Zeckenimpfung ja oder nein?

    • (1) 18.04.17 - 20:47

      Hallo,

      Wir (2 erw. und 3 Kinder) werden im August 3 Tage in Österreich und 3 Wochen in Kroatien (Istrien) Urlaub machen! Mein Mann und ich fahren im Herbst für 4 Tage nach Schweiz ... ist zeckenimpfung nötig? Lg Anika ( sorry, ich kann nicht gut deutsch, weil ich gehörlos bin! Danke um Verständnis) ????

      • Hallo,
        unsere Kinder sind schon lange gegen HSME geimpft. Sie sind viel draußen und kriechen durch Hecken und Büsche. Da war uns das doch etwas sicherer.
        Mein Mann und ich haben uns vor unserem Allgäu-Urlaub vor 2 Jahren sicherheitshalber impfen lassen. Allerdings muss/sollte man ein halbes Jahr vorher damit beginnen. Man bekommt nämlich 1 Impfung sofort, die zweite nach 4 Wochen und die dritte nach 4 bis 6 Monaten. Und angeblich soll der Schutz gegen HSME erst nach der 3. Imnfpung vollständig sein.

        Ich würde an Eurer Stelle da schnellstens mit beginnen......
        LG
        Martina75

        (3) 18.04.17 - 22:51

        Hallo Anika, ich wohne am Bodensee also Grenznah zu Österreich und Schweiz. Wir fahren dort mehrmals im Jahr hin (Hütte in den Bergen). Eine Impfung haben wir alle nicht.
        Unsere Tochter wird von uns regelmäßig auf Zecken abgesucht - bisher hatte sie aber nie eine Zecke erwischt.
        Ich hatte lediglich als Kind im Zeltlager mal eine und da war FSME oder ähnliches noch kein Thema.

        (4) 19.04.17 - 09:27

        Wir leben im Hochrisikogebiet und auch hier sind bei weitem nicht all Kinder geimpft.

        FSME ist auch hier verdammt unwahrscheinlich, nur ca 2% der Zecken im Risikogbiet sind überhaupt Überträger. Und selbst bei diesen infiziert man sich eher selten. Und die meisten FSME Fälle verlaufen unauffällig, eher wie Sommergrippen. Je jünger man ist um so unwahrscheinlicher ist ein schwere Verlauf, gerade bei Kindern kommt das wirklich so gut wie nie vor.
        Sehr viel häufiger holt man sich bei einem Zeckenstich Borreliose, aber dagegen hilf die Impfung nicht und die gibt es bei uns nich häufiger als überall anders auch. Der Begriff Risikogebiet bezieht sich alleine auf FSME.

        Meine Kinder sind trotzdem geimpft, allerdings sind die Impfungen heftig.Meine Kinder sind zwar beide recht empfindlich, die Zeckenimpfung war bei ihnen wirklich nicht lustig.

        Nur für einen kurzen Urlaub, würde ich das meinen KIndern wirklich nicht antun.

        • (5) 19.04.17 - 09:35

          Hallo,
          das die Impfen heftig sind, kann ich nicht unterschreiben. Die waren genauso harmlos, wie die Impfen, die die Kinder bis dahin bekommen haben. Und auch uns Erwachsenen haben die Impfen nichts ausgemacht.

          LG
          Martina75

          • (6) 19.04.17 - 18:47

            Naja, jeder reagiert eben unterschiedlich. Ich habe ja nur gesagt, wie es bei meinen Kindern war.

            Für ein paar Tag Urlaub würde ich dies Impfung meinem Körper aber wirklich nicht antun.

            • (7) 19.04.17 - 19:41

              Naja, das kann ja jeder so halten wie er will. Sicherheit geht vor und die Impfung ist ja nicht nur für ein paar Tage Urlaub. Ich habe kein Bock auf FSME. Auf Borreliose allerdings auch nicht, aber da gibt es ja (noch) nichts gegen.

              Unsere Kinder waren aber bereits Jahre vor unserem Allgäu-Urlaub geimpft und für uns war es endlich ein Grund, uns impfen zu lassen. Wir wohnen zwar nicht im Hochrisiko-Gebiet, aber zum einen sind wir viel in Wald und Wiesen unterwegs und zum anderen hat auch unser Hund immer mal wieder eine Zecke. Und da ist uns das einfach sicherer.

      Wir leben mittendrin im Risikogebiet und wir sind nicht geimpft. Kinder werden abgesucht wenn sie draußen waren und gut.
      Bei drei Kindern in 18 Jahren sind wir auf zwei Zeckenbisse gekommen diese wurden entfernt desinfiziert und dann beobachtet. Beide male ist nix passiert.

