Camping mit 3 kleinen Kindern - Erfahrungen gesucht

    • (1) 06.02.12 - 14:02

      Hallo!

      Wir haben 3 Kinder (4, 2, und 10 Monate) und möchten gerne mal in Urlaub fahren.

      Mein Mann meint, wir sollten mit den Kindern mal einen Camping-Urlaub ausprobieren.

      (Wohnwagen oder Wohnmobil ausleihen.)

      Ich bin da grundsätzlich nicht dagegen. Befürchte aber, dass das für mich in Arbeit ausarten wird (kochen, Abwasch, ...). Ich kann mir das auch gar nicht vorstellen, wie man zu 5. in einem "kleinen" Wohnmobil oder Wohnwagen wohnt und schläft.

      Wo sind die Vorteile vom Camping? Wo die Nachteile?

      Könnt ihr mir mal Erfahrungen erzählen?

      Lieben Dank,

      Lilly

      • Hallo!

        Wir sind Camper durch und durch. Also wird dies auch eher ein Positiv-Beitrag mit marginalen Nachteilen.
        Vorteile Camping:
        man ist viel draußen
        lernt (wenn man mag) viele Leute kennen (natürlich gerde auch die Kinder/Spielgefährten)
        man ist mit dem Reiseziel flexibel (mehrere Etappen, Rundreise)
        keine Probleme mit fremden Betten etc., da alles von zu Hause mitgenommen (vorausgesetzt man hat es eingepackt :-p)
        hoher Freizeitwert
        Nachteile Camping:
        leider immer häufiger teure Camping-Plätze (manchmal bekommt man in der gleichen Preiskategorie eine Ferienwohnung)
        bei geliehenen Fahrzeugen die Grundausstattung ein- und auspacken

        Wohnmobil dürfte ein wenig problematischer werden zu bekommen, da Ihr fünf Sitzplätze benötigt. Die meisten Wohnmobile sind nur für vier Personen zugelassen, haben aber meistens mehr Schlafplätze. Ansonsten würde ich immer darauf achten feste Betten und eine feste Sitzgruppe zu haben, sonst ist man nur am hin- und herräumen. Aber das ist Ansichtssache.

        Mehr wüsste ich auf Anhieb nun nicht.

        LG

        Hallo :-)

        Ich würde jeden Campingurlaub einem Hotelurlaub vorziehen.
        Gerade für Kinder gibt es doch kaum etwas schöneres. Sie können sich frei und laut :-p bewegen, finden schnell Anschluß und bekommen auf vielen Plätzen ein Animationsprogramm angeboten.

        Falls noch Mittagsschlaf gemacht wird kann man sich einfach in den Liegestuhl vor den Wowa legen und muss in keinem Zimmer hocken und drauf warten,daß die Kleinen wieder aufwachen.Ebenso abends.
        Und man findet sehr schnell Anschluß und lernt andere Familien kennen.
        Mit 3 Kindern kann es im Wowa oder Womo schon ein bisserl eng werden. Aber gehen tut das ohne weiteres.

        Ich würde da eher ein Mobilhome mieten (bevor ich eine Womo miete) Das kostet wahrscheinlich etwas weniger und ihr habt mehr Platz +Küche und Bad direkt dabei.
        Bei Interesse kann ich dir gern ein paar Adressen geben.
        LG

        Tina

        Hallo,

        ich stelle mir das schrecklich vor.
        Du bist die Köchin und die Putze vom Dienst. 5 Personen auf engem Raum, die Kinder zanken, man kann sich nicht aus dem Weg gehen, es regnet vielleicht und man hockt auf wenige Quadratmeter und geht sich auf den Wecker.
        Dann mit den Kindern in den Gemeinschaftsduschen duschen. Sorry.....das ist für mich kein URlaub. Da bleibe ich stressfreier zu Hause.

        LG Z.

        • Camping ist halt nichts für jeden;-),

          aber
          - was soll am bei max 25 qm schon groß putzen?
          - gekocht wird meist Salat , Nudeln oder man geht essen

          - die Kinder hört man nicht zanken, weil die irgendwo draußen herumtoben
          - Campingplätze sind meist riesig, wer sich da nicht aus dem Weg gehen kann, ist selbst Schuld
          - und regnen tuts höchst selten, schließlich fährt man ja in den Süden (wir zumindest)

          ...nur bei den Duschen muss ich dir ein bisschen recht geben, aber das nehm ich dafür halt dann in kauf;-)

          • Die Userin hat KInder von 10 Monate, 2 und 4 Jahren. Daß die einfach so alleine auf dem Campingplatz umherlaufen kann ich mir nicht vorstellen.
            Naja...und zu putzen gibt es auch im kleinsten Eck was. Gerade wenn`s so eng ist hat man überall Gras und Sand und Krümel.
            Ich glaube man muß es wirklich lieben............für mich Urlaub wenn ich nichts tun, die Füße hochlegen kann.

