KV sabotiert wo er nur kann

Hallo,

Die Kids sind deutlich öfter bei ihrem Vater als das typische "alle-14-Tage-Modell"

Seit der Trennung vor 5 Jahren macht er einen auf super entspannt und großem Freund anstatt Vater zu sein

Entsprechend toll finden es die Kinder dort.
Keine Regeln, unbegrenzt Medien, viel Süßkram, abends lange auf usw usw

Nun in der Pubertät führt das quasi permanent zu Tumult bei mir.

Und nun sind wir bei "ich ziehe zu Papa"

Der könnte sich aber gar nicht kümmern, da er um 6 aus dem Haus ist und um 18 Uhr oder später erst wieder da.

Ich habe von ihm verlangt, dass klar zu kommunizieren damit wenigstens da Klarheit herrscht.
Er hat sich geweigert.

"Wenn es den Kindern bei dir nicht gut geht muss man gucken..."

Ich hab gerade dass Gefühl, ich zerleg mein Küchengeschirr!!!

Das ist nicht zum aushalten :-( :-(

Traurige Grüße

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Ich kenne die Reaktion von meiner Tochter. Ich muss aber dazu sagen das wir die Trennung eivernehmlich gelöst und alles abgesprochen was unser Kind betraf. Irgendwann kam die Situation das meine Tochter zu ihrer Mutter gesagt hat: " Ich ziehe zu meinem Papa". Das Telefon hat bei mir geklingelt und meine EX hat mir die Situation geschildert und zu meiner Tochter gesagt das sie jeder Zeit zu mir ziehen darf. Ich hätte damit auch kein Problem gehabt. Meine Tochter hat aber nicht mit der Reaktion ihrer Mutter gerechnet.

Was denkst du wie die Situation ausgegangen ist.

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deine Kinder sdind 13 und 15, wo ist das Problem, wen
der Vater morgen eher geht? Können Sie nicht alleine aufstehen?
wenn sie immer beim Vater wären, gäbe es sicher andere Regeln. Das Problem ist, wenn sie das wollen, entscheiden sie ab 14 selbst!
du wirst mit Stress keinen Erfolg haben, dass sie bleiben.
Ich kenne das, von ganz vielen geschiedenen Paaren, dass die Kinder in dem Alter zum Vater ziehen.
Wichitg wäe, dass du sie dabie nicht verlierst. denn ab 14 entscheiden sie auch selbst, ob sie zu Besuch kommen

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Wenn sie entscheiden zum Vater zu ziehen werden die Kinderzimmer leer geräumt.

Ich bin nicht der Fußabtreter der Nation, der jahrelang den Stress an der Backe hatte bis sie quasi jetzt fertig sind und der Vater braucht sich dann um nix mehr kümmern und hat einfach nur ein paar Mitbewohner mehr. Sicher nicht.

Ziehen sie aus bevor sie 18 sind, war es das. Dann können wir mal ins Kino gehen o.ä. mehr nicht.
Aber ich bin dann fertig mit diesem ganzen Patchwork-Zirkus den ich nie wollte!

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Tja, schade, dass du so unerwachsen und patzig reagierst. Willst du deine Kinder dann dafür abstrafen, wenn sie sich für wohnen beim Vater entscheiden?
Denkst du nicht, dass beim richtigen wohnen dort auch gewisse Regeln und Grenzen automatisch mit dazu kommen?
Die es jetzt vielleicht ja nicht gibt, weil die Kinder eben Gast sind?

Das ist in Kernfamilien übrigens genau gleiches Problem - mir der Pubertät wird oft ein Elternteil bevorzugt. Völlig normal.
Und als reife, erwachsene Persönlichkeit muss man drüber stehen können. Scheint ja bei dir nicht der Fall zu sein.

Wer Patchwork nicht will, dem empfehle ich ja immer auf Kinder zu verzichten. Da ist man dann ganz sicher auf der "Nicht-Patchwork" Seite.

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Schade das du dort so ein Problem mit dem Papa der Kinder hast.

Meine Kinder wissen, dass sie quasi jederzeit zu mir ziehen können. Sie kennen aber auch die "Konsequenzen". Konsequenzen bei uns sind:

1. Schule wechseln.
2. Alte Freunde nur noch selten sehen.
3. Bei Mama strengere Regeln bzgl. Ordnung (Papa sieht es hier entspannter.)
4. Analog Papa regelmässig Aufgaben - im Haushalt helfen (Hier sehen sie im Moment einen Vorteil bei mir. Da sie nur am WE da sind, dürfen sie mithelfen, sie haben aber keine regelmässigen Pflichten. Das würde sich ändern, wenn sie bei mir leben.)
5. Es gibt dann auch Zeiten, wo Mama keine Zeit hat. Aktuell schaufel ich mir die Kinderwochenende frei, damit ich mit 100% auf die Beiden konzentrieren kann. Das geht dann natürlich nicht, wenn sie bei mir leben.
6. Häufiger Betreuung durch andere. (Ich bin wesentlich häufiger als der Papa beruflich unterwegs, da müssten sie dann durch andere Freunde/Babysitter und ähnliches betreut werden.)
7. Strengere Regeln bzgl. Medien - heute kann ich an meinen Wochenenden dabei lockerer sein, da ich weiss beim Papa herrschen strengere Regeln. Wenn sie bei mir sind, muss ich meine lockeren Regeln noch mal überdenken.

