Sohn vom Partner zieht zu uns. 1000 Fragen und Gedanken.

Hallo,

ich habe gemischte Gefühle und es könnte etwas länger werden.
Mein Freund und ich (beide 47) sind seit 2,5 Jahren zusammen und kurz danach zusammen gezogen. Wir wohnen mit meinen beiden Kindern, 20 und 14, in meinem eigenen Haus. Das klappte nur so gut, weil seine vier und meine Kinder sich zu Anfang so super verstanden haben und sie alle das Zusammenziehen herbeisehnten.
Seine Kinder waren an den Wochenenden und in den Ferien bei uns. Bis unsere tolle Zeit der Ex ein Dorn im Auge war und die Kinder gegen uns beeinflusst hat. Nach und nach wollte keins der 4 Kinder mehr zum Vater kommen (sie haben aber mit meinen Kindern weiter Kontakt gehalten).

Sein Sohn, gerade 17, hat vor ein paar Tagen nach 1,5 Jahren, den Kontakt zu meinem Freund gesucht, per Whatsapp. Ihm tut alles leid, dass er sich hat beeinflussen lassen, seine Mutter und ihr Freund (wegen dem hat sie sich von meinem Freund getrennt) machen ihm das Leben zur Hölle, er darf nicht feiern, Playstation weggenommen, beim Umzug hat er das schlechteste Zimmer bekommen, der Freund pöbelt ihn ständig an, er bekommt keine Geburtstagsgeschenke usw.

Er sei zwischendurch abgerutscht, hat gekifft und dort gestohlen, wo er einen Ferienjob hatte.

Mein Freund war wie erschlagen, da wir 2,5 Stunden weit weg wohnen, war auch nicht sofort eine Lösung parat.

Mein Freund sagte, wir könnten ihn holen und im Keller einquartieren. Ein Zimmer bei uns oben haben wir nicht frei. Ich fand es nicht so schön, den Jungen im Keller einzuquartieren und mein Freund hat es so aufgefasst, dass ich den Sohn nicht hier haben will und mir das aber erst viel später erzählt.

Er hat dann überlegt, sich mit seinem Sohn eine Wohnung zu nehmen. Dazu habe ich gesagt, dass unsere Beziehung dann beendet ist, weil wir uns dann auseinanderleben und er immer gesagt hat, eine Beziehung ohne zusammen wohnen würde für ihn nie in Frage kommen.

Er hat quasi von mir eine Lösung erwartet, weil es MEIN Haus ist und ich habe von ihm eine Lösung erwartet, weil es SEIN Kind ist. So haben wir tagelang aneinander vorbei geredet und sein Sohn hat ihm derweil immer mehr Horrorgeschichten erzählt, was zuhause abgeht und unsere Nerven lagen blank.

Ich habe ihm dann 2 Lösungen angeboten. Entweder stellt er seinem Sohn ein kleines Blockhaus in den Garten, was ich nur gut meinte, da meine ältere Tochter es damals cool gefunden hätte, mir damals aber das Geld fehlte. Oder er baut den Dachboden für seinen Sohn aus.

Ein Blockhaus fand mein Freund blöd. Weil wenn wir uns mal trennen, habe ich ein Blockhaus, welches er bezahlt hat.

Den Dachboden fände er eine super Lösung, aber natürlich bezahlt er dafür nichts, sondern ich, weil es ja mein Haus ist und ich bei einer Trennung die Wertsteigerung habe, sagte er gleich.

Meine Finanzen sind aber eigentlich anders verplant.....zwar auch für eine Baumaßnahme am Haus, aber eben (noch) nicht für den Dachboden......

Hinzu kommt noch die schulische Situation. Der Junge ist 17 und geht in die 9. Klasse. Meine Tochter ist 14 und geht auch in die 9. Klasse. Der erste Schulabschluss steht an und ob es gut ist, den Jungen so kurz vor den Prüfungen aus der Schule zu nehmen und in eine andere Schule zu schicken? Ich habe auch Bedenken, dass meine Tochter bei all dem bevorstehenden Trubel zu abgelenkt ist und ihrerseits den Abschluss nicht schafft. Sie will danach noch ihren Realschulabschluss und das Fachabi machen.

