Hat jemand von Euch einen Campingbus und Tipps?

    • (1) 03.08.12 - 10:56

      Hallo, nach zwei Miet-WoMo-Urlauben sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass das die Art von Urlaub ist, die wir auch in Zukunft machen wollen. Wegen der teuren Mietpreise denken wir jetzt ans Kaufen, ein WoMo ist uns aber zu groß und ein Wohnwagen zu "unmobil". Deshalb solls ein Campingbus sein mit Sitz-und Schlafplätzen für 4 Personen und festem Hochdach. Habt Ihr da Tipps?
      Wir haben uns den Ford Nugget und den VW T4 California angeschaut...

      • (2) 03.08.12 - 11:14

        Hallo!

        Wir haben einen T5 California - allerdings mit Aufstelldach. Demnächst steigen wir auf den Beach um, da wir festgestellt haben, dass wir z. B. den Gaskocher etc. kaum benötigen, uns dafür aber drei Sitzplätze hinten wichtig sind. Diesmal kommt nur ne kleine Küche mit Wasser rein und ein kleiner Notfall-Kocher.
        Der Ford Nugget haben wir uns auch schon angeschaut - reicht aber qualitativ unserer Meinung nach nicht an den VW. Dafür ist er natürlich günstiger. Könnt ihr den im Fall des Falles auch mal selber "Schrauben"? (Kann bei uns leider keiner:-()

        Viele Grüße
        Lieserl

        • (3) 03.08.12 - 11:22

          Danke für die schnelle Antwort.
          Schrauben kann bei uns leider auch keiner...
          Warum meinst Du, der VW ist besser als der Nugget, vom Fahren, Verarbeitung etc.?
          Vom Platz her hat mich nämlich eher der Nugget überzeugt, der hat größere Betten ;-)

      Was genau möchtest du denn wissen?

      Der T4 ist soweit ich weiß um einiges kleiner, als der auf dem Transit basierende Ford Nugget. Was habt ihr sonst so mit dem Auto vor? Soll es auch für den täglichen Weg zur Arbeit taugen, oder ist es wirklich nur für den Urlaub? Wenn es auch alltagstauglich sein soll, ist weniger mehr.

      Für den T4 gab es einige recht kräftige Benzinmotoren, aber der Verbrauch ist - vor allem mit Hochdach usw. - zum Teil echt heftig. Ein Dieselmotor ist bei den heutigen Spritpreisen kein Nachteil, aber da kann es natürlich auch Probleme wegen Plakette usw. geben.

      Und wenn ihr nicht gerade begeisterte Schrauber seid, gebt lieber nicht zuwenig Geld aus. Man bekommt solche Autos zum Teil recht günstig, aber es gibt kaum was, was mehr nervt, als den Urlaub abbrechen zu müssen, weil sich nach 300.000Kilometern das Getriebe verabschiedet hat.
      Vor allem den Ford sollte man gründlich auf Rost kontrollieren, er wurde als Nutzfahrzeug konzipiert, da ist die Vorsorge meist nicht so prall.

      Zu beiden Autos sollte es auch passende Foren geben, da sind sicher mehr echte Experten unteregs als hier.

      • Hallo,
        vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe parallel auch in einschlägigen Foren geguckt, dachte aber, dass es hier vielleicht einfach viele Leute mit Kindern gibt, die Erfahrungen mit Campingbussen haben. Mit Kindern ist ja immer alles anders als ohne ;-)
        Wir suchen den Bus als reines Urlaubsauto. Alltagstauglich muss er deshalb nicht sein, sprich tiefgaragen- und parkplatztauglich. Trotzdem sollte er nicht allzu sperrig sein.
        Danke für den Tipp mit dem Rost bei Ford, das habe ich auch schon gehört.
        Viele Grüße
        daysleeper

    (6) 05.08.12 - 10:56

    Hallo,

    wir sind seit 2007 mit einem Ford Nugget unterwegs und ich muss sagen, dass wir das nicht bereut haben.
    Mein Mann hat anfangs auch gejammert, dass er einen Transit fahren soll nach ganz vielen Jahren Multivan. Aber Multivan mit Baby ging nicht mehr, die ganze Herumräumerei...Den California konnten wir uns nicht leisten.