Ich zähle ihnen natürlich auch die guten Seiten auf.

Mir ist wichtig, dass sie die Situation möglichst genau kennen, bevor sie eine Entscheidung treffen, die ihr Leben verändert. Bisher war das allerdings auch noch kein erstes Thema.

Vielleicht hilft es, wenn du deine Kinder fragst, warum sie genau zum Papa ziehen möchten und dann mit ihnen schaust, wir ihr auch Wege bei euch findet, damit sie sich bei dir wieder wohl fühlen. Vielleicht kannst du bei Themen, die ihnen wichtig sind die Zügel ein bisschen lockerer lassen und ihnen ein wenig mehr Eigenverantwortung einräumen.

Vielleicht ist ja dein Ex-Partner bereit mit den Kindern im Vorfeld zu besprechen, was es bedeutet wenn sie bei ihm leben. Alltag ist nun einmal etwas völlig anderes als Wochenende, die sich der Papa dann vielleicht auch noch freischaufelt. Bei denen er über einzelne Themen Esse, Zocken, Fernsehen lockerer hinwegsehen kann (weil selten), als im täglichen Miteinander.

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Sehr gut geschrieben 👍🏻
Bei uns ist es lustigerweise gerade umgekehrt. Die Tochter meines Mannes hat bei uns viel mehr Regeln und Pflichten, als bei der Mutter resp. bei der Mutter hat sie gar keine und bei uns im Mass. Trotzdem ist sie lieber bei uns🤷‍♀️

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Hallo,

vorneweg: Ich hatte und habe zu dem Vater meines großen Sohnes ein sehr gutes und vertrauensvolles Verhältnis und wir haben nie Streit wegen unseres gemeinsamen Sohnes gehabt.

Als Junior 13 war (mit den entsprechenden Schwierigkeiten hier z.B. Duschen, Hausaufgaben, Ordnung, Umgang mit den Halbgeschwistern ....) äußerte unser Sohnemann auch immer öfter den Wunsch, beim Papa zu wohnen, da dieser nicht so spießig, oldschool wäre und er sowieso immer Zeit für ihn hätte und das Essen dort sowieso viel besser wäre .... Nach einem halben Jahr habe ich dann genug von dem Genöle gehabt. Mein Exmann hat sich auch nicht klar positioniert (ich schaff es nicht oder ähnliches) also habe ich Junior erklärt, dass er ja Mama und Papa hat und er das bitte mit seinem Papa besprechen solle, wenn er dort hin ziehen möchte (20 Minuten Autofahrt, 20 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, seine Schule war von dort auch zu erreichen). Schließlich haben wir ja beide Sorgerecht, sind beide seine Eltern. Ich hab ihm aber auch gesagt, dass er immer wieder hierher kommen kann, dies auch sein Zuhause ist und wir ihn immer liebhaben, egal wo er wohnt.

Das Experiment startet Anfang der Sommerferien (da war Junior 14). und ging genau drei Wochen. Dann wollte er wieder hier wohnen, da das Gras dort doch nicht grüner war.

Natürlich durfte er wiederkommen (allerdings die sechs Wochen Ferien blieb er dort auf meinen Wunsch), wir haben aber alle klargemacht, dass dies jetzt erstmal so bleibt und er nicht beim nächsten Disput wieder aus- bzw. umziehen kann.

Er wird in einem halben Jahr 18 und wohnt immer noch hier.

Liebe Grüße
Delenn

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War doch klar, dass diese Phase mal kommen könnte, dass sie gucken wollen, wie es bei Papa ist. Ist doch nur menschlich. Ich finde da kann man Trennungskindern grundsätzlich keinen Vorwurf machen. Außerdem: Da werden sie + Papa schnell begreifen, dass es auch da ohne Regeln absolut nicht geht.

Warum nimmst du das so persönlich? Was hat das mit Sabbotage zu tun? Er ist der leibliche Vater. Soll er doch Verantwortung übernehmen. Kinder erziehen ist immer Arbeit, egal ob mit 2 oder 9 oder 16 Jahren. Und alles was er bisher nicht geleistet hat, wird ihm dann wahrscheinlich mächtig auf die Füße fallen. Ist doch super für Dich. Du kannst dich Mal erholen. Die Kinder sammeln Erfahrungen mit Alltag und Pflichten bei Papa statt immer nur rosa Bonbon Land Wochenenden. Du kannst die schönen Dinge mit ihnen tun und er kann sich Mal hauptsächlich mit der Weitererziehung abmühen und wird sicherlich schnell geerdet. Falls es nicht läuft, wissen dich die Kinder ganz anders zu schätzen, weil sie ganz neue Erfahrungen gesammelt haben und falls es läuft, dann hast du ernstzunehmende Unterstützung und Entlastung und kannst dein Leben mehr nach deinem Gutdünken gestalten.

