wohnmobil vs. hotel/pension

    • (1) 11.06.12 - 19:58

      hallo!
      wir wollen im nächsten frühling eine etwa 2-wöchige tour durch deutschland machen und haben zur auswahl:
      a) günstige hotels (80,- euro pro nacht für uns alle 4 (kinder gratis), z.b. A&O hotel o.ä.)
      b) wohnmobil
      ich würde zu gerne mal das reisen im wohnmobil austesten. ich stelle es mir toll vor, nur einmal einzuräumen und dann nicht aus dem koffer zu leben, die betten direkt vor ort zu haben.
      nachteil: deutlich höherer benzinverbrauch, wildcampen nicht erlaubt, d.h. immer campingplätze, kein klo, öffentliche dusche (uääh).
      beim hotel wären wir viel schneller und benzinsparender unterwegs (auto) und würden dann eben in der zeit 2 oder 3 hotels nehmen, dusche, toilette vor ort.
      sagt mir doch mal, wohin ihr so tendiert...
      auf einer tour 2 wochen durch deutschland und auf einer tour in kanada (3-4 wochen).
      lg

      • Hallo, ich bin ein riesiger Campingfan, aber ich kann Womos nicht viel abgewinnen (überzeugte Zeltcamperin).

        Meine Gründe gegen ein Womo:
        - irrer Benzinverbrauch
        - auf engen Straßen kann man nicht/ nur sehr schwer fahren (das kommt darauf an,
        was man machen will, in Norwegen oder so kein Problem. Wir wandern eben gerne und
        könnten 80% unserer Startplätze nicht erreichen
        - man muss das Womo überall mithinschleppen (weil man ja kein Auto hat), es sei denn, man macht Städtereisen, wo man außerhalb der Stadt campt und mit Öffis hineinfährt. Neben uns campte mal jemand, der wollte morgens in den Zoo und kam 2 Stunden später total entnervt zurück - kein Parkplatz
        - Für mich persönlich würde das Campinggefühl etwas verloren gehen, im Gegensatz zum Wohnwagen hat man ja meistens kein "gescheites" Vorzelt

        Dafür spricht:
        - du kannst selbst kochen = Kostenersparnis
        - das Packen fällt weg (eben einmal)
        - billige Hotels können ja auch "Überraschungen" haben
        - man ist flexibel
        - Kindern gefallen Campingplätze sehr gut und sie finden sofort Anschluss

        Im Womo habt ihr doch Klo und Dusche (einer muss halt die Toilette leeren, auf dem Campingplatz sehe ich die immer laufen, ich glaube nicht, dass die auf die Campingklos gehen.

        GLG
        Miss Mary

        (3) 11.06.12 - 21:15

        Hi,

        ich bin eindeutiger Hotelurlauber.
        Rundreise mit dem Auto durch Schottland.....suuuper.
        Leichtes Gepäck und fertig.

        Ich will Urlaub haben, d.h.keine Betten machen müssen, Frühstück ist fertig, es ist alles sauber, warm, grosszügig vom Platz....
        NICHT kochen oder einkaufen gehen zu müssen, nicht nörgeln weil vieles rumliegt und nicht aufgeräumt ist, beengter Platz im Zelt/ Bus, bei schlechtem Wetter#schwitz neeee......

        eindeutig Hotel mit allen Annehmlichkeiten!

        Grillen , romantisches Lagerfeuer....kann ich auch alles im Garten haben...

        Grusse
        lisa

        • (4) 11.06.12 - 21:29

          es muss kein fünf Sterne Hotel sein,aber Wohnmobil/Zelt niemals, nee, nicht für viel Geld.
          Eine Ferienwohnung mit Selbstversorgung finde ich ok- besonders mit kleineren Kindern.
          Jetzt mit pubertierenden KIndern ist Hotel wieder ganz schön.
          Wenn ich die Wahl zw. Wohnmobil und gar kein Urlaub hätte, würde ich auf den Urlaub freiwillig verzichten:-p

        • (5) 12.06.12 - 16:47

          Na, da siehste mal wie unterschiedlich Meinungen sein können.