    Wir sind zufrieden, haben das Fahrzeug auch nicht für den Alltag und über den Winter immer abgemeldet.

    Unser Sohn liebt den Bus über alles, als er kleiner war, saß er oben im Hochbett (mit Sicherheitsnetzt), während ich den Bus geputzt und gepackt habe und er wollte gar nicht mehr raus. Urlaube auf Campingplätzen sind ideal für Kinder, ich kann mir nichts Besseres vorstellen.
    Der Nugget bietet den Vorteil, dass man (zu dritt) gleichzeitig schlafen, kochen, sitzen/essen kann. Wir haben immer alle oben geschlafen. Bei vier Leuten werden die Eltern wahrscheinlich unten schlafen.

    Was mir an solchen Urlauben allerdings nicht behagt ist, dass man entweder an einem Platz steht und von dort Ausflüge mit dem Fahrrad macht oder man immer mit dem gesamten Hab und Gut irgendwo parken muss.
    Man kann das etwas stressfreier machen, indem man eine große Zarges Kiste mitnimmt und die Wertsachen mit Schloß darin auf dem Campingplatz lässt. Aber trotzdem...Wanderungen von abgelegenen Parkplätzen weg in Südfrankreich, na ja...da hatte ich IMMER ein ganz ungutes Gefühl den Bus stehen zu lassen.

    Mir hat man gesagt, je älter die Kinder werden, desto schwieriger wirds ab einem Stützpunkt Urlaub zu machen und von dort Ausflüge zu organisieren. Bisher hatten wir unseren Sohn überall im Fahrradanhänger mitgeschleppt, aber der eigene Radius von einem 5jährigen auf dem Rad ist jetzt natürlich begrenzt.
    Es sei dann bequemer einen Wohnwagen zu haben und das Auto zur Verfügung.

    Auf der anderen Seite war es für uns zu dritt schon sehr schwierig mit dem Nugget los zu fahren und einfach irgendwo unterwegs zu übernachten, ohne Dinge aus dem Bus auslagern zu müssen. Wir haben halt auch echt viele Sportsachen dabei.
    Normalerweise sieht das bei uns so aus, dass wir irgendwo ankommen und erst einmal ein paar Sachen ausräumen müssen, um überhaupt drinnen Platz zu haben. Zum Beispiel haben wir das Hochbett immer ausgeklappt und dort liegen die Campingstühle, Rucksäcke mit Klettersachen, Fahrradsachen usw...Mal eben an der Autobahnraststätte übernachten hat zwar geklappt, aber nur sehr beeengt.
    Und wenn die Räder hinten auf dem Fahrradträger drauf sind, geht natürlich die Heckklappe nicht mehr auf.

    Das heißt ein WoMo hat mehr Platz und man ist schneller wieder startklar, um an einen anderen Platz zu fahren.
    Selbst wenn wir kein Vorzelt aufgebaut haben, brauchen wir doch immer erstaunlich lange, bis wir abfahrbereit sind, ich schätze eine bis anderthalb Stunden sind es doch...

    Eine Sardinienreise ging aber ganz gut, das sind wir so ca. 2-3 Nächte auf einem Platz geblieben und man hatte nicht das Gefühl man packt nur dauern ein und aus.

    Also mal "wild" stehen klappt mit WoMo schon besser, Markise rauskurbeln, Campingstuhl aus der Garage und fertig.

    Wir hatten uns kurzzeitig überlegt uns Richtung WoMo weiter zu entwicklen, vor allem für Urlaube, wo das Wetter nicht immer stabil ist.