Hinzu kommt noch, dass meine ältere Tochter studiert, einen Freund hat in 100 km Entfernung und die beiden zwischen seiner Wohnung und uns alle paar Tage hin und her pendeln. Ich habe mir im September einen neuen, weniger anstrengenden Job gesucht, perfekt abgestimmt auf meine jüngere Tochter, damit ich sie beim Lernen und allem unterstützen kann, ich verdiene etwas mehr als vorher und genieße meine "freien" Tage an denen die Ältere nebst Freund mal nicht bei uns ist. Ich habe mir alles so schön eingerichtet mit dem neuen Job und weniger Arbeit im Haushalt durch Abwesenheit meiner Älteren und Freund (man merkt, wenn 2 Leute weniger im Haus sind).

Ich habe mich jahrelang als Alleinerziehende abgerackert und wollte jetzt endlich auch mal mein Leben genießen.

Und ausgerechnet jetzt soll der Sohn meines Partners zu uns kommen.
Wäre ja auch nicht so tragisch, er gehört schließlich auch zu uns, aber ich weiß wie unordentlich er ist und mein Freund meinte, er wird keine Arbeiten im Haushalt übernehmen, nur weil ich jetzt mehr arbeite (2 Tage mehr die Woche als vorher). Schließlich arbeitet er den ganzen Tag. Und für meine Kinder mache ich schließlich den Haushalt auch, sein Sohn würde keine große Mehrarbeit machen.

Ich bin echt etwas sauer, weil ich mich wie eine Putzfrau fühle und er und sein Sohn legen die Füße hoch.

1000 Gedanken gehen mir bezüglich des bevorstehenden Einzugs seines Sohnes durch den Kopf. Mit meinem Freund kann ich darüber nicht reden. Entweder sagt er "Zu früh, um sich damit verrrückt zu machen" oder droht "ich kann mir auch mit ihm eine Wohnung nehmen".

Und ich habe mich im September noch sooooooo auf mein "neues" Leben gefreut.

Er droht dir? Der soll sich eine Wohnung nehmen. Er hat ja recht mit der Wertsteigerung, aber er du willst die Veränderungen ja nicht.

Zahlt er denn momentan Miete an dich und dann auch für den Sohn? Wenn nein, wäre die gesamte Diskussion eh für die Katz.

Der Junge ist 17. in ein paar Jahren ist der Drops eh gelutscht. Da würde ich keine Unmengen Investieren. Er soll sich den Keller nett herrichten und chic.

Ja, er zahlt bei mir Miete, hat aber auch gesagt, dass er ja so viel zahlt, dass sein Sohn da "mit drin" wäre. Das stimmt auch, Miete würde ich wegen dem Sohn nicht mehr haben wollen.

Das Problem ist noch, dass in dem Kellerraum, in dem sein Sohn dann wohnen sollte, eine Kellerbar eingerichtet ist. Ein schöner Partyraum, Dartscheibe, Tresen usw. in dem ich auch mein Geschirr untergebracht habe, ein Schrank mit meinen Papieren usw. Es ist "mein" Raum, schon immer gewesen. Meine ältere Tochter hat dort ihre Partys gefeiert und die jüngere wollte das später auch tun. In der Vergangenheit durfte meine jüngere Tochter schon immer mit den "Resten" der Großen (Knabberkram, Softgetränke) eine Party danach feiern, einen Mädelsabend sozusagen.

All das würde dann meiner Jüngeren verwehrt bleiben und ich weiß nicht, wie sie das finden wird. Deshalb habe ich den Dachboden vorgeschlagen.

Wenn er Miete zahlt, ist es ja schon mal gut.

Mit dem Keller verstehe ich. Kann man die anderen Kinderzimmer teilen? Das Ding ist halt, das Kind ist bald keins mehr. Dann braucht er auch kein eigenes Zimmer mehr und du hast dann den umbau an der Backe.

Wenn ein Umbau stattfinden soll, kannst du das nur stemmen, wenn er dann dafür höhere Miete zahlt. Wie bei einer Modernisierung. Gleicher Preis ist da nicht mehr drin. Und wenn ihr schon alles trennt, soll er gefälligst seinem Kind hinterherräumen. Definitiv würde ich mich nicht wie ne Magd behandeln lassen.
Ihr seid nur ne wg. Dann wird er auch nur wie ein wg Mitglied behandelt.