Kinder in der Pubertät lösen sich von der/den Hauptbezugsperson (en).....da bekommt kein Elternteil einen Dankbarkeitsorden. Die Kinder sind optisch groß, aber verstehen trotzdem vieles noch nicht. Gehirn ist Baustelle und sie haben die tollsten Ideen und Vorstellungen, weil sie bisher von uns sicher geführt wurden und ihnen andere Erfahrungen fehlen. Vielleicht müssen sie aber manche davon machen um zu merken, wer sie sind und was sie brauchen? Was wichtig für sie ist!

Wenn du das jetzt persönlich nimmst und daraus eine Entscheidung gegen dich machst und alle Türen zuwirfst, bloß weil sie Mal bei Papa wohnen wollen, dann reagierst du auf einem Niveau unter dem Entwicklungsstand deiner Kinder! Bitte, du bist erwachsen. Ein bisschen verletzt zu sein, menschlich, aber mal ernsthaft, dass ist doch keine Entscheidung für oder gegen jemanden. Also, mach auch keine draus. Die wollen einfach nur den anderen Teil ihrer Herkunft erkunden und damit sich selbst.

Dabei werden sie feststellen, dass es auch bei Papa Hausputz und Hausaufgaben gibt und ihre Vorstellungen von der Welt werden sich erden.

Ich an deiner Stelle würde versuchen mich zu beruhigen und das Experiment ggf. wagen. Dieser tiefe Hass auf die großen und kleinen Ungerechtigkeitem dieser Welt wird dich nicht weiter bringen. Du brauchst mehr inneres Gleichgewicht. Was soll das sonst werden? Beleidigt sein, verweigern, bestrafen, verletzt sein, verletzen. Am Ende hassen sich bloß alle. Versuch doch mal deine Kinder zu verstehen! Wenn du sie so sehr liebst, dann versuch das doch doch Mal! Kindererziehung ist nicht gewinnorientiert. Wer nur an Sieg oder Niederlage denkt, kann nur verlieren, denn Kinder treffen früher oder später immer Entscheidungen, dir wir anders fällen würden. Und wenn wir sie wirklich so bedingungslos lieben wie wir das dachten als sie aus dem Mutterleib in unsere Arme fielen, dann müssen wir ihnen diesen eigenen Weg mit Umwegen oder Sonderwegen auch zugestehen. Mir erscheint die Sache kein Grund sich die Beziehung miteinander zu verhageln. Gerade als Jugendliche macht man gerne Grütze, aus Mangel an Erfahrung und glaubt es sei doch die viel simplere Lösung als bisher, bis man merkt, dass meistens etwas tieferes dahinter steckt, warum sich eine gewisse Mühe und Wertschätzung lohnt und oft endet man dann so, dass man am Ende viele Dinge doch wieder so tut, wie man selbst geprägt worden ist. Ich bin mir sicher sie werden dich schnell auch aus den Augen sehen, dass sie dich auch Vermissen werden. Du hast sie schließlich ihr ganzes Leben geprägt. Hab nicht so viel Angst. Das zerstört euch sicher nicht, wenn Du nicht gerade so bist, dass Du die Nerven verlierst und was blödes tust. Schlaf nochmal drüber.

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so wahre Worte #herzlich

Liebe TE, nimm sie dir zu Herzen :-)

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Wenn sie unbedingt zum Vater ziehen wollen, lass sie. Sie werden sehen, was sie schlussendlich davon haben werden. Dass es eigentlich bei der Mutter besser ist. Aber das braucht seine Zeit. Natürlich ist es immer dort besser wo keine Regeln herrschen. Aber im Grunde brauchen auch Teenager noch klare Regeln. Das werden dann alle Beteiligten dann merken, wenn es zu spät ist. Du bist dann schön raus, weil ein Zurück würde ich auch nicht mehr akzeptieren. Ich bin da völlig auf deiner Seite. Haben die schon vergessen, warum ihr nicht mehr zusammen seid?

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Ich kann deine Angst zu 100% verstehen. Mein ex und ich sind seit 2,5 Jahren getrennt, da war unsere Tochter 4 und es war furchtbar. Gewaltsam mit Polizei und Jugendamt, Drogen und spielsüchtig. Ect. Aktuell ist er noch im Gefängnis, das war für meine Tochter gut, da endlich Ruhe rein kam. Trotzdem telefonieren sie zweimal die Woche und meine Tochter liebt ihren Vater. Auch vorher war sie trotz allem regelmäßig bei ihm, er ist ihr Vater. Aber ich kenne das Problem, zuviel tv, zuviel süßes, auf bleiben bis in die Nacht, nicht richtig Zähne putzen, keine Grenzen etc. Und ich kriege noch heute zu hören das er ihr irgendwann sagen wird was ich für eine schlechte Mutter bin. Und ich habe schon heute Angst davor was kommen wird. Aber weißt du was mir Freude immer wieder gesagt haben? Kinder und Mütter haben eine ganz besondere Beziehung und sie werden irgendwann merken wer immer für sie da war und wer sie groß gezogen hat! Und das lässt mich hoffen. Sie werden es irgendwann merken, aber du musst sie machen lassen und sie nicht noch in die enge treiben.