          Ich mag am allerliebsten campen, denn:

          Betten machen --> brauch ich wirklich nicht (ich leg mich abends genauso in ein ungemachtes Bett), Frühstück ist fertig --> schonmal in einem normalen (landestypischen) Hotel in Südeuropa (die Türkei nehm ich mal aus, türkisches Frühstück ist super, naja, ist aber ja auch nicht in Europa) o.ä. ein Frühstück bekommen --> bäh, bäh, bäh, ich bin kein Marmeladefan und im Wohnwagen frühstücken wir, was wir wollen. Butter, Wurst und Käse rausräumen und nen Kaffee kochen, das ist ne Arbeit auf nicht mal 2 Minuten. Sauber --> in die Hotelbetten schlaaazt jede Nacht wer anderer rein, selbst wenn man das Leintuch wechselt, aber ansonsten sind fremde Betten WIRKLICH unhygienisch, den Wohnwagen räum ich mir so, wie ich ihn will, Duschen können gar nicht so eklig sein, weil ja bekanntlich Wasser läuft und die meisten Campingklos sind mittlerweile mit Desinfektionsspray ausgestattet. Großzügig vom Platz --> man kann sich NUR im Zimmer aufhalten, höchstens noch auf nem kleinen Balkon davor. Im Campingplatz hat man vor dem Zelt noch Platz für Liege, Hängematte, Tisch+Stühle, ...

          Nicht kochen + einkaufen müssen --> muss ich auch nicht beim campen, aber ich kann mir das Restaurant aussuchen und muss nicht den Fraß vom Hotel essen. Nörgeln, weil nicht aufgeräumt --> ich mags nicht, wenn ein Zimmermädchen in MEINEN Sachen rumräumt, da muss ICH immer die dreckige Unterhose wegräumen BEVOR ich Frühstücken geh, im Wohnwagen kann ich die auf MEINEM Bett auch MAL liegen lassen und mittags wegräumen.

          Und grillen, Lagerfeuer? Das ist im Süden auf Campingplätzen wegen der Brandgefahr nicht erlaubt, außer mit Gas. Aber bei uns daheim konnt man seit Wochen nicht grillen wegen Regengefahr.

      Hallo,

      mein Mann und ich waren bevor (!) wir Kinder hatten mal 4 Wochen mit dem WoMo in den USA unterwegs.

      Der Urlaub ist unvergesslich geblieben, nur nicht unbedingt positiv...
      Toll war, dass wir eine Menge gesehen haben.
      ABER: Uns war es viiiiiel zu eng in dem Ding und wir waren nur zu zweit! Mit 4 Kindern würd ich ehrlich gesagt lieber zu Hause bleiben.
      Die Fahrerei war sehr anstrengend. Wir haben den halben Tag im Auto gesessen bis wir am nächsten Ziel waren. Also besser kürzere Etappen planen. USA oder Kanada sind halt leider sehr weitläufig... Aber für Deutschland ok.
      Dann das Argument, dass man mit dem Koloss nicht überall hinfahren kann. Nervig.

      Über hohe Mietpreise, Spritverbrauch und Kosten für Campingplätze (z.T. echt teuer!) brauchen wir wohl nicht mehr reden.
      Also für uns ist WoMo Urlaub nix!

      Da bleibe ich lieber daheim!

      LG Olestra

      • (7) 12.06.12 - 18:56

        "ABER: Uns war es viiiiiel zu eng in dem Ding und wir waren nur zu zweit!"

        Dann hättet Ihr ein vernünftig großes WM mieten müssen.

    (8) 11.06.12 - 23:28

    Hallo,

    wir hatten einige Jahre ein Wohnmobil, das wir leider aus Zeitgründen wieder verkauften.

    Zu deinen Bedenken: Es ist richtig, dass wildcampen nicht erlaubt ist, aber es gibt doch in vielen Orten WoMo-Stellplätze, z.T. mit Toilette und Frischwasser zum Auffüllen. Wir haben auch öfter auf Parkplätzen vor einem Schwimmbad übernachtet und damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Wir konnten uns ausgiebig duschen und mussten nicht auf einen CP.

    In unserem Hymper 55 hatten wir ein WC, dort war auch eine Duschvorrichtung, die wir aber nur in Notfällen benutzten. Da das WoMo nur eine Länge von 5,50 m hatte, konnten wir übrigens auf jedem normalen Parkplatz parken.

    Durch den Alkoven und eine seitliche Dinette hatten drei Personen ohne umzubauen Platz; zu viert mussten wir halt den Sitzplatz umbauen.

    Unsere erste Fahrt mit dem WoMo war quer durch Deutschland. Wir erlebten die Lüneburger Heide wie auf Postkarten dargestellt; wir erlebten Rhein in Flammen und standen direkt am Ufer mit unserem Gefährt; wir standen in Husum auf einem CP in erster Reihe und hatten die Nordsee unmittelbar vor der Nase. In Prag standen wir direkt an der Moldau - ich könnte über unsere schönen Erlebnisse ein Buch schreiben und komme heut noch ins schwärmen.

