Kleingarten pachten? Wer hat Erfahrungen?

    • (1) 06.10.14 - 17:27

      Hallo,

      wir nutzen mom den Garten meiner Schwiegereltern, in deren Haus wir auch wohnen. Leider ist mein Schwiegervater ab jetzt im Ruhestand und das Verhältnis nicht das Beste. Wenn die Kinder toben und auch im Garten mal Laut sind, gibt es bestenfalls bitterböse Blicke, sonst auch schon mal Anranzer und Mecker.

      Und auch sonst kommen nur blöde Kommentare, wenn ich mich nur mit der Nachbarin am Zaun unterhalte.

      Also überlege ich, einen Kleingarten zu pachten, damit ich meine Ruhe hab. Von Bekannten hab ich gehört, hier liegt das so bei etwa 100,- EUR im Jahr und daß man einen Teil als Nutzgarten nutzen muß, weiß ich auch.

      Was sonst noch? Wie läuft das ab, welche Rechte und Pflichten hat man, also z.B. Winterdienst, wie darf / muß der Garten gestaltet sein, Rasenmähen, sind Spielgeräte und Pool erlaubt, darf man oft Grillen ect.

      Ich freue mich auf eure Tipps.
      Danke und Gruß, Sunny

      • (2) 06.10.14 - 21:51

        Jeder Kleingartenverein hat seine eigene Satzung, so habe ich es mitbekommen, als eine Mitarbeiterin von uns sich dafür interessierte. Mal mit Nutzgarten, mal ohne. Mal keine Spielgeräte erlaubt, mal erlaubt etc.

        Es wird also jeder nur aus seinem eigenem Kleingartenverein berichten können, ob es bei dir dann auch so sein wird, kann hier keiner sagen.

        Du musst dich da schon durch die Satzungen der Kleingartenvereine lesen, die für dich infrage kommen.

        (3) 07.10.14 - 08:12

        Hallo,

        wir hatten mal einen Kleingarten gepachtet.

        Viel Spaß!
        Vor allen mit Kindern!

        Der Großteil der Pächter sind Renter, die wollen ihre Ruhe haben, sind täglich im Garten und erledigen natürlich ihre Pflichten laut Kleingartenverordnung. Und, die gucken dann natürlich auf die anderen Gärten. Wehe, der Rasen wird nicht gemäht, die Hecke nicht auf 1,20 Meter runter geschnitten. "Grabland" ein Drittel, heisst Gemüse anbauen, welches man nicht verwerten kann.Und wenn du das nicht machst oder einfach keine Zeit hast weil du nur einmal in der Woche im Garten bist, erfolgt umgehend eine Denunzierung beim Gartenvortstand. Und wenn du noch einen Hund hast ist alles vorbei.

        Schön auch die zu leistenden "Gemeinschaftsstunden", je nach KG Verein anders ausgeprägt. Für andere schuften.

        Viele KG habe auch keine Strom- oder Wasserversorgung. Wir hatten beides nicht.
        Gartengeräte nur mit Akku, Wasser zum Kaffee kochen selbst anschleppen.

        Grillen, super, weil sich der Nachbar gleich über den Qualm beschwert.
        Kinder und Haustiere im KG absolutes no go.

        Meine Meinung: Sein lassen.

        Viel Spaß!

        Meine Meinung: Sein lassen, lohnt sich nicht.

        • (4) 07.10.14 - 12:00

          Ui....das klingt ja nach den besten Erfahrungen. Der Verein, der hier in Frage käme, hat viele Familien mit Kindern und Hunden und Bekannte, die dort mit 2 Kindern und Hund einen Garten haben, grillen oft dort. Die Lauben haben Wasser- und Stromanschluß.

          Wieso kann man das Gemüse nicht verwerten? Nutzfläche heißt ja, es muß etwas angebaut werden. Was, kann einem doch keiner vorschreiben. Also Erdbeeren, Himbeeren, evtl. Tomaten, Gurken oder Kartoffeln, wäre doch völlig i.O.

          Gut, daß viele Rentner vergessen, daß sie auch mal Kind waren und gerne draußen rumgetobt haben, ist ja überall ein Problem.

          Ich werde mich da nochmal schlau machen, wie das mit den Stunden abläuft. Kann ja nicht täglich zum Schneeschippen hochjuckeln.

          • Also bei uns bezieht sich die Pacht auf das Grundstück. Aber das Häuschen/Laube und jeder Baum, Pflanze etc muss abgekauft werden. Uns hat der Gartem 2000 Euro + Kaution gekostet.

            Pflichtstunden hat man bei uns 2 mal im Jahr. Es guckt hier keiner was du wieviel anpflanzt. Kannst machen was du willst :-)
            Spießig ist, dass Pool nur ein bestimmtes Mass haben darf und Zelte dürfen maximal 3 Tage stehen.

            Lg

      (6) 07.10.14 - 14:41

      Hi,
      das mit deinem Schwiegervater ist ja echt blöd. Was hat dein Mann als Kind gemacht?

      Wir haben ein Haus mit Garten, also Garten ist schön, aber auch viel Arbeit. Wie schon die Vorschreiberin geschrieben hat, kann das nervig werden, wenn man Perfektionisten als Nachbarn hat. Mit Kindern und Berufstätig und nicht direkt vor Ort wohnend, da muss man fast jeden Tag hinfahren, um Unkraut zu rupfen oder zu mähen etc. Im eigenen Garten, da ist es ja auch mal egal, ob das unkraut 1 Minute oder mal 3 Tage zu sehen ist.

      Ich würde ehrlich gesagt, nach einem eigenen Häuschen Ausschau halten bzw. mit deinen Schwiegerleuten reden. Ich verstehe ja, dass dein Schwiegervater nach der Arbeit etwas Ruhe haben möchte, aber im Ruhestand sollte er sich doch an seinen Enkelkindern erfreuen. Vielleicht könntet ihr Ruhezeiten ausmachen, also dass die Kinder von 12 bis 15 Uhr nicht in den Garten gehen oder so.

      • (7) 07.10.14 - 15:54

        Ausziehen ist mom leider keine Option.

        Obwohl wir hier ne Menge Spielgeräte haben (Trampolin, Schaukel, Rutsche, Sandkiste und Häuschen), habe ich es bisher vermieden, im Garten zu sein, wenn er hier ist. Aber dann müßte ich ab sofort nur noch woanders sein und ich kann und will meine Zeit nicht pausenlos mit tratschenden und lästernden Muttis auf dem Spielplatz hier sitzen.

        Wenn ich mal 10 min mit nem Kaffee sitze, kommt gleich nen saublöder Kommentar "so ein Leben hätte ich auch gerne". Daß ich aber auch stundenweise arbeite, 150m² Wohnung sauberhalte, wasche, bügele, jeden Tag frisch koche, Hausaufgaben mache und und und, interessiert ihn nicht die Bohne.

        Er ist halt ein blöder A*****

        • (8) 07.10.14 - 16:05

          Jetzt kann er es nicht mehr sagen, da er ja auch den ganzen Tag zu Hause ist, wahrscheinlich nur mit dem Unterschied, dass deine Schwiegermutter kocht, putzt etc und er wirklich nichts machen muss...

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