Geocaching - Tipps für Einsteiger gesucht!

    • (1) 22.05.12 - 08:36

      Wir waren am Wochenende auf einem Familienseminar, wo unter anderem auch mit einem GPS-Gerät durch den Wald gelaufen werden mußte (inklusive Rätsel knacken, um neue Koordinaten zu bekommen).

      Da das auch den Kindern total Spaß gemacht hat, haben wir gleich beschlossen, Geocaching zu unserem neuen Hobby zu machen!

      Deshalb: welches Gerät und welche Internetseiten sind zu empfehlen? Was ist zu beachten? Wie startet man am besten?

      • (2) 22.05.12 - 08:48

        Www.Geocaching.com ist eigentlich DIE Plattform fürs cachen. Eine Basis Mitgliedschaft ist kostenlos und absolut ausreichend. Dort findest du dann die Rätsel und die Koordinaten. Außerdem gibt es dort ein Form und viele Tips. Ansonsten empfehle ich www.geoclub.de das ist ein deutsches Forum.

        GPS braucht man am Anfang nicht, wenn man ein gps fähiges Handy hat. Meine ersten Caches habe ich mit smart Phon und c:geo app gefunden.

        Fangt am besten mit traditional Caches an und einer niedrigen terrain und difficulty Wertung. So habt ihr mehr Chancen auf Erfolg. Wenn man direkt am Anfang nix findet demotiviert das schon ganz schön.
        Kann dir gerne noch mehr schreiben, wenn ich wieder da bin.

        Hallo,

        wir haben Geocachen seit letztem Jahr als Hobby und sind hier angemeldet:

        http://www.geocaching.com/

        Ein extra GPS-Gerät haben wir bisher nicht, mein Mann und ich haben jeweils ein Smartphone (HTC) und die kostenlose App c:geo, damit kommen wir prima hin.

        Wir cachen meist spontan, wenn wir unterwegs sind, mit der App gibt es eine Live-Karte wo wir dann ab und an drauf schauen und schnell noch was abgrasen.

        Wenn ihr das mit euren Kindern machen wollt, achtet auch die Terrain-Wertung und lest die Cache-Beschreibung sorgfältig durch, manche Orte sind nicht für Kinder geeignet.

        Wenn du noch Fragen hast, auch gern über VK :-)

        LG und Happy Hunting #klee

        (4) 22.05.12 - 08:59

        Hallo,

        wir machen das auch schon längere Zeit und es macht allen total viel Spaß, denn die Spaziergänge werden um einiges interessanter.

        Wir sind auch hier (www.Geocaching.com) angemeldet.

        Einen GPS Empfänger braucht man nicht dringend, wenn man ein gutes Handy hat. wir haben uns trotzdem eins zugelegt und sind zufrieden.

        Also, viel Spaß beim Suchen und Finden :-)

      • (5) 22.05.12 - 18:51

        So, jetzt nochmal in Ruhe und vom PC aus.

        Also es gibt verschiedene Portale, auf denen die Caches gelistet sind. Unter anderem eben das schon genannte www.geocaching.com.
        Dann gibt es noch www.opencaching.com (von Garmin) und einige andere. Aber geocaching.com ist eben die meist verbreitete Plattform mit weit über 1 mio. Caches weltweit.

        Es gibt verschiedene Cache Typen. Der "Urcache" ist der traditional. Man erhält die Cachebeschreibung und die Koordinaten direkt im sog. Briefing bei geocaching.com, fährt dort hin und sucht. Klingt erst einmal einfach, kann es aber ganz schön in sich haben. Denn nur weil man die Koordinaten nicht erst noch entschlüsseln oder erraten muss heißt das nicht, dass der Cache offensichtlich da liegt. Teilweise muss man schon ganz schön suchen, bis man ihn gefunden hat. Oder man muss erst mal schaun, wie man die Dose dann auf bekommt. Da gibt es wirklich die tollsten verstecke. Oder ein Cache ist (wie hier in HH z.B.) mitten im Rathaus versteckt und man muss während einer Führung heimlich schauen, wie man da ran kommt. Man soll ja immer verdeckt vorgehen, damit sog. Muggels (also nicht Cacher) nicht auf den Cache aufmerksam werden und ihn ggf. entwenden oder zerstören.

