Gemeinsames Haus Patchworkfamilie

Hallo Community,

lebe mit meinem Mann in seinem Haus, Ich steuere dazu was ich kann. Wir planen eine größere Renovierung vorzunehmen. Es gibt einen Ehevertrag. Absicherungstechnisch haben wir nicht gemacht. Möchte gerne eine faire Regelung. Ideen?

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Das einfachste wäre doch, Dir einen Mietvertrag auszustellen. Du zahlst dann ganz regulär Miete und diese kann er dann in Renovierung investieren.

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Das finde ich eine gute Idee.
Und renivierungskosten würden dann anteilig auf die Miete geschlagen, man müsste sie nicht voll mittragen.
Unterm Strich finde ich das trotzdem seltsam. Man ist doch eine Familie. Er zieht doch die Kinder mit groß. Wieso macht man denn dann Unterschiede im Erben?
Wir haben da übrigens eine Vertrag gemacht beim Notar. Der regelt die Erbfolge etc. Wir haben ein Berliner Testament, das den Partner erst einmal begünstigt. Und alle Kinder erben alles. Auch wenn die sterblich natürlich benachteiligt sind, wenn sie keine leiblichen Kinder sind. Für mich würde sich das komisch anfühlen und für meinen Partner auch.

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Mal angenommen, ich hätte einen neuen Partner, dieser zieht zu mir in mein Haus. Warum sollte ich wollen, dass seine Kinder von meinem Besitz profitieren?
Ich finde die Vorstellung, man liebe seine Stiefkinder genauso wie die eigenen, übertrieben romantisch. Man hat zu seinen eigenen Kindern naturgemäß eine ganz andere Bindung.

Ich habe hier auch noch nie gelesen, dass eine Frau ihren mitgebrachten Besitz oder Vermögen, selbstverständlich mit ihren Stiefkindern teilen soll. Umgekehrt wird das jedoch meistens als selbstverständlich angesehen.

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Hey,

stehst du mit im Grundbuch?
Wenn nicht würde ich mir überlegen, ob du nicht in einem dem finanziellen Umfang deiner Beteiligung angemessen mit eingetragen werden solltest.

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Vielen Dank, nein, ich stehe nicht mit im Grundbuch. Mein Mann hat Angst, dass meine Kinder dann miterben.

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Womit er ja auch Recht hätte. Deine Kinder würden dann miterben.

Allerdings ist das Geld, das Du reinsteckst, ja theoretisch auch irgendwo von ihrem Erbe dann weg, wäre also per se nicht ungerecht. Wenn Du also viel Geld investierst, muß das irgendwo abgesichert sein. Oder Du willst das Geld an Deinen Kindern vorbei in sein Haus investieren, wovon später seine Kinder profitieren werden.

Gleichzeitig wohnst Du mit im Haus und profitierst von den Renovierungen. Allerdings nicht in dem Maße, wie Du Geld reinsteckst.

In dem Fäll gäbe es 3 Lösungen.

1) Du kommst eben doch mit ins Grundbuch, in einem Rahmen, der Deinen Investitionen entspricht
2) Du beteiligst Dich nur in geringem Umfang an den Renovierungen, der ungefähr dem entspricht, was Du "ablebst"
3) Du gibst ihm ein zinsloses Darlehen, das aber später im Erbe an Deine Kinder zurück geht (müßte man vermutlich notariell klären, aber stelle ich mir so vor)

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Rechnet aus, in wieviel Jahren Deine Investition "abgewohnt" wäre. Danach müsste es eigentlich ganz einfach sein, den Prozentwert zu definieren, den er Dir nicht mehr schuldet, wenn Du nach x Jahren wegen Trennung ausziehst. Das haltet Ihr vertraglich fest.

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ihr seid verheiratet? dann würdest du 50% und seine Kinder 50% erben, Könntest du das Erbe auszahlen? deinen Teil würden später mal trotzdem deine KInder erben

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Rs gibt wohl einen Ehevertrag. Wir wissen ja nicht, was darin steht. Vielleicht erbt sie auch gar nichts.

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Ich finde die Denkweise etwas seltsam. Wenn ich das richtig verstanden habe, lebst du und deine Kinder umsonst in seinem Eigentum.
Da finde ich es ehrlich gesagt selbstverständlich das man sich sowohl an den laufenden Kosten, als auch an Renovierungen von welchen man ja auch profitiert, beteiligt.

An seiner Stelle würde ich dich auch nicht mit ins Grundbuch nehmen, sondern vertraglich festlegen, ab welchem Zeitraum deine Investition abgegolten ist bzw wielange er dich bei Trennung auszahlen muss.