Wie kann ich meinen Mann "veräppeln"? :-)

    • (1) 31.03.16 - 11:03

      Hallo, ich weiß, die Überschrift klingt komisch...

      Es geht darum:

      Mein Mann hat übermorgen Geburtstag. Um ihn zu überraschen, habe ich für morgen (Freitag) einen Tag Urlaub in seiner Firma genommen (das war ganz einfach, weil mein Papa auch in der Firma arbeitet und für die Urlaubseinträge verantwortlich ist). Von morgen früh bis Sonntag Abend habe ich ein Ferienhaus an der Nordsee gebucht.

      Wir hatten es mit den Kindern so geplant, dass wir heute Abend seinen Wecker heimlich ausstellen, sodass er morgen erst einmal schön ausschläft bzw. verschläft und sich dann total ärgert, dass er verschlafen hat. Und dann wollen wir ihn beruhigen und ihm sagen, dass er Urlaub hat und dass wir an die Nordsee fahren und dass schon alles gepackt ist usw.

      Jetzt ist mein Mann aber leider auf die Idee gekommen, heute Abend das Auto zu reparieren. Er meinte, er wird es heute nicht fertig kriegen, sondern muss am Freitag nach der Arbeit noch weiter machen. Toll... Ich will ihm aber nicht jetzt schon alles verraten. Hat jemand eine Idee, wie ich meinen Mann dazu kriege, dass er heute das Auto nicht repariert, ohne ihn wer weiß wie anflunkern zu müssen??? (Es ist schrecklich schwer, ihn davon zu überzeugen, dass man diese Reparatur auch auf Anfang nächster Woche verschieben kann...)

      Für einen einzigen guten Tipp wäre ich echt dankbar!!!
      #winke

      • Sorg dafür, dass er heute Überstunden machen muss?!

        Keine Ahnung oder lass dir eine dringendere Beschäftigung für heute Abend einfallen. Du musst weg und er ist für die Kinder verantwortlich?!

        Die Frage ist eher: sicher, dass die Reparatur nicht notwendig ist?

      (4) 31.03.16 - 11:16

      Wenn die Reparartu nicht sooo wichtig ist, dann mach bei einem Waschbecken das Siffon etwas locker, damit es tropft, das ist dringend und dauert auch seine Zeit, zumindest meiner braucht ewig dafür. Ist er mit dem zu reparierenden Auto bei der Arbeit? Wenn nein, dann verleg doch einfach alle Schlüssel und schiebe es auf die Kinder. Plant dann gleich am nächsten Tag vor der Arbeit zum Autohändler zu gehen....

    • Wenn ihr nur ein Auto habt, bestünde die Möglichkeit zu sagen, dass du zu xy musst, weil es der Person schlecht geht und unbedingt das Auto brauchst.

      Oder irgendein Bekannter ruft an, dass dein Mann ihm unbedingt heute abend etwas helfen muss..

      Sag ihm doch, Du brauchst das Auto Freitag vormittag, so dass er entweder fertig werden muss oder gar nicht erst anfängt.

      An Deiner Stelle würde ich ihn verspätet zur Arbeit fahren lassen und ihn dort mit vollgepacktem Auto vor der Firma abfangen.

    • Hallo,
      Grundsätzlich finde ich die Reise als Geburtstagsgeschenk ganz gut. Was aber gar nicht geht: DU nimmst Urlaub für Deinen Mann bei dessen Arbeitgeber? Mal abgesehen davon, dass Dein Vater seine Position missbraucht und das für ihn fatale arbeitsrechtliche Folgen haben kann, finde ich Dein Vorgehen da reichlich übergriffig. Mein Mann würde sich schlicht verweigern und mich alleine fahren lassen - und vielleicht nicht nur das.
      Ich habe durchaus auch schon mal ne Reise verschenkt. Damals hab ich meinen Mann vorher gebeten, sich/uns das GeburtstagsWE frei zu halten. Er wusste also, dass ich etwas geplant habe, aber nicht was. Ich fand es schön zu sehen, wie seine Vorfreude wuchs und was er alles versucht hat, um rauszubekommen, was ich geplant hab. Ich hab ihn dann am Freitag vom Büro abgeholt und wir sind direkt zum Flughafen weitergefahren.

