Ärger mit Reiseveranstalter/ Reisebüro

    • (1) 31.10.15 - 15:12

      Hallo zusammen!

      meine 2 Kinder und ich wollten dieses Jahr unseren Urlaub in Italien verbringen und haben bereits im Juni unser Hotel im Reisebüro gebucht. Die Unterlagen für die Reise kamen rechtzeitig vor Urlaubsantritt bei uns an. Unser Ärger begann beim Tag unserer Anreise.

      Der Hotelier war nicht über unsere Anreise informiert. Wir mussten abends um 21.30 Uhr noch fast 2 Stunden auf ein Zimmer warten, das an eine Abstellkammer erinnert, mit kleinem Doppelbett und unzumutbaren sanitären Anlagen. Dort hätten wir 2 Nächte aushalten sollen. Beschwerde am nächsten Tag mit dem Ergebnis, dass wir nach dem Mittagessen in an anderes Zimmer umziehen konnten. Wir gingen davon aus, dass wir in diesem Zimmer die restlichen 8 Tage verbringen werden. Samstagabend, 18.30 Uhr als wir vom STrand zurückkamen, wurden für darüber informiert, dass wir am nächsten Tag bis 10 Uhr unser Zimmer geräumt haben müssen, um in ein anderes Hotel für die letzten beiden Tage umzuziehen. Gespräch mit Hotelchef blieb ergebnislos. Wir sind dann in ein anderes Hotel umgezogen.
      Sonntagmorgen haben wir dann bei der Leitung des Reisebüros angerufen und sie riet uns, umzuziehen. Sie würde dann gleich am Montag eine Beschwerde an den Reiseveranstalter schicken.
      Zurück in Deutschland vertröstet mich die Leitung des REisbüros, sie werde sich melden, wenn sie etwas vom Reiseveranstalter hören würde.

      Vom Reiseveranstalter, den ich eine Woche später anrief, erfuhr ich, dass gar keine Beschwerde vorliegen würde. Ich schrieb deshalb selber eine Reklamation und bekam die Antwort, dass das REisebüro eine Infomail Anfang Juli erhalten hätte, dass unser Hotel ausgebucht sei und wir in ein anderes umgebucht wurden. Um dies abzuschließen, benötigten sie jedoch noch eine Rückmeldung des Reisebüros.

      Als ich die Dame im Reisebüro darauf ansprach, wies sie jede Schuld von sich. Sie behauptete auch, sie hätte nie eine solche Mail erhalten und auch die Beschwerde hätte sie gleich nach meinem Anruf an den Reiseveranstalter geschickt.
      Jetzt schieben sich Reisebüro und Reiseveranstalter sich gegenseitig die Schuld zu.

      Ich finde das ganze sehr seltsam. Die Reiseunterlagen, die wir 10 Tage vor Anreise erhielten, waren auf das ursprünglich gebuchte Hotel ausgestellt.

      Abgesehen davon, dass wir ziemlich viel Geld für einen überbuchten Urlaub gezahlt haben, zweimal (davon ein Hotelwechsel) umziehen mussten (2 kleine Kinder und ich) und die eigentliche Entspannung und Urlaubsfreude durch die ganze Situation sehr eingeschränkt war, sieht der Reiseveranstalter keine Notwendigkeit einer teilweisen Rückerstattung bzw. Schadenersatz- trotz Frankfurter Tabelle.

      Würden rechtliche Schritte überhaupt etwas bringen?
      Wie seht ihr das?

      Grüße und ein schönes Wochenende

      Sarah

      • Puh, ich denke das geht gar nicht. Hast du schon mal beim Verbraucherschutz gefragt? Würde mit denen Reden, im Reisebüro (dein Ansprechpartner) mit der Möglichkeit rechtl. dagegen vorzugehen mal "drohen". Hast du eine Rechtschutz?

        • Ich habe leider keinen Rechtschutz, sonst hätte ich vermutlich schon längst etwas getan.

          Rechtliche Schritte habe ich dem Reiseveranstalter ja bereits "angedroht". Das hat den völlig kalt gelassen.
          Letztendlich sitz ich zwischen den Stühlen, weil sich Reisebüro und - veranstalter gegenseitig die Schuld geben.

            • sehe ich genauso. jeder macht fehler, das ist nur allzu menschlich. aber so tun, als läge der fehler auf anderer seite ist absolut inakzeptabel.
              schade, dass in diesem fall keiner zu diesem fehler steht...

              für mich steht fest, dass ich über dieses reisebüro bei diesem veranstalter nicht mehr buchen werde...

      Auweia, das ist ein schöner Schlamassel...
      Also ich bin Reiseverkehrskauffrau und würde jetzt mal behaupten, in dem Fall liegt der Fehler beim Reisebüro. Ich kenne das auch so, dass bei kurzfristigen Umbuchungen nur eine Infomail ans Reisebüro kommt und die ursprünglichen Unterlagen ihre Gültigkeit behalten. Daher kann es gut sein, dass trotz Umbuchung noch der erste Hotelname in den Unterlagen stand. Ihr habt bei einer Umbuchung aber immer die Möglichkeit, diese nicht zu akzeptieren und kostenlos zurückzutreten. Darüber hätte man euch informieren müssen.
      Aber offensichtlich hat man euch ja noch nicht mal über die Umbuchung informiert.
      Eine Beschwerde kann und darf das Reisebüro gar nicht schreiben. Das MUSS immer der Kunde machen und das Reisebüro leitet sie weiter und gibt noch eine Stellungnahme dazu ab. Da hat man euch mit Sicherheit belogen oder verar......:-(.
      Der Reiseveranstalter kann in dem Fall wirklich nichts dafür, wahrscheinlich sind sie davon ausgegangen, dass die Umbuchung für euch in Ordnung geht.
      Ich denke mal, es wird für euch sehr schwierig werden, Recht zu bekommen. Wenn das Reisebüro eine Kette war, würde ich mich mal beim Geschäftsführer über die unmögliche Vorgehensweise beschweren. Aber vermutlich ändert das für euch nun auch nichts mehr.
      Es tut mir sehr leid für euch und ich werde sehr wütend, wenn ich so etwas mitbekomme. Ich arbeite zwar momentan nicht mehr im Reisebüro, aber mir sind früher auch schon Fehler passiert. Dann muss man die ausbügeln und es darf auf keinen Fall der Kunde darunter leiden.

      • die information ist aber bereits 6-7 wochen vor reiseantritt beim reisebüro eingegangen.
        von daher dürfte man davon ausgehen, dass die reiseunterlagen auf dem aktuellen stand sein düften.

        meine beschwerde habe ich direkt an die inhaberin des reisebüros geschickt. sie betreibt das geschäft so gut wie allein, bzw. ist einzige ansprechpartnerin.

        vielen dank für deine antwort.

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