An die Camper: Wie Luftmatratze isolieren?

    • (1) 13.07.14 - 20:13

      Hallo zusammen,

      ich hätte mal eine Frage an die erfahrenen Camper. Ich selber war noch nie campen, habe es aber vor :)

      Wir sind zu fünft (2 Erwachsene und 3 Kinder), wenn die Kinder FreundInnen mitnehmen, mehr. Deshalb haben wir uns eiin großes (vielleicht zu großes?) Zelt gekauft:

      http://www.rakuten.de/produkt/skandika-milano-6-personen-familienzelt-1049048595.html

      Für die beiden "Schlafzimmer" - oh Gott, ich habe das Gefühl es ist fast schon ein Haus! - haben wir je eine 180 x 200 cm Luftmatratze gekauft und ich würde gerne statt Schlafsäcke Bettdecken und Kissen mitnehmen. Ich müsste das ganze aber doch noch irgendwie nach unten isolieren, oder? Reicht es Isomatten unter die Matratzen zu legen? Oder habt ihr noch einen Tipp für mich?

      Wir haben das Zelt gebraucht gekauft und es war noch ein Zeltteppich für das "Wohnzimmer" dabei. Ansonsten haben wir: Eine Gartenplane für unter das Zelt, einen Campingtisch und Bänke, eine Zarges-Box, Stirnlampen, eine Kühlbox, Gaslampe und Gaskocher, Kochgeschirr, Geschirr und Besteck, eine Wäscheleine, Isotape, einen faltbaren Wasserkanister, ein Sonnensegel, zwei Hängematten, Karabiner, Heringe und Seile/Schnüre. Fehlt da noch was wichtiges?

      Bitte lacht mich nicht aus, aber ich habe das wie gesagt noch nie gemacht. Und solange ich bequem schlafen kann, stelle ich mir das ganze auch ziemlich schön vor :)

      Liebe Grüße
      Sophie

      • Hallo,

        meiner Meinung nach sind normale Bettdecken nicht unbedingt ideal beim zelten, weil sie irgendwie klamm werden.
        In den Schlafkabinen könntest Du diese Picknickdecken als Isolierung auslegen (hab welche von Tchibo 2x2 drin ausgelegt).

        Doppelluftmatratzen finde ich persönlich auch unpraktisch, wenn die "Matratzen-Partner" vom Gewicht her sehr unterschiedlich sind, da lässt der Schlafkomfort zu wünschen übrig.
        Spannbettlaken könntest Du für die Matratzen auch noch einpacken.

        Was wir so mitschleppen: Insektenlampe, Zeltbesen, Fußmatte, Schuhregal, Kühlschrank, Kunststoffboxen mit Deckel für unseren Klamotten, große Spülschüssel, Wäscheständer, Tarp/Sonnensegel, 2 Zeltschränke für Küchenkrams, CADAC Carri Chef 2 + zusätzliche 2er Kochplatte, Senseo, Geschirr für 3 Personen, vernünftiger Tisch mit Stühlen, 1 x Hochstuhl Urban (für unseren Sohn), Reisebettchen (wurde aber nach 2 Nächten wieder abgebaut und durch eine Luma ersetzt), Einzeluftbetten komfortbreite 90cm, Zeltteppich (goldwert), Müllsackhalter, Zeltdeko: wie LED-Leuchten & Kerzen, extra Decken (falls die Nächte etwas kühler sind), gute Deckenschlafsäcke.

        großes Zelt: Outwell Montana 6P + Extension (2Erw.+1Kleinkind).

        Gut möglich, dass ich in der Aufzählung unseres "Luxuscampings" vergessen habe.

        Viel Spaß beim Campen!

        VG

        reike82

        • Wow, vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

          Die Klamotten in Plastikboxen zu packen finde ich eine super Idee! Das werden wir auch so machen und gleich noch eine für Schuhe mitnehmen.

          Küchenzeug haben wir jetzt nicht so viel (4 Tassen, 4 Schüsseln, 4 Becher, 8 Teller, ein Topf und Besteck). Brauchen wir dafür auch einen Schrank? Lebensmittel wollten wir in der Zarges-Box und in der Kühltasche aufbewahren. Generell wollten wir mal ausprobieren, wie weit wir mit Brotzeit, Salat und Grillen so kommen ;)

          Spannbettlaken, Besen und Fußmatte packe ich auch gleich noch ein. Vielen Dank für den Tipp!
          Eine Spühlschüssel haben wir auch, die hatte ich vergessen zu erwähnen.

          Auf den Doppelluftmatratzen haben wir schon öfters geschlafen, das geht prima, weil wir beide recht klein und nicht allzu schwer sind. Und die Kinder schlafen eh wie Steine ;)
          Aber nochmal zu den Luftbetten: Schlaft ihr dann richtig im Schlafsack oder nehmt ihr den nur offen als Decke her? Ich finde es in Schlafsäcken nämlich viel zu eng...