Guten Morgen,

Für mich liest es sich als wenn dein Freund es sich sehr leicht macht.

Zahlt er Miete? Wie ist es für seinen Sohn geplant? Du brauchst das Zimmer nicht und warum solltest du daher den Umbau finanzieren.
Wer weiß, ob der dir in ein paar Jahren, wenn die Kinder aus dem Haus sind, nützt. Und die Ansage wegen der Hausarbeit geht gar nicht. Du bist doch keine Putzfrau. Sein Kind, seine Pflicht.

Ich würde mir das sehr sehr gut überlegen. Das ist für mich kein Gleichgewicht

Naja, ich finde das hört sich alles nicht so nach einem gemeinsamen Leben an.
Ihr trennt ja alles. Aber da ihr das so handhabt, finde ich seine Gedankengänge genauso nachvollziehbar wie deine. Hilft wohl nur einen Kompromiss zu finden mit denen ihr alle zufrieden seid. Vielleicht könnt ihr ja eure Kinder auch miteinbeziehen, vielleicht klärt sich dann ja vieles von selbst. Vielleicht hat ja eins deiner Kinder sogar Lust in den Keller zu ziehen....oder oder, geht alle Möglichkeiten durch!

"mein Freund meinte, er wird keine Arbeiten im Haushalt übernehmen, nur weil ich jetzt mehr arbeite (2 Tage mehr die Woche als vorher). Schließlich arbeitet er den ganzen Tag. Und für meine Kinder mache ich schließlich den Haushalt auch, sein Sohn würde keine große Mehrarbeit machen."

Abgesehen davon, dass dein Freund sich keine Minute mal Gedanken macht, ob sein Herr Sohn nicht einfach nur pubertären Bock hat und deswegen von der Mutter weg will - das in den Anführungszeichen wäre ein Punkt, ab dem er sich von meiner Seite aus mit Freuden eine neue Bude für sich und seine (missratene?) Brut hätte suchen dürfen.

Vielleicht kommt das Bürschlein ja ganz nach dem Herrn Vater, ist egozentrisch und meint, alles müsse sich nach seinen Wünschen drehen? Vielleicht gibt es ja Gründe dafür, dass die Playstation weg ist und es keine Geschenke gibt? Kiffen, Klauen und mit 17 noch in der neunten Klasse herumgammeln könnten ja durchaus solche Gründe sein, weswegen Eltern erst mal ein paar Vergünstigungen streichen und klare Ansagen machen... Passt Pubis nur selten, warum also dann nicht zu Papa ziehen, der machts ja vor, wie man jemanden für sich buckeln lässt.

Ich finde, dein Kerl hat schon Schmarotzerzüge an sich, da würde ich sicher nicht noch einen Minischmarotzer in MEIN Haus aufnehmen. Du hast so viel erreicht als allein Erziehende, lass dir das nicht kaputt machen!

Für mich klingt es auch eher nach pubertärem Geplänkel als nach ernsthaften Problemen mit der Mutter. Er klaut und kifft und darf deshalb keine PlayStation spielen?? ... buhuu..

Ich finde eure Situation klingt ziemlich verfahren und ich würde mich nicht erpressen lassen mit „dann nehmen wir uns eine eigene Wohnung“. Sag doch „ja gute idee“.
Mal schauen was dann passiert, du bist immerhin sein Vermieterin und anscheinend noch seine Putzfrau! Was lässt du dir denn in deinem Alter bitte von diesem Mann gefallen?

Das mit dem pubertären Bock habe ich auch vermutet. Aber inzwischen hat er das Gleiche auch alles der Mutter, Schwester und dem Neffen meines Freundes erzählt und diese setzen meinen Freund und auch mich nun unter Druck, zu handeln und den Jungen da rauszuholen. Es gibt seit Tagen kein anderes Thema und die ganze Familie mischt sich ein und kontaktiert uns den ganzen Tag.

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Du willst den Jungen nicht,dies ist klar rauszulesen.
Deine Sache
Sein Kind ist wichtiger als Du und ich würde in dem Fall ausziehe und mein Kind holen und ihn unterstützen.
Werde ich nie verstehen wie sich zwei erwachsene Menschen so bescheuert verhalten können und von Liebe sprechen.
Auch wir haben meinen Stiefsohn geholt und ihm ein schönes Zimmer mit Umbau eingerichtet und dies war für mich selbstverständlich
Blockhaus und Keller🙈
Also ehrlich...
Ich habe den Jungen sehr unterstützt und er hat es geschafft.