      Ich würde also sagen: "Ich hab für Deinen Geburtstag was vorbereitet und dazu brauchen wir das Auto. Bitte verschieb die Reparatur auf nächste Woche."

      Das mit dem Urlaub würde ich überdenken.
      Überraschung hin oder her, das kann ganz schön nach hinten los gehen.

      • Ach komm, jetzt mach dir mal nicht so in die Hose. Du weißt ja gar nicht, was das für ein Betrieb ist. Mein Mann hat z.B. lang in einem kleinen Handwerksbetrieb gearbeitet. Da hätt ich einfach beim Chef angerufen und ihn gebeten, ihm an diesem Tag frei zu geben - wir kannten uns persönlich. Und selbst jetzt, wo er im öffentlichen Dienst arbeitet: Ich kenn die Sekretärin, die auch die Urlaubsanträge bearbeitet, z.B. weil ich schon ein paarmal dort anrufen musste, um meinen Mann "abzumelden" (er war krank und sollte ausschlafen, also hab ich angerufen; er war noch auf Feuerwehreinsatz, etc.). In vielen Betrieben ist grad Freitag frei nicht so ein Brimborium, sondern wird häufig mal auf Überstunden gemacht oder sowas.

        • Entschuldige, aber das hat mit der Art des Betriebes wenig zu tun. Auch wenn Du es für "nicht so schlimm" hältst und das bei Euch oder in irgendwelchen Kleinbetrieben gängige Praxis zu sein scheint, der Arbeitnehmer hat einen Vertrag unterschrieben, nicht sein (Ehe-)Partner. Dort ist in der Regel die Vorgehensweise zur Beantragung des Urlaubs (und auch die Art und Form der Krankmeldung) festgelegt. Zuwiderhandlung kann drastische arbeitsrechtliche Folgen haben.
          Und auch wenn Urlaubsantrag und Krankmeldung nicht vergleichbar sind: Du kannst für Deinen Mann Bescheid geben soviel Du willst, ob krank oder Feuerwehreinsatz, beides ist üblicherweise durch Attest (im Krankheitsfall je nach Arbeitgeber AUB bereits ab dem ersten Tag!) bzw. Bescheinigung zu belegen und gilt erst ab Vorlage als entschuldigt. Alles andere ist Goodwill des Arbeitgebers.

          Ich bin HR-Tante in einem ISO Zertifizierten mittelständischen Service-Unternehmen und da wahrscheinlich etwas pingelig, kenne aber auch niemanden, der auf eine solche Idee gekommen wäre (und ich kenne auch die meisten Partner meiner Kollegen persönlich). Mein Mann arbeitet in einem internationalen Unternehmen, da wüsste ich nicht mal, wen ich bei HR anrufen sollte. Ich kenne da nur seine direkten Kollegen persönlich.
          Um es kurz zu machen: ich kann aus persönlichen und beruflichen (arbeitsrechtlichen) Gründen die Idee der TE, für ihren Mann Urlaub zu beantragen, nicht gut heißen und rate davon ab. Für Dich ist es kein Problem, so sind wir also unterschiedlicher Ansicht und ich kann gut damit leben und mach mir weder ins sprichwörtliche Hemd noch in die Hose.

          • (10) 04.04.16 - 21:58

            Schätzchen, mein Mann ist - wie ich - im öffentlichen Dienst und wir brauchen erst am dritten Tag ein Attest. Vorher muss man "Bescheid geben". Ob man dazu ein Mail verschickt, ein Fax, eine Brieftaube oder der Sekretärin auf den AB quatscht, ist piepegal. NATÜRLICH habe ich Bescheid gegeben! Mein Mann lag mit 40° Fieber im Bett und ich habe ihm die ganze Nacht fiebersenkendes Zeugs eingeflößt - um 5 ist er eingeschlafen. Soll ich ihn um 8 wecken, damit er in der Arbeit anrufen kann? Was, wenn er z.B. ohnmächtig, in Narkose, etc. gewesen wäre?

            Und der Feuerwehreinsatz?? Warum meinst du, heißt es EINSATZ??? GENAU, weil er mit einem Atemschutzgerät versehen in einem brennenden Haus nach vermissten Personen sucht. Mal schnell das Handy rausnehmen und auf Arbeit Bescheid geben, könnte ein oder mehrere Leben kosten. DENKEN, Fräulein.