    Was auch echt cool ist, ist ein Ducato (evtl. ein langer Radstand mit Eigenausbau)
    es gibt ganz viele kleine Firmen, die Bausätze anbieten und das auch auf Wunsch einbauen.
    Tja, das ist eine Philosophie für sich und wenn man erst einmal angefangen hat zu überlegen, kommen immer noch mehr Fragen auf :-) und Wünsche, was man alles toll fände.

    Viel Glück bei der Entscheidung und kauft auf alle Fälle im Herbst, da gehen sowohl Neufahrzeuge, als auch Gebrauchtwagen viel günsiger weg.

    Grüße

    • (7) 05.08.12 - 12:17

      Hallo,
      vielen Dank für Deine Antwort und cool, ein Ford Nugget Fahrer, denn unsere Tendenz geht immer mehr zum Ford Nugget.
      Du schreibst, dass Ihr den Nugget über den Winter abmeldet, das hatten wir überlegt. Kann man ihn denn so lange ungefahren stehen lassen, schadet es nicht, wenn man ihn so gar nicht bewegt? (Hier spricht der totale Autolaie).
      Danke auch für Deine Erfahrungen in Sachen Urlaub auf dem Campingplatz/Stellplatz mit Bus.
      Wir waren jetzt zweimal mit WoMo unterwegs, in Australien mit nem Riesending, das war glaube ich fast 8 Meter lang. Hier in Europa mit einem kleineren, 6m lang und 3,20 hoch. Ich fand die Dinger beide Male recht sperrig für den "Alltagsgebrauch" (damit meine ich: einkaufen, Rastplatz anfahren, tanken, mal anhalten wg Pipipause, Karte lesen, spuckenden Kindern etc...) und auch zum Einparken auf den (doch oft recht engen) Campingplätzen. Klar mit rauswinken etc klappt das alles, trotzdem haben wir das beide immer als Stressfaktor empfunden. Wenn ich dann überlege, dass der Nugget um einiges kürzer ist und dafür noch größere Betten hat als unser 2. WoMo, finde ich allein das schon sehr verlockend.
      Gepäckmäßig hast Du sicher recht. Da werden wir uns dann wohl etwas einschränken müssen, das sollte gehen, da wir anders als ihr eigentlich im Urlaub hauptsächlich schwimmen, sprich Sportausrüstungen fallen bei uns weg ;-). 1,5 Stunden bis zum Losfahren ist nervig, brauchten wir jetzt aber fast auch mit WoMo. Klar, wir mussten kein Bett zurückbauen, trotzdem fiel auch da immer einiges an. Und es sind halt 2 Kinder, die einem zwischen den Füßen rumlaufen.

      Mit den Ausflügen vom Stützpunkt her: ich weiß nicht, ob das wirklich so ist. Kommt wahrscheinlich drauf an, wo man ist und was man sehen möchte. wir haben auch öfter mal den Bus oder Zug in die nächste Stadt genommen o.ä. Ich hatte übrigens nie ein schlechtes gefühl dabei, alles im WoMo zu haben (so viele Wertsachen hatten wir auch gar nicht dabei, Kameras, Geld etc haben wir natürlich immer mitgenommen, aber sonst...? Wir hatten bisher allerdings unsere Räder nicht mit.) Wir haben aber auch noch nicht so einsam gestanden. Prinzipiell sind wir aber nie so lange an einem Ort geblieben, maximal 5 Nächte warens bei unserem letzten Urlaub, sonst weniger. Wohnwagen wäre mir da zu nervig.
      Trotz meinen Gegenargumenten kann ich Eure Überlegung fürs WoMo verstehn. Ich glaube, da hat einfach jeder andere Bedürfnisse. Wir brauchen eher viel Schlafplatz und weniger Stauraum, ihr eher den Stauraum. Und da hat ein WoMo einfach massenhaft, unseres war noch halbleer, als wir losgefahren sind.
      Euch viel Glück bei der WoMosuche, wenn Ihr Euch dafür entscheidet und danke für den Herbsttipp.

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