...welche Reaktion ist angemessen?... (lang und verworren - sorry)

    • (1) 09.11.15 - 13:34

      Hallo zusammen,

      im Normalfall bin ich eher der Typ, der immer alles organisiert, macht und tut. Nun bin ich es aber leid......

      Von Anfang an:

      Vor ca. 5 1/2 Jahren (Zwerg gerade auf der Welt) hab ich mich beim Babyschwimmen angemeldet. 5 andere (nette) Mütter mit Zwergen waren auch dabei. Schnell haben wir nach dem Schwimmen noch 2 Stunden im angrenzenden Cafe 'verklönt' ;). Der Kurs war echt schlecht - aber wegen der gegenseitigen Symphatie hat man sich weiter getroffen. Irgendwann lief der Kurs aus und wir wollten weiter Kontakt halten.

      Da ich der Typ 'Macher' bin, hab ich das in die Hand genommen und wir haben 1x im Monat uns zum Frühstück/Brunch im Cafe etc. getroffen. Jeder der wollte, konnte auch Freundin(en) mit Kind(ern) mitbringen - alles locker. Männer kamen auch dazu und es wurde ein fester Termin für (fast alle).

      Mittlerweile ist dazu noch einmal im Jahr ein Wellness-Wochenende dazugekommen (das auch ich immer organisiert hatte) auf das sich alle immer freuen.

      Bis auf mich selbst (habe ein Einzelkind) haben die anderen Mütter mind. 2 Kinder und arbeiten nicht oder Teilzeit (ich Vollzeit).

      Nun bin ich seit ca. 1 Jahr gefrustet.....irgendwie hab ich das Gefühl aussen vor zu sein. In einigen WhatsApp Gruppen bekomme ich immer wieder mit, das sich die anderen Mütter regelmäßig sehen und verabreden - aber irgendwie bin ich nie dabei....nur wenn die anderen "erwischt" werden, d.h. ich bekomme durch ein Gespräch zufällig was mit und frage nach, dann werde ich nachträglich eingeladen. Und diese Termine sind fast immer Freitags nachmittags um 15 Uhr. Da arbeite ich meist noch.

      Ich könnte dies jedoch öfter mal einplanen, wenn man mir rechtzeitig Bescheid geben würde (und nicht erst 1 oder 2 Tage vorher) - bislang ist das aber nie passiert...:-(.

      Aus dem Organisatorischen hab ich mich jetzt seit 1 Jahr komplett rausgezogen und bin nun am überlegen, ob ich mich auch komplett aus allem rausziehe#kratz.

      Vielleicht ist das kleinkariert gedacht, aber ich habe das Gefühl, das ich solange gut war, als ich mich noch um alles gekümmert habe - und nun ist kein Bedarf mehr da....

      Ich habe auch mehrfach den Mädels gesagt, das ich mich gern mit denen treffen würde - aber aufgrund meiner Vollzeit-Arbeit eben etwas Vorlaufzeit (so 3-4 Tage) brauche, da ich Termine etc. abgleichen muss.....Bislang jedoch ohne Erfolg....

      Lange Rede - kurzer Sinn:

      Stell ich mich einfach nur kindisch an (bin ja schliesslich auch nicht so ne junge Mutti ;-)) - wenn ich mich aus allem rausziehe (WhatsApp Gruppen, Frühstück, etc.) oder wie seht ihr das.

      Wer konstruktive Kritik übt: GERN - aber bitte die Steine erst werfen, wenn Hand und Fuß erkennbar sind :-p#schein

      LG #winke

      • Hallo!

        Nun, ich kann beide Seiten verstehen. Ich verstehe, dass du traurig bist. Es ist immer ein bisschen blöd, zu erfahren, dass Teile eines Freundeskreises allein was machen. Ich komm mir da auch gern mal "außen vor" vor.

        Andererseits macht man in seiner Freizeit halt oft einfach was mit Leuten, wo es halt einfach ist. Gerade wenn man mit Kind daheim sitzt, ist einem zumeist scheißlangweilig und man ist über jede Abwechslung froh. Da ruft man schnell rum oder verabredet sich HEUTE über Whatsapp. Wer kommt, der kommt. Wer nicht, der nicht. Außerdem denkt man bei arbeitenden Muttis auch oft, dass die einfach im Stress sind und gar nicht sooo mega scharf auf Kaffeetrinken. Und durch die "neuen" Kinder haben die anderen vielleicht auch eine andere Basis. Außerdem haben sie halt einfach mehr Zeit. Was spricht denn nun dagegen, wenn die sich außerhalb eurer "großen" Treffen intern nochmal zusätzlich treffen?