Danke für diesen Beitrag! Treffender kann man es wohl nicht formulieren!

Danke für deinen Beitrag. 👍

Ich empfinde die meisten Antworten hier als herzlos.
"Problemfall" "sich sowas ins Haus holen"...
Schrecklich!
Das ist Pubertät.
Und selbst wenn es solche Probleme mit der Mutter des Sohnes gibt: es bleibt sein Sohn!!

An die TE: Du möchtest nicht mit seinem Sohn zusammen leben, das wird deutlich und das würde der Sohn auch spüren!
Deshalb hoffe ich, dass er nicht zu euch zieht.
Andererseits erwartest du aber, dass dein Partner mit DEINEN Kindern zusammen lebt...
Wie würdest du dich denn fühlen, wenn das andersrum wäre?

Sein Sohn wird (hoffentlich) immer an erster Stelle stehen & deshalb dein Partner eventuell ausziehen.

Als Familie hält man in schwierigen Zeiten zusammen & unterstützt sich. Hier geht's nur darum auf nichts verzichten zu wollen.
Das ist ja auch ok, dann gibt es aber keinen Weg um zusammen zu leben!

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Mir fehlen die Infos, ob ihr mit der Mutter mal gesprochen habt.

Ich kann dich schon verstehen, ihr holt euch ja quasi einen "Problemfall" ins Haus.
Ich würde mich ganz klar positionieren: Wenn dein Freund seinen Sohn zu sich holen will, dann hat er für ein Zimmer zu sorgen, dann hat er die Mehrarbeit zu organisieren etc.pp.
Was der Gute alles nicht will, weil ihr euch ja mal trennen könntet #augen - soll er die Kosten notieren und dir berechnen, wenn es mal so sein sollte. Ob es eine Wertsteigerung des Hauses wird, ist ja noch nicht raus....

Ich finde ihr klingt beide irgendwie egoistisch und nicht wie ein Team 🤷‍♀️

Ich finde ihr macht euch ganz schön verrückt dafür, dass wohl noch niemand mit der KM gesprochen hat? Der Burschi wird ja wohl nicht zum Spaß die Verbote bekommen haben... Ich wäre da an deiner Stelle sehr vorsichtig!!

Und die Erpressung deines Freundes geht gar nicht! Es ist sein Kind, er muss sich an der Lösung doch beteiligen - er scheint sich schön auf deiner "Arbeit" auszuruhen. Er zahlt bestimmt auch nicht den üblichen Mietpreis in eurer Gegend, sondern weniger? Und dann noch ne Putzfrau - läuft für ihn. Bei mir könnte er gern umziehen!

Ich habe auch einen Stiefsohn, der läuft auch nicht "ganz in der Spur". Er hat auch schon mal gesagt er will bei uns leben (ist auch mein Wohneigentum). Wir haben ihm GEMEINSAM gesagt, wie dann der Hase laufen wird (mal abgesehen von Schulwechsel, Vereinswechsel etc. auch Mithilfe im Haushalt usw.). Da wollte er dann doch lieber bei Mama bleiben.
Wobei ich ehrlich bin: für das Kind wäre es besser, er wäre bei uns. Er bräuchte ein zuverlässiges Umfeld mit klaren Regeln und einem respektvollen Umgang und Interesse an seiner Person. Aber nachdem wir ebenfalls ständig schlecht geredet werden (vor allem ich) werde ich einen Teufel tun und mich dafür einsetzen (mal abgesehen davon, dass die Mutter dem niemals zustimmen würde und wir wollen auch nicht, dass Junior wieder zwischen den Stühlen steht). Sein Vater bringt mir da so viel Verständnis entgegen, dass er das sogar nachvollziehen kann.

Ich wünsche dir alles Gute!!!

Hallo.

Ich würde als erstes ein Gespräch mit allen Beteiligten (auch die Mutter des Jungen) suchen.

