Urlaubsanreise

Guten Morgen

ich grüble schon seit einigen Tagen wie wir unsere Urlaubsanreise möglichst stressfrei und angenehm gestalten können.
Unser Sohn und ich sind beide keine Fans von langen Autofahrten (das Kind schläft auch im Auto nicht), meinem Mann macht das zum Glück weniger aus, daher möchte ich das gerne gut im Vorfeld planen.
Wir müssen zwischen 10-10:30 Uhr am Ankunftsort sein (muss auch pünktlich sein wegen der Weiterreise) Anreise dorthin ca. 9 Stunden (ohne Pausen).
Mein erster Gedanke war in der Nacht los zufahren, aber um alles entspannt fahren zu können müssen wir ja dennoch gegen 1 Uhr morgens los fahren. Da werd ich zuvor bestimmt nicht einschlafen können und das stelle ich mir dann irgendwie anstrenged vor. Und außerdem hätten wir ja immer irgendwie Zeitdruck. Der Vorteil wäre jedoch wir würden einen Großteil der Strecke ohne Stau und Verkehr bewältigen können.
Die nächste Überlegung wäre bereits am Vortag loszufahren, da könnten wir aber wegen Schule und Arbeit erst gegen 15 Uhr los und dann nach 2/3 der Strecke eine Übernachtung einzulegen (das wäre dann ja aber sicher erst gegen 22 Uhr) um dann morgens gegen spätestens 8 weiterzufahren. Dann wären wir aber garantiert länger unterwegs wegen Feierabend/Wochenendverkehr und wäre das dann entspannter?
Ich weiß es nicht.
Zu was würden mir denn die erfahrenen Reiser hier raten?

Danke Euch!

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Ich persönlich würde abends losfahren, die Strecke machen und den Zeitdruck zur Fähre rausnehmen, in Schichten im Auto schlafen/dösen und morgens am Anleger oder ganz in der Nähe nochmal auf einem Parkplatz pausieren, schön beim Bäcker frühstücken und dann rauf auf den Kahn.

So ne lange Reise ist nie relaxed. 🤷🏻‍♀️

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Kommt ja etwas auf den Wochentag an....aber so grundsätzlich....lieber mitten in der Nacht losfahren, als nach der Arbeit und dann in den Feierabendverkehr zu kommen. Nee danke, mein Pulsometer würde platzen;-). Nachts ist dagegen alles so schön ruhig, entspannt....die Nachtfahrten haben für mich in der Tat richtige Entspannung inkludiert.

So, ich selber fahre keine Autobahn mehr....das würde bei uns bedeuten, das mein Mann diese Strecke übernehmen muß und von daher bestimmt er auch die Abfahrt. Bisher hat es immer gepasst. Ich zerbreche mir da also nicht seinen Kopf.

Für mich ist der Anreisetag auch immer stressig, den Streß mache ich mir aber selber. Vond aher habe ich gelernt, mich da sehr an meinem Mann zu orientieren....denn er ist da die Ruhe in Person. Von ihm habe ich auch gelernt, nicht immer alle Eventualitäten zu zerdenken....war schwer, aber es hat sich für meine Nerven sehr gelohnt und mein genereller Streßlevel ist massiv gesunken.

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Hallo,
Wir fahren schon immer jeden Sommer an die Ostsee, da ich dort aufgewachsen bin und noch Familie habe. Meine Kinder sind jeweils mit etwa 6 Monaten das erste Mal diese Strecke gefahren. Das sind etwa 950 km. Mittlerweile sind die Kids 11 und 8 Jahre alt. Wir haben alle möglichen Abfahrtzeiten ausprobiert. Wir sind morgens nach dem Frühstück, abends gegen 22 Uhr, nachts um 1 Uhr und morgens um 5 Uhr losgefahren. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Seit ein paar Jahren fahren wir um 1:30 Uhr los. Das ist einfach am praktischsten für uns. Wir gehen dann gegen 6 Uhr irgendwo frühstücken und gegen 11 Uhr Mittagessen. Dadurch brauchen wir etwa 12 Stunden für die Tour, aber für die Kinder ist es so am wenigsten anstrengend. Ich schlafe unterwegs oft ne Weile und mein Mann schläft dann am Urlaubsort mittags 1-2 Stunden während ich mit den Kids dann Besorgungen mache oder schonmal ne Runde am Strand drehe. Wenn ich deine Tour planen müsste, würde ich gegen Mitternacht losfahren. Dein Kind wird sicherlich irgendwann einschlafen, dann kannst auch du ne Weile die Augen zu machen. Außerdem hättet ihr so genug Spielraum um ggfs mit dem Kind ne halbe Stunde auf einem Spielplatz zu verweilen wenn nichts mehr geht. Leider schreibst du nicht wie alt dein Sohn ist, aber meine Kinder fanden es, als sie noch klein waren, ungeheuer spannend in der Nacht irgendwelche Spielplätze unsicher zu machen. Heutzutage freuen sie sich aufs Frühstück beim goldenen M, das gibt es nämlich ausschließlich auf dieser einen Fahrt im Jahr.
Ansonsten kann ich nur raten genug Beschäftigung für das Kind mitzunehmen. Bücher, Taschenlampe oder Nachtlicht. Musik. Eventuell ein Film auf dem tablet oder Handy. Wenn wir die Kids dann nachts wecken sind sie natürlich erstmal wach, wir machen es bis heute so, dass wir erstmal ca 30-45 min fahren, dann dürfen sie sich einen Film auf dem tablet anmachen und schlafen darüber dann oft ein. Allerdings hatten wir auch schon Touren, wo sie dann bis zum Frühstück wach waren vor Aufregung.
Lg