            LG Z.

            • Stimmt, Kinder in dem Alter sollte man eher nicht herumstromern lassen. Aber die können dann ja wunderbar vor dem Zelt spielen, zumindest wenn sie nicht gerade am Strand sind.
              In so einem Zelt oder WoWa hält man sich ja nur zum Schlafen und Kochen auf, alles andere findet vor der Tür statt. Mehr Arbeit als einmal täglich 5 Minuten rausfegen fällt doch da dann wirklich nicht an, außer man ist der totale Putzteufel und fühlt sich ohne Lappen einfach nicht wohl.
              Für mich ist Campingurlaub genau der Urlaub, in dem ich mal wirklich die Beine hochlegen kann. Denn im Vergleich zu dem, was ich sonst so tue, ist 5 Minuten fegen, etwas Gemüse schnibbeln oder gelegentlicher Abwasch wirklich nichts.

              ... Woa, da merke ich erst, wie urlaubsreif ich jetzt schon bin. Und ich muss noch sooo lange warten...#aerger

              • Habe nur das gesagt was ich denke und wie ich es empfinde.
                Ich habe einmal Campingurlaub gemacht und festgestellt daß es für mich nichts ist.

                Unter Urlaub stelle ich mir einfach etwas anderes vor :-)

        Ich sehe das wie du - Urlaub bedeutet für mich Erholung, Entspannung und mehr Komfort als zu Hause. Kein Kochen, kein Putzen, kein Abspülen ;-)

        Ich liebe es, in Hotels oder Restaurants gut zu essen und die jeweils regionale Küche zu erleben - würde mir jemand stattdessen anbieten, Konservendosen auf dem Campingkocher warm zu machen, nein danke. Ebenso könnte ich mich mit Gemeinschaftsduschen nicht anfreunden.

        Ich glaube man muss Camping wirklich lieben. Für mich wärs nix.

        • Ja, so sehe ich das auch.
          Ich will mich im Urlaub doch nicht verschlechtern. Ich möchte eine tolle Zeit erleben, die Beine hochlegen, mich bedienen lassen ( ha ha ha :-) ) und mir einfach vom gedeckten Tisch nehmen was ich mag.

    (11) 06.02.12 - 20:32

    Ich weiß nicht, für dieses Argument "mir bleibt dann die ganze Arbeit" habe ich in der heutigen Zeit wirklich kein Verständnis mehr. Wir teilen uns daheim schon die Hausarbeit und im Urlaub ist es sowieso mehr als klar, dass man das gemeinsam macht. Außerdem find ich abspülen am Campingplatz recht kommunikativ, das ist besser als Fernseher ;-). Man kocht ja doch nicht so extrem wie daheim und hat damit auch nicht viel Geschirr. Und das Kochen macht auch Spaß. Wir gehen gern in Supermärkte am Urlaubsort und kochen dann ein bisserl exotisch, grillen mal nen Fisch, essen viiiiiel Salat, den wir gemeinsam schnippeln usw. Außerdem nehmen wir doch auch immer Dosen mit, die ich wirklich im Urlaub mal ganz gern mag (daheim essen wirs nicht, aber im Urlaub echt mal gern). Und wenn man gar nicht mag: Es gibt ja wirklich überall die Möglichkeit in allen Preisklassen was zum Essen zu bekommen. Man kann sich mal flott wo ne Pizza holen, da zahlt man auch nicht soooo viel mehr als wenn man selber kocht. Oder man geht halt in ein Restaurant.

    Und zum Schlafen: Das Baby würde ohnehin bei uns im Bett schlafen (nein, wir sind keine Öko-Familienbett-Hippie-Kommune, aber im Urlaub ist das allemal drin) und die beiden anderen teilen sich das zweite Bett. Da ist überhaupt kein Problem, denn normale Wohnwägen haben meist 2 "Doppel"betten. Wirst sehen, Kinder stellen sich wesentlich leichter auf sowas ein wie man vielleicht glaubt. Man muss es nur als "das normalste der Welt" verkaufen - ich brauch da nix zu verkaufen, für mich ist es das normalste der Welt, dass Geschwister in einem Bett schlafen.