      Hallo Anika,

      nun ja, ob eine Impfung nötig ist, das ist natürlich immer so eine Sache, die Wahrscheinlichkeit, dass ihr eine Zecke habt ist klein, dass die dann auch FSME hat, ist noch kleiner, aber nun ja, meine Schwiegertante hatte FSME, das war nicht schön, ihr ging es sehr schlecht. Meine 2 Mädchen (8 und 4) sind geimpft, die Impfung war völlig probelmlos, sie hatten danach gar nichts. Wir wohnen im Hochrisikogebiet und sind sehr viel draußen, die Kinder vor allem. Letzten Sommer hatten wir ständig Zecken, jedes Kind bestimmt 5-8 Stück den Sommer über. Klar, abends duschen wir die Kinder ab und suchen sie auch ab, aber gegen FSME hilft das wenig, das wird ja schon gleich übertragen. Was ich euch auf jeden Fall raten kann: Lange Kleidung tragen, auch Socken, euch regelmäßig einsprühen und abends immer absuchen. Wenn ihr eine Zecke findet, gleich entfernen und desinfizieren. Immer mal wieder nach der Stelle schauen.

      LG

      (10) 20.04.17 - 12:49

      Wir wohnen im Risikogebiet im Schwarzwald. Ja, natürlich sind wir alle geimpft! Die Impfung wird gut vertragen. Bei Kindern verläuft die Erkrankung meist nicht so schwer, aber je älter man wird, desto schwerer verläuft die Erkrankung und desto schwerwiegender sind die Spätfolgen! Also besonders bei Euch Eltern! Ich kenne hier Einige, die mit Dauerschwindel, Lähmungen, Konzentrationsstörungen oder Dauerkopfschmerz nach FSME-Infektion zu kämpfen haben. Das ist es mir echt nicht wert! Bei der normalen Impfung ist der Impfschutz anch der 2. Impfung, also nach 1 Monat vorläufig vorhanden (reicht für den Urlaub), und nach der 3. Impfung nach 6 Monaten dann vollständig und muss nach 3-5 Jahren wieder aufgefrischt werden. Es gibt auch eine Schnellimmunisierung, da ist die 2. Spritze nach 2 Wochen. Auch das reicht für den Urlaub.

      Zecken sind nicht nur im Gebüsch, sondern auch im Gras und überall! Ich hatte sie bei mir auch schon im Garten beim Gras ausrupfen geholt!

      (11) 21.04.17 - 15:02

      Hallo Anika

      ich würde impfen lassen, und zwar die ganze Familie.
      FSME wird bereits beim Stich mit dem Speichel der Zecke übertragen, und auch wenn die Verläufe im Schnitt bei Kindern milder sind, war doch das jüngste bisherige Todesopfer in Österreich erst 3 Wochen alt. Dies auch als Argument gegenüber Kinderärzten, die finden, man müsse Kinder unter 3 Jahren noch nicht impfen.
      Trotzdem sollte man nach dem Aufenthalt draussen den Körper absuchen, denn Zecken können ausser FSME auch Borreliose übertragen. Borreliose wird aber über die Ausscheidungen übertragen, deshalb hat man da die Chance, mit rechtzeitigem Entfernen des Tieres die Übertragung zu verhindern.

      FSME selber kann man übrigens nicht behandeln, nur die Symptome. Ob es Langzeitschäden gibt oder nicht kann man nach der Infektion also nicht mehr beeinflussen.

      LG Irene

      Ich lebe in der Schweiz, im Gebiet mit den meisten FSME UND Borreliose infiszierten Zecken.
      Hier wird bei Kindern von der Impfung abgeraten, jede FSME Erkrankung ist bei Kindern harmloser als die reguläre Impfreaktion. Bei Erwachsenen ist es genau umgekehrt, hier gibt es eine klare Impfempfehlung, insbesondere ab ca 40 Jahren.
      Da es für die wesentlich verbreitetere Borreliose keine Impfung gibt ist Zeckenschutz und gründliches Absuchen/Duschen nachdem man draussen war ohnehin angesagt, die Regeln dazu lernen die Kinder spätestens im Kindergarten.

      • (13) 22.04.17 - 19:16

        "jede FSME-Erkrankung ist bei Kindern harmloser als die reguläre Impfreaktion" - sagst du das auch den Eltern der Kinder, die durch FSME bleibende Schäden erlitten haben oder sogar gestorben sind daran? Es sind wenige, aber es gibt sie.

        Ich lebe auch in der Schweiz, und hätte ich Kinder, würden sie spätestens mit 1 Jahr geimpft.