        Dann gibt es sog. Muli-Caches. Das sind Caches, die über mehrere Stationen gehen. Unter Umständen muss man dabei auch Rätsel lösen, um an die Nachfolgekoordinaten zu kommen. Dann gibt es noch Mystery Caches. Das sind Rätselcaches. Da musst du also erst eine Aufgabe erfüllen oder ein Rätsel lösen um die Ursprungskoordinaten zu erlangen. Mysterys können auch gleichzeitig Multi-Caches sein, die über mehrere Stationen gehen.

        Bei jedem Cache wird die Größe angegeben. Nano sind wirklich winzig. Kleiner als ein Fingerhut und meine absoluten Hassgrößen. Dann gibt es z.B. noch Mikros. Die sind etwa in der Größe einer Filmdose. Und dann werden die Dosen von Small über Regular usw. immer Größer. Die Angabe ist wichtig, damit man sich vor Ort einstellen kann, was man überhaupt sucht. Wobei es eben selbst bei großen Behälten schwer sein kann sie zu fnden.
        In jeder Dose muss mindestens ein Logbuch/Logstreien o.ä. sein, auf dem man sich eintragen kann und muss. Ein Stift ist nicht immer dabei. Also IMMER Stift dabei haben. Ein Fotoapparat empfiehlt sich auch. Oder ein Fotohandy. Ich hatte es schon, da war das Logbuch voll, oder der Stift kaputt, oder ich bin nicht an die Dose gekommen o.ä.

        Meist darf man den Cache dann trotzdem online loggen, wenn man den Fotobeweis antreten kann, dass man den Cache gefunden hat. Ist auch praktisch, wenn man Hinweise einfach abfotografieren kann anstatt sie aufzuschreiben.

        Neben der Größe des Behälters und dem Cachetyp gibt es dann noch die Schwierigkeitswertung und die Geländewertung.
        Die Schwierigkeit sagt aus, wie anspruchsvoll der Cache zu finden ist. Das kann etwas über die Schwierigkeit bei Rätseln aussagen, oder eben auch, wie ausgefallen das Versteck/die Dose ist. Einige Dosen verstecken sich z.B. in Münztelefonatrappen. Oder es gibt eben Rätsel, wo man schon ganz schön dran zu knabbern hat.

        Die Geländewertung sagt aus, wie zugänglich der Cache ist. Das kann eben von "kinderwagentauglich" (ein Stern) bis hin zu "man braucht eine Spezialausrüstung" (5 Sterne) sein. Ich sag mal, bis 3 Sterne ist das mit (größeren) Kindern kein Problem. Ich habe auch schon Caches mit 3,5 Sternen mit meiner damals 3 jährigen Tochter gehoben. Wenn es zu heikel war habe ich sie einfach ein paar Meter vorher "stehen lassen".

        Es gibt aber eben auch Caches, die haben 1 Stern in der Schwierigkeitswertung (die sieht man schon bei der Ankunft ohne Suchen), aber um an den ran zu kommen musst du erst mal 10 Meter mit Kletterausrüstung den Baum hoch klettern (5 Sterne in der Geländewertung).

        Wenn du einen Cache vor Ort gefunden hast trägst du dich mit deinem Namen/Nick in das Logbuch ein und versteckst den Cache üblicherweise wieder so, wie du ihn vorgefunden hast. Also auf keinen Fall eigenmächtig den Ort verändern oder die Tarnung. Es sei denn, es ist offensichtlich, dass der Cache nicht da hin gehört oder nicht richtig getarnt wurde vom Vorgänger. Leider geben sich einige nicht viel Mühe und schmeißen die Dosen dann einfach wieder so hin.

        Wenn du dich in das Logbuch eingetragen hast, dann darfst du den Cache auch auf der jeweiligen Plattform online als gefunden loggen.

        Wenn man den Cache nicht gefunden hat oder er beschädigt war, dann sollte man das auch loggen um dem Owner (also derjenige, der den Cache gelegt hat) darauf hinzuweisen, damit er den Mißstand beheben kann. Es kommt eben vor, dass Dosen verschwinden, weil Muggel sie finden, sie von Tieren verschleppt werden, durch Witterungseinflüsse weg gespült o.ä.