    Mit Kindern (und auch ohne, aber da würd ich das Zelt bevorzugen) gibts doch nichts schöneres: Du bist frei in deinen Essenszeiten, alle können im Badezeugs essen und müssen nicht aufwändig umgezogen werden, man verbringt seinen Abend im/vor dem Vorzelt, die Kinder werden irgendwann reingelegt, sobald ihnen die Augen zufallen und man selber hat draußen seine Ruhe und sitzt nicht doof in nem Zimmer oder mit schlechtem Gewissen an der Bar. Man selber kann noch länger am Abendessen sitzen bleiben während die Kinder im Vorzelt mit ihren mitgebrachten Duplos, Autos, Puppen, ... spielen und irgendwann packt man die Kids in das Wägelchen (naja, den großen nicht mehr) und dreht noch ne Runde, geht doch nochmal an den Strand (die Campingplätze liegen wirklich direkt am Strand normalerweise, oder, oder, oder.... Außerdem sind die meisten Plätze doch überschaubarer als so riesige AllIn-Welten. Das wär mir mit Kindern viel zu anstrengend.

    (12) 06.02.12 - 21:06

    Hallöchen,

    wir gehen auch seit 4 Jahren Campen und am Anfang konnte ich mir das auch nicht vorstellen! Aber es ist einfach nur super!!

    Wir haben auch zwei Kinder im Alter von jetzt 4 und 6 Jahren und die finden das Klasse den ganzen Tag draussen zu sein!!

    Wir haben einen schönen Wohnwagen und ein Vorzelt und da hat man Platz satt!!

    Klar hat man auch ein wenig arbeit aber mein Mann macht in der Zeit auch sehr viel!

    Wir machen Frühstück immer selber und hin und wieder gehen wir dann auch mal essen oder holen uns was!!
    Sonst gibt es Nudeln oder ganz einfache Sachen...

    Wenn noch Fragen sind dann einfach melden.

    Gruss Teufel

    (13) 07.02.12 - 11:49

    Hallo!
    Wir campen schon seit Jahren - anfangs im gemieteten Mobilhome, jetzt mit eigenem Familienzelt.

    Um das campen mal zu testen, würde ich Euch empfehlen, ein feststehendes Mobilhome oder auch ein Zelt zu mieten. Anbieter findest Du auf mietcaravan.com.
    Wir lieben das campen und würden nie mehr in ein Hotel gehen. Aber das ist wie alles Geschmackssache.

    Nicht an feste Essenszeiten gebunden sein, Zelt/Wohnwagen auf... Kinder raus... die Spielkameraden sind direkt nebendran, abends bei einem Rotwein noch vorm Zelt sitzen. Die schönste "Verwahrlosung" im Jahr ;-)
    Ach ja, und kochen, spülen usw. machen wir alle immer gemeinsam!
    LG

    Hallo,

    ich selbst und meine Kinder (9,6,3) lieben Camping. Wir haben ein großes Familienzelt, das im Sommer ausgiebig genutzt wird. Im Alter deiner Kleinen ist halt alles stressig!
    Vielleicht erst mal für 2 Wochen testen und nicht so oft den Ort wechseln? Auf familienfreundliche Campingplätze achten. Wir haben einen in der Nähe, der hat ein tolles Freibad, Kinderbetreuung, etc. etc.

    Ich selbst habe noch nie einen Wowa gemietet, daher kann ich nichts sagen. Ab und an, wenn wir an der windigen Küste sind, mieten wir ein mobilehome, das ist immer gut. Dadurch, dass wir nicht so viele Dinge mithaben, hält sich die Arbeit wirklich in Grenzen. Allerdings sind wir beim Essen spartanisch.

    Beim Wohnmobil musst du bedenken, dass das überall hin mit muss, also in den Zoo, zum Einkaufen, etc. etc. Da könnte ein Parkplatz eine große Herausforderung werden.

    GLG
    Miss Mary

    Danke für eure vielen Antworten.

    Ja, mit dem Alter unserer Kinder ist das auf dem Camping-Platz natürlich noch ein Problem. Aber mit dem Alter ist eigentlich JEDER Urlaub noch problematisch. Letztes Jahr waren wir auf einem Bauernhof, das ist mit den Kleinen auch noch nicht so der Bringer.

    Grundsätzlich bin ich schon auch der Hotel-Typ. Tolles Frühstücksbuffet, jemand, der täglich die Betten macht und auch ansonsten bedienen lassen. Mal was anderes Essen als immer zu Hause, kein Abwasch, ....

    Da ich aber für alles offen bin, bin ich gerne bereit das Camping mal zu testen. Allerdings glaube ich nicht, dass das das Richtige für mich sein wird. Aber es soll ja nicht nur das richtige für mich sein, sondern für die ganze Familie.

    Eines würde mich jetzt noch interessieren: Wie ist das denn nun mit den Gemeinschaftsduschen?
    Sind die so wie man es sich vorstellt. Alt, versifft und eklig, oder gibt's da auch "tolle" Camping-Plätze mit super schönen Duschen?

    LG, Lilly

    • Hallo ,

      ich hab noch auf keinem der Plätze wo ich war versiffte Duschen vorgefunden.
      Allerdings muss man bei der Auswahl im Vorfeld einfach mal ein wenig schaun, welche Bewertung der Platz hat.