        LG Irene

        • (14) 23.04.17 - 10:22

          Bin gespannt wo du einen Arzt finden würdest der dein Einjähriges Kind impfen würde.... Hier wo ich wohne jedenfalls nicht.

          https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/mensch-gesundheit/uebertragbare-krankheiten/infektionskrankheiten-a-z/fsme.html

          Ich kenne diverse Familien im Zürcher Weinland und in Schaffhausen bei denen der Familienvater FSME hatte und bleibende Schäden davon trug oder starb. Insbesondere aus der Zeit bevor es die Impfung gab.
          Meine älteste Tochter hatte als Kleinkind ebenfalls FSME, eine schwere Verlaufsform aber ohne bleibende Schäden, vor über 20 Jahren, deshalb und weil ich aus dem medizinischen Bereich komme halte ich mich sehr auf dem Laufenden.

          Mein Mann und ich wir haben uns impfen lassen als wir 40 wurden.
          Was ich nie verstehen werde: das Risiko an Borreliose zu erkranken nach einem Zeckenbiss ist um ein Vielfaches höher als bei FSME, warum ums Himmelswillen kapieren so wenige Leute, wie man sich im Umgang mit Zecken korrekt verhält:

          a) möglichst geschlossene Kleidung, Hosenbeine beispielsweise in die Socken gestopft, sowohl im Wald als auch im Bereich von Sträuchern.
          b) Nach dem Waldbesuch, nach dem Spielen im Garten: gründlich duschen, Körper absuchen. Man spürt übrigens wenn die Zecke "andockt", bereits im Frühstadium empfindet man an der Stelle etwas eigenartiges zwischen Jucken und Schmerz.
          c) Die ersten 24 Stunden kann die Zecke noch gar nichts übertragen, deshalb keine Panik, Zecke korrekt entfernen, Biss in Agenda eintragen, bei Rötung oder Fieber innerhalb der nächsten Wochen ab zum Arzt, Datum des Zeckenbisses dem Arzt mitteilen.
          d) Respekt ist ok, Panik ist fehl am Platz.

          Glaubs mir, ich hatte in meinem Leben schon Hunderte von Zeckenbissen, das einzige wovor ich Angst habe ist Nichtwissen (meine Tochter hat sich die FSME nämlich auch geholt bei meiner Ex-Schwiegermutter.... die alles falsch machte was man falsch machen kann, inklusive vollgesaugte Zecke mit Öl ersticken und sie zerquetschen, und mich nicht zu informieren...)
          c)

          • (15) 23.04.17 - 14:16

            Der Impfstoff ist ab 12 Monaten zugelassen, daher würde ich das mit einem Arzt durchaus ausdiskutieren, welche fundierten Gründe (ausser "die meisten Kinder stecken das gut weg" - das gilt für 999 von 1000 Masernerkrankte auch) dagegen sprechen.

            Ansonsten gebe ich dir recht: die Impfung rechtfertigt keinen Nachlässigkeit, trotzdem erwischt einen halt gern mal eine Zecke, trotz Antibrumm forte und langen Hosen.
            Allerdings ist dein Punkt c nicht ganz korrekt: zu Beginn überträgt die Zecke noch keine Borreliose, aber die FSME-Erreger sind in ihrem Speichel.

    (16) 23.04.17 - 11:09

    Hallo

    Nein wir sind alle nicht geimpft, wen wir im Garten sind und die Kinder auf der Wiese rumtollen haben sie noch nie eine Zecke mit nachhause gebracht, gehen wir aber "richtig" in die Natur, Wandern, in den Wald, oder so was in der art, spritze ich uns mit dem Mückensprey Kik ein. das ist super.

    Bevor wir dies machten hatten wir immer mal wider eine Zecke, aber seit 5 jahren keine einzige mehr, und wir sind sehr viel in der Natur unterwegs.

    das finde ich noch besser als die Impfung, gerade wegen der Boreliose welche man ja nicht impfen kann

    (17) 25.04.17 - 10:30

    Wir, ebenfalls 2 Erwachsene und 3 Kinder fahren Mitte Juli. Kinderarzt und Hausarzt haben uns empfohlen uns impfen zu lassen, und noch passt es von der Zeit. Erste Impfung haben wir hinter uns, die zweite Impfung folgt in 4 Wochen. Dann ist man immerhin für die aktuelle Saison "geschützt ". Muss aber nochmal zum impfen.

    Hallo!

    Ich finde es sehr wichtig gegen Zecken geimpft zu sein. Ein kleiner Biss kann schlimme Folgen haben. Daher sollten alle, aber besonders Kinder geimpft sein. Sie sind viel draußen und halten sich selten von Hecken, Sträuchern und hohem Gras fern. Da lauert meist die Gefahr...
    Aber auch durch Tiere oder lediglich das Spielem Garten kann man Zecken bekommen. Deshalb finde ich es sehr wichtig...nicht nur für den Urlaub ;-)

Top Diskussionen anzeigen