Es hat vielleicht seine guten Gründe, warum zuhause gerade alles schief läuft, was nicht automatisch an den Eltern liegen muss.;-)

Will/soll der Junge dennoch bei euch leben, dann würde ich

- entweder das Blockhaus im Garten für die 20-jährige Tochter und deren Freund einrichten und dem Jungen das Zimmer der 20-jähirgen überlassen

oder

- das junge Pärchen (wenn sie einverstanden sind) in den Kellerraum verfrachten.

oder

- auf MEINE Kosten den Dachboden ausbauen für den Jungen. Vielleicht ist später DEIN Junge auch mal froh, wenn er den Dachboden bewohnen darf/kann.


Jetzt aber das ABER:

Ich würde das alles nur machen, wenn vorher alle Regeln klar besprochen werden.
Dazu gehört auch, dass sowohl der Vater, als auch der Junge sich im Haushalt mit einbringen bzw. sich der Knabe an deine Regeln hält, genau wie deine eigenen Kinder.

LG #winke

Wieso würdest du den Dachboden auf deine Kosten ausbauen? Ich würde da schon den Vater in die Verantwortung nehmen. Alle Kinder sind schon recht groß. Die TE wird eher weniger als mehr Zimmer brauchen. Welchen Vorteil hat sie von dem Ausbau?

Weil das Haus scheinbar ihr alleine gehört und sie ihn im Falle einer Trennung sonst evtl. ausbezahlen müsste.

Ich würde den Jungen nicht aufnehmen, aber nicht, weil der Junge die Chance nicht verdient hätte oder Du es nicht willst oder dein Freund komische Vorstellungen hat - nein - schlicht weil eure Beziehung zu instabil ist.

Der Junge braucht ein stabiles Umfeld..... aber da ihr eure Bedürfnisse in der Beziehung gegenseitig nicht versteht, jeder irgendwie nur auf seins guckt und die Zuständigkeiten für deren Sachen beim anderen sieht und absolut alles entweder deins oder seins ist und bei einer Neuanschaffung schon geplant werden muss, wer da bei einer Trennung besser bei weg kommen würde und wer wem wie vielleicht gar was schenken würde (Wie dreist ist das eigentlich so zu denken?) ....

das alles zeigt mir deutlich...das ihr gar keine richtige Familie seid......sondern nur an einem Ort lebt und auch das steht scheinbar zur Diskussion....

Ich finde, ihr seid gar nicht richtig zusammengewachsen. Du hast keine Antennen für die Bedürfnisse seiner Kinder. -Mir wäre ein Partykeller niemals wichtiger als das Kind meines Partners. Da würde ich nicht eine Sekunde drüber nachdenken. - Er hat keine Antennen für die Bedürfnisse deiner Kinder und würde die auch einfach so wieder dir überlassen, wenn er dann auszieht. Über Chaos und den Schulabschluss deiner Kinder macht er sich auch keinen Kopf.

Dazu scheint ihr euch auch ordentlich zu streiten.

Klärt erstmal die Probleme in eurer Beziehung und was die überhaupt soll, wenn keiner dem anderen irgendwas zu gönnen scheint... Eine Beziehung funktioniert so in meinen Augen jedenfalls nicht. Und der Junge würde euch nur den Rest geben.

Warum soll sie ihr komplettes Haus auf den Kopf stellen um für 1-2 Jahre einen Jugendlichen aufzunehmen, der noch nichts auf die Kette bekommen hat und schon straffällig ist?
Das würde ich meinen Kindern und mir nicht antun.
Es ist IHR Haus.

Nun ja. Bei ihren Kindern gibt es keine Probleme.
Bei seinem Sohn schon. Sowas würde ich mir nicht in mein Haus holen. Schon gar nicht mit der Einstellung des Freundes.

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Danke an alle für die aufschlussreichen Antworten!

Hier wurde mehrmals nach der Mutter gefragt.
Das hatte ich ganz vergessen, zu erwähnen:

Die Mutter ist samt Kindern und Freund umgezogen. Wir haben dadurch keine Festnetz-Nummer mehr von ihr. Ihre alte Handynummer ist auch nicht mehr aktuell.

Mein Freund will seit der Trennung keinen Kontakt zu ihr, weil sie alles schlecht redet, die Kinder belügt, er würde keinen Unterhalt zahlen usw. Dass er Unterhalt zahlt, hat er anhand seiner Kontoauszüge mehrmals bewiesen (fotografiert und ihnen per Whatsapp geschickt).