      Auf einigen Plätzen gibts sogar richtig schöne Familienduschen. die sind so angelegt , daß es eine große Duschecke hat und genug trockenen Platz mit Waschbecken und Steckdosen, so daß man mit 2/3/4 Personen rein kann.
      Ich würde Euch ratem , zum Antesten des Campinglebens erst mal ein Mobilhome zu mieten. Da habt ihr genug Platz, ein eigens Bad und Küche.
      Gerade zum Gardasee ( zum Beispiel) dürftet ihr es doch nicht weit haben. ( das schlußfolgere ich nun einfach mal aus Eurer Postleitzahl) und da gibt es einige schöne Plätze.
      Viel Spaß beim Entscheiden :-)

      Tina

      Ich weiß nicht, warum das Thema "Massenduschen" immer das absolute Totschlagargument gegen Camping ist.

      Siehs doch mal von der Seite: Im Hotel schläfst du in einem Bett, in das vor dir 100 andere Leute reingeschwitzt, gesabbert, gewasweißichalles (ich möchts mir nicht so genau vorstellen) haben. Klar, die Laken sind neu bezogen, aber die Matratzen und Oberbetten/Kissen nehmen doch alles auf und werden nicht jedes Mal gereinigt - geht ja gar nicht. Da grausts MIR!!! In die Campingdusche steig ich mit meinen Füßen rein, berühre mit meiner Hand den Wasserhebel und - falls vorhanden - den Brauskopf. Sonst eigentlich nix oder wie geht ihr duschen? Zumal ich ja vorher die Möglichkeit habe - sollte wirklich z.B. Sand am Boden liegen - einmal mit der Dusche rundrum zu spritzen. Ich weiß beim aller-aller-besten Willen nicht, was daran auch nur im entferntesten eklig sein soll. Das schlimmste, was passiert sein kann, dass vor dir evtl. einer reingepinkelt hat, aber das ist mit 5 Litern Wasser auch weggespült oder nicht? Und da ich nur mit den Füßen da hinkomm, find ichs jetzt auch nicht so megaschlimm. Ich mein, ich lauf ja am Strand, in der Wiese, im Garten auch barfuß, da hat vllt. auch mal ein Eichhörnchen hingepullert.

      Die meisten Plätze haben mittlerweile übrigens auch auf toll gemachte Duschen, dass halt alles modern ausschaut. Aber für die 5 Minuten, die ich täglich drin verbring, ist mir die Fliesenfarbe und Spiegelanzahl eigentlich ziemlich wurscht.

      Ich finds im Hotel schrecklich: Es ist fad, man muss sich ständig schön anziehen, schaun, dass man früh genug zum Frühstück auf ist (Frühstückszeiten bis 10 Uhr wär für mich schon kein Urlaub, da kann ich gleich in die Arbeit gehen), Essen, was einem halt heut aufgetischt wird, ... Ich kann mir ja trotzdem ein schönes Lokal suchen. Aber irgendwie schmeckt mir dann die selbstgegrillte Lachsforelle besser als so ein Allerweltsbuffet. Und zum Frühstücken geh ich lieber mal an nem freien Wochentag daheim. Das ist dann ein Miniurlaub. Aber jedem das Seine.

      • (18) 07.02.12 - 22:10

        Äh achso, und warum ists denn in dem Alter überall schwierig mit den Kids? Versteh ich nicht! Wir waren als der Kleine 3 Monate alt war campen in Italien (Adria), es war suuuuper! Dann den ganzen Winter durch wochenendweise oder mal für länger im Wintercamping in den Bergen. Er hats geliebt, nur das Heimkommen war immer blöd, weil daheim nicht mehr alle so nah um ihn rum waren und das fand er doooooof. Dann als der Kleine 10 Monate alt war, waren wir mit dem Zug in nem Mobilheim in Rom. Das war perfekt. Mit nem guten Jahr wieder Adria, mit 15 Monaten campen Europapark, Freiburg, Schwarzwald, Elsaß, ..., jetzt wieder Wintercampen. Es war noch nicht einmal "schwierig", umständlich oder sonst was. Die Kinder haben - außer Mama und Papa - wirklich kaum Bedürfnisse (ok, Essen, Trinken, Windel, aber selbst da sind sie zu Kompromissen bereit ;-)). Die einzigen, die irgendwie Schwierigkeiten haben könnten, sind die Erwachsenen.

        • Mit unserer Kleinen waren wir zum ersten mal in Urlaub, als sie 10 Wochen war. Kurzurlaub. Es war toll. Alle weiteren Urlaube waren auch super, unproblematisch.

          Aber jetzt haben wir drei Kinder. Und die Älteste ist 4.

          Mit einem Kind - da gebe ich dir recht. Aber mit 3 so Kleinen Kindern sieht die Welt ganz anders aus...

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