    Die Kosten für ein Miet-WoMo und die Kosten für einen Hotelaufenthalt dürften in etwa identisch sein; mir wäre das aber echt zu mühsam, ständig ein Hotel zu suchen, um dann abends in ein Zimmer "eingesperrt" zu sein.

    Es gibt doch nix Schöneres, als mit einer Flasche Rotwein vorm WoMo zu sitzen und in die Sterne zu schauen.....

    Wie auch immer du dich entscheidest: Ich wünsche euch eine gute Fahrt!!

    LG
    Linda

    • (9) 12.06.12 - 16:49

      Dass Wildcampen nicht erlaubt ist, stimmt gar nicht so. In Deutschland ist eine Nacht erlaubt - offiziell zur Herstellung der Fahrtüchtigkeit. Aber dennoch: In D darfst du auf jedem normalen Parkplatz eine Nacht schlafen. Gar kein Problem.

(10) 12.06.12 - 12:14

Eindeutig Hotel!

Ich mag keine Campingplätze u. kein Wohnen auf engstem
Raum.

Und ja ...ich brauche ne ordentl. saubere Dusche & WC!

Aber d. Geschmäcker sind ja verschieden.

LG Loonis

(11) 12.06.12 - 16:59

Hi,

also gleich mal vornweg: Wenn dir vor ner öffentlichen Dusche graut, wie grauts dir dann erst vor nem "öffentlichen" Bett. Selbst wenn ein frisches Leintuch/frischer Bezug drüber ist, in der Matratze und im Kissen sind die Schweiß-, Sabber- und noch schlimmere Reste der 1000 Leute, die vor dir drin geschlafen haben. In die Dusche hat im allerschlimmsten Fall einer vor dir reingepinkelt (was anderes würde man sehen :-p) und das waschen ein paar Liter Wasser schnell weg. Außerdem betrete ICH die Dusche nur mit den Füßen, weiß nicht, was da sooooo mega eklig sein soll. Und Klo hast du im Womo ja auch, nur zum "Großen" solltest du lieber ein öffentliches benutzen. Aber auch bei nem Hotelurlaub muss man ja MAL auf ein öffentliches gehen, wenn man ausnahmsweise mal nicht im Zimmer ist ;-).

Die A&O-Hotels sind wirklich schön - also, ich kenn zumindest das in Hamburg - und für eine kurze Städtereise für mich 1. Wahl, weil ich zentral da bin, wo ich was sehen will. Aber 2 Wochen Urlaub in nem Hotel, noch dazu mit Kindern? Nee, danke! Die ganze Zeit auf so enger Fläche quasi "eingesperrt". Dann ist man tagsüber auf Besichtigung (weil was soll man sonst in nem Hotel dieser Preisklasse machen), die Kinder sollen "folgen", "da bleiben", ... und abends sitzt man dann entweder im Restaurant oder im Hotel, die Kinder können sich wieder nicht austoben. Am Campingplatz spielt man noch ne Runde Federball, hüpft in den Pool, sitzt draußen, grillt, ...

Allerdings bin ich auch kein Womo-Freund, ich würd nen Wohnwagen vorziehen. Den stellt man ab und hat dann seine Ruhe vor dem Ding, kann mit dem Auto ganz normal fahren.

Ach ja, zur Anreisezeit: Klar, mit nem Campingfahrzeug ist man wesentlich langsamer als mit dem Auto allein. Andererseits find ich es aber auch wesentlich entspannter zu fahren. Mit 180 auf der Autobahn ist zwar irgendwie schon cool und flott da ist man auch, aber es fordert die Sinne schon brutal. Mit dem Wohnwagen klemmt man sich hinter die LKWs und lässt den Hergott nen guten Mann sein. Man ist ja im Urlaub, nicht auf der Flucht ;-).

  • (12) 12.06.12 - 17:22

    O Gott, bin ich froh, das unser Hotelzimmer größer ist wie ein Wohnmobil....das unsere Kids erzogen sind und sich in einem Restaurant, Hotellobby, ....zu benehmen wissen, ohne dass ich ständig was sagen muss....

    Ich würde meine Kids auch nicht auf einem Campingplatz rumschreien lassen, während die anderen vielleicht schon schlafen, etc. und auf irgendwelchen Parkplätzen wo man übernachtet schon gar nicht.

