Seine Kinder bringen uns auseinander

Hey, ich weiß nicht mehr so recht weiter.
Mein Partner und ich sind Mund seit 1 1/2 Jahren zusammen und eigentlich glücklich. Meine beiden Kinder lieben ihn total und es funktioniert alles super. Jedoch sind seine Kinder 16 und 21 komplett gegen mich. Wenn man sich sieht werde ich keines Blickes gewürdigt und ein „Hallo“ ihrerseits ist auch nicht drin. Mich macht das ziemlich fertig weil ich mich bei jeder Familienfeier unerwünscht fühle und das Gefühl habe das ich störe. Wenn ich dabei bin ignorieren seine Kinder ihn auch größtenteils. Sie melden sich bei ihm immer nur wenn sie etwas haben wollen, neues Handy, Fahrdienst zur Party, Führerschein usw. Ich habe mehrfach versucht seinen Kindern zu zeigen das ich offen bin und nichts gegen sie habe, sei es durch Mitbringsel aus dem Urlaub oder Einladungen zu den Geburtstagen meiner Kinder (7 und 9) aber darauf wird erst gar nicht reagiert. Mein Partner sagt seit 1 1/2 Jahren er regelt das aber es passiert nichts. Es macht mich einfach fertig weil dadurch immer wieder streitereien entstehen die eigentlich so sinnlos sind.
Habt ihr vielleicht ähnliche Situationen und wie geht ihr damit um?
Liebe Grüße Kate

1

Die „Kinder“ sind ja schon groß. Da wirst weder du, noch dein Mann was ausrichten können, wenn Sie partout keinen Kontakt wollen. Wenn dein Mann sich darauf einlässt, nur gefragt zu sein, wenn die beiden was wollen, dann ist das seine Baustelle. Nur er kann seinen Kindern da Grenzen setzen. Auch wenn es dich ärgert, ist es nicht dein Bier und deswegen würde ich nicht streiten. Meinung sagen und gut ist.

Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen: sei froh, dass du nicht regelmäßig Umgang pflegen musst, wenn die Kinder so ablehnend sind. Stell dir mal vor, du müsstest alle 14 Tage ein Wochenende nur mit Stress, Ablehnung und Streit verbringen.
Das wäre sicher noch schlimmer für euch und auch deine Kinder.

Niemand muss Patchwork mögen und es müssen sich nicht alle lieb haben. Auch wenn es keinen triftigen Grund für für Desinteresse und Ablehnung gibt.

Du kannst da als allerletztes was ausrichten, also brauchst du dich auch nicht dran abarbeiten. Genieße die Zeit mit deinem Mann und deinen Kindern.

Es ist nicht leicht, sich da ein dickes Fell wachsen zu lassen und sich nicht mehr einzumischen und aufzuregen.
Aber aus meiner Sicht leider das einzig richtige. Du redest dir sonst nur die Zu ge fusselig.

Und so viele Familienfeiern wird es ja auch nicht geben, dass du dem regelmäßig ausgesetzt bist?

Worüber streitet ihr denn genau?

2

Ich kann dich verstehen, aber was genau soll er bei Erwachsenen Kindern regeln?

Sie beachten dich nicht, weil sie dich vllt nicht mögen. Er könnte höchstens nach den Gründen fragen.

Wer weiß wie viele Freundinnen die Kinder schon kennen gelernt haben, evtl mochten und dann ging die bez auseinander. Also wenn sie sich mit dir anfreunden und ihr euch dann trennt war das ja (wieder) umsonst.

3

Ich denke du musst den Gedanken abschütteln, dass diese bereits großen Kinder euch auseinander bringen können.

Wenn es deinen Mann nicht stört und da seinerseits keine unberechtigten Vorwürfe an dich getragen werden aufgrund des schlechten Verhältnisses zwischen dir und seinen Kindern, gibt es doch gar kein Problem?
Und ich glaube nicht, dass er das tut weil er wohl selbst das Problem bei seinen Kindern sieht und nicht in dir :).

Du, dein Mann und deine Kinder verbringen die meiste Zeit gemeinsam und wenn bei euch alles super funktioniert, ist doch dass erstmal das Wichtigere und sowas ist auch nicht selbstverständlich! :)

Du bist jetzt erst 1 1/2 Jahre mit deinem Mann zusammen gib den großen Kindern einfach Zeit, sei offen & nett falls sie mal auf dich zukommen und berücksichtige sie weiterhin bei Einladungen etc. ansonsten würde ich da jetzt keinen Handstand machen um deren Aufmerksamkeit oder Gunst zu erlangen.

Das 16. jährige Kind ist auch mitten in der Pubertät - da sind ja meistens die Eltern schon zu viel und nervig, sich dann noch auf eine weitere erwachsene Person einzulassen wird wohl demnächst eher nicht zu erwarten sein. Das 21 jährige Kind ist in der Selbstfindung und auch da ist es in der Regel so, dass man sich ausprobiert und dann zu den Eltern kommt wenn was nicht funktioniert, man Hilfe braucht & halt was will. Ich glaube kaum ein Kind in dem Alter hat da die Bedürfnisse der Eltern oder deren
Situation im Kopf.

Ich denke auch, dass mit Kontinuität euerer Beziehung die Akzeptanz der Kinder zunimmt.
Wie war denn die Vergangenheit deines Mannes? Wenn er zuvor mit der Mutter zusammen war, könnten die Vorbehalte gegen dich daher kommen, wenn er zwischen der Mutter und dir schon weitere Beziehungen gehabt hat, könnten sie auch genervt sein, weil sie sich schon wieder auf eine nächste “Next” einstellen müssen und dazu dann vielleicht auch irgendwann keine Lust mehr haben. War ja bei den letzten “Nextes” auch umsonst :) Wenn dein Partner in keiner Beziehung war, fanden sie das für sich selbst eventuell auch ganz vorteilhaft.

Das hat dann aber alles gar nix mit deiner Person zu tun und ob du nett oder sympathisch bist. Deswegen nimm die Ablehnung der beiden nicht so persönlich.

Bearbeitet von Feaa
4

Ich würde mich dem Rat hier zum Großteil anschließen.

ABER: Ich finde, die Kinder sind alt genug, um zu checken, dass man jemanden dennoch anständig grüßt und wenigstens im gemeinsamen Haushalt ein wenig miteinander interagiert, auch wenns nur darum geht, wann das Essen bereitsteht oder ähnliches.

Ich würde an deiner Stelle nochmal mit meinem Partner reden, ihm sagen, dass der Eindruck der ist, dass es okay ist, wenn sie sich so Verhalten und würde dann aber dieses Verhalten ebenso annehmen, mit der Ausnahme, dass ich zumindest grüße, Danke und Bitte sage und ansonsten erstmal eine LMAA-Einstellung an den Tag lege. Die Erwartung, dass er als Vater das regelt, hätte ich nun nicht mehr.

Damit bekämst du ein wenig Abstand zu dem Thema und die Kids bekommen gespiegelt, wie sie sich verhalten. Spätestens dann hätt ich mir an deren Stelle an den Kopf gefasst und mich gefragt, was ich da eigentlich betreibe und mein Verhalten angepasst/verbessert und mich auch dafür entschuldigt (wobei man letzteres von der heutigen Jugend nicht mehr wirklich erwarten kann, diese Selbstreflexion und die Konsequenz daraus). Aber selbst das würde ich nicht erwarten, sondern nur, dass das Leben bei ihm ab sofort ruhiger für dein Gemüt werden dürfte.