          LG Sophie

          • Hallo,

            für unsere Küchenutensilien (Geschirr, Töpfe etc.) hatten wir die Zeltschränke dabei und fanden es praktischer als den ganzen Kram in den Kunststoffboxen zu lassen.
            Einen Teil der Vorräte (Kaffee, Gewürze, Kakao, Mehl & co.) hatten wir auch da drin.
            "Dosenfutter" in einer Klappbox.

            Wir schlafen in Deckenschlafsäcken und falls es in der Nacht zu warm wird, kann man diese prima öffnen und als Decke benutzen.

            Eng finde ich es nicht darin, hatte jetzt sogar mit 7 Monatsbabybauch genügend Bewegungsfreiheit.

            VG

            reike82

            • Nochmals vielen Dank! :D
              Dann schau ich mal nach einem guten kleinen Zeltschrank. Kannst du einen empfehlen?

              Wir haben Mumienschlafsäcke, aber vielleicht lohnt sich ja die Anschaffung von Deckenschlafsäcken... Das wird dann aber wahrscheinlich nicht ganz billig, oder?
              Sorry für's ausfragen und nochmals vielen Dank!

              • Da wir ein Zelt von Outwell haben, haben wir auch die Zeltschränke von Outwell.
                Wir haben zurzeit einen Outwell Arruba, von dem wir noch einen oder zwei bekommen.
                Jetzt nach unserem Urlaub haben wir drei Zeltschränke von Outwell Domingo, Bermuda und Vancover wieder verkauft, weil wir sie für unsere Zwecke nicht mehr benötigen.
                Den Arruba finde ich praktisch, weil man oben Abstellfläche hat und unten 4 Fächer (2über/untereinander).

                Bei obelink (www.obelink.de) oder anderen Campingausrüstern findest Du einige.
                Bin der Meinung, dass man sich die Schränke wegen der Standfestigkeit vorher anschauen sollte.

                Schlafsackkauf ist auch immer so eine Sache. Wir hatten eigentlich immer Mumienschlafsäcke und weil wir meistens mit Motorrädern unterwegs waren, mussten wir auf das Packmaß achten.

                Für ein paar Tage Motorradurlaub ging das. Aber jetzt so mit Familienurlaub im Zelt, musste etwas komfortableres her.
                Im letzten Jahr hatten wir Deckenschlafsäcke, die es mal irgendwo als Werbegeschenke (Aralpunkte) gab. In dem habe ich nachts gefroren.
                Für diesen Urlaub habe ich mich im Internet über den passenden Deckenschlafsack informiert und mich auch im Fachgeschäft beraten lassen.
                Mein lag kostenmäßig bei 70€, ein Outwell Camper Lux (spitzen Schlafsack).

                Und mein Mann musste sich im Urlaub einen neuen Schlafsack kaufen, weil er auch auf einmal in seinem alten gefroren hat. Er hat sich den Outwell Camper gekauft, aber dann musste er feststellen, dass ihm dieser viel zu warm ist. Also wird er wieder verkauft.

                Wenn ihr bereits Mumienschlafsäcke habt, dann würde ich diese im Urlaub noch mal austesten und dann hinterher entscheiden, ob ihr diese durch Deckenschlafsacke ersetzt.

      (9) 14.07.14 - 23:41

      Einige gute Tipps hast du ja schon bekommen,
      ich will bloß kurz ergänzen (beruhend auf meinen Erfahrungen und persönlichen Empfinden)

      1. faltbarer Kanister - unnötig auf Campingplätzen. Alles mit Wasser macht man eh im Sanibereich. Nehm lieber eine Schüssel mit, um euren Abwasch zu transportieren.
      2. Hängematten - wo sollen die aufgehangen werden?

      3. Luftmatratzen - Isolierung geht am besten mit Rettungsfolien - ABER diese Matratzen lassen elend schnell Luft, und wappeln so sehr (mir wird da schlecht). Deswegen nehmen wir selbstaufblasende Isomatten, die dicken davon. Wir haben Outwell Deepsleeper, 2 große und eine kleine und haben damit die Schlafkabinen ausgelegt.

      4. Gaskocher - haben wir wegen der besseren Hantierbarkeit gegen eine doppelte Induktionsplatte getauscht (ist sicherer im Handling, gerade wenn man bei schlechtem Wetter im Zelt kochen muss, was ja mit Gas gar nicht empfehlenswert ist)
      5. Ich kann auch Deckenschlafsäcke wärmstens empfehlen - und sparen lohnt sich selten. Unsere besten Säcke sind einer von Aldi und der Outwell Camper
      6. Nehmt Beschäftigung für die Kinder (und euch) mit - Gesellschaftsspiele, Bücher, Malzeug. Gerade wenn man das erste Mal campen geht, sollte man die Wirkung von der Kompination aus schlechtem Wetter und reduziertem Medieneinfluss nicht unterschätzen... Außerdem ist es so schön, wenn man mal für sowas Zeit hat...

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