Eine Mama beschreibt ihre Autoanreise alleine mit 3 Kindern

    • (1) 09.04.16 - 13:59

      Eine Alleinerziehende Mutter fährt mit ihren 3 Kindern in den Urlaub.

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      Alleine mit drei Kindern.
      Die Autofahrt ist ja nicht so lang.
      Wird schon klappen.
      Spielzeug, immer eine Wasserflasche bereit.
      Kann nix schief gehen!

      ……. so denkt eine Mama, ….. oder ist das selbstberuhigendes Einreden?!

      Zugegeben, so eine lange Fahrt alleine mit 3 Kindern hatte ich auch noch nicht.

      Am Vortag habe ich das Auto schon fertig gepackt.
      Auch Spielzeug wurde eingepackt.

      Alles vorbereitet.
      Geplante Abfahrtzeit: Sonntag Morgen, 06:00 Uhr

      Sonntag, 20.03. 2016.

      06.00 Uhr. Die Kinder schlafen immer noch tief und fest. Die ganze Nacht konnten sie vor Aufregung nicht schlafen. Das holen sie nun nach …..

      06:10 Uhr. Ich wecke nochmals die Kinder und erinnere sie daran, dass jeder noch ein Teil für den Urlaub mitnehmen darf.

      06:30 Uhr. Abfahrtzeit + 30 Min.
      Die Kinder sind inzwischen aufgestanden worden und haben im Flur noch alles aufgetürmt, was noch unbedingt mit eingepackt werden muss. Ich erkläre ihnen, dass ich einen Clio habe und keinen LKW!

      06:35 Uhr.
      Im Flur finden hitzige Disskussionen statt, was mitgenommen wird und was nicht. ….. unsere armen Nachbarn,….

      06:38 Uhr. Kinder, jeder EIN Teil!

      06:40 Uhr
      Gemeinsam entscheidet sich der Kinderrat für 8 Puppen inkl Wechseloutfit, 4 Kuscheltiere, 20 Spielzeugautos, 3 Malbücher, Stifte sowie 3 Puzzle.

      Notiz an mich: ich muss konsequenter werden, auch Sonntags morgens um 06.30 Uhr!

      06:45 Uhr
      Kinder, alle nochmal auf Toilette und dann geht’s looooooos!

      07:00 Uhr. Abfahrtzeit + 1 Stunde
      Kinder sitzen angeschnallt im Auto, es ist alles verstaut und verpackt.
      Ich bin stolz auf uns. Nur 1 Stunde Verspätung.

      Ich starte das Auto
      …. und höre von hinten: „Mama, ich muss aufs Klo!“

      07:15 Uhr.
      Wir fahren los.

      07:20 Uhr.
      Meine Handyhalterung hält nicht. Ist doof, weil ich mein Handy als Navi nutze.

      07:22 Uhr.
      Mein Handyladekabel lädt nicht.

      07:30 Uhr.
      1. Zwischenstop. Tankstelle. Handyhalterung wird nochmals richtig fest gemacht.
      Ich kaufe einen neuen Stecker zum aufladen.
      Alles hält. Alles funzt.

      Verkehrfunk sagt: Keine Meldungen!
      Das höre ich gerne. Also freie Fahrt – auf gehts!

      08:00 Uhr
      „Mama, ich muss aufs Klo!“

      Unser Clio gibt auf der Autobahn alles. 110 km/h schafft er, bei 120 quält er sich schon….

      Das hat zur Folge, dass unsere Ankunftszeit regelmäßig um 1 Minute nach hinten korrigiert wird ….

      Aber. Kein Stau – freie Bahn, so macht Autobahnfahren Spaß.

      Ungefähr 9 Uhr ….

      Es regnet in Strömen. Da kommt Urlaubsfreude auf!
      Dicke Wolken versprechen auch keinen baldigen Wetterwechsel.
      Ich wechsel meine Musik auf „Das Boot“ ….