Bearbeitet von nickiwol
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sind in den 9 h schon Pausen eingeplant sowie Puffer für Stau?
Auch wenn nachts tendenziell weniger Stau ist, ein Unfall kann ja doch immer mal sein. Dafür würde ich 1 h Puffer einrechnen.
Bei 9 h Fahrt, selbst über Nacht, würde ich mind 1 Pause, eher 2 Pausen einrechnen. Selbst nur mal kurz auf Toilette und paar Schritte die Beine vertreten, da sind 15 min schnell weg.
Also ich würde an eurer Stelle gegen 22 oder 23 Uhr losfahren. Dann ist der normale Verkehr schon weg und es ist noch genug Puffer.

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Hallo,

die Frage ist doch, welche Knotenpunkte müsst ihr passieren und warum müsst ihr um neune am Zielort sein. Bei Fähren plane ich immer einen großzügigen Puffer ein. Ansonsten immer einen Puffer von einer guten Stunde. Wir haben eine Standardstrecke von unserem Wohnort zur Feldberger Seenlandschaft für diese Strecke haben wir zwischen 61/2 und 12 Std. gebraucht.
Viele Grüße

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Wenn wir weiter Anreisen haben, was bei uns aber meist „nur“ 500km sind, reisen wir entweder am Vortag an und nehmen noch ein Hotel oder suchen uns was auf halber Strecke wo wir am Vortag noch was anschauen können.

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Unsere Urlaubsziele liegen/lagen immer in Italien. Anfahrt zwischen 8 und 10 Stunden, wenn es Adria oder Toskana ist.
Wir fahren immer nachts. Als unsere Tochter klein war, hat sie die Fahrt fast durchgeschlafen. Jetzt, im Teenageralter, beschäftigit sie sich selber und schläft zwischendurch.
Wir fahren in der Regel gegen 0.00 Uhr los. Ich fahre den ersten Teil der Strecke - mache dafür einen Mittagschlaf, bleibe bis zur Abfahrt wach und fahre dann die ersten 3 oder 4 Stunden. Mein Mann geht sehr früh ins Bett, schläft dann im Auto weiter und übernimmt ab den frühen Morgenstunden den schwierigeren Part, da wir dann schon in Italien sind und da weigere ich mich, mit dem Auto zu fahren. Tangente Mailand ist mein persönlicher Horror.
Also lange Fahrten - nur über Nacht - aber das mag nicht jeder.

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Hi,

ich bin bisher 2x ganz allein mit mind. einem Kleinkind nach Italien mit dem Auto gefahren, Strecke allerdings nur 600 km einfach.
Hinfahrt war jeweils ab 4 Uhr morgens, Rückfahrt tagsüber.

Die Hinfahrten waren beide Male super. Die Kinder waren zwar wach, aber entspannt und haben döselig aus dem Fenster geguckt. Die Rückfahrten (1x ab Vormittag einmal ab Nachmittag) waren deutlich stressiger.

Gerade weil ihr sogar zu zweit seid und euch beim Fahren abwechseln könnt sowie Zeitdruck habt, würde ich dazu tendieren, zeitig loszufahren und lieber eine Pause mehr zu machen bzw. lieber am Ankunftsort nochmal ne Runde im Auto uullzu dösen bzw. frühstücken zu gehen, als erst nachts um 1 loszufahren. Lieber um 22 Uhr los und ihr habt die Möglichkeit, mitten in der Nacht nochmal ne Schlafpause einzulegen, weil ihr beide müde seid.

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Ich glaube ich würde 15.00 - 21.00 Uhr fahren, und unterwegs was im Auto essen (Brote) - da ist im Sommer dann auch noch hell. Hotel am Rastplatz und dort noch mal die Füße vertreten und um 22.00 Uhr ab ins Bett. Wecker auf 6.00 Uhr und dann entspannt die letzten Kilometer… 9.00 Uhr Frühstück irgendwo vor Ort!