        Zur Ausrüstung:

        Also theoretisch reicht ein Stift und ein Kartenausdruck vom Cache. Es soll tatsächlich Leute geben, die ihre ersten Caches allein durch die Beschreibung, die Logbucheinträge online und einen Ausdruck der Karte gefunden haben. Gerade bei Traditionals mag das auch ganz gut gehen. Mit der Zeit entwickelt man ganz gut einen Blick dafür, wo ein Cache versteckt sein könnte.

        Ich würde aber sagen, mindestens braucht man ein gps fähiges Handy/Smartphone und einen Stift. Es gibt zahlreiche gute und kostenlose Apps. Die bekannteste für Android ist wohl c:geo. Damit kannst du direkt online nach Caches in deiner Umgebung suchen via Live Karte. Du hast die Beschreibung und alles auf dem Gerät und kannst dich via GPS dort hin führen lassen. Für den Anfang reicht das auf jeden Fall aus. Einige Cachen nur mit Handy und das sehr erfolgreich. Es gibt aber einige Nachteile. Der Akku hält meist nicht sehr lang und nach ca. 4 Stunden ist Schluß. Das kann beim cachen sehr wenig sein. Außerdem ist ein Smartphone sehr empfindlich was Feuchtigkeit (Regen), Stürze und Dreck angeht. Und oft ist die Genauigkeit nicht die Beste (gerade in Wäldern oder wenn das Wetter schlecht ist).

        Meine ersten Caches habe ich mit dem Handy gefunden. Habe mich aber schnell geärgert, dass ich den Cache teilweise schon gefunden hatte, ehe ich Satellitenempfang hatte.

        Ein "richtiges" GPS Gerät hat den Vorteil, dass die Genauigkeit und der Satellitenempfang besser sind. Hatte ich beim Handy oft Abweichungen von 10 Metern komme ich mit dem GPS oft auf bis zu 1 Meter genau ran. Außerdem ist es eben bedingt wasserfest und extrem stoßgeschützt. Es kann also auch mal beim cachen runter fallen ohne dass es gleich kaputt geht. Und ich kann bis zu 14 Stunden mit einem Batteriesatz cachen.
        Es gibt mittlerweile viele Einsteigergeräte, auf denen man sich sogar die ganzen Cachedaten abspeichern kann.

        Die Magellan Explorist Reihe ist ganz nett. Ich selber habe ein Gramin Oregon 450 und bin damit sehr zufrieden. In Verbindung mit dem Smartphone meiner Meinung nach optimal.

        Wenn du also ein entsprechendes Smartphone hast, dann schau mal im Appstore nach einer kostenlosen App und registriere dich kostenlos auf geocaching.com.
        Sucht dann ruhig erst einmal 10-20 Caches und schau, ob dir das wirklich liegt. Oft ist nach der ersten Begeisterung diese dann auch schnell wieder weg. Da wäre es ärgerlich, sich direkt für einige hundert Euro ein GPS gekauft zu haben.

        Wenn ihr nach ein paar Caches immer noch infiziert seid lies ruhig mal die Rezensionen auf geocaching.com oder bei geoclub.de zu den Geräten.

        Wenn noch Fragen offen sind, dann ruhig melden.

        • (6) 23.05.12 - 08:24

          Hallo,

          du kennst dich ja super auch...wir sind auch schon ein paar Mal unterwegs gewesen. Nun meine Frage: wie finde ich am einfachsten kinderwagentaugliche Caches?

          Muß man alle einzeln nach Attributen durchsuchen oder gibt es spezielle Listen?
          Danke!!!

          LG; Sunny

          • (7) 23.05.12 - 11:44

            Also generell kann man sagen, das alles bis 1,5 Sterne in der Gelände Wertung auch Kinderwagen tauglich ist. Im Briefing gibt es auch Symbole, wo das angegeben ist. Mit der Basis Mitgliedschaft muss man da tatsächlich suchen. Mit dem premium Account kann man sich da schon gefilterte listen erstellen lassen.

      Hallo!

      Also du hast ja schon ganz tolle Tips bekommen - hut ab seikon!

      Ich kann noch das Buch "Die Jagd nach dem Schnitzel in der Dose" empfehlen. Da stehen nette Tips gerade für Anfänger drin. Wo man auf keinen Fall verstecken sollte etc...!
      LG und viel Spaß
      MAnu

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