      9.15 Uhr.
      Frühstückspause am Rastplatz.
      Classical fahre ich grundsätzlich nur Rastplätze mit Sanifair-Toiletten an.
      Die Kinder lieben den extra-Kinder-Eingang, die sich drehenden Klobrillen und die Kinderwaschbecken
      Und ich mag das Gefühl, es halbwegs sauber zu haben.
      Meine Desinfektionstücher habe ich trotzdem immer dabei. Sicher ist sicher,…….
      Den 50 Cent Bon löse ich noch ein und kaufe mir ein völligst überteuertes, dafür aber schönes, eiskaltes Getränk.

      09:35 Uhr.
      Pause beendet, weiter gehts.

      …. 3 Minuten später ….. :
      “Mama, ich muss aufs Klo!”

      Ungefähr 10 Uhr.
      Die Zwillinge zicken auf der Rückbank rum. Soetwas ist der Konzentration beim Autofahren nicht besonders förderlich.
      “Kinder, was ist los dahinten?!” Der Grund für ihren Disput:
      Wir haben soviel Spielkrams für die Fahrt, aber sie wollen immer genau das gleiche haben…
      Streit schlichten während man am Steuer sitzt klappt nicht ganz so gut.
      Ich lege “Santiano” ein und die Kinder singen lauthals mit und spielen Luft-Instrumente.

      Ungefähr 10.30 Uhr.
      Ich mag ja Santiano, aber die Kinder wollen immer nur die gleichen 4 Lieder, die ganze Zeit,…….

      10.45 Uhr.
      …… ich beginne, eine leichte Abneigung gegen Santiano zu entwickeln, zumindest gegen 4 ihrer Lieder,…. .
      Die Kinder singen immer noch laut und glücklich mit.

      11 Uhr.
      Die Fahrt durch die Landschaft ist sehr schön, aber dicke Wolken hängen am Himmel…
      Passend dazu gibt es jetzt arabische Chill-Out-Musik.
      Die 4 besagten Santiano-Lieder könnte ich bestimmt inzwischen schon rückwärts mitsingen…….
      Wir hoffen, dass sich die Wolken noch verziehen ….
      Meine Älteste daddelt mit ihrem Tablet, lautes Synchron-Gebrülle von hinten, die Zwillinge möchten auch endlich am Tablet spielen.
      Die jüngste erklärt lauthals, dass ihre virtuelle Katze gleich verhungern wird, wenn sie nicht sofort spielt.Mein Sohn hält dagegen. Sein Kater auch.
      Es wird diskutiert, welche der virtuellen Katzen am schlimmsten vom virtuellen Hungertod bedroht ist …..
      Warum haben die Kinder virtuelle Katzen?! Wir haben auf dem Hof 4 echte Katzen,……

      11.01 Uhr:
      “RUHE DAHINTEN!”

      11:02 Uhr:
      Ich drehe die Musik lauter ….
      Muss man virtuelle Katzen eigentlich auch virtuell beerdigen?!

      Wir durchfahren den Ort "Ziegendorf"

      Ziegendorf. Ob man hier ….. hmmmm …… Blick nach hinten …. Blick zur Seite
      “Kinder, der Ort hier heisst Ziegendorf. Für besonders freche Ziegen!”
      Sohn: “Ha, ich bin ein Junge!”
      Tochter 1: “Ich bin keine Ziege!”
      Tochter 2: “MAMA!”

      Die Kinder streiten nun zumindest nicht mehr, sondern haben sich gegen mich verbündet und tuscheln verschwörerisch.

      Egal. Endlich mal etwas Ruhe auf der Rückbank.

      Ungefähr 11.30 Uhr:
      Wir nähern uns dem ersten Etappenziel.
      Dem Elefantenhof. Noch ½ Stunde Fahrtzeit.

      Um die Mittagszeit herum sind wir endlich da.

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