    Ich habe selber im Hotel mal gearbeitet und wenn man ein ordentliches gebucht hat, starrt es nicht vor Dreck und Bakterien!

    Jedem das seine aber man musse es ja auch nicht schlecht reden, nur weil man gerne andere Urlaub macht, oder?

    Grüße
    Lisa

    • (13) 12.06.12 - 17:42

      Aber es geht doch hier überhaupt nicht drum, ob sich ein Kind benehmen kann oder ob es rumschreit! Das hast du völlig falsch verstanden! Mein Kleiner ist jetzt 2 und wenn wir Essen gehen, kommt er mit und wir haben weder Malbuch noch Legos oder so dabei. Er darf nicht rumrennen oder gar rumschreien. Das geht gar nicht! Aber ich kann doch ein Kind nicht 2 Wochen lang nur "an der Leine" haben und das dann auch noch als Urlaub definieren. In einer Großstadt bzw. auch in kleineren Städten in der Innenstadt würd ich den Kleinen nur im Buggy haben oder an der Hand laufen lassen. Außerhalb des größten Getümmels auch nicht weit von mir weg. Da ist einfach immer "Bereitschaftsstufe", weil so schnell was passiert - Kind in Getümmel verloren, Kind von Auto überfahren, ... In einem Hotel kann man aber auch nicht mit dem Ball spielen, Sandspielen, Bobbycar oder Dreirad fahren, ... alles das tun aber kleine Kinder völlig natürlicherweise total gern. Für 3 Tage Städtetour ists ja noch ok, aber doch nicht für den 2-wöchigen Familiensommerurlaub.

      Auf dem Campingplatz kann ein Kind auf dem 80-100 m²-Platz (und so groß ist KEIN Hotelzimmer) spielen, man spielt man auf in der Gasse Federball, Boccia oder größere Kinder können auch mal zur Strandbar um ein Eis laufen oder zum Campingkiosk. Das würd ich meinem auf unserem gewohnten Wintercampingplatz, wo er sich auskennt sogar nächsten Winter schon zutrauen.

      Ich sagte nicht, dass Hotels vor Dreck strotzen. Aber du wirst mir auch nicht erzählen, dass es hygienischer ist, in fremden Betten zu schlafen als in öffentliche Duschen mit den Füßen reinzusteigen, oder? NUR das hab ich gesagt.

Guten Morgen!

Ich als langjährige Wohnmobilfahrerin (in Europa mit eigenem WoMo und in den USA mit geliehenem) würde euch den Wohnmobilurlaub unbedingt empfehlen, vor allem wenn du das sowieso mal austesten möchtest!

Frei stehen (wildcampen passt m. E. nicht, du parkst ja nur und campst nicht!) ist für eine Nacht überhaupt kein Problem. In fast allen Städten und Orten gibt es ausgewiese Stellplätze mit Ver- und Entsorgung. Die sind entweder kostenlos oder kosten im Schnitt bis max. 10 Euro die Nacht.

Absoluter Vorteil ist, dass ihr da stehen bleiben könnt, wo es euch gefällt. Mit Pkw und Hotelsuche lernt man niemals soviele Orte kennen und kann an so schönen Stellen nächtigen wie mit dem Wohnmobil.

Ob die Benzinkosten (die Womos sind ja meist Diesel) wirklich so viel höher sind, wo man ja mit moderater Geschwindigkeit unterwegs ist, wage ich glatt zu bezweifeln.

Dann hängt es natürlich sehr davon ab, welches Wohnmobil ihr euch aussucht, zu viert sollte es schon geräumig sein und die Badezimmer sind auch entsprechend schön, ansprechend und mit tollen Duschen ausgestattet.

Für Kinder ist Wohnmobilfahren sowieso fantastisch, der Urlaub fängt direkt beim Einsteigen ein, unsere Tochter liebt es, während der Fahrt am Tisch zu sitzen (natürlich im Kindersitz und angeschnallt) und dort lesen, schreiben, malen zu können! Und - für uns mit einem Einzelkind besonders wichtig - die Kinder kommen auf Campingplätzen ruckzuck in Kontakt mit anderen, das wird im Hotel niemals so sein, wenn jeder im eigenen Zimmer hockt.

So, genug gelobt jetzt. Ich mag auch weiterhin Hotelurlaube - keine Frage. Aber zumindest die Erfahrung solltet ihr einmal machen! Wenn du Fragen hast, kannst du mich gerne anschreiben...

Viel Spaß!

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