissen gegenüber dem großen Sohn. Wie alt ist er denn? Er kennt den Zustand ja bereits seit einigen Jahren. Klar ist er jetzt Feuer und Flamme, was seinen kleinen Bruder betrifft und würde ihn gerne öfter sehen. Das ist verständlich.
So nah wärt ihr aber auch nach dem Umzug nicht dran.
Euer kleiner Sohn ist dabei auch das kleinste Problem. Sicher ist es wieder eine Umstellung. Aber so kleine Kinder verpacken das ziemlich gut! Daran würde ich die Entscheidung nicht fest machen.
Hört mal in euch rein, was ihr wirklich wollt. Mit dem großen Kind lässt sich eventuell auch noch eine andere Regelung finden. Und wenn ihr über das Wochenende mal hin fahrt. Das wäre ja auch eine Option.

Alles Gute

Hallo,

ihr habt Freunde, eine gute Arbeit und fühlt euch wohl, der Sohn deines Mannes ist alle 3 Wochen übers Wochenende da? Ist das richtig so? Dein Mann fühlt sich auch wohl?

Wenn ihr wieder zurück ziehen würdet, würde er halt alle 2 Wochen übers Wochenende kommen, ich sehe da nicht so die wahnsinnige Verbesserung.

Ich persönlich sehe keinen Grund für einen Umzug, wir haben allerdings auch keine Großeltern mehr.

LG

Ich war sozusagen als Kind in der Situation vom "Großen" und wenn mein Papa, seine Frau (die ich sehr liebe) und mein Bruder in meine Nähe gezogen wären hätte ich das unfassbar toll gefunden. Ich habe alle drei ist seeehr vermisst, aber sowas wäre undenkbar gewesen da mein Vater ins Elternhaus seiner Frau gezogen ist. Ich verstehe deine Bedenken - wir mussten umziehen als unser Sohn 3 Monate alt war und da hab ich schon geweint, weil ich ihn aus seiner gewohnten Umgebung reiße (völlig unbegründet hat sich gezeigt) - aber ein Kleinkind ist sehr anpassungsfähig und euer Sohn profitiert sicher auch davon, seinen großen Bruder öfter zu sehen. Wenn ihr die Möglichkeit habt würde ich es auf jeden Fall wagen. 80km Entfernung zur Ex sollten weit genug sein um keine Probleme aufkeimen zu lassen...

Hallo.

Sofern ihr in der alten Heimat wieder gute Jobs findet, würde ich nicht zögern und wieder dorthin umziehen.

Familie geht vor Freunden/Beruf/Umfeld.

Euer Kleiner ist noch so jung, dem ist es egal, ob er hier oder dort zur Krippe geht.

Und die Ex würde ich auch nicht scheuen. Wenn sich die Wogen mittlerweile geglättet haben und das Verhältnis zum Sohnemann gut ist - WAS soll sie euch anhaben können?;-)

Alles Gute!#winke

Das Zuhause von euerm gemeinsamen Kind ist da, wo ihr seid. Andere Krippenkinder sind noch keine echten Freunde. Wie es bei euch mit den Berufsaussichten aussieht könnt nur ihr beurteilen. Generell fände ich die Idee zurückzuziehen nicht schlecht.

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