Mein Freund wollte nun direkt beim Jugendamt anrufen und die Umstände, die er von seinem Sohn erfahren hat, dort schildern.

Ich habe ihm nahe gelegt, erst mal mit der Ex zu sprechen und nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Jugendamt möchte der Sohn nicht, er hat Angst, dass er in eine Pflegefamilie kommt. Zu seinem Onkel hat er gesagt, dass er bei seiner Mutter bleiben und das alles weiter aushalten will, weil er aus der Gegend/dem Ort nicht weg möchte.

Mein Freund hat ihn dann gebeten, ihm die neue Nummer seiner Mutter zu geben. Das hat der Sohn verweigert und erst gesagt, dann bekommt er ja noch mehr Stress, wenn sie weiß, dass er sich seinem Vater anvertraut hat. Mein Freund soll erst nach Weihnachten bei der Mutter anrufen.

Dann hat mein Freund ihm gesagt, dass er ihn rausholen will und er bei uns wohnen kann, dass wir ihm ein Zimmer bauen würden. Da hat er ihm geantwortet, dass er seine Mutter morgen fragt, ob er Papa die Nummer geben darf. Keine Reaktion mehr dazu, dass er aus der Gegend nicht weg will. Wir wohnen 2,5 Autostunden entfernt.

Das war gestern und heute hat er sich bis jetzt noch nicht gemeldet.

Nur meine Gedanken kurz: In dem Alter kommt er sicher nicht mehr in eine Pflegefamilie, es gibt aber betreute Jugendwohngruppen oder Internate für Kinder, bei denen es nicht so "rund" läuft.

Die Belegung und Finanzierung läuft übers Jugendamt, das ist also ein sehr guter Ansprechpartner.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das gut geht, wenn er bei euch einzieht.

Da werden aber auch die Eltern zur Kasse gebeten.

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Um noch mal die Zimmerverteilung meiner Kinder anzusprechen: Meine beiden haben gerade erst im Januar diesen Jahres ihre Zimmer neu renoviert bekommen. Alles exakt nach ihren Wünschen, Wandverkleidungen, Riemchen, genau darauf abgestimmte LED-Lichtleisten, neue Möbel, neue Fernseh-Wandhalterungen, Bodenbeläge neu etc.

Das war alles ein langwieriger Aufwand, die Zimmer so herzurichten. Da wird keine der beiden wieder ausziehen, um für den Jungen Platz zu machen.

Ist ja auch richtig so. Würde meinen Kindern auch nicht ihre Zimmer nehmen.

Ich würde mir sowas nicht ins Haus holen. Der Sohn wird sich kaum ändern, wenn er bei euch ist.
Wenn dein Freund so eine Einstellung hat, frage ich mich ernsthaft, ob er dich liebt.

Ich wurde. If sowas nicht ins Haus holen


Unglaublich Deine Aussagen,du sprichst hier von einem Kind!

Der schon ordentlich was auf dem Kerbholz hat. Er ist 17, bald 18. Somit ist es kein "Kind" mehr.

Dein Freund plus Sohn wollen nicht helfen, haben deine Kinder denn Aufgaben? Wenn nicht kannst du es vom Sohn des Freundes nicht auch noch verlangen, finde jeder kann was tun Prüfungen hin oder her. Dein Freund kann auch was tun du gehst auch arbeiten übernimmst sicher Haushalt Kochen Einkaufen etc pp.

Denke du hast dein Leben lang versucht alle zu verhätscheln und nun erntest du es eben, trette allesamt mal in den Hintern setzt euch hin verteilt es fair, man wohnt zusammen und kann zusammen arbeiten.

Hallo!

Lass den Mann eine eigene Wohnung samt Sohn nehmen. Ich finde es zutiefst unsympathisch, was der Kerl von dir erwartet: Dachboden auf deine Kosten, keine Mehrzahlung an Miete für Ausbau und Sohn, keine Mithilfe im Haushalt weder von ihm noch vom Sohm offenbar.

Deine Einschätzung, dass du nachher 2 Kinder durch den Abschluss bringen musst ohne Unterstützung, spricht auch dafür, dass Du nicht daran glaubst, dass dein Partner eine Hilfe ist.

Auf gut Deutsch: Du bekommst ein Kind dazu um dass Du dich finanziell, praktisch (Wäsche waschen..) und organisatorisch (Schule) kümmern sollst.