            • Genau lesen, FRÄULEIN.
              Natürlich kannst und sollst Du Bescheid geben, wenn dein Mann mit 40 Fieber im Bett liegt und - aus welchen Gründen auch immer - nicht selbst anrufen kann. Da wird wohl hoffentlich im Laufe des Tages ein Arzt konsultiert, der dann problemlos das Attest ausstellt. Mein Kollege bei der Feuerwehr bringt nach jedem Einsatz immer eine Einsatzbestätigung, er wohnt noch bei seinen Eltern, die uns einfach telefonisch Bescheid geben (die sprechen auch mal nachts um 3 auf den AB und warten nicht bis Dienstbeginn).
              Rein arbeitsrechtlich - und nichts anderes hab ich geschrieben - gilt mit Zugang der jeweiligen Bescheinigung die Fehlzeit als entschuldigt. Das das ärztliche Attest erst am 3. Tag nach bekanntwerden der Erkrankung vorliegen muss ist ebenfalls gesetzlich geregelt, kann aber vom Arbeitgeber anders verlangt werden - insbesondere, aber nicht nur, wenn es gehäuft Montags- und Freitagskranke gibt. Es ist in vielen Firmen durchaus üblich, das Attest ab dem ersten Krankheitstag zu fordern, denn der Umlage zahlende Arbeitgeber erhält ab dem ersten attestierten Krankheitstag Geld von der jeweiligen KK zurück. Mal ganz abgesehen von der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die ebenfalls ab dem ersten attestierten Tag berechnet wird. Ist das der Fall, MUSS am ersten Tag mindestens eine Kopie des Attestes per Mail, Fax oder wenn Du willst auch Brieftaube vorliegen, sonst ist das Grund für eine Abmahnung.

              Der öffentliche Dienst läuft sicher anders, ist aber nicht das Maß der Dinge. Manchmal hilft es, über den Tellerrand zu schauen. Leider hast Du mein Bild vom öffentlichen Dienst nun eher bestätigt als verbessert.
              Was solls, wir DENKEN wohl einfach zu verschieden.
              Und schliesslich hat das ja auch nichts mit dem Urlaubstag zu tun, um den es eigentlich ging.

              ... übrigens: den "Ton" kannst Du Dir verkneifen, der ist wirklich nicht nötig, Du kennst doch sicher den Spruch mit dem Wald, in den man hinein ruft...

          Ich finde es auch etwas übertrieben wie du reagierst.
          Der Arbeitnehmer hat für den Tag Urlaub - muss also nicht arbeiten, der AG ist einverstanden also werden ihm sicher keine arbeitsrechtlichen Nachteile entstehen.
          Er bleibt ja nicht einfach der Arbeit fern.

          Er könnte höchstens sauer sein auf seine Frau weil er dann einen Tag weniger Urlaub hat, und diesen Tag schon für was anderes "eingeplant" hatte.

          • Mir ist schon klar, das das alles etwas überzogen wirkt/ist und das Vorgehen in dem betreffenden Umfeld wahrscheinlich keine Auswirkungen haben wird, aber

            1. der AN hat eben keinen Urlaub, da seine Frau nicht befugt ist, Urlaub für ihn zu beantragen - es sei denn, er ist nicht geschäftsfähig und sie ist sein Vormund bzw. Betreuer - wovon ich nicht ausgehe.

            Also: er bleibt der Arbeit unentschuldigt fern!

            2. nicht der "AG" stimmt dem Urlaubsantrag zu, sondern ein Kollege (in diesem speziellen Fall der Vater der TE) der zufällig für die Bearbeitung der Urlaubsanträge vom AG beauftragt ist. ER darf aber den Urlaubsantrag von der Ehefrau des AN gar nicht annehmen, da diese nicht der AN = Vertragspartner ist und missbraucht damit seine Position. Dafür hat er ggf. arbeitsrechtliche Folgen zu tragen.

            Mir stellen sich bei einem solchen Rechtsempfinden wirklich die Haare auf.

            Überraschung hin oder her, da hört für mich der Spaß einfach auf und ich kenne wirklich niemanden der auf eine solche Idee käme.

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