        Dass du immer alles organisiert hast, nun, das ist ja irgendwie nicht deren Problem.

        Im Endeffekt musst DU dir überlegen, was DU willst: Wenn du die Leute in der Gruppe nett findest, dann organisier weiter was (und sorry, in ein Café gehen, ist kein großer Aufwand zum Organisieren, oder?) und triff dich weiter mit ihnen. Wäre ja schade, wenn du wegen deiner persönlichen Sturheit auf die Freunde verzichtest, oder nicht? Bzw. frag einfach nach, wie schauts diesen Freitag aus? Das ist doch kein Ding und wenn nur ein paar Mamis kommen, auch gut. Wenn dich die Leute ohnehin nerven oder ihr einfach nicht mehr auf gleicher Wellenlänge seid, dann lass es. Aber nicht beleidigt sein, sondern einsehen, dass es einfach nicht mehr das ist, was es war.

        Hallo!
        Ich kann deinen Ärger nachvollziehen.
        Aber es ist normal, dass sich in Gruppen einzelne besonders mögen und sich auch gerne mal ohne die anderen treffen möchten. Diese Freundschaften bestehrn dann letztendlich unabhängig von der Gruppe.

        Es kann auch einfach sein, dass dieses Gruppengefüge nach 5 Jahren für die anderen nicht mehr passt. Mit meinem großen Sohn war ich in einer Krabbelgruppe. Wir haben uns gut verstanden und auch anschließend noch regelmäßig privat getroffen. Irgendwann wurde es mir (und auch anderen Müttern) zu viel bzw. es "passte" irgendwie nicht mehr. Ich habe mich dann ausgeklinkt. Drei der Kinder sind durch Zufall jetzt wieder mit meinem Sohn in der Klasse (5. Schuljahr). Nach wie vor treffen sich einige der Krabbelgruppenmütter ein Mal im Monat.

        Hast du denn schon mal ein, zwei der Mütter gefragte, ob sie Lust auf ein Treffen haben? Wenn ja, wie war deren Reaktion?

        Ob du den Kontakt weiter halten möchtest, kannst nur du entscheiden. Wie fühlt sich der Gedanke an, mit den anderen keinen Kontakt mehr zu haben? Erleichterung? Wehmut? Traurigkeit? Davon würde ich an deiner Stelle abhängig machen, wie es weiter geht.
        Vielleicht ist auch mal ein offenes Gespräch hilfreich, in dem du ohne Vorwürfe anspricht, wie es dir mit der Situation geht.

        LG Silvia

        Hi,

        noch nie etwas von Gruppendynamik gehört?
        In einer Gruppe verstehen sich immer andere mehr und andere weniger.

        Wenn dann noch gleiche Interessen, Arbeitszeiten, etc. dazu kommen, trennt oder distanziert man sich von anderen Gruppenmitgliedern.

        Ich denke nicht das es böse gemeint ist aber das Leben ist Bewegung und kein Stillstand.

        Du bist nicht ständig greifbar, andere Mütter schon. Und je mehr man sich mit anderen unterhält, umso tiefer wird die Freundschaft.

        Bei Dir ist eher das Ego angekratzt, das Deine ganze Arbeit in der Vergangenheit nicht wertgeschätzt wird und Du nicht der Mittelpunkt der Gruppe bist.

        Dieses ganze Mutter-Geklüngel - nur wg. der Kinder in Kontakt bleiben - ist nicht von langer Lebensdauer.

        Warum willst Du da unbedingt noch mitmischen? Such Dir andere Kontakte, Freunde, etc. Vollzeit und Kinde/Partner und eine Handvoll echter Freunde reichen doch meistens aus, um beschäftigt zu sein. Nicht die Anzahl der Freunde ist wichtig, sondern ob es echte sind. Und ich bezweifle, ob die Muttis wirklich echte Freunde sind oder eher Lebensabschnitts-Dingsda-Muttis.

        Kopf hoch

        Lisa

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