Der Deal ist unattraktiv bzw unzumutbar! Das hat nichts mit deinem Egoismus oder fehlender Kompromissbereitschaft zu tun.

Ich finde generell schon unsympathisch, dass dein Partner bei Auszug von Trennung spricht. In meinen Augen setzt er dich unter Druck für ein komfortables Leben.

Wenn er seinen Sohn retten will, dann nicht auf deine Kosten! Er kann mit ihm zusammen ziehen und wenn der Sohn allein wohnen kann zu Dir zurück kommen. Bis dahin bist du ohne ihn deutlich besser aufgestellt!

Liebe Grüße!

Ganz ehrlich, wenn die Wohnungssituation vor Ort nicht völlig katastrophal ist, soll dein Partner sich eine 2 Zimmer Wohnung am Wohnort des Jungen suchen und sie sollen eine WG aufmachen. Hätte auch den Vorteil, dass die Schule nicht gewechselt werden muss, ein halbes Jahr vor Abschluss würde ich das echt nicht mehr machen.
Und sich selbständig um den Haushalt kümmern, würde beiden gut tun glaube ich...
Und lass dir ja nicht die dreckige Wäsche am Wochenende mitbringen!

Und ich glaube nicht, dass er dir groß fehlen würde, vermutlich blühst du noch richtig auf. Versucht doch mal eine Wochenendbeziehung für das halbe Jahr. Vielleicht merkst du dann, dass es eh entspannter ist wenn du noch eine Person weniger hast, der Typ scheint ja jetzt so wie es sich liest nicht viel fürs Zusammenleben zu tun.

Lass ihn ausziehen

Das ist aber ein komischer Freund, sorry. Ich finde es befremdlich, dass du den Dachboden für SEINEN Sohn finanzieren sollst, da ihr ja eines Tages getrennte Wege gehen könntet. Da scheint sehr viel Vertrauen in der Beziehung zu stecken.
Wenn es ihm so ein Bedürfnis ist soll er mit seinem Sohn zusammen ziehen. Oder er spricht ein Machtwort und sagt: "Junge reiß dich zusammen! In EINEM Jahr bist du 18, dann kannst du machen was du willst (also zum Beispiel ausziehen bei der Mutter)"
Womöglich hat es triftige Gründe wieso er bei der Mutter nichts erlaubt bekommt, schon mal nachgefragt?

Es stellt sich die Frage ob dein ältestes Kind mit 20 nicht ohnehin bald ausziehen wird. Dann wäre ein Zimmer frei. Und selbst wenn nicht, warum sträubst du dich so sehr gegen ein Zimmer im Keller? Auch im Keller kann man einen schönes Zimmer herrichten solange Wärme und Platz gegeben sind.

So, oder so: Dein Freund müsste bei der Finanzierung helfen und es müssen ALLE -auch deine Kinder- im Haushalt helfen. Du bist doch nicht der Trottel vom Dienst.

Jetzt hab ich noch einige andere Antworten gelesen. Also nicht böse sein, aber der Mensch ist nicht ganz dicht. Der lässt es zu, dass du du unter Druck gesetzt wirst wegen seinem Kind? Mir tut der 17 jährige Junge einfach nur leid. Seine Eltern sind nicht mal fähig Handy Nummern zu tauschen. Der Mann sitzt in deinem gemachten Nest. Ich sehe da nicht viel, außer Faulheit und Egoismus. Das ist eine Katastrophen-Familie. Damit würde ich nichts zu tun haben wollen.

Ich finde es viel zu überstürzt, ohne mit der Mutter gesprochen zu haben, den Umzug des Jungen zu planen.

Ihr wisst, dass er kifft, klaut und schlecht ist in der Schule. Dass ihm die Playstation weggenommen wurde und die anderen Dinge, die er seiner Mutter vorwirft, sind vielleicht erzieherische Massnahmen. Die er mit einem Umzug zu euch umgehen will.

Vielleicht ist er auch tatsächlich abgerutscht, weil er schlecht behandelt wurde. Aber genau das muss erst geklärt werden.

Dann muss sich dein Freund klar darüber sein, dass es schlichtweg unverschämt ist, dir die Mehrarbeit und die Mehrkosten für seinen Sohn aufzuhalten.

Er scheint ausserdem grosse Probleme zu haben. Die muss der Vater angehen. Das wird möglicherweise professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Immerhin reden wir von Drogen und Diebstahl beim Arbeitgeber.

Und: ist es deinen Kindern gegenüber fair, sie einem so problematischen Jugendlichen auszusetzen?

Das alles kann nur beantwortet werden nach vielen gemeinsamen Gesprächen mit der Mutter und dem Jugendamt.

Und solltest du dich dazu entschließen, ihn aufzunehmen, muss selbstverständlich dein Freund die Mehrkosten für den Umbau tragen und putzen und Wäsche waschen etc. Das sollte er auch jetzt schon machen. Lass dich nicht ausnutzen! Und schütze auch deine Kinder !

Ich dachte seine Kinder waren immer an den Wochenenden und in den Ferien bei euch. Da es vier Kinder sind, frage ich mich, wo die untergebracht waren?

Für mich klingt es von deiner Seite, als hättest du einfach keine Lust auf deinen "Stiefsohn".

Zum Stiefsohn: 17 Jahre und 9. Klasse?
Ganz toll! Scheint ja ein ganz unkomplizierter, fleißiger Schüler zu sein.

Was er alles plötzlich aufzählt und es jeden Tag mehr zur Horrorstory macht, könnte darin begründet sein, dass es bei Mama kangsam unangenehm wir und er von Mama und Freund der Mama Druck gibt und er dramatisiert seinem Vater gegenüber. Da es jetzt mit Faulenzen und in der Schule langsam unangenehm wird, fällt ihm nach 2,5 Jahren der Papa wieder ein. Flucht!

Dein Partner soll vernünftig mit der Mutter reden. Umzug mit 4 Kindern heißt, dass einer das kleinste Zimmer haben MUSS. Warum er? Nachfragen, vielleicht weil er als erstes auszieht.

Wenn deine älteste Tochter nicht mehr täglich im Haus ist, kann sie ja in den Keller.

Oder ihr vermietet das Haus und nehm euch zusammen was anderes.

Und dass dein Freund mit seinem Sohn zusammenzieht, ist gar nicht so schlecht.

Schwierig! Viel reden, nicht ellenlang ins Forum schreiben.

"Schwierig! Viel reden, nicht ellenlang ins Forum schreiben."

Das eine schliesst das andere doch nicht aus.....

1. Mit der Mutter sprechen. Je nachdem was die sagt wie schlimm es ist muss auch über Fremdunterbringung nachgedacht werden.
2. Regeln für ein Zusammenleben vereinbaren. Dazu gehört dass der Junge Mann sich am Familienleben und am Haushalt beteiligt.
3. Ihm diese kommunizieren. Hält er sie nicht ein muss er Retour.
4. Ich würde die Flaschen und Akten beiseite packen und ihn ein Bett in den Partyraum stellen. Parties kann man da trotzdem noch feiern wenn er auf Besuchswochenende heiß seiner Mutter ist. Mehr würde ich für den Moment nicht tun. Ich glaube nämlich nicht dass das Früchtchen zu lange bei euch ist und dann ärgerst du dich über die für den Dachboden rausgehauene Kohle.

Der Sohn des Mannes meiner Freundin ist in dem Alter auch beim Vater eingezogen. Eigentlich hätte er uns betreute Wohnen gehen sollen, da ging das Gejammer los. Der Vater ist weich geworden und hat ihn aufgenommen. Für 6 Wochen. Nach 10 Tagen ging der Spuk von vorne los und nach 6 Wochen war er weg. Doch wieder bei der Mutter. Das betreute wohnen war ja abgewendet.

Irgendwie liest sich das alles komisch...

Dein Freund verhält sich so, als ob eine Trennung in nächster Zeit sehr wahrscheinlich für ihn wäre. was soll sonst das Gerede über den Dachboden oder das Blockhaus...?
Sowas würde es bei uns nicht geben.

Das was du schreibst hört sich ein bisschen vorgeschoben an. Deine Tochter ist in der 9. Klasse und möchte gerne ihr Fachabitur machen. Das ist noch eine lange Zeit bis dahin und warum sollte sie abgelenkt sein?
Das verstehe ich nicht...

Das Beste wäre wirklich dein Freund sucht sich mit seinem Sohn eine Wohnung.